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PSP: Das erste Hands-On!


Autor: Christian Nork

Kategorie: Hardware
Umfang: 1 Seiten


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PSP Artikel vom 27.12.2004

Begehren - Verlangen - Neid

Die tragbare Todsünde


Wir alle kennen das: Wer sich zum ersten Mal verliebt, durchlebt ein Wechselbad der Gefühle. Mal ist einem heiß, mal kalt. Das Schwitzen der Hände wechselt sich ab von wenig bis sturzbachartig. Das Herz rast, die Adern am Kopf treten hervor, der Atem geht schneller.

Diese Achterbahnfahrt der Gefühle beschreibt am ehesten, wie unser Eindruck war, als wir zum ersten Mal die Playstation Portable in die Hände nehmen durften. Dank unseres Foren-Users Pascal Taudien (Placasoft) war es uns vergönnt, dieses Stück Hightech mit den drei kleinen Buchstaben PSP bereits jetzt zwei Stunden lang ausgiebig unter die Lupe zu nehmen.

Der erste Eindruck ist famos. Wie für diese Welt geschaffen liegt die PSP in der Hand. Trotz des hohen Gewichts erscheint sie einem unheimlich leicht, ideal fürs Spielen unterwegs. Die Verarbeitung des Gehäuses ist vorbildlich, nur an manchen Stellen sitzt das Plastik produktionsbedingt etwas wackelig. Die Tasten lassen sich bequem erreichen und haben einen guten Druckpunkt. Der Analogstick lässt sich butterweich bedienen - entgegen aller Erwartungen scheint für normalgroße Hände die Position ideal gewählt, was sich nach anfänglicher Probleme und kurzer Eingewöhnung mit dem uns vorliegenden Ridge Racers auch bestätigt.

Betrachtet man die PSP von allen Seiten ist man erstaunt, wieviel Technik Sony hier in eine so kompakte Hülle gesteckt hat. Natürlich richtet sich das Hauptaugenmerk auf das immense und beeindruckende Display, doch auch die anderen Teile wecken vor allem eins: Begehren.
Ein Blick auf den sinnvoll angebrachten Infrarotport, ein Druck auf die sanft klickenden L und R Tasten - High Tech at it's best.

Power hoch!

Doch das Abenteuer beginnt erst, nachdem der auf der rechten Seite gut angebrachte Power-Regler nach oben bewegt wird. Die Automatik zieht ihn wieder in die Ausgangsstellung, während mit dem Sony Schriftzug die PSP hochgefahren wird. Trotz der hohen Spannung und dem Herzflattern wirkt die Ladezeit nicht übermäßig lang. Namcos Ridge Racers rotiert ohne spürbare Erschütterung im UMD Schacht. Dann endlich erscheint das Vorspannvideo - und die Macht des Bildschirms entfaltet sich. Ja, hier kann man sich vorstellen, auch längere Kinofilme unterwegs zu genießen. Selbst ein hochgezüchteter Pocket PC erblasst da vor Neid.
Da uns nur Ridge Racers für das Hands on zur Verfügung steht, wird prompt ein Einzelrennen ausprobiert. Schließlich muss sich zeigen, ob die bisher gesehenen Videos nicht nur den Mund wässrig machen sollten.

Nach erstaunlich kurzer Ladezeit, die im Vergleich zu N-Gage Spiele nicht im geringsten zurück steht, kommt man bereits auf die Strecke - Und aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ja holla die Waldfee, das ist eine tragbare Konsole? PS2, ick hör dir trapsen! Auf den Spieletitel selber werden wir in einem separaten Hands on eingehen, daher hier nur die Eindrucke der PSP selber, die man beim Spielen hat:

Wer gerne ein wenig angibt und seinen Freunden zeigen will, was das Gerät so alles kann, der ist mit dem atemberaubend schönen Display gut bedient. Selbst aus den unmöglichsten Perspektiven lässt sich das Geschehen weiterhin gut verfolgen. Die drei im Batteriemodus vorhandenen Helligkeitsstufen sind eine nette Beigabe und für den Batterieverbrauch durchaus sinnvoll einsetzbar. Selbst die niedrigste Stufe lässt den Game Boy Advance SP wie ein Glühwürmchen im Gegensatz zu einer Leutchstoffröhre aussehen. Die mittlere Stufe konkurriert mit der Helligkeit eines N-Gage QD (ist diesem bereits sehr guten Display sogar überlegen) und die hellste Variante erscheint fast schon zu kraftvoll.

Das ausgezeichnete Gesamtbild kann auch der Pixelfehler nicht trüben, welcher sich in der rechten oberen Ecke der vorliegenden Japan-PSP breit gemacht hat. Während des Spielens vergisst man ihn völlig, erst beim Betrachten von Videos und vor allem Standbildern im Jpeg Format kommt er etwas unsanft zur Geltung.
Was uns zu den Multimedia-Fähigkeiten des Gerätes bringt.

Spiel's noch einmal, PSP

Neben Musikunterstützung für MP3 und dem sonyeigenen Atrac beherrscht die PSP auch noch MPEG4 für Videos und JPEG für Fotos. Letztere lassen sich von den Memory Stick Duo (MS) einer Sony Digicam sogar direkt betrachten, alle anderen müssen auf einen von der PSP formatierten MS vom Computer gezogen werden, was entweder über ein optionales USB Kabel oder einen Kartenleser geschieht.
Unser Hands On Modell spielte den eigens umgewandelten Videoclip ohne Murren ab. Die Qualität ließ zwar noch zu Wünschen übrig, was jedoch durch eine bessere Komprimierung ohne Probleme optimiert werden kann. Zeit, dass Sony die Memory Sticks Duo endlich in großem und vor allem günstigerem Maße produziert. Ein kompletter Film sollte jedoch in sehr guter Qualität auf einen 512 MB Stick passen - Wer braucht da noch Film-UMDs?

Die Jpeg-Bilder lassen sich mit kurzen Ladezeiten entweder mit Rand oder ein wenig gestaucht auf Vollbild betrachten. Außerdem kann man noch weiter hinein zoomen und bei größeren Dateien selbst die kleinsten Details erkennen. Dabei stört nur der erwähnte Pixelfehler, der hoffentlich in den europäischen Produktionen nicht so häufig auftaucht, wie in der japanischen Erstauslieferung.
Zum Vergleich mit der Musikwiedergabe durfte ein Apple iPod G4 herhalten, welcher in den Höhen leicht besser klang, die auf der PSP wohl durch die MP3 Komprimierung etwas an Qualität verloren. Ein ausführlicher Test beim Europarelease wird zeigen, wie gut die Wiedergabe wirklich ist, dafür war jedoch in den zwei Stunden zu wenig Zeit.

Während unseres Hands Ons mit allen möglichen Spielereien und öfteren Laden von der UMD reduzierte sich die Akkulaufzeit von 100 auf ca. 69%, was immernoch laut Menü über 3 Stunden Spielzeit ermöglicht.

Apropos UMD: Trotz unseres Versuches gelang es nicht, beim normalen Spielen die Disc aus der PSP zu werfen - hier muss man sich schon etwas geschickter anstellen. Passiert es dennoch, fragt einen der Handheld, ob man wirklich aus dem Spiel aussteigen möchte. Tut man es nicht und schiebt man die UMD wieder in den Slot, kann man ohne Verzögerung weiterspielen - Wie auch nach dem Wechseln in den Standby-Modus.

Das optische Laufwerk sitzt bombenfest auf der Rückseite und öffnet sich mit einer ruckartigen Bewegung, wonach die UMD ein Stück heraus springt. Jedoch nicht so stark, als dass sie wild in der Gegend herum hüpft. Wer den Effekt bei Sonys Minidisc-Playern kennt: Eine UMD springt schwächer heraus, als beim Sony N1 Net-MD.
Während des ganzen Playtests wurden übrigens weder UMD noch PSP in irgendeiner Weise warm.

Schwarze Pixel - Pardon, Schafe

Ein paar negative Punkte gibt es selbstverständlich auch. Der eingebaute Lautsprecher konnte nicht vollends überzeugen, war aber auch nicht wirklich 100% ausprobierbar, da wir uns in einem Café befanden. Mit Kopfhörern fühlt man sich jedoch wie in seinem eigenen Heimkino.
Der Analogstick ist sicher nicht jedermanns Sache. Außerdem kann man trotz der Riffelung mit schwitzigen Händen leicht abrutschen, was bei Ridge Racers schonmal die Führung kostet.
Das Display, so schön es auch ist, sorgt für eine unglaubliche Größe des Handhelds, den man nicht einfach so in die Hosentasche stecken kann. Zum Vergleich: Allein das Display ist so groß wie ein N-Gage QD!

Hands on Prognose:

Unser erster Eindruck: "We were blown away" - Die PSP hält nach diesem kurzen Playtest alles, was sie in den Vorberichten verspricht. Wo man auch hinsieht, der Handheld weckt großes Interesse. Zitat: "Ist das ein tragbarer Fernseher?" "Nein, eine Playstation." "Ne, jetzt echt?". Die Zeit bis März (dem voraussichtlichen Releasetermin in Europa) scheint noch so ewig lang zu sein...

Eins ist sicher: Mit dieser Konsole sind euch die Blicke und der Neid Aller sicher.


Wer noch Fragen hat, kann uns eine eMail an christiannork@planetgameboy.de schicken. Wir veröffentlichen dann die besten in einem Q&A-Artikel, den wir nach bestem Wissen und Gewissen beantworten.

Ein ganz, ganz herzlicher Dank geht an Pascal Taudien, dass er uns so bereitwillig mit seiner Neuerwerbung zocken ließ. Danke, Placasoft.
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