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PSP-Navi im Test: Go!Explore


Autor: Max Zeschitz

Kategorie: Zubehoer
Umfang: 2 Seiten


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PSP Artikel vom 07.07.2008




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Lieferumfang, Alltagstauglichkeit und Praxis
Insgesamt kann man beim Lieferumfang nicht wirklich meckern. Wahlweise bekommt man zum Aufsteckbaren GPS-Adapter noch eine KfZ-Halterung dazu, die man via Saugnapf an der Windschutzscheibe befestigen kann und außerdem gibt es ein Ladekabel für den Zigarettenanzünder – beides gegen Aufpreis, versteht sich. In Sachen Kartenmaterial bietet Go!Explore in unserem Falle ausreichend Inhalt. Auf der UMD alleine befinden sich die Karten von 22 Ländern (Andorra, Belgien, Deutschland, Dänemark, Finnland, Gibraltar, Frankreich, Großbritannien / Nordirrland, Irland, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Monaco, Niederlande, Norwegen, Portugal, San Marino, Schweiz, Spanien Vatikanstadt und Österreich). Dies ist jedoch nur bei der Demonstrations-UMD für die Presse der Fall. Kauft man sich das Pack im Geschäft, so hat man lediglich Kartenmaterial von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zusätzliches Material kann auf Wunsch nachgekauft werden. Der Preis ist mit 19,99 Euro recht happig und selbst dafür bekommt man nur zum Beispiel die Karten von Irland & England.

In der Praxis macht das Navigationssystem auf den ersten Blick eine sehr gute Figur. Zwar kann es unter Umständen etwas länger dauern, bis man genügend Satelliten gefunden hat (in unserem Test kam es vor, dass man gar keinen fand oder 15 Minuten warten musste), ist diese Prozedur erfolgreich, so kann es auch gleich losgehen. Für die Berechnung der Strecke benötigt das Programm (je nach Länge) im Durchschnitt nur wenige Sekunden. Danach wird gleich präsentiert, wie viele Kilometer zu fahren sind und schon schallen die ersten Befehle aus den Boxen. Hier kann man sowohl verschiedene Sprachen einstellen, als auch wählen, ob man lieber von einer männlichen oder weiblichen Stimme durch die Straßen gejagt wird. Zusätzlich zur Sprachausgabe wird auf dem Display die Stecke angezeigt. Nach Wunsch kann man die Ansicht drehen und außerdem gibt es bei größeren Städten noch die Möglichkeit, sich Gebäude auf dem Display dreidimensional präsentieren zu lassen. Nachts schaltet die PSP automatisch in den Nacht-Modus um. Ist dieser aktiviert, so sind die Hintergründe stets mit dunklen Farben gekennzeichnet, während die Straße sich klar von diesen abhebt. Insgesamt sorgt der Modus dafür, dass man als Fahrer nicht geblendet wird – und dies funktioniert auch super.



Das Problem und gleichzeitig eines der größten Mankos liegt bei einem anderen Fakt begraben und resultiert nicht aus schlampiger Arbeit der Programmierer: Es ist die Beschaffenheit der PSP selbst, die dem Fahrer einen großen Stein in den Weg legt. Denn auch die schönsten und flüssigsten Animationen bringen nichts, wenn man diese nicht erkennen kann. Wie bekannt ist, lässt sich nämlich auf dem Display der PSP schon bei geringer Sonneneinstrahlung nichts mehr erkennen und wer im Auto fährt und versucht, einen kurzen Blick auf die Karte zu werfen, wird dies auch sofort merken. Hier gehen die Punkte ganz klar an TomTom und Co., die durch entspiegelte Displays aufwarten können. Auf dem Fahrrad und zu Fuß ist das Problem selbstverständlich ebenfalls präsent. Abhilfe kann hier nicht wirklich geschaffen werden. Im Handel gibt es zwar eine Hand voll Folien, die das Display entspiegeln sollen – die resultierenden Effekte sind jedoch in der Regel nicht mit einem von Haus aus entspiegelndem Display zu vergleichen!

Grundsätzlich sollte der Fahrer sowieso die Augen auf die Straße richten und sich den Befehlen des Navis unterwerfen. Diese sind – wie bereits angesprochen – in mehreren Sprachen verfügbar, doch gerade bei älteren Fahrzeugen können Probleme mit der Lautstärke auftreten, die zwar allemal ausreichend, wenn man sich unterhaltende Mitfahrer dabei hat jedoch nur schwer zu verstehen ist.

Klare Vorteile und der bittere Beigeschmack
Ein ganz klarer Pluspunkt für das Navigationssystem ist ohne Zweifel die Tatsache, dass die PSP weit mehr ist als ein einfacher Wegweiser. Als Komplettpaket bietet sie zusätzlich zur Navigation Spielmöglichkeit und außerdem lässt sie sich als Multimedia-Player einsetzen. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch der verhältnismäßig hohe Preis des Gesamtpakets. Die Box samt Handheld, Navi und Zubehör ist beim Online-Versandriesen Amazon.de für rund 300 Euro gelistet – nicht wenig, wenn man bedenkt, dass man für den gleichen Preis auch locker ein eigenständiges Gerät kaufen kann, das seinen Zweck ebenso erfüllt. Besitzt man die PSP bereits, so muss man mindestens etwas mehr als 100 Euro berappen, um in den Genuss der mobilen Navigation zu kommen. Mit KfZ-Halterung und Aufladekabel für den Zigarettenanzünder steigt der Preis nochmals in die Höhe. Insgesamt ist es also sehr zu bedenken, ob man dieses Zusatzfeature wirklich zu sich nach Hause bzw. ins Auto holen sollte. Für den alleinigen Zweck der Navigation sollte man schlussendlich doch eher zu Geräten anderer Hersteller greifen, die nur auf diese Funktion ausgerichtet sind.

Fazit:
Insgesamt verspricht Go!Explore von Sony wirklich viel und konnte fast alles davon im Praxistest beweisen. Die Berechnung der Route ist komfortabel schnell, Tankstellen, Rast- und Parkplätze werden flink gefunden und auch sonst bringt das PSP-GPS den ahnungslosen Landstreicher ohne große Probleme zum Ziel. Leider gibt es auch kleinere Kritikpunkte: Auf der alten PSP sitzt der Adapter nicht 100% fest, es gibt keine Möglichkeit, Zwischenziele (ohne großen Aufwand) einzutragen und auch wenn der Nachtmodus und die 3D-Darstellung in Großstädten schön aussieht und als Stärke gewertet werden kann, ist die PSP bei Sonnenschein im Auto einfach eher weniger zu gebrauchen – höchstens als Rückspiegel. Der Preis ist recht happig und liegt ungefähr in dem Bereich eines Stand-Alone-GPS. Diese bieten jedoch oftmals nicht denselben Umfang, zum Teil keine Sonderziele und in der Regel auch keinen Nacht- bzw. 3D-Modus. Der Vorteil, dass der Handheld in der Regel überall dabei ist, kann ebenfalls genannt werden. Auch ist das Display bei Stand-Alone-Geräten nicht mit der Größe des PSP-Displays zu vergleichen und die Routenberechnung nimmt oftmals mehr Zeit in Anspricht. Man muss abwiegen, welche Funktionen man benötigt und daran festmachen, für welches Produkt man sich entscheidet. Unterm Strich bietet Go!Explore haufenweise Funktionen für einen nicht zu übersehenden Preis.

Max Zeschitz für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Sony für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
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