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Interview mit Noriyuki Hiyama zu Soul Calibur: Broken Destiny
PSP Artikel vom 14.08.2009
![]() Deutsch | English Wir haben uns mit Noriyuki Hiyama, dem Diretor von SoulCalibur: Broken Destiny zur kommenden PSP-Umsetzung der beliebten Prügel-Serie unterhalten. Was er alles zu erzählen hatte und wie die Zukunft von Soul Calibur ausschaut, erfahrt ihr im Interview. PlaystationPortable.de: Können Sie sich kurz selbst vorstellen und uns ein wenig über das Entwicklerteam hinter „Soul Calibur: Broken Destiny“ erzählen? Was haben sie vor diesem Projekt gemacht? Noriyuki Hiyama: Hallo zusammen, mein Name ist Noriyuki Hiyama und ich bin der Director von „Soul Calibur: Broken Destiny“. Ich selbst arbeite seit „Soul Calibur 3“ mit an der Serie. Nach dem dritten Teil war ich in die Entwicklung der Arcade-Fassung des Gleichen und des vierten Teils involviert, der im letzten Jahr veröffentlicht wurde. Nun bin ich der Director des PSP-Spiels, was mich sehr ehrt. Wie ich selbst, so sind auch die meisten aus dem Team schon seit dem Beginn der Serie mit dabei. Es gibt sogar einige, die bereits bei „Soul Edge“, dem allerersten „Soul Calibur“-Teil, die Fäden mit in der Hand hatten. „Soul Calibur: Broken Destiny“ ist eine herausragendes Stück Software – nicht zuletzt, weil es von Menschen gemacht wurde, die viel Erfahrung und Leidenschaft mitbringen. Ich hoffe wirklich, dass ihr den neuesten Ableger der Serie genießen werdet! ![]() PlaystationPortable.de: Warum haben Sie sich gerade jetzt für die Entwicklung eines PSP-Ablegers entschieden und nicht zu einem früheren Zeitpunkt? Noriyuki Hiyama: Wir haben uns lange über den perfekten Zeitpunkt unterhalten, wobei wir auch verschiedene mögliche Probleme durchsprechen mussten. Es ist immerhin das erste Mal, dass wir die Serie auf einen Handheld bringen und wir hatten ein sehr spezifisches Konzept hierfür. Und genau dieses Konzept sollte die Basis des Spiels bilden, um eine für den Spieler befriedigende Erfahrung bieten zu können. Das ist der Grund, warum es so lange gedauert hat, bis das Spiel schlussendlich erscheint. Wir reden hier nicht von einer alternativen Version von „Soul Calibur 4“ – es handelt sich um ein komplett neues Spiel mit neuem Konzept, das mit viel Leidenschaft erarbeitet wurde. Ich bin mir sicher, dass ihr es mögen werdet. PlaystationPortable.de: Können Sie uns etwas mehr über das Gameplay sagen? Was bietet „Broken Destiny“, das „SoulCalibur 4“ nicht bot bzw. was sind die Hauptunterschiede? Noriyuki Hiyama: Der Hauptunterschied ist wohl das komplett neue Grundkonzept. Unser Fokus ist es, die Spieler anzusprechen, die Fighting-Games zu kompliziert finden oder sie früher einmal gespielt haben und heute einfach in Sachen Komplexität nicht mehr mithalten können. Dann gibt es auch noch jene Spieler, die gerne diese Spiele spielen würden, sie jedoch oft zu viel Frust führen können. Hier kommen wir ins Spiel. Der Hauptspielmodus, genannt “THE GAUNTLET” bietet genau das. Wir unterstützen die Anfänger hier, indem wir das Spiel erklären, und ihnen helfen, es zu verstehen. Erfahrene Spieler haben hier die Möglichkeit, ihre Fertigkeiten zu verbessern. Ferner ist die Atmosphäre recht hell und die Spielsessions kurz gehalten. Zweiteres sorgt dafür, dass man stets beschäftigt ist. Spielt man den „THE GAUNTLET“-Modus, so wird man mit der Zeit stärker, was natürlich zur Folge hat, dass man gewinnt und somit das Spiel mehr genießt. Wir würden gerne die Spieler ansprechen, die bisher noch davor zögern, Fighting-Games zu spielen. Da „Soul Calibur: Broken Destiny“ ein portables Kampfspiel ist, ist das Zocken wann und wo immer man will ein wichtiger Aspekt. Wir haben einige Entscheidungen getroffen, die den Spielspaß dann auch hoch halten, wenn man alleine spielt. PlaystationPortable.de: Viele Fans begrüßten es sehr, dass in „Soul Calibur 4“ Charaktere aus den „Star Wars“-Filmen vertreten waren. Warum haben Sie sich dazu entschieden, für die PSP-Fassung Kratos als Ehrengast einzusetzen? Noriyuki Hiyama: Kratos ist auf der ganzen Welt beliebt und wir fanden, dass seine Waffen und Aktionen sehr gut mit denen der anderen Charaktere harmonieren. Nicht zuletzt natürlich auch, weil wir von vielen Seiten darum gebeten wurden, ihn ins Spiel zu packen. Als wir ihn dann erstmals direkt in das Game packten, waren wir wirklich überrascht. Kratos hat seine eigenen, einzigartigen Aktionen und Attacken und dennoch haben wir das Gefühl, dass er wie geschaffen für „Soul Calibur“ ist und er schon immer ein Teil der Serie war. Die Qualität von ihm als Kämpfer ist wirklich enorm, weshalb wir glauben, den hohen Erwartungen sowohl der „Star Wars“- als auch der „Soul Calibur“-Fans gerecht zu werden. ![]() PlaystationPortable.de: Mit „Tekken 6“ und „Dissidia: Final Fantasy“ erscheinen gleich zwei große Konkurrenten. Was hat „Soul Calibur: Broken Destiny“, was diese Spiele nicht haben? Noriyuki Hiyama: Erstens bietet „Soul Calibur“ fantastische Grafik gepaart mit sehr guten Animationen und Sound. Ich glaube wir können sagen, dass es zu den besten PSP-Spielen gehört. Wir haben viele Anstrengungen in das Design gelegt und es gibt mehr taktische und strategische Elemente im Kampfsystem als in allen anderen Titeln und natürlich auch weitere unterhaltsame Features. Zweitens muss ich erneut das eigentliche Spielkonzept an sich hervorheben sowie den „GAUNTLET“-Modus, der dieses Konzept widerspiegelt. Dieser Modus ist etwas völlig neuartiges und existiert nicht in den Konkurrenzspielen. Es gab bisher kein Spiel, dass Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen fesseln konnte und niemand zuvor hat einen Modus entworfen, bei dem Spieler sowohl üben, als auch ihre Fähigkeiten verbessern können (Lacht). Zudem glaube ich, dass man in keinem anderen Spiel so viele Freiheiten und die hohe Qualität eines „Soul Caliburs“ finden wird, während man zeitgleich einen solch spannenden Battle Modus hat. Ich bin sicher, dass die anderen Spiele auch ihre guten Aspekte haben, aber es gibt viele Gründe „Soul Calibur“ als das beste unter den Titeln anzusehen. Ich bin sicher, dass ihr alle mit dem Spiel zufrieden sein werdet. PlaystationPortable.de: Wird es einen Onlinemodus geben? Noriyuki Hiyama: Ja, natürlich. Da es für eine portable Konsole entwickelt wurde, gingen wir davon aus, dass viele Spieler die meiste Zeit alleine spielen würden und der Hauptteil ist, dass die Spieler besser werden und Spaß an den Kämpfen haben. Kämpfen mit anderen Spielern ist aber einer der wichtigsten Aspekte und das spannendste an einem Kampfspiel, also hoffen wir, dass Spieler ihren Spaß in den unterschiedlichsten Spielmodi finden werden und ihre Stärken nutzen können. Wo wir gerade vom Kampf sprechen, es ist auch sehr unterhaltsam seinen eigenen Charakter im Kreationsmodus zu erstellen. Im Kreationsmodus kann man alle Teile beliebig anpassen und positionieren und man kann ein Thumbnail erstellen, dass als Kämpfersymbol vor den Fights angezeigt wird. Es wird den Kämpfen auf alle Fälle Leben einverleiben, also probiert es bitte aus! PlaystationPortable.de: Können Sie uns mehr über ihre Zukunftspläne verraten? Was können wir erwarten? Noriyuki Hiyama: Natürlich wollen wir ein weiteres „Soul Calibur“-Spiel entwickeln. Wir können nicht damit aufhören darüber zu philosophieren, wie man das Konzept noch unterhaltsamer gestalten kann oder was für neue Features hinzu kommen könnten. Wir wollen den Erwartungen der Spieler gerecht werden und ihre Erwartungen erfüllen. Wir werden Neues dazulernen und versuchen, all unseren Elan in die Serie reinzustecken. Wir wollen auch weiterhin Titel der „Soul Calibur“-Serie entwickeln, die noch packender sind als je zuvor. PlaystationPortable.de: Was sind Ihre Gedanken zur digitalen Distribution und der PSP Go? Welche Vorteile und Risiken sehen sie als Entwickler? Noriyuki Hiyama: Ich glaube, es ist ein sehr bequemes System, da man keine sperrigen Speichermedien mit sich schleppen muss und ganz einfach neue Spiele kaufen kann. Auf der anderen Seite gibt es bestimmte Aspekte, die auch an physischen Medien sehr attraktiv sind. Daher wollen wir weiterhin die Situation beobachten und die Möglichkeiten prüfen. Was auch immer kommt, wir werden uns stets bemühen die Bedürfnisse der Spieler in den Vordergrund zu stellen und den Erwartungen gerecht zu werden. ![]() PlaystationPortable.de: Gibt es etwas, dass Sie unseren Lesern mitteilen möchten? Noriyuki Hiyama: Ich denke, dass die „Soul Calibur“-Serie so groß ist, weil sie von den Fans unterstützt wird und nur wegen ihnen existiert. Jedes Mal, wenn wir von unseren Fans hören, gibt es uns die Kraft, noch härter und besser an unseren Spielen zu arbeiten. Wir würden gerne all euren Wünschen nachkommen, aber wir können leider nicht mit allen Fans individuell kommunizieren. Wir werden unser bestes tun, um euch großartige Produkte zu liefern, also bitte erfreut euch daran. Das Interview wurde von Kevin Jensen fuer PlaystationPortable.de geführt. Vielen Dank an Noriyuki Hiyama für die freundliche Unterstützung.
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