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PSP Slim and Lite - Im Hardwarecheck


Autor: Malte Latton

Kategorie: Hardware
Umfang: 1 Seiten


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PSP Artikel vom 24.10.2007



Es ähnelte schon beinahe einem Krimi mit DDR-Verhältnissen, was sich Slim and Lite Liebhaber in den letzten Wochen in Hannover und Umgebung, und sicherlich auch noch anderen deutschen Gefilden zu Gemüte führen mussten. Wer nicht exakt zu dem alles andere als geordneten Start des taufrisch überarbeiteten Sony-Handhelden mit dem Beinamen „Slim and Lite“ im hiesigen Elektronik-Fachmarkt erschien, durfte lange Wartezeiten hinnehmen, welche bisweilen in einer nicht gerade knappen Bestellliste endeten. Waren sich viele Fachverkäufer bis in den September hinein noch nicht einmal sicher, wann das gute Stück denn nun wirklich erscheinen würde, zieht das Chaos nach dem Release noch immer wie ein Schreckensgespenst durch das Land – ganz nach dem Motto „It´s a Sony!“. So auch ca. 3 km von einer der zahlreichen PlaystationPortable.de-Außenstellen mitten im schönen Niedersachsen. Selbst am endlich erfolgreichen Tag X schafften es gerade einmal drei Slim and Lite Systeme in den Fachmarkt des Vertrauens – von einem entsprechenden Kabel für das mittlerweile berühmte TV-Out Feature ganz zu schweigen, welches zu diesem Zeitpunkt noch immer unter heftigen Wehen mit Namen „Lieferschwierigkeiten“ leidet.

Doch jetzt ist es endlich soweit, und nach einer nervigen, dreiwöchigen Wartezeit hat es Sonys PlaystationPortable Slim and Lite in eines unserer Testlabore geschafft. Zwar sollte der runderneuerte Handheld im 16:9 Format auch in der Farbe Silber an Land kommen, doch das klassische Piano Black tut es freilich noch immer am Besten und beugt vor allem noch längeren Wartezeiten vor, welche mit etwas Pech annähernd im Nichts enden könnten. Zum recht moderaten Preis von rund 169.95 Euro erhält der Handheld-Zocker auf den ersten Blick schon einmal ein recht hübsches Verpackungsdesign. Doch weil es bekanntlich auf die inneren Werte ankommt, wird in eiligem Tempo die recht schmale Verpackung geöffnet, und der Inhalt begutachtet.

Sony Computer Entertainment – Der letzte Spartaner
Nicht zu verwechseln mit den bisweilen spektakulären „300“, sondern viel eher von Minimalismus geprägt zeigt sich der Inhalt der schmalen Box – eben reichlich negativ-spartanisch. Wer sich noch an die PlaystationPortable erinnert, welche zum September 2005 die Zockernation erstmalig in Nintendo und Sonyfraktion in Sachen Handheldgaming spaltete, wird sich fragen, was sich Sony Computer Entertainment an dieser Stelle gedacht, bzw. nicht gedacht hat. Hatte man es vor einigen Jahren noch mit einer nett aufgemachten UMD mit einigen Trailern, einer lebenswichtigen MemoryStick und einem nicht zu verachtenden Putztuch samt kleiner Tasche zu tun, so zeigt sich die Slim and Lite Box von einer ungewohnten, und eigentlich schon eher traurigen Seite. Über eine beigelegte UMD samt zu bestellendem, kostenlosen Film samt angesprochener Tasche kann man sich streiten, aber die Tatsache, dass weder eine MemoryStick – und seien es nur die obligatorischen 32 MegaByte -, noch ein Putztuch (was zumindest annähernd kostenfrei aufzutreiben ist) mit in den Start für potentielle Neukunden oder Hasen der ersten Stunde beigelegt wird, ist eher unverständlich. Stattdessen darf es wie gewohnt gleich eine Horde von Heften der multilingualen Art und Weise sein. Die hübsch aufgebaute Anleitung, welche unter anderem in deutscher Sprache daherkommt, wirkt stellenweise schon reichlich unverschämt. War es bei der „großen“ PlaystationPortable noch absolut Gang und Gebe, dass Kopfhörer – wenn auch in einer absolut miserablen Qualität -dabei waren (!), offeriert das Handbuch, dass diese auf einmal „separat erhältlich“ sein sollen. Gleiches gilt offensichtlich für einen Anhänger, denn die entsprechende Öse dafür ist am Gerät noch immer vorhanden, liegt aber der Box auch nicht bei. Frech lässt das Handbuch als „Tipp“ verlauten, dass die mitgelieferten Kopfhörer der PlaystationPortable 1000, also dem Vorgängermodell, nicht mit der Slim and Lite kompatibel sind. In wie weit die neuen Kopfhörer bei den anhaltenden Lieferschwierigkeiten überhaupt ohne Bestellung verfügbar sein werden, ist allerdings ein anderes Kapitel.

Slim and Lite – Der Teufel steckt im Detail
Außerdem dabei und schon wesentlich interessanter – Akku, Netzteil und natürlich die Slim and Lite höchstpersönlich. So darf es wieder einmal mehr an das schon beinahe traditionelle Zusammenbauen, bzw. Einsetzen des Akkus gehen. Tröpfelte es bereits vor dem eigentlichen Ausprobieren der neuen PlaystationPortable schon ein wenig Kritik, geht es jetzt an das Eingemachte. Schon bei dem Einsetzen der Ladeeinheiten fällt auf, dass die Abdeckung für den Akku nun wesentlich unkomplizierter zu schließen, und vor allem zu öffnen ist als es bis jetzt jemals zuvor der Fall gewesen war. Der Akku an sich sitzt allerdings noch immer so stramm wie eh und je in der Fassung und lässt sich nur schwer wieder entfernen – eine Prozedur, welche in der Praxis sowieso nicht alltäglich wiederholt wird und aus diesem Grund nicht weiter ins Gewicht fällt.

Bevor es an den Test in der Praxis geht, fallen einige Änderungen im Design dezent ins Auge. So ist zum Beispiel die Infrarotschnitstelle vollständig wegrationalisiert worden. Auch der W-LAN Switch ist von einer Änderung betroffen. Dieser befindet sich nun im oberen Bereich der PlaystationPortable und ist außerdem wesentlich kleiner als im Ursprung ausgefallen. Auch der Slot für die Speicherkarte wurde einer Überholung unterzogen. Zwar befindet er sich noch immer an der linken Seite des Handhelden, hängt nun aber an zwei, statt einem Gummiband und hat mehr Fläche zum Anfassen. An dieser Stelle muss man Sony Computer Entertainment aber eher eine Verschlimmbesserung einräumen, denn mehr als Wackelig ist diese Art der Konstruktion noch immer und führt sogar durch Fingermulden in der Mitte absolut in die Irre. So lässt sich der Slot nämlich wesentlich einfacher an dem oberen Ende anfassen und herausziehen, als es mit den Mulden jemals möglich ist. Dreht man das gute Stück mit dem nach wie vor superbreiten Display auf die Rückseite, so fällt auf, dass diese nun nicht mehr matt, sondern ebenso glänzend wie die Vorderseite ist. Wie dies gefällt, ist Geschmackssache und muss jeder Zocker für sich entscheiden. Fakt ist allerdings, dass dadurch wesentlich mehr Fingerabdrücke, Dreck, Schmutz und Co. haften bleiben, als es zuvor der Fall war.

Bäumchen, wechsel Dich!
Ein wenig mysteriös: Kam der Sound aus der mittlerweile alten PlaystationPortable über kleine Lautsprecher an der unteren Seite des Systems, existieren diese nun an dieser Stelle nicht mehr und sind auf der Vorderseite nach oben gerutscht. Wofür im Umkehrschluss dann aber die am alten Modell zusätzlich vorhandenen Mulden im unteren Bereich der Vorderseite nützlich sein sollten, ist ein Rätsel, oder vielmehr – „It´s a Sony!“. Der Klang oder auch die maximal vernehmbare Lautstärke hat sich durch diese Änderung allerdings nicht verändert.

Der Ein/Aus-Button befindet sich nach wie vor an der rechten, unteren Ecke des Systems. Das UMD-Fach öffnet sich nun nicht mehr selbstständig nach der Betätigung eines Schalters, sondern muss durch Aufziehen der Abdeckung manuell geöffnet werden, was nach ein wenig Eingewöhnungszeit durchaus gut von der Hand geht. Das Einlegen eines kleinen Silberlings ist nach wie vor einfach, allerdings fehlen nun die seitlichen Führungen und der Einrastmechanismus, welche durch eine eher unscheinbare, halbrunde Führungsschiene im unteren Teil des Laufwerks platziert wurde. Offensichtlich setzt Sony Computer Entertainment trotzdem voraus, dass der Benutzer der Slim and Lite die notwendige Lage kennt, denn wenn die UMD verkehrt eingelegt wird kann der Versuch die Abdeckung zu schließen Beschädigungen am UMD-Fach und der Leseoptik zur Folge haben. Ein anderes Problem, welches in der Verarbeitung begründet liegt ist die Tatsache, dass das Laufwerk an sich von alleine zumindest in der uns vorliegenden Testversion an dem oberen, linken Ende nicht von alleine richtig schließt. So muss wieder einmal manuell nachgeholfen werden. In Sachen Geräuschkulisse hat sich im Prinzip nichts getan. So ist zwar das typische Schnarren ein wenig leiser geworden, dafür hört man aber nun in einer stillen Umgebung die rotierende UMD-Scheibe umso deutlicher. In Kombination mit Kopfhörern oder aufgedrehten Lautsprechern fällt dieser Umstand aber nicht weiter ins Gewicht.

Sexy Kurven in Deinen Händen…
Nimmt man den neuen 16.9er in beide Hände, fällt sofort das deutlich geringere Gewicht und die nun komplett flache Rückseite auf, bei welcher der Akku nicht mehr hervorsteht. Das Gerät liegt gut in der Hand, die flachere Bauweise hat im Vergleich zum dicken Vorgänger keine Auswirkungen auf die Bedienung. Im Gegenteil; das leichtere System fordert weniger Kraftaufwand, was sich bei längerem Spielen durchaus positiv bemerkbar macht. Dies liegt vor allem auch daran, dass der Schwerpunkt spürbar in die Richtung der linken und rechten Enden verlegt wurde, was sehr angenehm zwischen den Händen ist. Einen gewaltigen Nachteil hat das neue Design allerdings – schon passt erworbenes Zubehör für das alte System nicht mehr ohne weiteres mit der Slim and Lite. So lässt es sich mit dem beliebten PlayGear von Logitech zwar noch immer recht gut direkt aus dem Case heraus spielen, allerdings hört der Spaß bei vielen Grip-Pads eindeutig auf, denn der taufrische Powerzwerg mit noch mehr Power unter der Haube als jemals zuvor ist deutlich kompakter geworden.

Fasst man die schlanke Slim and Lite zum ersten Mal an und ist das Vorgängermodell gewöhnt, spürt man sofort einen deutlichen Unterschied. Nicht nur, dass das Gerät sehr gut in der Hand liegt, auch das zu Recht von vielen in der Luft zerrissene D-Pad wurde nun endlich maßgeblich verbessert! Dabei ist nicht nur der Druckpunkt verschärft worden, nein, nun ist es endlich möglich, zwei Tasten schräg auf einmal zu betätigen, und das ganz ohne Mühe und Fingerakrobatik. Dies bedeutet in erster Linie, das einige Spiele wie zum Beispiel Beat´em Ups im Stil von Tekken und allerlei Prüglern im Anime-Stil nun endlich in ihrem vollen Umfang spielbar sind. Auch die Druckpunkte der berühmten Sony-Tasten mit Namen Dreieck, Kreis, Quadrat und X sind überarbeitet worden. Ebenfalls verbessert wurde der bei einigen alten Exemplaren sichtbare Draht zwischen Gehäuse, und der Quadrat-Taste. Die Schultertasten L und R hingegen sind zwar in ihrem Druckpunkt unberührt geblieben, sitzen dafür aber nicht mehr all zu locker in ihrer Fassung. Auch der große Kritikpunkt „Analognub“ hat eine leichte Verbesserung erfahren und sitzt nun ebenfalls – zumindest, wenn er neu ist - strammer, sollte aber noch immer die gleichen Probleme wie eh und je verursachen.

Das Display der PlaystationPortable ist schon seit je her ein Kritikpunkt für viele Spieler. Seien es Pixelfehler, fiese Schlieren in manchen Spielen oder UMD-Filmen und vor allem das nicht entspiegelte Display. All diese Faktoren kehren auch auf der Slim and Lite in neu-altem Gewand wieder ein. So hat sich in Sachen Display absolut gar nichts verändert. Trotzdem – schlecht ist es absolut nicht.

Die Slim and Lite – Kleinste Konsole der Welt, zumindest theoretisch
16:9 – Das Display Eine der wohl markantesten Neuerungen und vor allem als Mainfeature gedacht ist ganz klar die Möglichkeit, unter Verwendung eines, bzw. zweier Kabel das Bild der Slim and Lite direkt auf den Fernseher zu zaubern. Zwecks dessen wird entweder ein AV-Kabel, oder ein Component-Kabel an den Lautsprecheranschluss des Systems angeschlossen. Beide Kabellösungen sind separat erhältlich. Während das Component-Kabel mit rund 25€ zu Buche schlägt, kommt das AV-Kabel schon wesentlich günstiger mit 16,95€ weg. Hier liegt der Unterschied allerdings nicht nur im Preis, sondern auch in der Ausführung. Während das Component-Kabel von Fotos über Videos bis hin zu Spielen absolut alles auf den Fernseher mit einem entsprechenden Anschluss bringt, schafft es das AV-Kabel lediglich, alles bis auf eben Spiele auf die Mattscheibe zu transferieren. Somit sei sich vor einem Kauf der Slim and Lite mehr als nur gut überlegt, ob der eigene Fernseher neben dem unerlässlichen Progressive-Scan auch einen entsprechenden Port für zumindest eine der beiden Kabel bietet, denn sonst lässt sich diese Neuerung einfach nicht nutzen. Von vorn herein müssen allerdings selbst mit entsprechenden Anschlüssen wieder einmal Einschränkungen in Kauf genommen werden. So lassen sich zwar Videos von der Memorykarte oder einer immer seltener werdenden Film-UMD in akzeptabler Qualität im Vollbildmodus abspielen, gleiches gilt allerdings nicht für Spiele. Also muss der Zocker zwar mit einem nicht unbedingt gigantischen, aber dafür auch nicht absolut kleinen Bild am Fernseher rechnen, welches qualitativ in etwa mit dem Output eines Playstation 2 Spiels mithalten kann, allerdings nicht mit einem Vollbild daherkommt. Wieso Sony Computer Entertainment zu dieser eher unverständlichen Gewaltenteilung zwischen zwei Kabeln gegriffen hat, ist recht kurios, wenn man bedenkt, dass Konsolengeneration um Konsolengeneration mit den berühmten Farben Gelb, Rot und Weiß ohne Probleme das Spielgeschehen auf das TV Gerät bannen konnten.

Auf die inneren Werte kommt es an
Wirft man einen Blick auf die technischen Spezifikationen der PlaystationPortable Slim and Lite, dann fallen sofort der verdoppelte Speicher von ursprünglich 32 MB, auf satte 64 MB auf. Dies macht sich bei sehr vielen Spielen im direkten Ladezeitenvergleich deutlich bemerkbar. So laden die meisten der ausprobierten Titel wesentlich schneller als es bei dem Vorgängermodell der Fall ist. Somit ist ein nerviges Manko der PlaystationPortable deutlich reduziert worden, und der Faktor „Portable“ deutlich erhöht. Nicht verbessert, bzw. erweitert ist der Wi-Fi Radius. Im direkten Vergleich zwischen alt und neu brechen beide Systeme die Verbindung bei ca. 30m auf freiem Gelände ab. Dafür hat sich im Menü gemeinsam mit der bereits installierten Firmware 3.70 einiges geändert – so sind diverse Menüpunkte neu hinzugekommen. Unter dem Punkt „Netzwerk“ befindet sich nun unter einem großen Fragezeichen die „Online-Bedienungsanleitungen“, für die allerdings zunächst eine Verbindung etabliert werden muss. Außerdem mit dabei ist der Unterpunkt „Remote Play“. Hierüber ist es möglich, eine Verbindung mit einer Playstation 3 zu erstellen. Die wohl größten Neuerungen bringen allerdings die „Einstellungen“ auf der ganz linken Seite unter dem Unterpunkt „Systemeinstellungen“ mit sich. Hier lässt sich nun der UMD-Auto Start manuell ein-, und ausstellen. Zusätzlich hierzu besteht auch die Möglichkeit, das Gerät via USB Aufzuladen. Alternativ kann dieser Vorgang aber auch abgeschaltet werden. Besonders erwähnenswert ist auch die Möglichkeit, den UMD-Cache entweder zu aktivieren, oder diese Funktion ganz außen vor zu lassen. Steht diese Option auf „Ein“, lässt sich damit die Lesehäufigkeit von dem kleinen Silberling merklich reduzieren. Auch das Mainfeature wurde unter "Einstellungen, verbundendes Display" bedacht. Hier lässt sich die Videoausgabe an das angeschlossene Display weiterleiten, der TV-Typ zwischen 16:9 und 4:3 gewählt, ein Bildschirmschoner mit einem Timer belegt werden und last, but not least unter "Component/D-Terminal" unter "Progressive" und "Interlance" gewählt werden.

Gemeinsam mit der Firmware 3.71, welche nach einem offiziellen Update vorhanden ist, erwartet Freunde und Fans des 16:9 Gamings erstmalig die Möglichkeit, offiziell Themes auf die PlaystationPortable zu bringen. Hierzu hilft ein entsprechendes Tool von Sony Computer Entertainment. Alternativ können aber auch bereits vorgefertigte Themes in unterschiedlichen Looks nicht nur auf die Slim and Lite, sondern auch auf das ältere Modell gebracht werden. Einzige Voraussetzung hierfür ist Firmware 3.71 und bescheidene Kenntnisse mit hiesigen Web-Suchmaschinen.

Butter bei die Fische – Das Fazit
Sieht man einmal von groß angelegten Lieferschwierigkeiten samt Kabellösungen ab, welche sich hoffentlich in nächster Zeit in Luft auflösen werden, dann gibt es auch noch andere Faktoren, die Sonys Slim and Lite nicht ohne Ecken und Kanten in einem nicht unbedingt günstigen Licht dastehen lassen. Es fängt schon bei dem absolut spartanisch gehaltenen Lieferumfang an. So gibt es keine Kopfhörer (welche allerdings irgendwann irgendwie separat erhältlich sein sollen), kein Putztuch, keine Demo UMD, keine Memorykarte und absolut gar kein Goodie, wie es zumindest zum Launch im Jahr 2005 der Fall gewesen war – allerdings zu einem wesentlich höheren Preis. Wer darauf allerdings verzichtet, wird trotzdem nicht enttäuscht, denn Sonys runderneuerter Handheld ist wirklich taufrisch und vor allem überdacht neu inszeniert. Das fängt bei dem endlich funktionalen D-Pad an, geht mit knackigen Tastenschwerpunkten weiter und macht vor dem schmalen, schicken Gesamtdesign keinen Halt, welches allerdings in einigen Punkten sinnbefreit daherkommt und im Fall des Memorykartenslots sogar verschlimmbessert wurde. Über das neue UMD-Laufwerk kann man sich zwar streiten, aber die alten Führungsschienen waren dann doch wesentlich angenehmer. Die Speichererweiterung von 32 auf satte 64 MB ist bei einer Vielzahl von Spielen deutlich mit kürzeren Ladezeiten spürbar, werden aber das volle Potential gemeinsam mit aktiviertem UMD-Cache erst bei kommenden Titeln der nächsten Spielegeneration unter Beweis stellen können. Das TV-Out Feature ist nicht von schlechten Eltern, hapert aber an der Umsetzung, denn nicht jeder Zocker verfügt automatisch über die entsprechenden Geräte, um das volle Potential ausnutzen zu können.

Was zumindest die AV-Kabellösung mit sich bringt, wird hier im Artikel nachgeholt werden, sobald besagtes Kabel in unserer Redaktion endlich eingetrudelt ist…

Fazit:
Schlussendlich halten sich Pro und Contra in Sachen Slim and Lite annähernd die Waage – für jedes Gegenargument gibt es ein Argument, und umgekehrt. Ob sich ein Umstieg auf das neue System lohnt, wenn man bereits im Besitz einer altehrwürdigen PlaystationPortable der ersten Stunde ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Potentiellen Neukunden wird eine Pro-Entscheidung wohl wesentlich leichter fallen. Somit fängt das nächste, große und hoffentlich erfolgreiche Kapitel im Handheldbereich aus dem Hause Sony Computer Entertainment gerade erst an und man darf mehr als nur gespannt sein, was der Dinge noch kommen mag.

Malte Latton für PlaystationPortable.de

Besonderer Dank geht an Andreas Schaller
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