Dynasty Warriors
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Dynasty Warriors
Review vom 13.09.2005
THQ macht mit Dynasty Warriors eine Zeitreise in die Vergangenheit Chinas. In der Epoche der streitenden Reiche waren Reiterheere und gedrillte Fußsoldaten eine wichtige Voraussetzung zum Überleben. In dem Titel gilt es die Kriege zwischen den aufgesplitterten Reichen zu führen und dabei als Oberbefehlshaber eine wichtige strategische Rolle einzunehmen. Es geht darum mit immer neuen Taktiken und Waffen gegen die Heerscharen von über hunderttausend gegnerischen Soldaten, seine eigenen Mannen gekonnt durchzubringen und den Sieg für die Dynastie einzuholen. Doch wie genau sieht das Spielprinzip von Dynasty Warriors eigentlich aus.
Darauf wollen wir nun in dieser Sektion präziser eingehen. Vielen dürfte der Klassiker „Risiko“ aus dem Bereich Brettspielen ein Begriff sein. Hier galt es auf einer Karte, die übersäht von feindlichen Einheiten war einen möglichst strategischen Zug zu führen, um eine Überlegenheit auf dem Spielfeld zu erlangen. Ähnlich ist auch Dynasty Warriors aufgebaut. Im Musou-Modus, dem Herzstück des Spiels, gilt es in insgesamt zehn großen Schlachten seine Untertanen siegreich durch die zahlreichen Kämpfe zu bringen. Wer sich noch nicht so sicher fühlt, kann im Schnellspielmodus, die diversen Level probespielen.
Gameplay:
Das Spielfeld wird als großes vernetztes Gebiet mit mehreren Feldern angezeigt. Die eigene Armee kann auf dem Schlachtfeld immer über die von Alliierten besetzten Felder marschieren. Neben vielen offenen Feldern findet man auch öfters Stellungen wie Festungen, Forts, kleine Lager, große Lager oder sogar das feindliche Hauptquartier, welches als Primärziel zu erobern ist. Wenn auf einem freien Feld keine Feindbewegung ist, kann man hier mühelos durchwandern, ohne das der Kampfbildschirm aktiviert wird. Trifft man auf Stellungen der Feinde, sollte man sich die Gebietsinformationen aufrufen, um zu sehen ob die Eroberung dieses Teils einen strategischen Vorteil bietet. So kann man z.B. durch Erobern feindlicher Stellungen die Moral der eigenen Truppen stärken oder den Zeitbalken für den eigenen Nachschub erweitern. Ziel ist es durch das Feindliche gebiet zu streifen und das Hauptquartier der gegnerischen Truppen zu erobern, bevor der Nachschubbalken dem Ende neigt. (Dieser wird im taktischen Bildschirm oben links als zeitlich begrenzter Indikator angezeigt.)
Neben normalen gegnerischen Patrouillen, die man im Null-Komma-Nichts ausschalten kann, kann es auch vorkommen, dass man gegen feindliche Offiziere kämpfen muss. Diese werden auf dem taktischen Bildschirm anhand von Ziffern angezeigt. Diese Befehlshaber sind meist viel stärker als gewöhnliche Truppen und man sollte versuchen genug Verstärkung in der Hinterhand zu haben, bevor man solche Ziele attackiert.
Doch nun genug der strategischen Kniffe auf dem Spielplan, nun kommen wir zum eigentlichen Kampfgeschehen. Auf dem Schlachtfeld steuert man seine zuvor gewählte Hauptfigur. Nahezu jede Schlacht wird im Nahkampf entschieden. Zwar kann jeder Charakter auch Pfeile schießen oder andere Fernkampfwaffen benutzen, diese sind aber meist sehr inaktiv. Gegnerische Patrouillen sind größtenteils sehr schwach und vertragen höchstens ein bis zwei Schläge auf den Hinterkopf, bis sie K.O. zu Boden fallen. Neben den Standardgegnern gibt es aber auch Truppenführer und Oberbefehlshaber. Diese sind meist eine Nummer härter, stecken mehrere Schläge weg, und können wenn sie ein höheres Level als der Hauptcharakter haben, eine echte Plage sein. In jedem der 10 Kampagnen muss der Spieler seinen Hauptcharakter erneut von Level 1 bis auf ein mögliches Level 10 upgraden. Dazu prügelt man sich durch die zahlreichen Gegnerhorden oder um ein schnelleres Ergebnis zu erzielen, gilt es die Truppenführer und Oberbefehlshaber zu eliminieren.
Fans des Komödienklassikers Hotshots werden sich heimisch fühlen, denn in der oberen Ecke des Kampfbildschirms befindet sich ein Bodycounter, der fleißig die besiegten Gegner zählt und je höher er steigt, desto höher ist die Moral der eigenen Truppen. Apropos eigene Truppen, auch der eigenen Spieler hat die Möglichkeit bis zu vier Offiziere in den Kampf mitzunehmen. Diese können mit speziellen Features wie Heilung, ein zusätzliches Pferd oder sogar ein Elefant auf dem Kampffeld, Gegner verlangsamen, etc. aufwarten. Nicht selten stehen dann mehr als 30 Freunde und Feinde gleichzeitig auf einem Bildausschnitt und vermöbeln alles was nicht niet und nagelfest ist.
Falls man sich dann doch einmal in der strategischen Unterzahl befindet und nicht weiß wie man diese Situation lösen kann, hat der Hauptcharakter noch einen Ultraverzweiflungsmove. Diese Speziealattacke kann nur dann ausgelöst werden, wenn der Spezialbalken voll aufgeladen ist. Natürlich lädt sich dieser nur dann auf, wenn man Gegner verprügelt, wie sollte es auch anders sein... Diese besagten Moves können zahlreiche feindliche Truppen auf einmal vernichten. Neben dem Superspecialmove gibt es auch einige kleinere Kombos, die man ausführen kann, um seinen Gegnern das Fürchten zu lehren.
Der Spielumfang ist mit den 10 Kampagnen angenehm, und je nach Schwierigkeitsgrad richtig herausfordernd. Das Spielprinzip an sich ist sehr eintönig und frönt dem Massensterben was auf der einen Seite nicht sehr kulturell angehaucht erscheint. Auf der anderen Seite bekommt man viele historische Hintergrundinformationen aus der Zeit der streitenden Reiche in China.
Grafik:
Bei einer Sache hatten die Entwickler aus dem Hause Koei Probleme und das war bei der grafischen Realisierung des Titels. In Sachen Optik gibt das Spiel im Vergleich zu anderen Launch-Titeln eher weniger her. Natürlich können diverse Lichteffekte und Specialmoves für spannende Momente sorgen, doch das größte Manko ist wohl die geringe Weitsicht und die auftretenden Slowdowns. Wenn man schon das Sichfeld so stark einschränkt, hätte es wenigstens immer Flüssig laufen können auch wenn man bis zu 50 Gegner auf einmal auf dem Feld sind. Die Landschaftsdetails sind eher zweckmäßig und man erreicht nicht ganz das Flair, welches man von Dynasty Warriors auf den großen Konsolen her kennt.
Sound:
Die Nacht der 1000 Schreie. Wie sonst könnte man das herumbrüllen, ableben und stöhnen von Millionen gedrillter Soldaten nennen? Knackige Rockmelodien und viel Gebrüll, manch Wacken-Besucher könnte sich heimisch fühlen. Der Soundtrack ist im späteren Verlauf freispielbar und kann mit ganzen 36 Stücken dienen. In Sachen Musik also eher angenehm, doch die ständig wiederkehrenden Sounds trüben ein wenig das Gesamtbild.
Features und Besonderheiten:
In Sache Features muss man ein wenig zurückstecken. Kein Multiplayer, recht eintöniges Spielprinzip und leider nur wenig was an die Konsolenversionen erinnert. Zwar gibt es viele verschiedene Charaktere mit denen man immer wieder von vorne anfangen kann, doch erhöht dies nicht wirklich die Langzeitmotivation. Einzig allein die Möglichkeit Offiziere mittels Memory Stick zu tauschen, ist recht löblich. Was wirklich schade ist, ist ein fehlender Onlinemodus. Denn das wäre hier wohl ein echter Hit geworden, mit verschiedenen Truppen gegen andere Spieler auf der ganzen Welt spielen. Vielleicht beim nächsten Mal.
Fazit:
Strategen werden wohl nicht ganz das bekommen was sie sich womöglich erhofft haben. Dynasty Warriors auf der PSP fehlt einfach ein wenig Abwechslung, um die vorhandene Spieltiefe auszureifen. Zum Launch hat man dennoch ein Spiel, welches keine direkte Konkurrenz aufweist und demnach spielenswert ist. Der Titel kann durchaus auch mit einem eher monotonen Spielprinzip motivieren und ich habe es auch mehr als nur einmal durchgespielt, dennoch muss es sich im Direktvergleich auf den Wertungsplätzen im Mittelfeld zurechtfinden. Zu viele kleine Mängel summieren sich leider zusammen. Wer gerne auf die Knöpfe haut und hordenweise Gegner erledigt ohne auf direkt auf dem Schlachtfeld großartig seine Gedanken walten zu lassen, wird gefallen an Dynasty Warriors finden. Ein wenig Taktik ist auf dem strategischen Spielfeld gefragt.
Kevin Jensen für PlaystationPortable.de
Vielen Dank an THQ für die Freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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GAMEPLAY
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...110...111...112... Wer will nochmal, wer hat noch nicht? Der Nächste, bitte! |
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GRAFIK
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Im Prinzip nicht schlecht, doch schlechte Textruren und Slowdowns trüben die Wertung. |
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SOUND
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Rockige Musik, monotone Hintergrundgeräusche. |
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FEATURES
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Hier wird nicht wirklich Viel geboten. |
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MULTIPLAYER
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Nicht vorhanden. |
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GESAMT-
WERTUNG:
69%
Mobilitätsfaktor: [7 /10] "Angenehme Ladezeiten und zu jeder Zeit gleich in die Schlacht ziehen."
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Details
Spielname:
Dynasty Warriors
Publisher:
KOEI
Developer:
Omega Force
Genre:
Action Adventure
Release:
01.09.2005 (erschienen)
Multiplayer:
nicht vorhanden
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (40)
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