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Brothers in Arms: D-Day


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Brothers in Arms: D-Day Review vom 13.12.2006

Mit Brothers in Arms hat die Entwicklerschmiede Gearbox es geschafft binnen kürzester Zeit eine Serie auf den Markt zu schmeißen, die sich durch die enorme Spieltiefe und einer Mischung aus actiongeladenem und strategischem Konzept etablieren konnte. Nach den Siegeszügen von "Brothers in Arms: Road to Hill 30" und "Brothers in Arms: Earned Blood" für die Konsolen macht dieser Taktikshooter nun erstmals auch auf den Handhelds halt und feiert sein Debüt auf der Playstation Portable. Nachdem die Konkurrenz im diesjährigen Weihnachtsgeschäft mit Socom 2 und Medal of Honor: Heroes da ist, stellt sich die Frage, wie gut die Umsetzung des Konsolenhits im Hosentaschenformat ist. Wir haben uns natürlich auch hier an die Front gewagt und kämpfen Seite an Seite mit unseren Kameraden, um zu erzählen, ob wir es hier mit einem würdigem Genrevertreter zu tun haben oder man eher der Konkurrenz einen Blick zuwerfen sollte.

„Wo zum Teufel sind wir?" - "Auf jeden Fall nicht in der Hölle. Dazu ist es zu kalt."
Der wohl größte Unterschied zum Action-Shooter Medal of Honor: Heroes aus dem Hause EA ist, dass man bei Brothers in Arms: D-Day sich viel mehr auf die Storyinhalte und die Spieltiefe konzentriert hat. Schon Steven Spielberg hat eindrucksvoll mit der Miniserie „Band of Brothers“ bewiesen, dass die Männer an der Front nicht nur Kriegswerkzeuge der Politiker waren, sondern auch ihre eigenen Geschichten zu erzählen hatten. Nicht weiter verwunderlich, dass es hier historisch bedingte Parallelen gibt. Die Geschichte des Spiels erzählt von der 101. US-Luftlandedivision der US-Streitkräfte, genauer gesagt leitet der Spieler als Joe Hartsock und Matt Bakerleiter die Truppe „Screaming Eagles“ hinter die feindlichen Linien der Normandie bis hin zu den besagten wahren Ereignissen des blutigen D-Days. Entwickler Gearbox hat es auch diesmal geschaffen eine eindrucksvolle Story zu kreieren, dessen Inszenierungen sich nicht verstecken braucht. Zwar hat man sich bei den großen Konsolenbrüdern als Vorbild bedient, aber dennoch für Playstation Portable Verhältnisse eine gelungene Atmosphäre mit eindrucksvollen Sprechakteuren und guten Zwischensequenzen geschaffen. Nach jeder Mission wird die Story weiter erzählt und spricht dem Soldaten direkt aus der Seele und erzählt die tragische Geschichte über die Schreckenslandung in der Normandie. Hut ab, an dieser Stelle, hier können sich andere Entwickler gerne eine Scheibe abschneiden.

„Feuern und bewegen, so nennt man das Spiel. Feuern und bewegen.“
Von der Story hin zur Spielmechanik. Während man bei Medal of Honor es mit einer sehr simpel gestrickten KI zu tun bekommt, die einem eigentlich nur in Horden gefährlich werden kann, sieht es bei Brothers in Arms gänzlich anders aus. Hier kommen die richtigen strategischen Elemente zum Tragen, denn wer einfach drauf los stürmt wird von seinen Gegnern regelrecht in die Mangel genommen. Schlachtenkundige Übersichtskarten sorgen dafür, dass man weiß wo der Feind steht und mit dem richtigen Plan, kann den bösen "Krauts" richtig Feuer unter dem Hintern gemacht werden.
Sorgfältig wählt man seine Strategie aus und plant, von wo man seinen Gegner am Besten angreifen kann. Ist es sinnvoll über die Flanken zu kommen, sollte man die Deutschen mit einem Sperrfeuer ablenken und im direkten Duell erledigen oder genügt eine richtig platzierte Handgrante den gewünschten Effekt zu erzielen. Einzelne Kämpfe werden nicht nur einfach ausgetragen, sondern aufs Genauste geplant und sollten wohl überlegt sein. Man möchte doch nicht einen seiner „Brüder“ auf dem Schlachtfeld verlieren. Neben den eigenen Bewegungen ist es möglich das Verhalten der eigenen Kameraden zu lenken und jene mit kurzen und knappen Anweisungen zum agieren an der Front anzuregen. Beispielsweise können die Genossen sich an Geschütze setzen und während man selber an der Front weitere Gegner ausschaltet, die anstürmenden Truppen aus dem Hinterhalt ohne Mühe ausschalten.

Insgesamt ist das Spiel stark auf den Realismusaspekt ausgeprägt. Es gibt keine Medikits oder andere Möglichkeiten seine Wunden zu lecken, neue Munition kann man nur aus den kalten, toten Händen seiner Feinde krallen, oder von seinen Kameraden schnorren, etc. Doch einige Mankos gibt es dennoch zu vermelden. Beispielsweise stirbt einer der „Brüder“ in der Schlacht, so ist er in der nächsten Mission wieder einsatzbereit ohne jeglichen Kratzer. Natürlich konnte man das Spiel nicht so interaktiv machen, dass jeder Verlust auch später in den Zwischensequenzen berücksichtigt wird. Zudem haben die Mitstreiter wohl bodenlose Taschen, denn ihnen geht nie die Munition aus. Gegnerische Soldaten „verpuffen“ auf dem Boden, nachdem sie erledigt wurden. Diese kleineren Vergehen im sonst so realistischen Spiel sorgen für geringfügige Abzüge in der B-Note.

Besonders spannend an Brother in Arms: D-Day ist, dass jeder Soldat seine eigene Persönlichkeit entwickelt und somit nicht als "John Doe" der Kriegsgeschichte daher kommt. Alle Sprechakteure kommen sehr authentisch rüber und sorgen somit zum positiven Gesamteindruck. Wenn man die Missionen der aktuellen Weltkriegsspiele im Direktvergleich betrachtet, so trumpft Medal of Honor zwar mit 15 Missionen auf und hat somit 3 mehr als Brothers in Arms, dennoch sind diese bei weitem nicht so komplex und tiefgründig. Mit 12 Missionen bei den „Brüdern“ bekommt man dennoch eine viel längere Spielzeit geboten als bei Medal of Honor. Zeitgleich sorgen der höhere Schwierigkeitsgrad und die taktischen Elemente dazu, dass man einige Stunden mit dem Spiel verbringen wird.

Gameplay:
So komplex wie die Spielmechanik ist, so kompliziert ist auch das Beherrschen der Steuerung. Die ersten Level dienen allein zur Erklärung der Möglichkeiten und das der Spieler sich nach und nach zurechtfindet. Denn wie zuvor erwähnt muss der Spieler nicht nur seine eigenen Geschicke lenken, sondern steuert auch seine Kameraden durch das Kriegsgeschehen.

Grafik:
Optisch gesehen hat Ubisoft schon mehrmals bewiesen, was die PSP auf dem Kasten hat. Gearbox hat einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie ihr Handwerk verstehen und mit den optischen Reizen spielen können. Wettereffekte, Explosionen, detaillierte Umgebungen, ausführliche Charaktermodelle, Licht und Schatteneffekte erzeugen eine wahrlich gelungene Atmosphäre. Auch spielerisch kann die Grafikengine überzeugen, da das Spiel nur selten kürzere Ruckler aufweist.
Die Zwischensequenzen sind noch das Tüpfelchen auf dem „i“ und runden das Gesamtkonzept ab.

Sound:
Ein großes Lob ist an die Sprecher auszurichten, denn diese haben es geschafft authentisch rüber zu kommen und tragen ihren Teil am positiven Gesamtbild bei. Man hat sich nicht begnügt die englischen Originale von der Stange plappern zu lassen und hat das Spiel gänzlich lokalisiert und eingedeutscht. Die Soundeffekte sind knackig und die Umgebungsgeräusche fügen sich ideal in das Spielgeschehen ein. Was ab und an etwas störend daherkommt ist, dass die Soldaten durcheinander sprechen, wenn die UMD etwas länger zum Laden braucht.

Multiplayer:
Im Multiplayermodus können Spieler kooperativ ein Gefecht ausüben. Einen Onlinemodus gibt es jedoch nicht. Auch sonst kommt nicht die gleiche Multiplayer-Kampfatmosphäre wie beispielsweise bei Medal of Honor: Heroes auf.

Fazit:
Die Wahl zwischen Medal of Honor: Heroes und Brothers in Arms: D-Day ist keine leichte. Denn beide Spiele kommen mit grundverschiedenen Konzepten daher. Während die „Helden“ den Fokus die spielerischen Aspekte in Sachen Multiplayer- und Onlinemodus legt, bekommt man mit den „Brüdern“ einen wirklich tadellosen Singleplayermodus mit viel Spieltiefe geboten. Kenner der Konsolenversion werden zwar nicht viel Neues entdecken, dennoch hat man es hier mit einem erstklassigen WWII-Shooter zu tun. Die Mischung aus Taktikshooter und tiefgründigen Storyelementen hat nicht umsonst, im Sturmflug zahlreiche Fans gefunden. Für diejenigen, die sich auf der PSP mit der komplexen Steuerung anfreunden können, kann hier eine eindeutige Kaufempfehlung ausgesprochen werden.

Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
9 von 10
Tiefgründiger Singleplayermodus mit Atmosphäre.
GRAFIK
8 von 10
Hübsche Umgebungen und Charaktermodelle.
SOUND
7 von 10
Angenehme Hintergrundbegleitung.
FEATURES
6 von 10
Packendes Abenteuer und Multiplayer.
MULTIPLAYER
6 von 10
Kooperativ gegen die „Krauts“.
GESAMT-
WERTUNG:
83%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Taktische Gefechte und lange Ladezeiten."







Details
Spielname:
Brothers in Arms: D-Day

Publisher:
Ubi Soft

Developer:
Gearbox

Genre:
Action Adventure

Release:
31.11.2006 (erschienen)

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 18 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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