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PSN-Test vom 30.07.2010

Young Thor

Die nordische Mythologie verfolgt uns. Überall finden wir ihre Einflüsse – auch in Videospielen, vor allem RPGs. So ist die Götterdämmerung gleich mal der Titel eines MMORPGs, der Nachrichtenübermittler der Weltenbaum-Hotline die Kampfpersönlichkeit eines weinerlichen Rollenspielhelden und besagte Riesenpflanze selbst findet sich in unzähligen Geschichten aus verschiedenen Entwicklungsstudios wieder. Und dann gab es da noch den Versuch, die alten Erzählungen in ein Sci-Fi-Gewand zu zwängen... „Nicht mit uns!“, schien man sich bei Firma Studios einig zu sein. Zwar hat man sich auch hier fleißig an dem mythologischen Hintergrund bedient, es aber bei einem Fantasy-Setting belassen und als Bonus den Donnergott in einen kleinen Jungspund verwandelt. Ob der Götterzwerg im mini-Aufzug auch etwas auf dem Kasten hat? Wir sind mit „Young Thor“ in die Schlacht gezogen und präsentieren euch unsere Chroniken!





Drei Nornen, zwei Tiere, eine Schurkin und ein Allzweck-Hammer
Es war einmal vor langer Zeit, als die Gebieterin der Unterwelt, Hel, sich dazu entschloss, den Weltenbaum Yggdrasil auf höchst taktische Art und Weise die Lebensgrundlage zu entziehen: Sie entführt die drei Nornen Urd, Verdandi und Skuld, sodass das Pflänzchen nicht mehr an sein wichtiges Schicksalswasser kommt. Als letzte Hoffnung bietet sich nur Odins kleiner Sohn an: Thor. Der schnappt sich sogleich auch übereifrig seinen Hammer und zieht los, um die Schicksalsfrauen zu retten. Auf seiner Reise muss der kleine Kämpfer sich vier Gebieten und vielen Gefahren stellen – darunter kleinere Ärgernisse wie Goblins oder Spinnen, aber auch größeres Getier, allen voran die verfluchten Kreaturen Ratatoskr und Nidhogg. Wer hätte gedacht, dass ein Eichhörnchen je derartig viel Ärger bereiten könnte? Also im nüchternen Zustand.

Thor bewegt sich ungeachtet der räumlichen Tiefe seiner Umgebung stets auf einer geraden Linie, ja fast schon zweidimensional. Zu seinen großen Talenten gehören ein Sprung, eine Ausweichrolle, ein Handblitz und Hammerschläge der sanften sowie harten Variante. Und gerade auf die letzten drei dieser Tricks greift der Bengel nur zu gern zurück. Auf seinem Kreuzzug wollen nämlich zahlreiche Gegner besiegt werden. Und das kommt ihn nur gelegen, denn mit jedem aus dem Weg geräumten Bösewicht gewinnt Thor an Erfahrung. Mit einer ausreichenden Menge dieser vage definierten Substanz wird er zäher und stärker – und da seine Reise im weiteren Verlauf alles andere als einfach wird, kann er jede Hilfe gebrauchen, die er kriegen kann.

Kleider machen Götter
So auch die acht Artefakte, die wohl seine vergesslichen Götterkollegen überall herumliegen lassen haben. Eines der ersten Upgrades – ein beflügelter Helm – verleiht Thor den unglaublich praktischen Doppelsprung. Alle anderen Objekte finden ihren Nutzen allerdings im Kampf. Eine Rüstung von Papa Odin steigert die Abwehrkraft des Jungspundes, sein treuer Kraftgürtel verleiht ihm sogar Heilungsfähigkeiten! Göttliche Gegenstände sind schon etwas feines... Doch die Gefechte scheinen auch nicht immer einfach für den tapferen Thor zu sein. Besonders die Banshees, Geisterwesen mit einem betäubenden Schrei, und untoten Krieger, die nicht nur ihre Lebenskraft wiederherstellen können, sondern auch noch mit ihren Klingen mächtig austeilen können, machen ihm das Leben schwer. Besonders das eine Mal, als er zum vierten Mal auf dem Schiff in Bifröst war, nagten diese zwei Feindtypen sehr an seinem Geduldsfaden. Kein schöner Anblick, ihn so verzweifelt eine Angriffswelle nach der anderen überwältigen zu sehen.





Wieso zum vierten Mal, werden manche jetzt fragen. Klar, Thor muss auf seiner Reise nur vier Gebiete durchqueren, bevor er auf der Fußmatte Hels steht. Allerdings wäre es ja höchst langweilig, wenn die Rettungsaktion dermaßen einfach bliebe. Jedes Gebiet beherbergt noch einmal vier Herausforderungen, zwei Areale werden darüber hinaus noch von den bereits erwähnten verfluchten Giganto-Kreaturen bewacht. Und jeder neue Auftrag am selben Ort lässt den kleinen Blitz gegen verschiedene Feinde antreten, hin und wieder ein manchmal sehr gut verstecktes Artefakt bergen oder auch in wenigen Fällen sogar ganz andere Pfade bestreiten. Es mag nach einer eher aufwandsarmen Streckung der Reisezeit aussehen, doch es scheint, als würde Thor Spaß daran haben.

Pleiten, Pech und Pannen – Die nordische Edition
Wisst ihr, die nordischen Götter scheinen schon etwas von Stil zu verstehen. Man beachte nur die wohltexturierte Kleidung des Helden, der sich durch die ebenso komisch anzusehenen wie auch detaillierten Kreaturen der fiesen Hel schlägt! Schade nur, dass die Architekten dieser Welt wohl nicht mit so viel Herzblut bei der Sache waren. Es ist noch weit davon entfernt, als optischer Albtraum abgestempelt zu werden, dennoch könnten die Gebiete definitiv mal saniert werden. Und dann sind da noch die kleinen Ungereimtheiten, die uns hin und wieder auffielen. Etwa ein Feind, der sich wohl nicht an Thors Linien-Laufregeln halten wollte und gekonnt zur Seite lief – zum Glück nicht ganz außer Reichweite, sodass Odins Sohn noch mit seinem Hammer ein Urteil für den Regelverstoß fällen konnte. An anderer Stelle wollte ein Gegner einfach nicht aufgeben. Es sah so aus, als sei ihm das letzte bisschen Lebenskraft geraubt worden, er nahm keinen Schaden mehr. Allerdings lief er weiterhin herum, als sei nichts gewesen und setzte seinen Angriff auf Thor fort! Und dann waren da noch die Momente, in denen wir aus irgendeinem Grund keinen optimalen Blick über das Geschehen kriegen konnten... Entweder waren wir zu nah dran oder der Blickwinkel war ungünstig. Nicht zuletzt das eine Mal, als alle Ereignisse permanent in Zeitlupe abliefen, bis der Hammerbruder seinen göttlichen Resetknopf betätigte. Doch diese Pannen schienen Thor nicht zu stören, geschweige denn seine Mission großartig zu behindern – auch wenn sie uns dennoch ein wenig nervig vorkamen.





Fazit:

Und damit kommen wir auch schon so langsam zum Ende unserer Chroniken aus dem Leben des „Young Thor“. Es war letztenendes keine sonderlich lange Reise. Natürlich, umfasst sie doch nur vier Gebiete mit jeweils drei bis vier Missionen und drei Gefechte mit mächtigeren Kreaturen. Doch die Abenteuer des kleinen Rackers bieten genug Stoff, um bis zum Abspann zu unterhalten – das ein oder andere nervige Gefecht im dritten Gebiet mal ausgenommen. Angesichts der für den Ausflug in das Land der nordischen Mythologie nötigen Geldbetrages können wir jedenfalls von einem sehr fairen Deal sprechen. Auch wenn wir uns gewünscht hätten, dabei über wenige ärgerliche Kleinigkeiten zu stolpern. Dennoch freuen wir uns bereits auf die Rückkehr des jungen Thor. Das erste Abenteuer haben wir mit Freuden genießen können.

Schließt für's erste das Buch des jungen Thors: Tjark Michael Wewetzer für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Frima Studio für die freundliche Bereitstellung des Review-Codes.




Gameplay
XXXXXXXXXX
Technik
XXXXXXXXXX







Details

Spielart:
PSP Mini

Publisher:
Frima Studio

Entwickler:
Frima Studio

Dateigröße:
54 MB

Preis:
4,99 Euro

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre