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Nochmals angeschaut: Die Metal Gear Solid-Reihe im PSN-Store


Autor: Jakob Koch

Kategorie: Spiele
Umfang: 3 Seiten


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PSP Artikel vom 29.12.2009

Bekanntlich hatte sich Konami Zeit gelassen, ehe man endlich bereits erschienene PSP-Spiele als Download im Playstation Store bereitstellte. Zwar fehlen immer noch viele hochkarätige Titel aus dem Portfolio des Publishers, allerdings zeigten die ersten Veröffentlichungen der Metal Gear Solid-Reihe, wie beliebt die Spiele immer noch sind. So befindet sich der Titel Metal Gear Solid: Portable Ops zurzeit (Stand: Ende Dez.’09) auf Platz eins der Downloads im PSN-Store. Konami veröffentlichte darüber hinaus aber ebenfalls noch das Add-On Metal Gear Solid: Portable Ops Plus sowie den interaktiven Comic Metal Gear Solid Digital Graphic Novel. Wir haben uns die Download-Versionen einmal näher angeschaut und stellen euch die Titel nochmals vor!



Der ursprünglich 2007 erschienene Titel Metal Gear Solid: Portable Ops ist im PSN-Store für 10,99 Euro zu haben. Der Download ist rund 965 MB groß und braucht somit eine gewisse Zeit ehe man ihn via PSP, PC (Media Go) oder auch Playstation 3 heruntergeladen hat. Im ersten „MGS“-Ableger für die PSP befindet sich der Protagonist Naked Snake, vielen auch unter dem Namen Big Boss bekannt, nach dem Verlassen der Spezialeinheit FOX in Südamerika, wo er als Häftling von sowjetischen Separatisten seine letzten Stunden abzusitzen hat. Schon zu früher Stunde findet man heraus, dass die Sowjetunion im Besitz einer bisher unbekannten, aber unglaublich gefährlichen Massenvernichtungswaffe ist, die laut verschiedener verlässlicher Quellen auf einem nicht namentlich genannten Eiland in Kolumbien zu finden sein soll. Nun gilt es grob gesagt - wie es zu erwarten war - diese Schandwaffe unschädlich zu machen und somit das Überleben vieler Menschen zu sichern.

Im Gegensatz zu anderen Titeln der Metal Gear Reihe wird man hier nicht mit einem durchgehenden Story-Modus konfrontiert – dieser Punkt wurde von vielen Spielern kritisiert, weswegen der im Mai 2010 erscheinende Teil Metal Gear Solid: Peace Walker wieder auf das traditionelle Spielkonzept setzen wird. Ferner hat Kojima Productions den Titel mit einem weiteren Feature ausgestattet, welches ebenfalls neu war: Rekrutierungen. Diese neue Option bietet die Möglichkeit, verschiedene Teams (Alpha, Bravo, etc.) anzulegen, welche jeweils mit fähigen Rekruten ausgestattet werden können. Hierzu muss man während eines Einsatzes lediglich mithilfe der Betäubungspistole einen vermeintlichen Gegner außer Gefecht setzen und ihn zum Truck zerren. Wahlweise kann dies auch von bereits rekrutierten Kämpfern übernommen werden, welche man mit in den Einsatz genommen hat. Im Anschluss daran wird der neu erworbene Mitstreiter einer kleinen Gehirnwäsche unterzogen, nach welcher er ohne Wenn und Aber auf Seiten der Gerechtigkeit agiert. Zwar weiß der vermeintlich uneinsichtige Kämpfer weiterhin, für welche Werte er noch vor kurzer Zeit seinen Namen beschmutzte, hat allerdings keine weiteren Probleme damit, die Fronten zu wechseln, um von nun an Seite an Seite mit Snake und weiteren Rekruten zu kämpfen. Dies ist nicht selten von großem Vorteil, vor allem dann, wenn man - wie es für gewöhnlich der Fall ist - hinter feindlichen Linien agiert und möglichst nicht auffallen darf.



Großer Schwachpunkt des Spiels ist allerdings die Steuerung: Aufgrund der bekannten Tatsache, dass die PSP nicht über zwei Analog Ticks verfügt, muss auch Metal Gear in diesem Falle etwas improvisieren. Ihr könnt auswählen, ob ihr die Spielfigur mit dem Steuerkreuz oder dem Nub steuern wollt - Beides ist natürlich nicht die optimalste Lösung, was vor allem an der Kamera liegt. Diese ist im gesamten Spielverlauf recht störrisch geraten und muss entweder durch manuelles nachjustieren oder durch die L-Taste zentriert werden. Wie auch aus den Konsolenversionen bekannt ist, gibt es natürlich auch wieder die Ego-Perspektive, mit der ihr euch zum Beispiel umsehen könnt oder auch mit einer Waffe zielen könnt. In dieser Ansicht könnt ihr wie gewohnt relativ präzise die Gegner anvisieren. Die restlichen Tasten fürs Schlagen, Kriechen oder Schleichen dürfen ebenfalls frei belegt werden - Hier haben die Entwickler bewusst dem Spieler die Auswahl gelassen.

Für die grafische Umsetzung haben sich die Entwickler die bekannte Subsistence-Engine geschnappt und diese an die Fähigkeiten der PSP angepasst. Auch zwei Jahre nach dem ursprünglichen Release fallen immer noch die sehr schön modellierten Charaktermodelle besonders positiv auf. Die Levelgrafik kann sich ebenfalls noch sehen lassen, auch wenn einige Texturen auffällig matschig daher kommen. Die soundtechnische Umsetzung vermag ebenfalls noch zu gefallen: Auch wenn die Sprachsamples eigentlich nur in den Zwischensequenzen zum Tragen kommen, kann insbesondere die musikalische Untermalung von Harry Gregson Williams überzeugen. Die verschiedenen Themes fügen sich perfekt in den Spielverlauf ein und unterstreichen die Ambitionen der Entwickler einen würdigen Ableger der Serie auf die PSP zu bringen.




Weiterhin zählt der gelungene Onlinemodus zu den Stärken des Spiels: Dieser ist zwar nicht ganz so umfangreich wie noch im PS2-Titel Subsistence, allerdings werden immer noch drei interessante Modi geboten. Ihr habt die Wahl mit euren Offline-Charakteren zwischen den klassischen Modi Deathmatch, Team Deathmatch, eine Art Capture the Flag im Einzel oder auch im Team anzutreten. Zudem dürft ihr euch auf insgesamt zehn Maps austoben, welche aber schon aus dem Single-Player Modus bekannt sein dürften. Hier habt ihr auch wieder unzählige Einstellungsmöglichkeiten wie beispielsweise die Begrenzung von Waffen oder auch der Anzahl der Spieler (maximal sechs).

Auch zwei Jahre nach dem ursprünglichen Release von Metal Gear Solid: Portable Ops kann sich der PSP-Titel sehen lassen: Neben einer umfangreichen Singleplayer-Kampagne mitsamt z.B. dem Rekrutierungs-Feature kann vor allem der Onlinemodus punkten. Mit der Steuerung müssen sich PSP-Besitzer notgedrungen anfreunden, was gerade in hektischen Situationen die Nerven auf Probe stellen dürfte. Für rund elf Euro wird euch dennoch ein Must-Have auf der PSP geboten, dessen Kauf wir euch nur wärmstens empfehlen können.

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