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Interview mit Ben Mattes zu Prince of Persia: Rival Swords


Autor: Kevin Jensen

Kategorie: Interviews
Umfang: 2 Seiten


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PSP Artikel vom 21.02.2007


Deutsch | English


Wir haben uns mit Benn Mattes von Ubisoft zum kommenden PSP-Spiel Prince of Persia: Rival Swords unterhalten. Was der persische Prinz nun im Remake von Prince of Persia: Two Trones für Sonys Edelhandel alles zu tun bekommt und ob er es schafft gegen sein dunkles Ich anzutreten, erfahrt ihr wie immer im Interview.

PlaystationPortable.de: Können Sie sich zunächst vorstellen und uns ein bisschen über ihren Entwickler erzählen, welcher hinter dem Projekt steckt, und was sie bis jetzt gemacht haben?

Ben Mattes: Ich heiße Ben Mattes und bin der Produzent von Price of Persia: Rival Swords. Bevor ich dieses Projekt angenommen habe, war ich Produzent von The Two Thrones, was mich gerade zur Umsetzung auf die PSP prädestiniert.

Das Entwicklerteam hinter dem Projekt ist eine externe Softwareschmiede namens Pipeworks. Das gleiche Team war schon für „Prince of Persia: Revelations" für die PSP verantwortlich, sodass sie nicht ganz fremd mit der POP-Engine sind und zudem Ahnung von den technischen Kapazitäten der PSP haben.

PlaystationPortable.de: Für diejenigen, die bisher wenig oder gar nichts über Prince of Persia: Rival Swords wissen, können Sie uns ein wenig mehr über das Spiel erzählen?

Ben Mattes: Wie ihr euch eventuell von The Two Thrones erinnert, kehrt der Prinz zurück nach Hause und findet seine Heimatstadt Babylon vom Krieg verwüstet wieder. Als er herausfindet, dass der Wesir hinter dem Angriff steckt wird er nach und nach von dem Sand der Zeiten aufgefressen und von negativen Energien gespeist. Der Prinz wird mit seinem „bösen Ich“ konfrontiert und muss sich nun auf die Suche nach dem Wesir machen, um einiges klarzustellen. Im Spiel wird man sowohl mit dem Prinzen als auch der dunklen Königssohn umherwandern und dessen speziellen Waffen und Kräfte nutzen können. Rival Swords baut auf The Two Thrones auf und fügt einen neuen Mehrspielermodus hinzu. Im Rennspielmodus wird man zum Beispiel gegen seine Freunde in Kriegswagen antreten dürfen.



PlaystationPortable.de: Können Sie erklären, wie es sich anfühlt, ein Spiel mit einem so großen Namen und einem so beliebten Charakter, wie den persischen Prinz, zu entwickeln?

Ben Mattes: Ich arbeite nun seit mehr als zwei Jahren an POP-Spielen und wir haben nur die Spitze des Eisberges angekratzt, was Sachen anbelangt, wie Story und Spielprinzip. Das Franchise bietet noch so viel Potential für mehr, was wir alles umsetzen könnten. Ich liebe Action-Adventures und Fantasy- Settings, so ist es das Beste was mir passieren konnte, an einem Titel zu arbeiten, bei dem man beide Konzepte vereinen kann.

PlaystationPortable.de: Erneut handelt es sich bei der PSP-Version des Spiels um ein Remake der Konsolenfassung. Welche neuen Elemente werden den Besitzer von Prince of Persia: Two Thrones trotzdem zum Kauf bewegen?

Ben Mattes: Ich glaube, dass die zwei neuen Spielmodi eine Bereicherung für die Fans von Prince of Persia darstellen werden, die sie auf anderen Systemen nicht bekommen. Der komplett neue Multiplayer-Rennspielmodus nutzt die Vorzüge einer portablen Konsole und ermöglicht den Fans der Serie endlich direkte Ad-Hoc-Duelle auszutragen. Die Spieler können entscheiden, ob sie den Prinzen oder den dunklen Prinzen spielen und sich auf exklusiven und neu gestalteten Karten duellieren. Man kann verschiedene Strecken wählen, Fallen stellen, sicher durch die Gänge fahren oder einfach durchrasen. Kein Rennen wird dem anderen gleichen.

Der Kriegswagen Modus bietet neue Level für die Rennen und wir haben den Schwierigkeitsgrad ein wenig erhöht, um den Spielern eine spaßige Herausforderung zu bieten. Unsere Fans haben nach mehr Kriegswagenrennen gefragt und hier kommt unsere Antwort.




PlaystationPortable.de: Kennen Sie einen Grund dafür, warum Remakes auf der PSP so beliebt sind, im Vergleich zu neuen und innovativen Konzepten, speziell auf die Fähigkeiten des Handhelds getrimmt?

Ben Mattes: Ich glaube nicht, dass man Ubisoft schuldig sprechen kann, nur Ports für die PSP zu veröffentlichen. Sowohl Rocky™ als auch Star Wars Leathal Alliance™ für die PSP sind Bespiele für komplett eigenständig entwickelte Produkte für dieses System und sie versuchen von den Fähigkeiten der Maschine vollen Gebrauch zu machen.

Wie jeder Publisher, möchte Ubisoft die Wage halten zwischen neuen Titeln und Remakes und das für jedes System auf dem wir Spiele veröffentlichen. Die PSP macht da keine Ausnahme.

Abschließen würde ich sogar sagen, dass, wenn wir ein Spiel auf die PSP umsetzen, Ubisoft sehr stark darauf achtet, einzigartige Fähigkeiten des Systems zu unterstützen (Multiplayerfähigkeiten, angepasste Spielmechaniken für ein mobiles Spielgefühl, etc.) Die PSP ist ein wichtiges System für uns und wir möchten den Spielern einen Grund dafür geben, warum man die PSP-Version spielen sollte, obwohl man eventuell ein ähnliches Spiel auf einer anderen Plattform her kennt.

PlaystationPortable.de: Einige Fans beklagten sich bei Prince of Persia: Relevations über das scheinbar unfertige „Look and Feel“ des Produkts. Es gab zahlreiche Bugs und die enormen Ladezeiten haben so manchen Kunden abgeschreckt. In wie weit konnte man das Spielkonzept nun an die Fähigkeiten des Handhelds anpassen?

Ben Mattes: Sowohl die Stabilität der Core Engine (Jade) als auch Pipeworks und Ubisoft’s Entwicklungserfahrung haben auf der PSP enorme Fortschritte gemacht, seit der Veröffentlichung von Revelations. Ich bin sehr zuversichtlich sagen zu können, dass Rival Swords eine weitaus bessere Spielerfahrung bieten kann.

PlaystationPortable.de: Der besagte Multiplayermodus gehört zu den neuen Features. Können Sie uns mehr darüber erzählen?

Ben Mattes: Der innere Kampf zwischen dem dunklen Prinzen und dem eigentlichen Königssohn hat uns eine optimale Möglichkeit gegeben einen Multiplayermodus im Prince of Persia-Universum zu integrieren. In Rival Swords wird man mit einem Freund die Möglichkeit haben, durch zahlreiche Umgebungen zu rasen, während man sich die ganze Zeit über versucht, mit Fallen oder ähnlichen Sachen auszuschalten. Der Spieler, der als erstes die Ziellinie überschreitet, gewinnt die Herrschaft über den Körper des Prinzen und darf über das persische Reich regieren.

Wie ich schon zuvor gesagt habe, kann der Rennspielmodus auf zwei verschiedene Arten gespielt zu werden, wie es einem gerade lieber ist. Spieler können entscheiden, ob sie durch den Level rasen oder in einem Marathon antreten. Des Weiteren wird man ebenfalls vor die Wahl drei unterschiedlicher Pfade gestellt werden, welche sehr unterschiedlich im Bezug auf den Schwierigkeitsgrad sind und es somit am eigenen Ermessen des Spielers liegt, wie man die Ziellinie erreicht.



PlaystationPortable.de: Was könnt ihr uns in Sachen Zukunftspläne erzählen? Welche neuen Handheldspiele werden in 2007 folgen?

Ben Mattes: Derzeit arbeite ich an einem unangekündigten Nex-Gen-Titel und so kann ich nicht zu viele Informationen zu dieser Frage geben. Die Erfahrung dich wir mit den beiden POP-Titeln auf der PSP gemacht haben, hat uns viele Ideen gegeben, in Betracht auf zukünftige Erscheinungen der Prinzen auf mobilen Systemen. Ich würde mich riesig freuen noch einmal die Chance zu bekommen, zu entscheiden auf welcher Art und Weise man die Geschichte des Prinzen auf der PSP erfahren könnte.

PlaystationPortable.de: Was sind deine Lieblingshandheldspiele, neben den Ubisoft-Entwicklungen?

Ben Mattes: Ich finde, dass „Crush“ unglaublich aussieht! Ich liebe die Tatsache, dass es eine PSP benötigt hat, um auf dieses Konzept zu kommen, obwohl es auch auf jeder anderen Plattform möglich gewesen wäre. Es zeigt, dass die Entwickler ihre Entscheidungen sehr bedacht treffen und an die Fähigkeiten und Bedürfnisse eines Systems, bzw. den Kundenwünschen nach mehr Innovation auf einem System anpassen.

Das Interview wurde von Kevin Jensen für PlaystationPortable.de geführt.

Vielen Dank an Ben Mattes für die freundliche Unterstützung.
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