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PS3/PSP-Konnektiviät - Antworten auf viele Fragen


Autor: Max Zeschitz

Kategorie: Tutorials
Umfang: 1 Seiten


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PSP Artikel vom 20.01.2008



Wir schreiben das Jahr 2008 und im Laufe der Zeit, in der Konsolen und Handhelds Einzug in so gut wie jedem Privathaushalt halten, hat sich so einiges verändert. Hatte man vor wenigen Jahren bei einem Konsolen-Spiel die Sicherheit, dass wirklich alle Fehler im Voraus beseitigt wurden, ist es heutzutage keine Seltenheit mehr, dass nur durch nachträgliche Updates ein fehlerfreies Spielen möglich ist. Doch auch in Sachen der Konnektivität zweier Systeme hat sich einiges getan. Wo Nintendo noch die Nadel im Heuhaufen sucht und etwaige Verbindungsmöglichkeiten zwischen dem Doppelschirmer und der Fuchtelkonsole in den Kinderschuhen stecken, hat Sony hier ganz klar die Nase vorn. „Remote Play“ lautet der Begriff, der das Bindeglied zwischen Handheld und stationärer Konsole bildet – aber was verbirgt sich hinter dem Begriff, dem viele selbst keine Beachtung schenken?

Grundsätzlich wird es dem Benutzer durch das „Remote Play“-Feature ermöglicht, auf das XMB-Menü (Xross Media Bar-Menü) der Playstation 3-Konsole via portabler Playstation zuzugreifen. Die Menüstruktur entspricht aufgrund desselben Standards dem der PSP, wenn auch auf der Großen einige Unterpunkte mehr zu finden sind. Ist der Einrichtungvorgang, der nur wenige Minuten in Anspruch nimmt, abgeschlossen, und die gewünschten Einstellungen bestätigt, startet die Bild- und Tonübertragung auf Wunsch prompt.

Neben der Verbindung der beiden Systeme via Heim-Netzwerk (Voraussetzung: PSP und PS3 befinden sich in Reichweite der W-Lan-Verbindung) fügte Sony mit einem entsprechenden Update die Funktion hinzu, das „Remote Play“ auch über das Internet von jedem Punkt der Welt aus auszuführen. Vorherig genannte Einstellungen und eine entsprechende Internetverbindung vorausgesetzt, unterscheiden sich die dadurch gegebenen Möglichkeiten nicht von denen, die im Heim-Netzwerk verfügbar sind.

Ist die Verbindung zu Stande gekommen, erscheint auf dem Display des Handhelds ein Großteil des Menüs, welches normalerweise auf dem Fernseher angezeigt werden würde. Dort ist stattdessen nun eine Meldung zu finden, dass die Konsole im Moment im „Remote Play“-Modus läuft.

Es muss vorweg gesagt werden, dass durch die Nutzung von „Remote Play“ nicht alle Fähigkeiten der stationären Playstation auch auf der PSP zur Verfügung stehen. Es wird beispielsweise nicht möglich sein, ein Playstation 3-Spiel, das sich im Laufwerk der Konsole befindet, über den Bildschirm der portablen Playstation wiedergeben zu lassen. Auch besteht derzeit nicht die Möglichkeit, einen Blu-Ray oder DVD-Film zu streamen. Doch viel wichtiger als das, was nicht gehen wird, sind die definitiv verfügbaren Features.



Die Möglichkeiten:
Das Streamen von Videos:
Seit dem letzten Firmware-Update der Playstation 3 Konsole unterstützt diese die (fast) uneingeschränke Wiedergabe von einer großen Anzahl an Videoformaten (MPEG-1, MPEG-2, H.264/MPEG-4 AVC, Motion JPEG, DivX, Xvid, WMV und VC-1). Man kann, wie angesprochen, nicht davon ausgehen, dass restlos alle Videos in den vorliegenden Formaten fehlerfrei wiedergegeben werden können. Ist dies jedoch der Fall, so sollte es grundsätzlich auch ohne Probleme möglich sein, diese auf die PSP zu „streamen“. Da MedienServer von der stationären Sony-Konsole unterstützt werden (siehe Musikdateien), steigen auch hier die Möglichkeiten enorm an.

Liebliongsfotos immer und überall:
Wie schon bei den Videodateien, so kann auch bei den auf der Playstation 3 vorhandenen Bilddateien nicht pauschal gesagt werden, dass sie sich ohne Probleme auf die PSP übertragen lassen. Wir hatten während unseres Testzeitraums jedoch keinerlei Probleme mit den gängigen Formaten wie JPEG, GIF, PNG, TIFF und BMP. Denkbar einfach wird zum Betrachten des Bildes auf das entsprechende Verzeichnis der Konsole zugegriffen und je nach Qualität der Verbindung und Speichergröße der Datei erscheint im nächsten Moment bereits das Bild auf dem kleinen Handheld.

Musik, soweit das Ohr hören kann:
Während die Kapazität eines MemoryStick durchaus ausreichen kann, um sich seine Urlaubsfotos und sonstige Bilddateien zu archivieren, lohnt es sich bei größeren Dateien wie Musik und Videos durchaus, auf die große Speicherkapazität der Playstation 3-Festplatte zurückzugreifen. So kann man auch hier darauf vertrauen, dass die gängigen Audio-Formate fehlerfrei per lokalem W-Lan oder weltweit via Internet auf die kleine Schwarze übertragen werden können. Besonders schön, dass man hier auch die (wunderschönen) Visualisierungen des schwarzen Klotzes anwählen und begutachten kann. Besonders interessant wird es, wenn man sich zu Hause einen Media-Server eingerichtet hat, auf welchem die verschiedenen Dateien, auch Musikdateien, vom Computer auf die Playstation 3 und somit auch per „Remote Play“ auf die PSP übertragen lassen. Das Einrichten eines dieser Server ist mittlerweile zum Kinderspiel geworden und wird von diversen Programmen (WinAmp, Windows Media Player) bereits fast von selbst erledigt. Dies setzt natürlich voraus, dass auch der PC angeschaltet ist, um die Dateien über Umwege auf den Handheld senden zu können.

Playstation Store, Internet, Folding@Home und Freundesliste :
Nachdem Sony den PSP-Only-Nutzern über einen sehr langen Zeitraum hinweg den offiziellen Playstation Store verwehrt hat, besteht nun seit kurzer Zeit auch die Möglichkeit, per PC darauf zuzugreifen, um sich exklusive Inhalte herunterladen zu können. Wirklich sinnvoll ist das Feature daher nur unter dem Gesichtspunkt, dass sich die aktuell angebotenen Produkte im Store auch dann herunterladen lassen, wenn man nicht zu Hause ist und auf die Neuerungen wartet. So sind sie schon dann verfügbar, wenn man die Konsole im Anschluss startet. Dass heruntergeladene Inhalte wie Trailer oder Hintergrundbilder ebenfalls per „Remote Play“ betrachtet werden können, versteht sich von selbst.

Natürlich wird kaum jemand über die Playstation 3-Konsole im Internet surfen und auf den integrierten Browser der PSP verzichten. Der Vollständigkeit halber sollte jedoch angesprochen werden, dass es theoretisch möglich ist.

Eine weitere interessante Möglichkeit ist die Übertragung des „Folding@home“-Features. Bei „Folding@home“ handelt es sich um das zur Verfügung stellen von Rechenleistung der Konsole, um somit die Proteinfaltung zu simulieren. Die laut wikipedia durchschnittlich 35.000 stets aktiven Konsolen erbringen somit eine Rechenleistung, die dem Dreifachen des weltweit schnellsten Supercomputers entspricht. Schöne Animationen von Proteinen und eine Weltkugel, auf der die aktiven Nutzer durch leuchtende Punkte angezeigt werden, sind ebenfall auf den Handheld übertragbar. Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf der Internerseite zum Projekt der Stanford Universität.

Ähnlich einem InstantMessenger bietet auch die Playstation 3 die Option, Freunde in eine entsprechende Liste aufzunehmen, um die zu einem Online-Spiel einzuladen oder ihnen Nachrichten zu schicken. Zweiteres kann per PSP erledigt werden, wobei sich eine per USB-Anschluss mit der Konsole verbundene Tastatur natürlich deutlich besser zum Verfassen längerer Nachrichten eignet.

Last but not least sollte eines der größten und mit Sicherheit sinnvollsten Features genannt werden: das Streamen von PSX-Spielen auf den Handheld. Stellte Sony schon vor Langem einige Playstation-Spiele zum Download zur Verfügung, welche im Anschluss daran auf den Handheld „gestreamt“ werden können, ist es seit dem letzten Update möglich, sämtliche PSX-Inhalte (PSX-Spiele auf CD) auf die PSP zu übertragen.

Im Bezug auf Spielinhalte sollte auch nicht ignoriert werden, dass man mit Hilfe der PSP beispielsweise zusätzliche Inhalte eines Playstation 3-Spiels abrufen, bzw. Teile des PS3-Spiels auf der PSP spielen kann. Natürlich nur dann, wenn das entsprechende Spiel dies unterstützt. Verschiedene Entwickler kündigten bereits an, dass auch zukünftige Spiele davon gebrauch machen werden. Bereits erschienene Spiele wie Lair bieten bereits derartige Möglichkeiten.

Der Gesamteindruck:
Unterm Strich präsentiert sich das „Remote Play“-Feature durchaus sinnvoll für Leute, die im Besitz beider Systeme sind. Die Möglichkeiten können seitens Sony stets erweitert werden und so wurde für die Zukunft bereits angekündigt, dass ein Teil der erscheinenden Blu-Ray-Filme eine extra Spur speziell für die PSP enthalten wird und auch, dass man zukünftige Spiele mehr mit diversen Extras in diesem Bereich ausstatten möchte. Besonders interessant ist auch das auf der vergangenen Games Convention angekündigte PlayTV für Playstation 3 in Zusammenhang mit dem Handheld. So kommen wir Europäer auch noch zu unserem mobilen Fernsehen auf der PSP. Es gibt kaum etwas Negatives zu berichten, wenn man davon absieht, dass der Einstiegspreis für Neulinge bei rund 550 Euro liegt, um in den Genuss von „Remote Play“ zu kommen. Ein Neukauf ist nicht von Nöten, doch wer die Option hat, sollte sich auf jeden Fall dahinter klemmen und die durchweg zufrieden stellende Sache ausprobieren. Let’s connect!

Max Zeschitz für PlaystationPortable.de
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