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PSN-Test vom 22.10.2009

Hero of Sparta

Mit dem ehemals exklusiven iPhone-Titel Hero of Sparta veröffentlichte Gameloft zum Launch der PSPgo auch sein erstes Mini. Der Ableger für Apples Spiele-Hybriden sorgte für Aufsehen, da es sich bei dem Titel zwar um einen augenscheinlichen God of War Klon handelte, allerdings mit einer relativ guten Technik sowie Gameplay daher kam. Als dann auf der Gamescom Ende August die ersten Minis angekündigt wurden, ließ auch Entwickler Gameloft nicht lange mit der Ankündigung einer PSP-Umsetzung warten. Wir haben uns das gut fünf Euro teure Mini-Debüt einmal näher angeschaut und sagen euch, ob der Titel eine Investition wert ist.

Schon das Intro des Spiels lässt keinen Zweifel daran, dass man sich bei Hero of Sparta in bester God of War Manier als alleiniger Held gegen das Böse durchsetzen muss. Da es sich bei dem Spiel um eine waschechtes Hack’n Slay-Umsetzung handelt, bedarf es auch keiner großartigen Einführung zu Beginn des Spiels. Das Spiel setzt auf das Motto „Learning by Doing“ und so werden während der ersten Spielminuten immer wieder (deutsche) Texttafeln eingeblendet, welche euch die verschiedenen Funktionen der Tasten erklären. Aber eigentlich würde man auch alleine auf die Möglichkeiten im Spiel kommen und so sind diese Erklärungen mehr oder weniger überflüssig.



Ähnlich wie im PSP-Vorbild God of War: Chains of Olympus von Entwickler Ready at Dawn bewegt ihr euch auf vorgegeben linearen Wegen durch das Spiel. Ihr trefft auf eurer Reise auf allerhand Gegner, welche euch je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad das Leben schwer machen – zu Beginn des Spiels habt ihr nämlich die Auswahl zwischen zwei Schwierigkeitsgraden, der dritte muss erst freigeschaltet werden. Die Gegneransammlungen erscheinen meistens aus dem Nichts im Bild und betteln natürlich gerade danach, von euch malträtiert zu werden. Im Verlauf des Spiels erlangt ihr nämlich allerhand neues Spielgerät, sprich Waffen, die euch das Leben erleichtern sollen. Insgesamt stehen fünf mythische Waffen zum Erweitern zur Verfügung, darunter Schwert, Axt oder auch ein Bogen.

Die Gegnerarten unterscheiden sich natürlich ebenfalls: Während sich die Standard-Biester noch mit wenigen Schlägen niederstrecken lassen, trefft ihr auch immer wieder auf härtere Brocken. Diese können nach einiger Bearbeitung mittels immer gleicher Quick-Time-Kombo erledigt werden – dies war bekanntlich auf dem iPhone auch schon so: Hier musste zu einem bestimmten Zeitpunkt einen bestimmten Punkt auf dem Bildschirm antippen, anstatt wie in der PSP-Version die jeweilige Taste zu drücken. Nach und nach sammelt ihr zudem blaue und grüne Kristalle, welche eure Energieleiste oder die Leiste für Sonderattacken auffüllen – dank der großzügig verteilten Speicherpunkte müsst ihr aber nur selten längere Passagen des Spiels wiederholen.



Technik und Features:
Eine Besonderheit bei der Portierung vom iPhone bzw. iPod Touch stellt sicherlich die Steuerung dar. Hatte man hier noch ein auf dem Touchscreen abgebildetes Analogpad sowie weitere virtuelle Buttons um Attacken oder Sprünge auszuführen, musste die Steuerung komplett auf die Tasten der PSP angepasst werden. Und gerade hier offenbart Hero of Sparta einige Schwächen: Die Steuerung fällt nämlich teilweise sehr schwammig aus und man muss ständig seinen Charakter neu ausrichten, damit die Angriffe die gewünschte Wirkung erzielen. Die Belegung der Tasten wurde aber gut gelöst – ihr steuert den Protagonisten mittels Steuerkreuz oder Analog-Nub und vollführt mit den Aktionstasten die Angriffe.

Grafisch hat man sich bei der PSP-Version keine sonderliche Mühe gegeben, die Präsentation zu verbessern. Zwar ist die Umgebungsgrafik gerade für ein PSP Mini recht ansehnlich geworden, allerdings merkt man an den eckigen Charaktermodellen dann doch die iPhone-Herkunft. Zudem ist auch die Portierung auf die PSP hinsichtlich der Framerate nicht durchweg gelungen – gerade in hektischen Szenen geht diese in die Knie und es durchzieht ein leichtes Dauerruckeln das Geschehen. Hier hätten wir uns durchaus mehr Feingefühl seitens der Entwickler gewünscht, zumal der Titel auf der PSP mit 4,99 Euro um einiges teurer ist, als auf der Apple-Konsole. Ähnlich durchschnittlich wie die grafische Präsentation macht sich die soundtechnische Umsetzung: Neben den komplett fehlenden Stimmen sorgen die viel zu lasche musikalische Untermalung sowie die monotonen Spielgeräusche für Abzüge in diesem Bereich.

Fazit:
Mit Hero of Sparta serviert uns Entwickler Gameloft nicht nur sein erstes Mini im PSN-Store, sondern ebenfalls lediglich einen müden iPhone-Port. Der Titel kränkelt an allen Ecken und Enden und macht deutlich warum Kratos die uneingeschränkte Nummer eins im Genre ist. Die durchschnittliche Technik samt Standard-Hack’n Slay Gameplay macht nun mal keinen guten Titel mehr aus – auch nicht als „günstiges“ PSP Mini. Immerhin ist die Spielzeit mit fünf bis sechs Stunden relativ lang ausgefallen, weswegen Genre-Fans durchaus einen Blick riskieren können. Alle anderen legen lieber ein paar Euro drauf und holen sich den um Klassen besseren „God of War“-Ableger.

Jakob Koch für PlaystationPortable.de



Gameplay
XXXXXXXXXX
Technik
XXXXXXXXXX







Details

Spielart:
PSP Mini

Publisher:
Gameloft

Entwickler:
Gameloft SA

Dateigröße:
47 MB

Preis:
4,99 Euro

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre