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Genauer hingeschaut: Die PSPgo im Test


Autor: Max Zeschitz

Kategorie: Hardware
Umfang: 1 Seiten


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PSP Artikel vom 19.10.2009



Nach einer etwas unformalen Ankündigung und einer (für uns Fans) langen Wartezeit war es am ersten Oktober endlich soweit. Nach unserem Launch-Special zur PSPgo hatten wir die Möglichkeit, uns das Gerät genauer anzusehen. Was wir in den letzten drei Wochen erlebt haben und ob ihr sofort loslaufen und Euch das Gerät holen solltet?

Der Lieferumfang:
Eine Zubehörvielfalt gleich aus der Packung heraus, so wie sie beim „Value Pack“ der Ur-PSP präsent war, findet man hier leider nicht. Neben dem Hauptgerät und einigen Zettelchen (Bedienungsanleitung, erste Schritte…) gibt es im Karton sonst nur das USB-Ladekabel sowie einen Adapter, um das Gerät auch an einer normalen Steckdose aufladen zu können. Eine CD liegt zusätzlich bei, auf der sich das Programm „MediaGo“ befindet. Hierzu später mehr.



Wir erinnern uns zurück an das Jahr 2005, wo man für den gleichen Preis die PSP-1000, eine Kabelfernbedienung, Kopfhörer und einen MemoryStick zusätzlich geschenkt bekam. Den Schutz in Form einer weichen Pouch gab es ebenfalls dazu. Zum gleichen Preis.

Der Ersteindruck:
Nimmt man das neue Gerät zum ersten Mal in die Hand, so fällt sofort die wesentlich leichtere Bauweise auf. Das ganze Gerät an sich lässt sich nun eher mit einem iPhone bzw. einem iPod touch vergleichen als mit der „alten“ PSP. Mit der Verringerung des Volumens fand auch eine Gewichtsreduktion statt. Was genau man verändert hat, zeigt folgende Tabelle.



Insgesamt sieht der Handheld äußerst schick und solide verarbeitet aus. Wir haben zwar Bedenken, dass der minimal wackelige Schiebemechanismus nach häufigem Benutzen eine Sollbruchstelle darstellen könnte, doch hoffen wir hier natürlich auf das Beste. Endlich gibt es die PSP auch passend für die Hosentasche.

Das Anspielen:
Man fühlt sich ein wenig wie ein Eichhörnchen, das an einer Nuss knabbert, wenn man das Gerät in der Hand hält. Die nicht mehr so weit gestreckte Form sorgt dafür, dass beide Hände näher aneinander sind – manche empfinden dies als unangenehm, andere wiederum nicht. Auch sonst ist das Gesamtvolumen – wie schon angesprochen – wesentlich geringer ausgefallen, was auch beim Spielen und dem Drücken der Tasten auffällt. Die Finger betätigen die Tasten in einem wesentlich spitzeren Winkel. Selbst kleinere Hände müssen sich erst an das kompakte Design gewöhnen.

Der Ergonomie entgegen kommend hat man auch die Position des Analog-Nubs verändert. War er bei den Vorgängermodellen noch direkt unter dem Steuerkreuz zu finden, ist er nun rechts davon platziert. Uns gefällt dies gut. Ferner fällt die bessere Verarbeitung des Sticks sofort auf. Fühlt es sich bei PSP 3000 und Co. noch so an, als ob der Analog-Stick auf einem Platikteil im Inneren herumrutscht, gleitet er bei der PSPgo wesentlich sanfter. Leider können wir noch nicht sagen, ob sich dieser ebenfalls ausleiert, so wie es bei den bisherigen Modellen nach vielem Spielen der Fall war.

Die Technik:
Das, was die normale PSP kann, kann die PSPgo auch. Abgesehen von dem Abspielen von UMDs natürlich. Darüber hinaus gibt es jedoch kleine, sinnvolle Veränderungen. So hat man zum Beispiel die Größe des Displays verringert, während die Auslösung unverändert bleibt. Dies hat zur Folge, dass die dargestellten Inhalte deutlich schärfer dargestellt werden. In Sachen Helligkeit und Kontrast steht es dem Bildschirm der PSP 3000 in nichts nach.



Darüber hinaus bietet die PSPgo eine so genannte „Save State“-Funktion. Diese lässt euch jedes Spiel an jeder beliebigen Stelle speichern, von der man später einfach fortsetzen kann. Allerdings nicht bei mehreren Titeln gleichzeitg. Im Unterschied zur normalen PSP, wo diese Funktion durch das Wechseln in den Standby Modus umgangen werden kann, kann die PSPgo komplett abgeschaltet werden. Oder aber man schaut sich einfach einen Film in der Zwischenzeit an. Sobald man dann auf „Spiel fortsetzen“ klickt, fährt man an der abgespeicherten Stelle fort. Ein Traum gerade bei alten RPGs mit unfreundlichen Speicherpunkten.

Der eingebaute Bluetooth-Adapter erlaubt es zudem, verschiedenes Zubehör mit dem Gerät zu verbinden. Sogar Tethering wird erlaubt – allerdings ist dies nicht mit dem iPhone von Apple möglich. Den größten Nutzen sehen viele wohl darin, dass man nun einen DualShock 3 Controller benutzen kann, um Handheld-Spiele zu spielen. Die Funktion hält genau das, was sie verspricht. Sie schließt allerdings jene Spieler aus, die keine PlayStation 3 besitzen. Diese ist für die erste Verbindung zwischen Controller und PSP von Nöten. Hier hätte man sich gefreut, wenn man die Steuerung weiter konfigurieren könnte. So würden wir gerne sehen, dass die Steuerung per Aktionstasten durch den zweiten Analog-Stick auf dem Controller ersetzt wird.

Media Go – Fluch oder Segen?
Eigentlich ist das Programm „MediaGo“ das, was die PSP schon von Anfang an gebraucht hätte. Ein Programm, mit dem man seine Daten ganz simpel organisieren kann. Nun gibt es eine solche Software, die der neuesten Handheldauflage natürlich beiliegt. Sie kann jedoch ebenfalls kostenlos im Internet heruntergeladen und mit älteren Auflagen des Geräts genutzt werden.



Grundsätzlich lässt sich „Media Go“ als eine Art iTunes für die portable Playstation beschreiben. Das Design erinnert ebenfalls stark an die Software aus dem Hause Apple. Auf der linken Seite findet die Navigation statt. Dort taucht, sobald per USB angeschlossen, auch der Sony Handheld als solcher auf. Besonders unkomfortabel waren bisher immer die Übertragung von Videodateien und das Sortieren von Spielständen. Dies wurde nun vereinfacht. Möchte man eine Datei, die man auf der PSP hat, auf die Festplatte schieben, so kann dies einfach per Drag&Drop erledigt werden. Umgedreht funktioniert es genauso, wenn die Datei schon in die Bibliothek geladen wurde. Das Abonnieren von Podcasts ist ebenso möglich wie das Abrufen von Songdaten sowie das Herunterladen der entsprechenden Cover.

Bisher ist „Media Go“ das einzige Programm, mit dem man auf den PlayStation Store zugreifen kann, wenn man dies nicht im Browser-Fenster erledigen möchte. Hier gibt es jedoch auch die größten Probleme. So kann man Daten nur dann herunterladen, wenn auch eine PSP verbunden ist und selbst dann kann man keine Download-Liste erstellen. Dies bedeutet, dass man einen Download erst beenden muss, bevor man einen nächsten starten kann. Manuell, versteht sich. Eventuell behebt Sony diese Mängel mit einer neuen Version des Programms. Immerhin kann es die PlayStation 3 auch.

Spieleangebot: Optisch versus digital
Zwar ist noch nicht bekannt, in wie weit die neuen Veröffentlichungen auch den Weg in den PlayStation Store finden werden, doch auch dann hat Sony noch einen sehr, sehr langen Weg vor sich, wenn sie mit dem Angebot an UMDs konkurrieren möchten. Zum Start zumindest sieht es im Store leider tatsächlich noch recht übel aus.Sucht man zum Beispiel im deutschen PSN-Store das Spiel „God of War: Chains of Olympus“, so bleibt die Suche vorerst erfolglos. Andere Länder in Europa, zum Beispiel Österreich und die Schweiz, bieten das Spiel schon zum Verkauf an. Konami und Square Enix bieten bislang noch keinen einzigen PSP-Titel zum Download an. Wann diese Titel oder ob sie überhaupt ihren Weg in den Store von Deutschland finden, dazu gibt es derzeit noch keine Informationen. Hier gehen sämtliche Punkte ohne Zweifel an die klassische UMD. Zumindest, wenn man vom Ist-Zustand ausgeht.



Importspiele nur über Umwege:
Bisher war das Spielen von importierten Games auf einer portablen PlayStation kein Problem. UMD rein und los geht’s. PSP-Spiele waren seit jeher nicht mit einem Regionalcode ausgestattet. Auf der PSPgo sieht es zwar grundsätzlich genauso aus, doch warten hier Hürden anderer Art.

So kann man zwar auf alle Stores weltweit zugreifen, also auch Spiele aus Japan oder den USA kaufen und sie herunterladen. Das Problem beginnt allerdings dann, wenn man zum Beispiel ein Spiel aus Europa und eines aus Japan gleichzeitig auf dem Handheld gespeichert hat und diese auch spielen möchte. Das geht dann nur, wenn eine Internetverbindung besteht und auch dann ist es noch ein recht quälender Prozess. Benutzer von dem Gerät löschen, neuen Benutzer anlegen, einloggen und den Handheld für die Wiedergabe der Spiele online aktivieren. Unterwegs die Benutzer wechseln ist demnach nicht möglich.

Der Preis:
Für rund 250 Euro ist die PSPgo derzeit im Handel erhältlich und für viele ist der hohe Kostenfaktor der Hauptgrund, wieso sie derzeit von einem Kauf absehen. Und das ist verständlich. Vor allem, wenn man bereits eine PSP, welche Version auch immer, zu Hause hat, gibt es kaum etwas, das einen Kauf rechtfertigen würde. Für 50 Euro mehr bekommt man die PlayStation 3, für rund 170 Euro eine PSP 3000. 16 Gigabyte Speicher in Form eines MemorySticks gibt es für ca. 60 Euro. Natürlich beginnt man als Käufer hier zu rechnen.

Neben dem hohen Einstiegspreis ist zu beachten, dass man beim Kauf einer PSPgo komplett an die Preisstruktur des PSN gebunden ist. So gab es zwar in den USA bereits eine Rabatt-Aktion von NIS, bei der man etliche Spiele für wenig Geld abstauben konnte, doch weiß man nicht, wie regelmäßig solche Angebote kommen werden. Im Geschäft bezahlt man für ein UMD-Spiel mit schicker Verpackung, gedruckter Anleitung eigentlich immer weniger als für eine digitale Fassung im PSN. Wiederverkäufe bei Nichtgefallen und derartige Späße sind natürlich auch ausgeschlossen, wenn man auf die Angebote aus Sonys Store setzt. Das sollte man beim Einkauf beachten.

Kaufen oder nicht kaufen?
Es gibt zwei Arten von Käufern. Die Einen haben bereits eine PSP und fragen sich, ob sie auf den Go-Zug aufspringen sollten. Die Anderen haben bisher noch gar keine portable PlayStation in ihrem Besitz. Für wen lohnt sich das Upgrade? Wer eine PSP 3000 sein Eigen nennt, dem eröffnen sich durch den Kauf einer PSPgo eigentlich kaum Vorteile. Sämtliche UMDs werden nutzlos, man ist an PSN-Preise gebunden und darf hoffen, dass überhaupt die kommenden Spiele veröffentlicht werden, die man gerne spielen möchte. Für den, der noch gar keine PSP besitzt, lohnt sich der Kauf schon eher. Hier fällt der große Kritikpunkt, dass man UMDs nicht mehr nutzen kann, komplett weg.

An sich ist die PSPgo ein schickes, kleines Gerät. Sie ist genau das, was die portable PlayStation von Anfang an hätte sein sollen. Das kompaktere Design und der integrierte Speicher machen sie zu einem optimalen Wegbegleiter. Ein Upgrade lohnt sich nicht, doch Neueinsteiger dürfen gerne in Richtung des schmucken Kleinlings blicken.


Max Zeschitz für PlaystationPortable.de
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