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Interview mit Rantz Hoseley zu Star Trek: Tactical Assault


Autor: Kevin Jensen

Kategorie: Interviews
Umfang: 2 Seiten


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PSP Artikel vom 25.10.2006


Deutsch | English


Wir haben uns mit Rantz Hoseley von Quicksliver Software über das kommende Handheld Spiel aus dem Star Trek Universum unterhalten. Was wir herausgefunden haben und worin die Unterschiede zwischen der Nintendo DS und Playstation Portable Version liegen könnt ihr nun dem brandaktuellen Interview entnehmen. Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen:

PorableGaming: Können sie sich zunächst vorstellen und uns ein bisschen über Bethesda Softworks erzählen, welches hinter dem Projekt steckt, und was sie bis jetzt gemacht haben?

Rantz Hoseley: Mein Name ist Rantz Hoseley, ich bin Creative Director für Quicksilver Software. Wir sind die Programmierer von „Star Trek: Tactical Assault“ für Bethesda Softworks. Quicksilver ist seit über 20 Jahren ein unabhängiger Entwickler. Wir haben Computerspiele wie zum Beispiel Castles, Conquest of the New World und das Original Starfleet Command entwickelt. Mit „Star Trek: Tactical Assault“ wagen wir uns zum Ersten Mal in das Hohheitsgebiet der Handhels.

PorableGaming: Für alle, die „Star Trek: Tactical Assault“ noch nicht kennen – können sie uns sagen, worum es in dem Spiel überhaupt geht?

Rantz Hoseley: Tactical Assault ist ein Raumschiff basierendes, taktisches Kampfspiel. Das Spiel ist in zwei Kampagnen aufgeteilt, welche wiederum in episodische Szenarien gegliedert sind. Jedes dieser Szenarien spielt in einem charakterfokussierten Storyansatz, sodass die Spieler dabei das Gefühl bekommen sollen, Szenen aus diversen Star Trek Serien selbst zu spielen. Das Spiel ist zu Beginn des Star Trek Films „Der Zorn des Khan“ angesiedelt und wird bis zu der sechsten Episode der Star Trek Verfilmungen gehen. Der Spieler selbst wird dabei in die Rolle eines Starfleet Captains schlüpfen.

Während des typischen Alltags als Captain eines Raumschiffes durch die verschiedenen Ären der Star Trek Serie gibt es dabei natürlich die berühmte Brückencrew. Diese wird dem Spieler mit Rat und Hinweisen zur Seite stehen. Außerdem wird es Upgrades für das Schiff geben – Waffen, Reparatur, und so weiter. All dies ist im Kontext mit dem Plot, der Spieler soll schließlich die Geschichte der jeweiligen Star Trek Ära mitbekommen. Insgesamt wird es rund 30 Missionen geben. Man wird mit 15 Föderationsmissionen beginnen. Hat man diese erfolgreich absolviert, wird die Klingonenkampagne freigeschaltet – diese verfügt ebenso über 15 Missionen.



PorableGaming: Wie werden bei der DS Version die handheldspezifischen Eigenschaften genutzt?

Rantz Hoseley: Der Touchscreen ist ein kritischer Part bei der Umsetzung. Als wir uns zum ersten Mal im Team über das Spiel unterhielten, waren viele Ideen im Bezug auf den Touchscreen aufgekommen. Alle Spielkontrollen, Schiffmanöver, Waffenfeuer, Geschwindigkeit, Funkverkehr usw. – alles, was man in dem Spiel mit dem D Pad tun kann, kann man in der DS Version mit dem Touchscreen tun. Für uns gibt es nichts ärgerlicheres, als zunächst den Stylus zu benutzen, ihn anschließend schnell bei Seite zu legen und anschließend irgendeine Taste drücken zu müssen – und jetzt das Ganze wieder von vorn. Wir wollten es so gestalten, dass der Spieler die Möglichkeit hat, bei der Touchscreenkontrolle dauerhaft zu bleiben. Wenn die Spieler allerdings lieber das D Pad zur Kontrolle des Spiels benutzen möchten, so wird auch dies möglich sein. Außerdem wird „Star Trek: Tactical Assault“ das DS Rumble Pack Feature unterstützen. Zum ersten Mal spielte ich mit dem Rumble Pack „Metroid Pinball“ und ich war mir sofort sicher, dass dies definitiv ein „must have“ Feature ist. Es ist einfach eine großartige Erweiterung zu dem bereits vorhandenen Spielgefühl.

PorableGaming: Welche Features werden exklusiv für die PSP Version sein?

Rantz Hoseley: Zunächst haben die Schiffe eine höhere Polygonenanzahl. Außerdem wird es zusätzliche Sektoren und einzigartige Galaxien in der PSP Version geben. Hinzu kommen alle möglichen Effekte, welche die grafischen Eigenschaften der PSP nutzen werden. Mit Hilfe des breiten Screens des Systems möchten wir außerdem ein wenig cinemastische Stimmung auf diese Plattform bringen.

PorableGaming: Wird es möglich sein, eigene Schiffe auf der Grundlage der existierenden Star Trek Technologie zu bauen oder kann zwischen einer Auswahl an Schiffen gewählt werden? Wie viele Schiffe wird es insgesamt geben?

Rantz Hoseley: Es wird nicht möglich sein, eigene Schiffe zu bauen. In den einzelnen Szenarios wird es vorgegebene Schiffe geben, welche ein Teil der jeweiligen Storyline sein werden. Im Skirmish Mode wird es für den Spieler möglich sein, jedes in der Kampagne frei gespielte Schiff in diesem Modus zu spielen. Nachdem das komplette Spiel durchgespielt wurde, werden insgesamt 30 Schiffe zur Verfügung stehen.

PorableGaming: Werden sie das LCARS Touchnavigation System im Spiel integrieren, wie es in vielen Schiffen aus den Star Trek Serien bekannt ist?

Rantz Hoseley: Ja, genau dies war für uns ein wichtiges Designfeature für das Spiel, welches wir schon am ersten Tag beschlossen. Das war für uns eigentliche keine wirkliche Frage.



PorableGaming: Welche berühmten Star Trek Charaktere und Rassen werden im Spiel auftauchen?

Rantz Hoseley: Man wird eine wohl bekannte Stimme im Spiel hören…*grins*. Aber keiner der anerkannten Charaktere wird in der Storyline erscheinen. Wir sind sehr froh darüber gewesen, die Original Star Trek Autoren DC Fontana und ihren Schreibpartner Derek Chester an Bord zu haben, als wir mit dem Projekt begannen. Sie strickten die Story durch die historischen Events in der Zeitlinie des Spiels damit alles authentisch bleibt, und die Charaktere haben sichtlich etwas davon. Die Dialoge werden sich außerdem sehr an typischen Star Trek Dialogen orientieren, so dass man sich gleich heimisch fühlen wird. Nun zu den Rassen – natürlich wird man die Föderation (Menschen) und die Klingonen sehen. Zusätzlich wird es Ärger mit den Romulanern geben (Anmerkung der Redaktion: Wann gibt es das eigentlich nicht?) welche den Friedensprozess zwischen Föderation und Klingonen aufhalten wollen. Neben den Vulkaniern machen die Orions und Gorns ebenfalls diesen Anschein.

PorableGaming: In wie weit wird Diplomatie eine Rolle in dem Spiel einnehmen?

Rantz Hoseley: Obwohl wir es hier in erster Linie mit einem Kampfspiel zu tun haben, wird Diplomatie einen großen Part im Spiel einnehmen. Insgesamt gibt es solch einen großen Storyanteil in Kombination mit taktischen Elementen und Charakterentwicklung in Tactical Assault, dass es nur ganz natürlich ist, dass Diplomatie wichtig sein wird. Als Captain folgt die Crew seinen Befehlen – in dem Moment, wo ein gegnerisches Schiff auftaucht und die Optionen aus Kampf oder Aufgabe bestehen, wird sich alles entscheiden. Genau dieser Punkt wird zwischen Niederlage und Sieg entscheiden. Um ein möglichst authentisches Star Trek Feeling herüberzubringen, reagiert die Brückencrew ganz unterschiedlich auf solch eine Reaktion. Unterschiedliche Persönlichkeiten geben natürlich ganz unterschiedlichen Rat. Letztendlich ist es aber der Spieler, welcher eine oder mehrere Entscheidungen zu treffen hat. Es ist sehr wichtig darauf hinzuweisen, dass der Kampfweg nicht immer die richtige oder einzige Lösung ist. Nicht selten ist das gegnerische Schiff das, was es zu sein scheint. Ist es wirklich so schwach wie es wirkt, oder ist alles nur ein Trick? Genau das und vieles mehr muss die eigene Crew herausbekommen.

PorableGaming: Gibt es ein Feature, auf das sie besonders Stolz sind – in beiden Versionen?

Rantz Hoseley: Auf dem DS bin ich sehr froh darüber, dass das Control Mapping vollständig ist. Damit meine ich, dass die Spieler das Spiel komplett mit dem Touchscreen steuern können. Aber auch, dass man das Tactical Assault komplett mit dem D-Pad steuern kann. Ganz so, wie man es am Liebsten hat. Das war ein großes Ziel von uns und ich bin sehr froh, dass wir es erreicht haben. Außerdem bin ich mit dem Rumble Feature in der DS Version mehr als zufrieden. Ganz unter uns: wenn wir genau dieses Feature nicht hätten integrieren können, wären wir sehr enttäuscht gewesen *lacht*!

Auf der PSP Seite haben wir sehr die Grafik und die mapping modes gepusht…Es war sehr interessant auf der E3 zu sehen, als einige Leute auf die PSP Version schauten und schockiert sagten: „Was? Auf der PSP ist bump mapping möglich?“ Wir wussten wirklich nicht, dass dies kein Standart ist, bis uns ein Mitarbeiter von Sony zu verstehen gab, dass dies momentan nur einige wenige Entwickler anwenden würden. Ich denke, dass wir genau deswegen sehr stolz auf das erreichte sein können, denn dies ist unser erstes PSP-Spiel.



PorableGaming: Können sie uns mehr über einen möglichen Multiplayemode erzählen? Werden sie die Nintendo Wi-Fi Connection für Kämpfe über das Internet benutzen? Wie schaut es dies bezüglich mit der PSP Version aus?

Rantz Hoseley: Es wird für jeweils zwei Spieler ein Kopf an Kopf Multiplayermodus für beide Systeme geben. Während Tactical Assault beim DS den Wi-Fi Mode mit Ad-Hoc unterstützt bedeutet dies, dass man schon im selben Raum mit dem anderen Spieler sein muss. Zocken über das Internet wird mit keiner der beiden Versionen möglich sein. Im Multiplayer wird es einen Deathmatch Mode, einen Battlefest Mode und einen Battlefest lite Mode geben. Im Battlefest Mode startet jeder Spieler mit dem kleinsten Schiff der gewählten Rasse. Immer dann wenn man selbst stirbt, wird man mit dem nächst größeren Schiff der eigenen Rasse erneut auftauchen. Wer als erstes keine Schiffe mehr zur Verfügung hat, wird aus dem Spiel aussteigen. Insgesamt wird es hierbei fünf verschiedene Schiffe für jede der Hauptrassen geben. Somit kann eine Partie schon eine Weile dauern, aber es macht eine Menge Spaß. Battlefest lite ist das Gleiche, allerdings nur mit den mittleren, drei Schiffen.

PorableGaming: Was sind ihre favorisierten Handheldspiele?

Rantz Hoseley: Mein Geschmack im Bezug auf Handheldspiele variiert stark. Ich liebe das alte Pokemon Gelb und Pokemon Pinball. Das eingebaute Rumblepack war schon sehr erstaunlich und als das Spiel auf den Markt kam habe ich ein ein bisschen ZU viel Zeit damit verbracht. Außerdem habe ich sehr Advance Wars 2 und Sword of Mana für den GBA gemocht. Obwohl oft suggeriert wird, dass sowieso nur Kiddie Spiele für Handhelds auf den Markt kommen, gibt es trotz allem höchst fordernde Spiele. Einige davon haben sogar die beste Story, welche ich bis jetzt auf einem Handheld erlebt habe. Schaut euch zum Beispiel Mario and Luigi Superstar Saga an. Es hat wohl eine der besten Storys, welche man in dieser Spieleperiode finden kann. Dieses Spiel hat mich von A-Z gefesselt. Mittlerweile gelang es mir, diesem Spiel einige Jahre zu entfliehen. In der heutigen Zeit nimmt Animal Crossing viel meiner Zeit in Anspruch, während Midnight Club auf der PSP, Lumines, Metroid Pinball, Tiger Woods Golf, Wario Ware Touched und Feel the Magic (dieses Konzept ist verrückt! Eine Kombination der innovativsten Spielmechaniken und Grafiken in den letzten Jahren für ein Spiel) das Gleiche tun und allesamt einfach Klasse sind. Wenn meine Kinder an meinen DS und meine PSP wollen, dann wimmel ich sie mit einem Trick ab: „Daddy braucht sie zum arbeiten *lacht*!“

PorableGaming: Gibt es etwas, was sie unseren Lesern noch mitteilen möchten?

Rantz Hoseley: Wir haben ein Spiel für Menschen gemacht, die starke Charaktere in einem Drama mögen. Menschen, dessen fröhlichster Gedanke im Rückblick auf Star Trek zurück auf James T. Kirk führt, als dieser „KHHHHAAAAANNNN“ im zweiten Film brüllt. Tactical Assault ist kein Spiel, in welchem der Zocker Millionen Dinge über das Star Trek Universum wissen muss um den geschichtlichen Ablauf verfolgen zu können. Die Kombination aus Action, Adventure und der Dramaanteil, die emotionale Intensität, das alles. Wir haben außerdem darauf geachtet, dass wir – während wir die Kontrollen für beide Handhelds anpassten – dabei nicht das eigentliche Gameplay kürzten. Mit einer Spielzeit von 15-30 Stunden in den einzelnen Kampagnen ist das Endergebnis ein umfangreiches Handheldspiel. Wir denken, dass jeder damit Spaß haben kann und es wirklich genießen wird. Wir können es kaum noch abwarten, bis die Zockerwelt es endlich spielen können wird!

Vielen Dank an Rantz Hoseley für seine Unterstützung.

Das Interview wurde von Kevin Jensen für das PortableGaming-Netzwerk geführt.
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