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Staff-Roundtable zum Thema überarbeite PSP


Autor: PlaystationPortable.de-Redaktion

Kategorie: Kolumnen
Umfang: 1 Seiten


Kommentare:

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PSP Artikel vom 03.12.2006

Immer wieder brodelte die Gerüchteküche, ob der potentiellen Möglichkeit einer Neuauflage der Playstation Portable. Erst kürzlich kritisierte der Publisher und Spieleentwickler EA den hohen Preis des portablen Edelhandhelds. EA-Firmenchef Larry Probst meinte ein neues, kleineres und vor allem kostengünstigeres Gerät müsse her. Doch was würde sich ändern, wenn Sony es wirklich wahr machen würde und nächstes Jahr ganz spontan mit einem preisreduzierten Redesign der PSP aufwarten würde? Wir haben unsere Gedanken gebündelt und wägen die Vor- und Nachteile eines solchen Konzepts in diesem Staff-Roundtable ab:

Kevin Jensen:
Erst einmal muss gefragt werden, was möchte der Konsument? Will er ein neues Gerät mit mehr Features wie integrierter Festplatte, Kamera und GPS-Empfänger, was unweigerlich zu einer Steigerung des Preises folgen würde, oder geht die Richtung eher hin zur Reduktion der Mittel, um eine mögliche Neuauflage der PSP kostengünstig anzubieten?

Ich sehe eigentlich das große Problem der Playstation Portable nicht im Konzept oder Preis des Geräts. Wenn man sich öfters in der Stadt umschaut oder mit der Bahn fährt, merkt man, dass auch die jüngere und vermeintliche finanzschwächere Generation oftmals mit teueren Produkten wie iPod, PSP und Co. umherwandert. Die Bettel- und Hundeaugenfraktion hat ganz andere Argumente, um an das Geld der genervten Eltern zu gelangen. Die große Schwäche liegt wohl an den Spiele und Medieninhalten. Zum Beispiel die Wunderwaffe „UMD-Video“, die das portable DVD-Geschäft revolutionieren sollten, ist kläglich gescheitert. Beinahe alle großen Filmemacher und Distributoren abseits der Sony eigenen Produkte haben sich dem Konzept des Filmeschauens auf der PSP abgewannt. Zu teuer waren die Filme und das Geschäft nicht rentabel genug. Ob sich dieser Effekt im großen Medienkampf auch auf dem Blue-Ray oder HD-DVD-Markt wiederspiegeln wird ist ungewiss und wahrlich ein anderes Thema.

Die Spiele sind wohl das größte Manko der PSP. Denn was bringen mir die ganzen Portierungen von Heimkonsolentiteln, die dafür geschaffen waren auf dem Sofa gezockt zu werden und nach den entsprechenden multimedialen Möglichkeiten, wie Surroundanlagen, etc verlangen? Die große Frage ist "Möchte man wirklich die Titel, die man daheim vor dem Fernsehgerät spielt, auch unterwegs spielen?"
Der Retrospieler oder Genrefan wird das eine oder andere Mal zugreifen, doch schafft man damit nicht für Konkurrenz in den eigenen Reihen, wenn man vor der Entscheidung steht kaufe ich mir die PSP oder PS2 Version des Titels? Meist ist die Handheldversion noch abgespeckt und kostet noch mehr als das Heimkonsolenpendant.

Sind nicht jene Konzepte die speziell auf die Funktionalität des Handhelds abgestimmt, die die sich am Besten verkaufen. Nintendo hat auf diesem Gebiet schon einiges an Erfahrung gesammelt und dies merkt man auch bei den Absatzzahlen der Geräte und Spiele. Spiele bei denen sich manche Leute die Köpfe schütteln und meinen, sie hätten keine Chance im Massenmarkt. Innovative Titel müssen her, die man so nur bedingt zu Hause im Sofa spielen kann und die Vorzüge der mobilen Geräte nutzen. Komplexität ist eine Sache, doch oftmals sind es die intuitiven und einfach gestrickten Titel, die die am meisten Freude machen und zum kurzen Flirt mit dem Handheld einladen. LocoRoco könnte in diesem Zusammenhang genannt werden.

Doch kommen wir zu eigentlichen Frage zurück. Was würde sich ändern, wenn Sony tatsächlich ein neues kleineres und schlankeres Gerät raus brächte? Die Absatzzahlen würden für den Moment steigen. Ähnlich wie das Interesse des Kunden bei neuen Farbvariationen oder Special-Editionen geweckt wird, würde auch die neue Fassung einige Kunden zum Kauf anregen. Im Geringen Mäße würde man auch mit einem kostspieligeren Produkt mit mehr Funktionen diesen Effekt erzielen. Kurze Zeit später bestimmen wiederum die Inhalte was angesagt ist und was nicht. Sollten die Spielekracher kommen, die der geneigte Handheldspieler erwartet, dann ändert sich auch was im Geschäft. Doch welche potentiellen Megahits sieht man derzeit am PSP-Firmament?
An diesen Punkten sollten Sony und andere Entwickler arbeiten und nicht versuchen, die Gründe woanders zu suchen.

Max Zeschitz:
Dass die Verkaufszahlen der PSP immer weiter in Richtung Meeresspiegel gehen, ist mittlerweile auch dem letzten Chorknaben bekannt. Doch ob eine Preissenkung das Problem des kleinen Spielzeugs wirklich am Schopfe packen würde, wage ich zu bezweifeln. Zwar wirkt der doch recht hohe Anschaffungspreis im ersten Moment noch erschlagend, doch im Endeffekt kann durch ein bisschen Bitten und Betteln fast jedes Kind an dieses Luxus-Spielzeug gelangen. Eine überarbeitete Version der PSP würde zwar neue Käufer anlocken, doch das ist Sony kaum zuzutrauen - werden doch die PSP-Spieler schon seit langer Zeit im Regen stehen gelassen. Auf große Ankündigungen wartet man bis heute vergebens; Final Fantasy, Gran Turismo und Co. Wo sind diese Spiele, die die Verkaufszahlen in die Höhe treiben können? Natürlich erscheint nach und nach das ein oder andere Highlight, aber die versprochene Gourmetkost steht noch immer auf dem Herd! Für mich ist die PSP kein konventioneller Handheld! Das liegt allerdings nicht an den SUPERTOLLEN und hochgelobten Multimediafeatures, sondern daran, dass man sie nicht als einen solchen behandelt. Damals zu Zeiten des grauen Brotkastens hatte niemand ein Problem damit, das „edle Stück“ ganz einfach in den Rucksack zu schmeißen und ihn mit auf die große Reise zu nehmen. Mal ehrlich; wer packt seine PSP komplett ohne Schutz in den Rucksack? Das schränkt den Nutzungsradius doch sehr ein - viele Spieler nutzen das System nur zu Hause, spielen nicht im Bus, der Bahn oder auf einer Parkbank. Zu Hause hat man allerdings auch die Möglichkeit, sich vor die „große“ Playstation zu hängen und das Spielen zu einem richtigen Erlebnis zu machen. Was spricht noch dafür, sich eine PSP zu kaufen? Nicht sehr viel; immerhin gibt es nur eine Hand voll Spiele, die mit neuen Ideen aufwerten können, und sich im Bereich der Exklusivität bewegen. Auch eine superflache, billigere, akkustarke PSP könnte das nicht ändern.

Es liegt also weniger an dem Handheld selbst, als daran, was man daraus macht. Eine Konsole kann nur dann Gewinn erwirtschaften, wenn auch Spiele dazu verkauft werden. Ein Punkt, der die Verkäufe sicherlich ankurbeln könnte, wäre der Playstation-One Emulator. Doch wer möchte sich eine hunderte Euro teure Konsole kaufen, um dann auf dem Handheld ein Playstation-Spiel spielen zu können? „Vorerst“ wird es nur möglich sein, die Spiele herunterzuladen, wenn man auch eine Playstation 3 besitzt! Vorerst? Wie lange soll dieses vorerst dauern? Wenn man schon auf die heiß erwarteten Titel eine halbe Ewigkeit warten muss, wieso wird dem Sparfuchs dann auch noch ein grundsätzlich geniales Feature gestohlen?

Wir brauchen kein neues System, wir brauche auch keine Preissenkung! Wir brauchen Spiele, die durch ein tolles Spielprinzip und ein motivierendes Gameplay einen Kauf wert sind. Wir brauchen die versprochenen Features, wir brauchen ein mobiles Spielvergnügen der Extraklasse. Dann laufen die Hardwareverkäufe von selbst!

Paul Schütz:
Eine neue Version der PSP? Da treten bei mir eigentlich nur zwei Fragen auf. Erste wäre, was würde diese optimierte PSP bieten? Höchstwahrscheinlich würde alles auf eine Reduzierung der Größe und eine Kürzung der Features hinauslaufen. Kleinerer Screen und nur noch einfacher UMD-Support. Kein MP3, kein Browser, keine Videos und auch keine Bilder mehr! So stell ich mir die Sache vor. Ob Sony dasselbe im Schilde führt? Wird die "PSP2" ein beschnittener Nachfolger des Originals?

Die zweite Frage, die ich mir unweigerlich stellen muss, ist, ob dieser Schritt wirklich so klug ist? Sony macht bereits mit der PSP Miese ohne Ende. Die Verkaufszahlen sind zwar akzeptabel, aber sicherlich nicht zufriedenstellend! Auch die Games verkaufen sich schleppend. Von den UMD-Movies will ich erst gar nicht anfangen! Eine neue PSP würde noch mehr Kosten für die angeschlagene Fraktion bedeuten und großen Profit würde auch die neue PSP nicht einbringen. Klar, ein kurzer Aufschwung wäre drin, aber dies rechtfertigt meiner Meinung nach nicht einen Handheld in neuem Gewand auf den Markt zu schmeißen. Das größte Problem liegt doch gar nicht an der PSP selbst, oder hört ihr so viele Beschwerden über das Gerät selbst? Vielmehr ist es doch die Software, die auf der kleinen Konsole mehr oder weniger enttäuscht. Zwar gibt es einige gute Spiele, aber im direkten Vergleich zur Konkurrenz aus dem Hause Nintendo, sieht das Ganze weiterhin mau aus. Das ist der Sektor, den Sony überdenken muss. Keine billigen PS2-Ports, sondern neue Spielserien, neue Konzepte - Kurzweil ist die Antwort auf die Fragen! Ein 50 Stunden Epos kann zwar berauschend sein, aber für unterwegs will man kurze, actionreiche Unterhaltung!

Was ist denn nun die Quintessenz aus dem Ganzen? Würde sich eine "verbesserte" PSP lohnen? In meinen Augen ganz klar nicht! Die PlaystationPortable ist auch in ihrer jetzigen Version toll und auch preislich hat sie sich in attraktiven Gefilden angesiedelt. Deshalb ein Appell an Sony: Gebt euch mehr Mühe bei den Spielen, anstatt die Fehler beim Konzept selbst zu suchen! Die PlaystationPortable hat Spiele verdient, die ihr gerecht werden! Und genau aus diesem Grund, sollte die Priorität auf der Entwicklung neuer Perlen liegen und nicht auf der Verschlimmbesserung eines portablen Technikwunders!

Elisabeth Grunert:
Nachdem nun das Statement von EA auch mich erreicht hat, habe ich mir ernsthafte Gedanken darüber gemacht, ob eine „Lite-Version“ der PSP wirklich noch mal alles rausreißen könnte. Der große Durchbruch, ungeahnter Erfolg Sonys, vielleicht sogar die Wende im Handheldmarkt?!

Ganz klar, mit einer neuen Konsole könnte Sony ihr Konzept noch mal vollkommen überarbeiten. Es wäre möglich, eine PSP mit abgespeckten oder abgeänderten Funktionen herauszugeben. Kleineres Display, flacheres Design…vielleicht ein Micro der PSP?! Das kleine Wunder Nintendos hat es ja eigentlich schon vorgemacht, und Absatz findet er auf jeden Fall. Der Vorteil besteht doch bei ihm darin, dass man dieses Gerät wirklich überall mit hinnehmen kann. Denn wem ist es ehrlich gesagt noch nicht aufgefallen, dass die momentane Größe der PSP eher hinderlich dabei ist, sie bequem in der Hosentasche zu verstauen?! Außerdem könnte man ein hochwertigeres Gehäuse, gegebenenfalls aus Metall, vorfinden. Allerdings ist dann wiederum die Frage, ob diese Änderungen eine Preissenkung hervorrufen, denn schließlich sind wir mal ehrlich: Wie klein kann eine PSP werden, welche die Preisgrenze von $100 bis $200 nicht überschreitet?! Man muss schließlich dabei bedenken, dass es nicht gerade positiv ist, wenn die Größe des Bildschirmes gegen den Nullpunkt zieht und man eher eine Lupe braucht, um überhaupt noch einigermaßen gut Spielen geschweige denn UMDs schauen zu können. Überdies würde sich eventuell das gleiche Problem herausspiegeln, welches bei kleinen Konsolen oft der Fall ist: Wohin mit den Händen?! Gut, ich als Vertreterin der weiblichen Fraktion werde wohl dabei nicht allzu große Schwierigkeiten haben, aber ich stelle mir einfach den Otto-Normal Verbraucher vor, der wohl doch eher männlich ist, und damit schon eine gewissen Handumfang mit sich bringt. Das kann schon zu einer schwierigen Sache werden.

Aber gehen wir mal von dem Fall aus, Sony schafft es eine PSP hervorzubringen, welche klein, handlich und äußerst billig ist. Könnte es tatsächlich passieren, dass diese Variante der absolute Verkaufsschlager wird? Meiner Meinung nach wäre das durchaus möglich, denn die meisten potentiellen Kunden wollen viel für möglichst wenig Geld. Dadurch würde eine vollkommen neue Zielgruppe angesprochen werden, nämlich diejenige, welche sich die tragbare Konsole bis jetzt noch nicht leisten konnte, worunter wohl die meisten Jugendlichen und Kinder zählen. Wenn diese sich nun eine neue PSP zulegen würden, könnte sich das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch positiv auf die Entwicklung von Spielen auswirken. Umso mehr Absatz eine Konsole erringt, umso mehr erklären sich Firmen, wie z.B. EA, Ubisoft oder Atari dazu bereit, neues Geld für Projekte zu investieren, denn schließlich wäre für sie die Wahrscheinlichkeit geringer, dass ein Negativgeschäft entstehen könnte. Es wäre dann natürlich auch vorteilhaft für Leute, welche die „alte“ PSP besitzen und auch nicht vorhaben sich die eventuell neu Erscheinende zu kaufen, denn wichtig sind vor allem neue und einzigartige Spielideen.
Alles im allen kann muss ich sagen, dass sich schon einige Vorteile daraus ergeben würden, wenn Sony tatsächlich den Schritt wagen würde, eine neue Version ihres Handhelds herauszugeben. Meiner Meinung nach hängt jedoch viel vom Preis des Gerätes ab, ob Sony dadurch nochmals einen ebenbürtigen Kampf mit dem momentanen DSlite aufnehmen kann, denn eins ist sicher: Wird die neue PSP noch teuerer als die jetzige, wird sie doch wohl eher nur ein Accessoire für momentane PSP-Besitzer. Und das wäre mit Sicherheit nicht Sinn und Zweck der Sache!
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