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Digitale Distribution – wünschenswerte Zukunft?


Autor: Max Zeschitz

Kategorie: Kolumnen
Umfang: 1 Seiten


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PSP Artikel vom 04.07.2009



Wirft man einen Blick in Richtung PC Markt, so scheint es, als ob sich die digitale Distribution von Computerspielen bereits zu einem Ding der Alltäglichkeit gemausert hat. Steam, sämtliche Spiele, die auch auf der Ladentheke zu finden sind, sind in irgendeiner Form auch online per legalem Download erhältlich – und die PC-Community scheint zufrieden mit den aktuellen Angeboten. Mit der PSP Go möchte Sony auch auf den Zug aufspringen. Doch scheint es so, als ob ein Großteil der Konsolenspieler noch nicht bereit für diesen Schritt seien. Wir fühlen uns nicht wohl bei dem Gedanken, dass unsere Videospiele nicht mehr greifbar sind. Bits und Bytes, die wir nicht anfassen können.

„Ich habe bezahlt, lass mich doch tun, was ich möchte!“
Der digitale Vertrieb von Videospielen macht den Weiterverkauf unmöglich. Gut für die Publisher, ist der Second-Hand-Markt doch mindestens genau so schlimm wie Piraterie an sich. Nur der Spieler, der Geld direkt in die Taschen der Publisher und Entwickler schaufelt, ist ein guter Spieler. GameStop ist die Inkarnation des Bösen, denn an gebrauchten Spielen, die dort verkauft werden, verdient niemand außer GameStop auch nur einen müden Cent. Dies möchte man natürlich unterbinden. Auf Kosten des Verbrauchers, versteht sich. Dass viele Leute ihre Spiele gebraucht verkaufen, um Geld für neue, originalverpackte Ware aufzutreiben, wird dabei nicht beachtet. Spiele an Freunde verleihen? Pah, niemals.



„Meine Spielesammlung… alles auf einer Platte!“
Wir sind nicht nur Spieler, wir sind auch Sammler. Wir mögen es, Pappschachteln oder Plastikhüllen in den Schrank zu stellen. Es sieht einfach schick aus und ist zudem noch ungemein praktisch. Obwohl Spielanleitungen heutzutage in der Regel ein schlechter Witz sind, fühlen wir uns dennoch gut dabei, sie durchblättern zu können. Ist es denn kein schönes Gefühl, wenn man an die Wand sieht und seine Spielesammlung überfliegt? Sicher doch. Da hat man etwas geschafft.

Fühlt man das gleiche, wenn man seine „Meine Spiele“-Liste bei Steam herunterscrollt? Nicht wirklich. Ich habe zwar noch immer die Möglichkeit, meine Unterhaltung zu bekommen, aber ein wirklicher Vergleich ist das nicht.

„Genauso teuer? Teurer? Warum sollte ich?“
Nehmen wir den PlayStation Store als Beispiel. Gibt es denn einen wirklich guten Grund, sich seine Spiele dort zu kaufen? Wir wollen unsere umweltunfreundliche Verpackung, wir wollen unsere fünfseitige Anleitung, die oftmals ohne sinnvollen Inhalt daherkommt. Wir wollen zupacken können. Und wenn man das schon nicht bekommen kann, dann sollte sich hieraus zumindest ein preislicher Vorteil ergeben. Ist es wahrscheinlich, dass die Gebühren für den Traffic eines Spiels jene übersteigen, die beim Pressen auf eine Disk und beim Ausliefern anfallen? Dennoch findet man sämtliche PSP-Spiele aus dem PlayStation Store günstiger beim Händler, wo man für weniger Geld noch eine Verpackung und eine Anleitung dazu bekommt. Da weiß man, was man hat!

Hinzu kommt der Faktor, dass sich dies mit der Veröffentlichung der PSP Go nicht zwangsläufig ändern wird. Wenn Sony mit dem PlayStation Store selbst der einzige Vertrieb von PSP-Spielen ist, wo bleibt da der Druck der Konkurrenz. Wer ein Game haben möchte, der zahlt gefälligst auch den Preis, den Sony dafür verlangt. Sicher; auch im Zeitalter des digitalen Vertriebs von Software gibt es Angebote. Quantitativ kann man hier aber nicht den Einzelhandel überbieten. Es ist doch eher unwahrscheinlich, dass wir eines Tages den PlayStation Store öffnen und ein großes Schild sehen „Geschäftsaufgabe. Alles muss raus“. Wo wir beim nächsten Thema wären.




„Meins ist meins und das soll auch immer so bleiben!“
Es scheint zwar unwahrscheinlich, dass Sony sich dazu entschließt, seinen PlayStation Store zu schließen, doch was wäre, wenn? Wer noch einen NES samt Games zu Hause stehen hat, der kann diese Spiele auch dann noch spielen, wenn Nintendo die Pforten schließt. Wer seine Software auf eine UMD gepresst hat, der kann sie im Garten vergraben und nach Jahren ausbuddeln und spielen. Was aber, wenn die Server abgeschalten werden, auf denen die Software lagert? Neudownload der Daten? Nicht möglich. Mal probiert, verlorene Musik bei iTunes direkt runterzuladen?

Max Zeschitz für PlaystationPortable.de
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