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Wie weit darf Ingame-Werbung gehen? Der Fall Phantasy Star Portable 2


Autor: Jakob Koch

Kategorie: Kolumnen
Umfang: 1 Seiten


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PSP Artikel vom 13.10.2009



Als Mitte September die ersten Bilder vom Werbe-Deal mit der Softdrink-Marke Fanta im Netz auftauchten, schlugen viele Fans die Hände über dem Kopf zusammen. Sie fragten sich zurecht und vor allem Sega: Was hat das noch mit dem Fantasy-Rollenspiel zu tun, welches seit Ende der 80er Jahre Spieler aus aller Welt begeisterte? Nicht nur die Platzierungen von überdimensionierten Getränkedosen sorgten für missfallen, auch die weiteren Details des Werbedeals mit dem Mutterkonzern Coca Cola hatten negative Reaktionen zur Folge: Sega gab nämlich bekannt, dass verschiedene Produkte der Marke als Ingame-Item dienen sollen – allen Ernstes soll man die bekanntermaßen alles andere als gesunden Getränke als Gesundheits-Drinks verwenden können. Dass die Zielgruppe des Spiels da etwas falsch verstehen könnte, ist wohl klar.



Aber wie nun bekannt wurde, soll nicht nur der amerikanische Getränkehersteller einen „Gastauftritt“ im Spiel haben – Sega plant auch die Franchise-Restaurantkette Pizza Hut dem Spieler näher zu bringen: So wird in der Gurhal Galaxie ein virtuelles Restaurant zu bestaunen sein, bei dem man verschiedene Pizzen mit der im Spiel enthaltenen Währung bezahlen darf. Das Beste dürfte aber die gesponserte Ausrüstung für den Spieler sein: Denn nicht nur ein Schild im exklusiven Design darf man sich zulegen – auch ein als Pfanne getarnte Waffe zählt dazu. Man darf also seine Kontrahenten mit dieser skurillen Ausrüstung entgegentreten – wenn die CPU gesteuerten Gegner lachen könnten, würden sie es wahrscheinlich an dieser Stelle tun. Dass Sega mit diesen Werbedeals das gesamte Spiel einfach nur ins Lächerliche zieht, ist bei den Japanern wohl noch nicht angekommen.



Dermaßen unpassende Werbung hat man bisher selten gesehen – dabei geht es bekanntlich auch anders: Werbebanner etwa in Sportspielen tragen sogar zusätzlich zur Atmosphäre des jeweiligen Titels bei und dürften nur einen geringen Teil der Zocker stören. Ein wenig Hoffnung im Falle von Phantasy Star Portable 2 besteht aber noch: Bisher sind diese Pläne nur für den japanischen Markt angekündigt und bekanntlich haben die Spieler dort einen eigenwilligen Geschmack. Aber die Gefahr von ähnlichen Aktionen für einen sicher folgenden West-Release des Spiels besteht natürlich. Wenn auch wir mit ähnlicher Aufmerksamkeit bedacht werden, wie japanische Zocker, dann ist das wohl der Auftakt neuerlicher Geld-Macherei auf der PSP!

Jakob Koch für PlaystationPortable.de
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