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10-Jahre Jubiläum: Die Ballade von PortableGaming


Autor: Christian Nork und Christian Luscher

Kategorie: Kolumnen
Umfang: 1 Seiten


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PSP Artikel vom 30.06.2011



Zehn Jahre, Herrschaften! Eine ganze Dekade hat das PortableGaming-Netzwerk jetzt schon auf dem Buckel. Aber wisst ihr noch, wie es anfing? Wie aus einer einzelnen Fansite ein riesenhaftes Netzwerk über portables Spielen entstand? Natürlich wisst ihr das nicht mehr. Ihr seid ja noch viel zu jung. Was wisst ihr Jungspunde schon? Lasst euch deshalb von den Redakteurs-Veteranen Trunx und Sagat ins Goldene Zeitalter von PlanetGameboy.de entführen! Und keine Angst: Was hier so alt riecht, das sind nur wir.

Es begab sich aber zu der Zeit, als alle Webseiten noch mit „Planet“ angesprochen werden wollten. Da gab es PlanetUnreal, PlanetQuake, PlanetOmasKüchentipps… und eben „PlanetGameboy“. Zehn Jahre später möchte niemand mehr etwas davon hören - die Zeit der „Planets“ ist vorbei, coolere Namen wie „WiiX“ sind am Start, und überhaupt ist alles inzwischen viel stylischer, eleganter und futuristischer. (Wobei... „Planet3DS“...)


Alles begann mit PlanetGameboy.de - Ein Schnappschuss aus dem Jahr 2002

Doch 2001 war das anders. Wenn man bedenkt, dass der Game Boy Advance zu so einer großen Webvereinigung wie dem PortableGaming-Netzwerk geführt hat, sollte man eigentlich Nintendo einen dicken Präsentkorb zukommen lassen. Denn ohne den Nachfolger des inzwischen nostalgisch „Keksdose“ getauften mobilen Spielegerätes hätte es eure Lieblingsseite im Netz nie gegeben. PlanetUnreal existiert jedenfalls inzwischen nicht mehr (und stammte übrigens auch vom PG.de Gründer „Darkside”).

Doch eins nach dem anderen. Zuerst einmal, für die Jüngeren unter Euch: Was war der GBA? Nun, mit dem GBA zog die Generation Super Nintendo in die Hosentaschen ein. Er entwickelte sich schnell zum Verkaufsschlager. Und das Forum von PlanetGameboy wurde geradezu überrannt von jungen Menschen, die etwas zu sagen hatten. Oder zumindest dachten, dies tun zu müssen. Besonders heftig wurden Themen wie der Afterburner, eine Hintergrundbeleuchtung für den GBA-Bildschirm, und dessen Einbau diskutiert. In Zeiten von 3DS und PSVita geradezu lächerlich, doch leider wahr: Dieser Game Boy hatte keine Beleuchtung und wer nicht im Dunkeln sitzen wollte, musste über erste Import-Versuche und Löt-Fitzeleien zeigen, was er handwerklich drauf hatte. Oft mit fatalen Folgen für Leib und Leben. Noch heute zeigen die frühen Afterburner-Freaks mit Stolz durch gruselige Brandnarben, wie sehr sie ihren GBA damals liebten.

Am Ende stand aber für die Redakteure vor allem eins im Vordergrund: der Spaß. Nicht nur der am Spielen, sondern auch der am Schreiben, an Texten Herumdoktern, und das Freuen über jeden neuen User im Forum sowie die aktuellen Besucherzahlen auf PlanetGameboy... und GBA-Net. Denn was viele heute nicht mehr wissen ist, dass das Forum eigentlich zuerst von einer anderen Internet-Seite ins Leben gerufen wurde. „Viperizer“, der 'King of Mario Kart', sorgte mit seiner ersten Einrichtung des Boards für den Startschuss einer erfolgreichen Karriere. Dabei schaffte er es, zwei ausgezeichnete Jung-Redakteure mit an Bord zu hieven -darunter ein jungdynamischer „Trunx“ (so benannt aufgrund seiner damaligen Nick-Carter-Gedächtnisfrisur)- die nach dem Ende von GBA-Net bei PG.de anheuerten. Wer sehen will, dass es selbst Großmeister des geschriebenen Wortes anfangs nicht leicht hatten, der führe sich das „Driven“-Review eines sehr, sehr jungen Trunx zu Gemüte.


Wer braucht schon Web 2.0? PlanetGameboy.de zwei Jahre später

Das Geheimnis des Erfolges
Wie ein Affenbrotbaum, den man regelmäßig wässert, wuchs und gedieh PlanetGameboy prächtig. Das Geheimnis des Erfolges, vor den Zeiten von Mitmach-Internet und Web2.0-Gedöns, war: Aktualität. Aktualität. Und Aktualität. Tägliche News, so klein sie auch sein mochten, machten den Großteil des Inhaltes aus und führten zu einer Stamm-Leserschaft, die sich teilweise auch heute noch in der Stammkneipe des Forums herumtreibt.

Die vielen Besucher, Bilder und Infos sorgten natürlich für einiges an Traffic, weshalb schnell ein neuer Server gesucht werden musste. Das führte zu einer recht unangenehmen Episode, die zwei Server, einen falschen Pfad-Befehl im HTML-Code und eine große Rechnung mit vielen Nullen am Ende umfasste. Doch das ist Schnee von gestern, die horrende Rechnung ist beglichen, die Tränen sind versiegt und dieser Fehler ist nie wieder aufgetreten. Heute lacht man darüber, damals war das viel Geld für einen Schüler.

Eines Tages dann.. begann die „Kommerzialisierung”: Die Ära der Testmuster begann mit einem unscheinbaren Anruf von Ubisoft, die sich eigentlich einfach nur wunderten: „Ihr testet unsere Spiele, seid aber gar nicht auf unserem Musterverteiler - möchtet ihr drauf?” Die Reaktionen waren gespalten. Auf der einen Seite: Wollen wir unsere Unabhängigkeit verlieren? Auf der anderen: Testmuster! YES! Die Redaktion ließ sich schnurstracks vom schnöden Mammon korrumpieren und dankte es den Kollegen von Ubisoft, indem sie ihre Spiele stets mit Samthandschuhen anfasste.


Das Dreamteam von 2004 - Fast komplett vereint: Darkside, Sagat, Iceman, hurik, sonic, Trunx und Sams


Das Dreamteam entsteht
Es begann die Blütezeit von PlanetGameboy. Neue Redakteure wurden aus Foren-Nutzern und News-Einsendern rekrutiert, so dass sich schließlich das „Dreamteam” aus folgenden Schreiberlingen zusammenstellte:

Darkside - Der Admin der Herzen und Newsschreiber, wenn er Zeit dafür fand. Außerdem Hoster des ersten PlanetGameboy-Treffens der Geschichte. (Danke für die Brötchen)
Sonic - PlanetGameboys erster echter Redakteur, der mit Justus Jonas nicht nur die Stimme, sondern auch den Gerechtigkeitssinn gemeinsam hatte.
Nasreddin - Dank seiner oft radikalen Kritik wohl der härteste Tester, den das Internet jemals gesehen hat. Obwohl man sagen muss, dass „Spirit - der wilde Mustang“ seinen Verriss auch mehr als verdient hat.
Trunx - Zocker-Urgestein, dessen Handkantenschläge nicht nur fliegende Plüschbisasams in die Erdumlaufbahn befördern, sondern auch miesen Spielen den rhetorischen Gnadenstoß geben konnten - außerdem einer der besten Kuchenmann-Piloten diesseits des Rio Grande. Erfinder des „Killerblicks“.
N-Freak - Der „kleine Macho“, eine Mischung aus Brad Pitt und Tom Cruise, der die Frauenherzen reihenweise zum Schmelzen brachte und noch aus dem albernsten Disney-Prinzessinnen-Spiel ein poetisches Meisterwerk eines Reviews zaubern konnte.
TechAdvance - Kolumnen-Test-News-Doktor und Komplettlösungs-Junkie.
FuTuRe - Der junge Schreiberling.
Troublemaker - Forenadmin und PG-Chat-Overlord.
Iceman - Vom News- und Tippseinsender zum Oberguru - Das muss ihm einer mal nachmachen... The American Dream in Personalunion.
Sagat - Genialer Musiker und Text-Komponist, der mit „Rana Muerta“ und „Nadine“ zwei Welthits schrieb. Außerdem mit Iceman der einzige noch aktive Redakteur des „Dreamteams“, was deutlich für die Qualität seiner Texte spricht - oder einfach dafür, dass keiner sonst die richtig miesen Spiele testen wollte.
Sams - Das Redaktions-Bunny und erste Frau im Team, die vor allem die Eltern mit ihren Tests von Kinder- und Jugendspielen glücklich machte und dabei auch per eMail jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stand.
Hurik - Inzwischen leider im Ural verschollener Forenadmin, der sich damals besonders um GBA DEV, den kleinen Bruder von PG.de, kümmerte.
HickLick - Der jüngste unter den Jungen.
Der Affe und der Kuchenmann - Zwei Figuren in einem seltsamen Spiel um Leben und Tod.
Und natürlich viele, viele andere wie: Motorbass, Sam Hell, sebby und Leute, die wir hier vergessen haben zu nennen... Wir lieben euch trotzdem!


Side-Talking, anyone? N-Page.de wurde 2003 geboren.

Eine kurze Geschichte der Sidetalking-Zeit
Dass der Game Boy nicht alles war, stellte sich schnell heraus, als Nokia ankündigte, man wolle eine Mischung aus Handheld und Mobiltelefon auf den Markt werfen. Nach einem ersten Kontakt mit der finnischen Firma auf der Games|Convention in Leipzig und großzügiger Unterstützung durch Testmuster, wurde in einer Nacht-und-Nebelaktion N-Page.de aus dem Boden gestampft. Auf Grund der jedoch recht schwachen Versorgungslage an Nachrichten, dem mangelnden Interesse der User und der am Ende doch etwas eigenwilligen Release-Politik (halbfertige Spiele, die man heutzutage nicht einmal mehr für 79 Cent im App-Store kaufen würde), konnte die Seite mit wenigen Redakteuren betrieben werden. Der Enthusiasmus wurde jedoch belohnt, und so konnte N-Page schnell mit Exklusiv-Nachrichten glänzen, wurde von Nokia zu Geheim-Treffen auf der CeBit eingeladen, um neue Spiele erstmalig anzutesten sowie mit Beta-Versionen versorgt, um Previews zu schreiben. Den Ritterschlag gab es dann von der Presseabteilung von Nokia selber, die uns gestand, morgens immer erst einmal auf N-Page.de zu schauen, weil hier die Nachrichten noch eher standen als in ihrem eigenen eMail-Postfach.


Ein neuer Planet am Himmel - PlanetDS.de im Jahre 2005.

Mit dem Ende des N-Gage war auch das Ende einer Webseite gekommen, die mit vielen kleinen Tipps und Tricks ihre User lange informiert und unterhalten hat. Man mag über Sidetalking und Co. soviel Schlechtes sagen wie man möchte: Es war eine tolle Zeit und ein ganz großer Spaß. Und die Geburtsstunde der ersten Spin-off-Seiten im PG-Universum, die einen wesentlichen Bestandteil an der Entscheidung hatte, PlaystationPortable.de und PlanetDS.de zu gründen.

„Gotta catch ‘em all“
Bei dem riesigen Oeuvre an Spieletests, Artikeln, Kolumnen und Interviews, das das PG-Dreamteam zusammengetragen hatte, war es umso verwunderlicher, dass die Gruppe sich während ihrer jahrelangen Zusammenarbeit niemals zu Gesicht bekommen hatte. Das änderte sich im Jahre 2003 auf der Games|Convention in Leipzig, als sich auf einmal Darkside und Sagat, Iceman und Trunx, Sams und Sonic gegenübersaßen. Es folgte eine Live-Berichterstattung, wie sie die kleine Website noch nicht gesehen hatte. Wie die Power-Rangers bündelten die Redakteure gemeinsam ihre Kräfte - und wenn dabei auch das eine oder andere Hotelzimmer verwüstet wurde, war klar: Nächstes Jahr geht’s wieder nach Leipzig. PG ging hin - und die Fans kamen mit. Ein erstes, grandioses Fantreffen fand in einem Nebenraum der Messehallen statt. Die treuen PG-Leser nahmen die Gelegenheit, einmal mythischen Gestalten wie „Trunx” und „Darkside” gegenüberzustehen, enthusiastisch an. Die Redakteure fühlten sich gebauchpinselt und pinselten ihrerseits ihre Autogramme auf Taschen und T-Shirts der Fans (teils an pikanten Stellen). PlanetGameboy war auf dem Olymp angekommen. Es wäre gelogen zu sagen, dass die Arbeit am Netzwerk jetzt nicht mehr anstrengend war - doch mit diesem Erfolg und den vielen treuen Fans im Nacken war das tägliche Suchen nach Netz-Neuigkeiten viel einfacher als in den steinigen Anfangstagen. Außerdem konnte man sich nun viel mehr leisten, wie zum Beispiel an jenem denkwürdigen 1. April, an dem böse Redakteure einen Entwicklerchat mit PG-Usern in ein hysterisches Inferno umkippen ließen, nur um die Leser dann zu informieren, dass das Spiel, auf das wir sie die ganze Zeit scharf gemacht hatten, mitsamt des spanischen Entwicklerteams zu Aprilscherzzwecken von uns erstunken und erlogen worden war. Und wisst ihr was? Wir würden es jederzeit wieder tun. Schließlich waren wir, wie schon erwähnt, auf dem Olymp angekommen. Wir dachten, es würde immer so weitergehen. (Na gut, das dachten wir nicht, aber dieser Satz hört sich in diesem Zusammenhang einfach passend an.)


Sony ist mit im Boot - PlaystationPortable.de Anno 2005.

Personalwechsel, die Fahrscheine bitte!
Doch das originale Dreamteam, anfangs junge Leute, teils Schüler, teils Studenten, wurden erwachsen und waren mehr und mehr damit beschäftigt, ihren Weg im Leben zu finden. Und wie das manchmal so ist - bei einigen Mitgliedern des Dreamteams beinhaltete ihr weiterer Lebensweg anderes als die Mitarbeit am PortableGaming-Netzwerk. So zogen N-Freak, Reddin, Trunx, Sams und Sonic in die Welt, um ihr Glück zu machen. Was aus ihnen geworden ist? Nun, man hört, Trunx sei im Süden Deutschlands eine Art Medienmogul geworden, aber das kann auch nur ein Gerücht sein. Sagat widmete sich ebenfalls anderen Dingen, wurde Schreiberling in Hamburg, trug aber noch ab und zu ein Review, hin und wieder ein Artikelchen für PlanetDS bei. Einzig Iceman, das alte Schlachtross, blieb dem Netzwerk treu und sorgte dafür, dass die neue Generation in ihre Aufgaben eingeführt wurde und der Geist des Dreamteams mitschwingt. Es waren junge Leute, wie es die alte Garde einst war. Greenhorns mit leuchtenden Augen, die die portable Welt erobern wollten. Menschen wie Miroque, Liese, Alanar, el-burro und Daverball übernahmen das Ruder und man muss sagen, sie schlugen sich gar nicht übel! PlanetDS blieb auf Erfolgskurs, PlayStationPortable.de etablierte sich mit Hilfe von Zeschitz und Malte als Referenzsite und Planet3DS legte einen Glanzstart hin.

Was die nächsten zehn Jahre bringen? Nun, wer vermag das zu sagen. Sicher ist nur eins: Wenn sie so rasant, ereignisreich und abenteuerlich werden wie die ersten, dann bringt Edelknödel Kirby der Keksdose im Brotkasten *Anmerkung der Redaktion: Dem C64* das Tanzen bei. Holerö.
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