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Kommentar: Warum der Playstation Store (in Deutschland) Grütze ist


Autor: Christian Nork

Kategorie: Kolumnen
Umfang: 1 Seiten


Kommentare:

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PSP Artikel vom 22.08.2010

Frustration macht sich bei mir alle paar Tage breit, wenn ich mit meiner Playstation 3 im US Playstation Network herumsurfe, um mir die neuesten Demos zu saugen. Dutzende von Spielen, für die ich liebend gern mein Geld ausgeben würde, strahlen mich hier an. Playstation Portable Games, PS One Klassiker... alles Titel, die es hierzulande niemals online schaffen werden.

Doch zunächst mal ganz von vorne: Vor kurzem habe ich mir eine PSPgo zugelegt. Der günstige Preis bei Amazon plus die 10 Spiele gratis Aktion von Sony hatten mich überzeugt. Vor allem, da meine alte PSP FAT (ich besitze noch eine importierte 1000er aus Japan) langsam vor lauter Kratzern etwas... unschön daher kommt. Und dank des iPhones bin ich an kleine Handschmeichler gewohnt.

Die PSPgo ist, aller Unkenrufen zum Trotz, echt praktisch. Im Moment läuft Final Fantasy IX in Dauer-"Rotation", die 10 Gratisgames sind bis auf wenige Ausnahmen top und mit dem "immer alles dabei" Feeling macht das Spielen auf der PSP endlich mal wieder Laune. Die 16 Gig interner Speicher schaffen alle 10 Spiele locker, auf dem von mir extra dazu gekauften 16er Memory Stick liegen Demos und die PS One Klassiker.



Eigentlich ideal - wären da nicht das Playstation Network. Mal ganz davon abgesehen, dass die PSP Spiele mit der Geschwindigkeit eines lahmenden, kurz vor dem Exitus stehenden Esels herunterlädt, ist Sonys Politik hierzulande gelinde gesagt eine Frechheit. Bestes Beispiel dafür ist der Release von Namcos Ridge Racer für fast 20 Euro. Der Titel ist a) 5 Jahre alt b) eigentlich ein "Essential" (zu dem Thema kommen wir auch gleich) und c) im US Store für 15 Dollar zu haben. Also für etwas mehr als die Hälfte denn hierzulande. Wer macht denn da die Preispolitik?

Apropos: Keiner kann mir erzählen, dass neue Titel im PSN genauso viel Kosten MÜSSEN, wie im "normalen" Handel. Metal Gear Solid Peace Walker kostet 40 Euro. Auf UMD bekommt man Snakes Abenteuer teilweise schon für 25 Euro und weniger nachgeworfen.

Dann die PSP Essentials. Ein Chaos, was die Preise angeht. Teilweise 7,99 für Uralttitel, dann wieder 10 und mehr Euro für minderwertigere Produkte. Schade, aber wenn nur noch billige Disney-Umsetzungen erscheinen, dann ist hier wirklich bald Schicht im Schacht.

Ganz anders das Bild in USA oder (um Gottes Willen, ein Traum!) in Japan. Unsere amerikanischen Freunde genießen PS One Klassiker wie "Castlevania: Symphony of the Night", dem wohl besten Horror-Peitschenschwing-Titel diesseits und jenseits des Äquators. Was ist so schwer, dieses geniale Spiel hierzulande in den Store zu hieven? Noch viel Schlimmer ist dagegen der Verlust von Jeanne D'Arc. Das Top-Game von Level 5, das auch bei uns eine Top-Wertung einheimsen konnte, wäre der perfekte Zeitvertreib auf meiner PSPgo. Aber da gibt es ein Hindernis:

Im Gegensatz zur Playstation 3 kann ich nämlich nicht einfach mal so den Account wechseln. Im Gegenteil. Auf der PSP wird krampfhaft versucht, dies zu verhindern. Warum, ist mir ein Rätsel. Aber um meinen US-Account auf die PSP zu bekommen, muss ich mich zunächst komplett abmelden (was schwerer ist, als aus der Kirche auszutreten. Glaubt mir, ich hab' darin Erfahrung) und dann mit dem anderen Account anmelden. Unterwegs eine Tortur, vor allem, da man dafür einen funktionierenden Internet-Account benötigt. Was. Soll. Der. Mist?



Derzeit fühlt sich der deutsche Playstation Store an wie eine ewige Baustelle, die laut Sonys Meinung nur Kleinkinder betreten dürfen. Wie sonst erklärt man sich, dass hierzulande als einziges Land in Europa andere Gratis-Spiele für die PSPgo herunterzuladen sind? Warum enthält man einem mündigen PS3-Spieler die Modern Warfare 2-Demo vor? Warum muss man sich dafür umständlich ein US-Konto anlegen, was dazu von Sony auch noch verteufelt und inquisitionsmäßig verfolgt wird?

Anstatt Apple und das iPhone in uncoolen Werbespots zu kritisieren, sollte man bei den Kollegen aus Cupertino spicken und sehen, wie man einen erfolgreichen Online-Verkauf startet. Zwar ist auch dort nicht alles Eitel Freude Sonnenschein und indizierte Spiele sind mit Recht nicht im deutschen Appstore zu haben. Trotzdem wäre ich als PSPler froh, wenn ich mehr Möglichkeiten, mehr Auswahl und vor allem bessere Preisanpassungen hätte. Dann wäre die PSP nicht zum sterben verurteilt, wie das im Moment der Fall ist. Die magere Spielausbeute der Gamescon spricht jedenfalls Bände. Hier wird Sterbehilfe auf hohem Niveau betrieben. Keine guten Voraussetzungen für eine wohl nur auf Downloads setzende PSP2.

Christian Nork für PlaystationPortable.de
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