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Playstation Portable: Das waren ihre Fehler


Autor: Hans Weiler

Kategorie: Kolumnen
Umfang: 1 Seiten


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PSP Artikel vom 13.07.2011

Die Ära der PSP neigt sich dem Ende zu, Zeit für uns einen kritischen Blick auf die Vergangenheit zu werfen. Wir haben uns Gedanken gemacht und die Fehler der PSP analysiert. Zu welchem Ergebnis wir gekommen sind, könnt ihr euch nun in dem ersten Artikel aus einer Reihe an verschiedenen kommenden Themen zur PSP und PSVita durchlesen. Viel Spaß!

Denken wir zurück an das Jahr 2004, als auf der E3 in Los Angeles damals die Gerüchte um eine portable Playstation bestätigt wurden und wir zum ersten mal die PSP zu Gesicht bekamen. Nicht wenige waren damals von der grafischen Power überwältigt - Spiele auf dem Grafikniveau von PS2-Titeln auch unterwegs spielen? Wahnsinn! Einige Analysten sagten damals den Untergang des Nintendo DS bevor, welcher auf derselben Messe ebenfalls angekündigt wurde. Einige Jahre später wissen wir jetzt, viele schlaue Köpfe lagen damals falsch und der Nintendo DS ist als klarer Sieger aus dem Rennen um die Spitze des Handheld-Marktes hervorgegangen. Doch woran hat das gelegen? Einer der wohl wichtigsten Aspekte, war die Hacker-Szene, welche sich schnell Sonys neuen Handheld als Spielplatz ausgesucht hatten. Es dauerte nicht lange bis die CFW-Szene anwuchs, und anstelle von harmlosen Homebrews schon bald ganze Spiele im Netz zum Download bereit standen. Dieser Trend entwickelte sich immer stärker im Laufe der Zeit, allen Versuchen Sonys zur Unterbindung dessen zum Trotz. Natürlich gibt es eine ähnliche Szene auch für die Konkurrenz aus dem Hause Nintendo, allerdings brauchte man dort zusätzliche Flash-Karten, während jeder mit einer PSP, einem Internetzugang und ein wenig Engagement sich eine entsprechende Firmware organisieren konnte.


So sah die PSP noch anno 2004 aus.


Doch nicht nur die Hacker-Szene machte dem Erfolg der PSP Probleme, ein nicht zu unterschätzender Faktor waren auch die Spiele selbst. Ein erstes Problem, stellte hier das Medium der Spiele selbst dar. So führte Sony mit der Veröffentlichung der PSP die UMDs (Universal Media Discs) ein. Das offensichtlichste Problem, war hier das dazugehörige Laufwerk der PSP. Ein solches Laufwerk frisst bei einem portablen Gerät nicht nur Strom, sondern erzeugt natürlich auch die obligatorischen Geräusche beim Lesen der Disc. Darüber hinaus nehmen die Discs, trotz ihren knappen Ausmaßen, mehr Platz weg als z.B. die kleinen Speicherkarten der Nintendo DS-Spiele. Ein Faktor, der bei einem Handheld eher ungünstig ist. Desweiteren waren die UMDs nicht optimal geschützt, so gibt es auf deren Rückseite eine Unterbrechung in der Plastikhülle, um dem Laser des PSP-Laufwerkes das Lesen der Disc zu ermöglichen. Gerade an dieser Stelle konnte sich schnell Staub und anderer Dreck unter der Hülle ansammeln, sowie Kratzer ihren Weg in die Disc finden.

Leider haperte es in Sachen Spiele aber nicht nur an dem Medium ebendieser, sondern auch an den Titeln selbst. Lange Zeit fehlten der PSP die wirklich zugkräftigen Titel, gerade seitens Sony kam lange Zeit nur wenig Software für die Plattform. Übrigens ein Fehler den sich Sony mittlerweile selbst zugestanden hat. So sprach Shuhei Yoshida vor kurzem erst darüber, dass sie nach dem Launch der PSP zu schnell sich anderen Projekten, vor allem der PS3, zugewand haben. Gerade 2007 und 2008 gab es kaum Neuerscheinungen, erst mit God of War: Chains of Olympus, Crisis Core: Final Fantasy VII und großen Namen wie Killzone und Resistance kamen die Blockbuster-Titel für die PSP. Zwischen den einzelnen Release-Daten, gab es aber oftmals große Durststrecken, bei denen die Spieler auf dem Trockenen saßen. Ein weiteres Problem, was gerade auf die alten Tage der PSP immer deutlicher wurde, ist dass viele Entwickler sich kaum noch mit Lokalisierungen für den deutschen Markt beschäftigen. Zwar ist hier größtenteils das Genre der Rollenspiele betroffen, allerdings ist dies ein Trend der sich auf dem heutigen Videospielmarkt in Deutschland oft antreffen lässt.


Die Playstation Portable in ihrem finalen Design.

Ein weiteres Problem der Spiele, welches vor allem von Anhängern der Konkurrenz oft aufgegriffen wurde, ist nach wie vor die Tatsache dass die PSP von vielen Ports und Remakes alter Titel heimgesucht wurde. Egal ob Remakes alter PSone-Klassiker, oder Portierungen von PS2-Spielen, viele der Titel gab es in gleicher oder zumindest ähnlicher Form bereits auf anderen Plattformen. Ein Fakt, der natürlich vielen Spielern Anstoß zum Nachdenken gibt, ob man sich dafür nochmal einen neuen Handheld anschaffen will.

Natürlich gab es aber auch einige Perlen auf der PSP die zum Durchspielen einluden, doch hier kommt der nächste Punkt ins Spiel: Die mangelnden Möglichkeiten zur Steuerung. Die PSP verstand sich von Anfang an als eine Plattform, auf der Spiele wie auf der PS2 auch unterwegs spielbar seien, nur leider bietet das Gerät selbst natürlich weniger Tasten als ein Dual Shock-Controller. Gerade bei Spielen die in einer dreidimensionellen Umgebung stattfinden, fiel das Fehlen eines zweiten Analogsticks schmerzlich ins Gewicht.


Sony PSP - die portable Playstation

Uns allen ist klar - die PSP war und ist nicht perfekt, allerdings muss man ihr zugestehen der erste Konkurrent Nintendos auf dem Handheldmarkt zu sein, welcher sich mehr als nur anständig geschlagen hat. Sony zeigte sich bisher allerdings recht positiv, viele der gemachten Fehler bei der Playstation Vita nicht zu wiederholen. Eine Einsicht die uns optimistisch der neuen Handheld-Generation aus dem Hause Sony entgegenblicken lässt, doch das letztendliche Resultat, wird sich wohl erst noch mit der Veröffentlichung des Gerätes zeigen müssen. Wir hoffen unsere kleine Analyse hat euch einen Einblick darüber geschaffen, welche Probleme die PSP geplagt hat, und in welchen Bereichen wir von Sony in der neuen Generation Verbesserung erwarten müssen.
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