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PSN-Test vom 28.08.2010

Carnivores: Dinosaur Hunter

Meine Damen und Herren, wir begeben uns heute auf die spannende Pirsch in einem dicht bewaldeten Gebiet. Wir erwarten Beute von einem wahrhaft gigantischem Ausmaß. Unsere Quellen besagen, dass es in dieser Gegend eine ganz besondere Spezies geben soll: Dinosaurier! Richtige, lebendige Urzeitwesen. Und seit einiger Zeit der neueste Trend unter Sportjägern. Da steht es natürlich außer Frage, dass wir uns ebenfalls an diesen Ort prähistorischer Perfektion begeben, um von unseren spannenden Jagdausflügen zu berichten. Dies, verehrte Leser, ist das mini „Carnivores: Dinosaur Hunter“ - eine Jagdsimulation mit Dinos auf der Abschussliste.





Shhh... Ich jage unmöglich große Riesenechsen!
Der dünne Plot des Spiels erklärt, wie wir überhaupt zum Vergnügen kommen, auf Dinosaurier schießen zu dürfen. Tatsächlich spielt das mini in der fernen Zukunft, wo die Menschheit schon längst gemütlich durch das Weltall tuckert. Ähnlich wie ein gewisser Sternenfuchs aus dem Lager mit dem großen N ist man hier auf einen Planeten gestoßen, der tatsächlich noch diese für ausgestorben gehaltenen Prachtexemplare beherbergt. Und als Jäger ist es nun eure Aufgabe, einige dieser prächtigen Tiere zu erlegen. Okay, letzteres wird euch nicht als Mission durchgegeben, viel mehr gibt es in diesem Spiel aber auch nicht wirklich zu tun.

Zu Beginn eurer Jagd wählt ihr erst einmal eines der fünf verfügbaren Gebiete aus – oder zumindest eines, das ihr euch leisten könnt. Je nach Gebiet müsst ihr nämlich entsprechend viele Credits zahlen, um dort überhaupt jagen zu dürfen. Da ihr erst durch genügend Beute an entsprechend viel Geld herankommt, ist eure Auswahl zu Beginn natürlich etwas beschränkt. Was ihr übrigens in dem Gebiet jagen wollt, müsst ihr ebenso festlegen – inklusive einer erneuten Gebühr. Zu guter Letzt geht es noch an den Waffenschrank. Und ja, auch hier wird für jede Waffe ein bestimmter Betrag fällig. Außerdem könnt ihr nur ein Schießeisen gleichzeitig mitnehmen. Es will also gut überlegt sein, womit ihr in die Schlacht zieht.

Die (zurecht) vergessene Welt
Sind alle Einstellungen vorgenommen worden, werdet ihr irgendwo auf der Spielwiese ausgesetzt. Von da an gilt es, seine Beute auszumachen, sich vorsichtig an sie heranzupirschen und flugs zu erlegen. Die ersten Dino-Gattungen bieten dabei noch recht wenig Gegenwehr. Als friedliche Pflanzenfresser suchen sie lieber ihr Heil in der Flucht. Spannend wird es, sobald die ersten gefährlichen Bestien ins Spiel kommen. Diese können euch nämlich mit einem Angriff erledigen. Daher ist es bei der Verfolgung dieser Exemplare umso wichtiger, vorsichtig vorzugehen und möglichst nicht in Windrichtung auf die Beute zuzugehen. Wittert ein Fleischfresser nämlich eure Fährte, könnt ihr euch auch gut selbst ausmalen, was der nächste logische Schritt ist. Praktisch hierbei sind optionale Hilfen, die etwa euren Geruch verschleiern oder Ziele auf dem jederzeit aufrufbaren Radar markieren. Wer sich jedoch auf solche Spielereien verlässt, muss auf einen gewissen Prozentsatz seines Gewinns verzichten.





Nun klingt das ganze Konzept auf dem Papier schon ziemlich spannend. Allerdings ist nicht alles schön im „Carnivores“-Land. Im wahrsten Sinne des Wortes, möchte man fast meinen, denn die Optik ist alles andere als vertretbar. Klar machen zumindest die Dino-Modelle einiges her, ebenso die vielen Kräuter und Gräser, die euren Weg säumen. Die Umgebungstexturen wirken jedoch arg matschig, bei zu vielen Objekten auf dem Bildschirm gerät die Framerate schon mal ins Wanken und sowohl detailliertere Strauchgebilde wie auch ganze Geländestrukturen bauen sich langsam im Bild auf. Man hat manchmal das Gefühl, der Welt quasi bei ihrer Entstehung zuzusehen.

Auch hilft es nicht, dass es zwar fünf Gebiete und neun primäre Beute-Dinosaurier gibt, sich die Areale aber wirklich nur durch ihren generellen Aufbau voneinander unterscheiden. Überall laufen die selben generischen Urzeitviecher herum, für jeden Level stehen die selben Jagd-Ziele zur Verfügung. Und vor allem findet sich unter den wertvollen Beutestücken auch NUR eure Zielgattung im gewählten Gebiet, eine gemischte Jagd gibt es nicht. Das sorgt dafür, dass die ohnehin schon ruhige und simulationslastige Schießerei auf dem Sci-Fi-Dinoplaneten deutlich an Abwechslung und damit Spannung einbüßt. Denn wo liegt bitte der spannende Teil, wenn man im fortschreitenden Spielverlauf eh wieder die selben Ziele trifft?





Fazit:

Wie erwähnt: Generell klingt das Konzept von „Carnivores: Dinosaur Hunter“ wirklich vielversprechend. Es möchte eine auf Realismus getrimmte Jagdsimulation sein, die euch anstelle von alltäglichen Tieren jedoch Dinosaurier vor die Flinte stellt. Die doch eher dürftige technische Umsetzung sowie die Tatsache, dass die fünf Gebiete des Spiels bis auf ihre Form wirklich keine Unterschiede aufweisen, sorgen dafür, dass das Vergnügen bei den meisten wohl schnell in Langeweile umschlagen dürfte. Hätten die Areale nur ihr eigenes Flair oder eben ihre eigenen Dinos, wäre „Carnivores“ schon sehr geholfen. So allerding können wir euch nur vor dem Download warnen. Wenn ihr Lust auf eine ziemlich trockene Jagd-Sim habt und euch die Drachen aus „Monster Hunter“ zu abgehoben sind, riskiert ruhig einen Blick. Alle anderen sollten den Urzeitviechern lieber in anderen Titeln auf die Schuppen rücken.

Fand es überhaupt nicht lustig, bei einer Runde direkt neben einem Fleischfresser abgesetzt zu werden: Tjark Michael Wewetzer für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Beatshapers für die freundliche Bereitstellung des Review-Codes.




Gameplay
XXXXXXXXXX
Technik
XXXXXXXXXX







Details

Spielart:
PSP Mini

Publisher:
Beatshapers

Entwickler:
Beatshapers

Dateigröße:
35,9 MB

Preis:
2,99 Euro

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre