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PSN-Test vom 25.04.2010

Hysteria Project



Welcher Horrorfilm-Fan kennt das nicht? Die Atmosphäre, die Story und das Umfeld passt, aber der Gruselfaktor bleibt irgendwie aus, da man sich nicht wirklich mit dem / der Protagonisten / Protagonistin identifizieren geschweige denn seine / ihre Handlungen nachvollziehen kann: Wieso betritt er denn jetzt grundlos dieses scheinbar verlassene, Unheil verheißende Haus? Und wieso muss sie unbedingt mit einem "Hallo?" fragen, ob jemand zuhause ist, während die Tür hinter ihr auf mysteriöse Art und Weise zufällt? All dies haben sich die Jungs von Bulkypix und Sanuk Games zu Herzen genommen und mit Hysteria Project ein interaktives Horrorerlebnis der besonderen Art für das iPhone kreiert, welches nun als Mini auch seinen Weg in den PSN-Store gefunden hat. Doch kann die Portierung wirklich überzeugen oder ist ein an sich interessantes Konzept durch eine schlechte Umsetzung zum Scheitern verurteilt worden? Wir haben uns für euch in ein Horrorerlebnis der besonderen Art begeben, um dies herauszufinden...

Das Spielkonzept von Hysteria Project ist relativ simpel: Eigentlich seht ihr euch nur einen Gruselfilm aus der Ego-Perspektive an, allerdings könnt ihr an den Stellen, an denen ihr normalerweise das Verhalten des Protagonisten nicht nachvollziehen könntet oder einfach nur einen anderen Weg eingeschlagen hättet, selbst entscheiden, was getan werden soll. Jedoch kann eine falsche Entscheidung auch schnell zu einem vorzeitigem Ende eures Charakters führen. Zudem werden die einzelnen Filmsequenzen mithilfe von Rätseln oder dem Eingeben von Tastenkombinationen ein wenig aufgelockert, sodass ihr wirklich aufmerksam sein solltet, denn macht ihr beispielsweise Fehler beim Knöpchendrücken, findet ihr auch auf diesem Wege ein zu frühes Ende. Auch die vereinzelten Zeitlimits die eure Entscheidungsmöglichkeiten einschränken können, sollen euch noch stärker an das Geschehen fesseln, was gerade für ein gelungenes Horrorerlebnis unabdinglich ist.





Nachdem ihr nun also euren Horrortrip gestartet habt, findet ihr euch gefesselt in einer Art Geräteschuppen wieder und werdet gleich mit der ersten Entscheidung konfrontiert. Hierbei sowie an den meisten weiteren Stellen ist es möglich mit mehreren Entscheidungen voran zu kommen. Habt ihr euch dann irgendwann befreit und den Schuppen verlassen findet ihr euch in einem Wald wieder, aus dem ihr fliehen wollt, um einfach wieder zurück in die Zivilisation zu gelangen. Nach bereits kurzer Zeit kommt zudem ein weiterer Faktor hinzu der eine Flucht mehr als nur unterstützt, denn während ihr durch den Wald irrt, werdet ihr von nun an von einem axteinflö.....ähhh, angsteinflössendem, vermummten Fremden verfolgt, der bedauerlicherweise nicht an einen hilfsbereiten Pfadfinder erinnert - was vermutlich an der Axt in seinen Händen liegen mag. Genauere Details über eure Herkunft, der Grund eurer Entführung oder anderen Umständen werden in dem eigentlichen Geschehen übrigens nicht bekannt gegeben, sodass sich eure Flucht also noch ein wenig spannender gestaltet.

Dies ändert sich selbst beim zweiten oder dritten Durchspielen nicht, denn es ist zwar möglich durch andere Entscheidungen einen leicht veränderten Fluchtverlauf zu erzwingen, viel mehr Informationen über die Hintergründe gibt es dabei jedoch nicht. Solltet ihr wirklich etwas darüber in Erfahrung bringen wollen, könnt ihr im Hauptmenü auch eine Art Büro eines ermittelnden Polizisten aufsuchen, in welchem sich einige Akten, Flyer oder auch E-Mails befinden, die ein wenig Aufschluss über die Geschehnisse geben. Allerdings sollte man des Englischen mächtig sein, um diese zu lesen, denn eine deutsche Übersetzung sucht man hier vergebens. Ansonsten lohnt sich ein kurzer Blick auf die Pinwand des Ermittlers allemal. A propos kurz: Zwar zählt Hysteria Project momentan mit 1,49€ zu den günstigsten Minis im PSN-Store, jedoch ist eine halbe Stunde Spielzeit doch ein wenig kurz, wenn man bedenkt, dass manch ein Horrorfilm erst nach dieser Zeit beginnt richtig spannend zu werden. Auch der Wiederspielwert hält sich in Grenzen, denn fesselnd ist Hysteria Project beim ersten Mal definitiv, jedoch lässt die Spannung beim zweiten oder auch dritten Mal immer weiter nach, da man zwar durch andere Entscheidungen einen anderen Fluchtverlauf erzwingen kann, dieser aber nur sehr geringe Abweichungen zulässt.





Fazit:

Abgesehen von kleinen Mängeln ist die Umsetzung eines eher ungewöhnlichen Konzeptes erstaunlich gut gelungen, denn die Film-Sequenzen, Musik und Atmosphäre sorgen in Kombination mit den interaktiven Elementen für ein gelungenes Horrorerlebnis der außergewöhnlichen Art. Zudem kann man bei einem Preis von 1,49€ nicht außerordentlich viel falsch machen, sodass Horrorfans eigentlich mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen müssten, wenn da nicht die Spieldauer wäre. Denn man gelangt bereits ans Ende bevor das Popcorn für das ultimative Gruselerlebnis fertig ist, sodass man - auch wenn man bei 1,49€ nicht viel falsch machen kann - eher dann zuschlagensollte, wenn man über die Spieldauer hinwegsehen kann.

Patrick Heiner für PlaystationPortable.de




Gameplay
XXXXXXXXXX
Technik
XXXXXXXXXX







Details

Spielart:
PSP Mini

Publisher:
Sanuk Games

Entwickler:
Bulkypix

Dateigröße:
83 MB

Preis:
1,49 Euro

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre