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Prince of Persia Revelations


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Prince of Persia Revelations Review vom 27.12.2005

Drehen wir die Zeit um etwa ein Jahr zurück. Just zu diesem Datum erschien konsolenübergreifend das zweite erfolgreiche Neuwerk aus dem Hause Ubisoft rund um den persischen Prinzen. Prince of Persia: Warrior Within stellte demonstrativ dar, wie man eine packende Atmosphäre mit viel akrobatischer Action, Zeitschleifen und Schwertkämpfen vereinen konnte. Wer sich angesprochen fühlt, bekommt diese Ladung Spiel nun entweder für rund 20 Euro als Platinum Serie/ Players Choise / etc., oder wird sich auch die „neue“ mobile Fassung auf der Playstation Portable zulegen können. Die Entwickler haben für das Remake zumindest einige Neuerungen versprochen. Wir haben das Spiel gründlich durchleuchtet und berichten nun darüber, ob es sich um eine gelungene Umsetzung von Konsole auf Handheld handelt.

An das klassische Original aus dem Jahre 1989 von Brøderbund erinnern sich heute noch einige begeisterte Spieler, denn auf fast allen damals erhältlichen Plattformen tollte das Pixelmännlein damals herum. Denn das zweidimensionale Plattformspiel mit dem persischen Prinzen in der Hauptrolle bestach durch sein einzigartiges Leveldesign: Bespickt mit Fallen, Schluchten, Stacheln und, natürlich nicht zu vergessen, erbitterten Schwertduellen. Selbst der klassische graue Game Boy wurde mit einer mobilen (und gar nicht mal schlechten) Version des Spiels beglückt. Nun schreiben wir das Jahr 2005 und sechzehn Jahre sind vergangen. Ubisoft hat die Rechte an dem Titel erworben und eine neue, spektakuläre Spielereihe ins Leben gerufen. Den Geist des Spiels hat man perfekt in eine dreidimensionale Welt für die Konsolen übertragen. Dank der enormen Leistung der Playstation Portable erhofft man nun, mit dieser Serie auch im mobilen Sektor Erfolg zu haben. Die erste Frage, die man sich jedoch stellt, ist: Warum beginnt man eigentlich mit dem zweiten Teil? Denn auf den Konsolen ist parallel mit Prince of Persia: The Two Thrones das dritte Spiel im Ubisoft-Bunde veröffentlicht worden und plane man, diese drei Titel auf der PSP zu veröffentlichen (die auch Story-mäßig eine Trilogie darstellen), wäre wohl Prince of Persia: The Sands of Time die bessere Wahl gewesen. Warum man sich genau für eine Umsetzung von Price of Persia: Warrior Within als Debüt für Sonys Handheld entschied, ist unklar.

Bevor wir nun genauer auf das Spielgeschehen eingehen, eine kurze Zusammenfassung der Story: Wie gesagt spielt die Geschichte nach den Ereignissen von Prince of Persia: Sands of Time. Damals hatte der Prinz versehentlich die finstere mythologische Zeit-Bestie – Dahaka- freigesetzt. Der Prinz sollte für seine Taten zahlen und ist jetzt auf der ständigen Flucht vor dem Monster. Aus dem nur knapp dem Tode entronnenen, eins lebensfrohen Prinzen wurde ein gefühlskaltes Geschöpf. Der Zeitensand ist verantwortlich, dass der Dahaka erweckt wurde; nun möchte der Prinz in die Zeit zurückreisen und verhindern, dass dieser magische Sand überhaupt entstanden ist. Nur so kann er seinem vorbestimmten Schicksal, dem Tode, entrinnen. Paradoxon-Alarm!

Das Spiel beginnt, nachdem man sich im Optionsmenü für einige Möglichkeiten entschieden hat. Vorbildlich ist die Tatsache, dass man mehrere Sprachversionen nutzen kann. Sowohl im englischen Original als auch in der deutschen Fassung wird man mit einer lokalisierten Sprachausgabe vorlieb nehmen können.
Die ersten Schritte in der neuen Welt finden auf einem Schiff statt, welches just zu diesem Augenblick geentert wird. Tutorialartig lernt man nun nach und nach, wie man mit den Waffen umgeht, akrobatische Sprünge vollzieht, etc.

Das Besondere an diesem Spiel ist das Leveldesign. Denn betritt man eine neue Ebene, so weiß man nie, wo es lang geht. Es gilt, Wände hoch oder entlang zu laufen, waghalsige Sprünge über meterbreite Schluchten zu wagen, sich an Felsvorsprüngen festzuhalten, Fallen auszuweichen und Gegnern in harten Schwertduellen gegenüber zu stehen. Das Spielprinzip an sich kann überzeugen und fesselt von Anfang an. Akrobatische Sprünge und waghalsige Moves sind nicht nur schön anzusehen, sondern machen ernormen Spaß. Als Spieler steht man immer vor neuen Rätseln und muss versuchen, seinen Weg durch die Level zu finden. Weitere Rätselelemente kommen hinzu, wenn man mit den Zeitportalen durch die Zeit reist und gleiche Abschnitte in völlig neuem Gewand erlebt. Je tiefer man ins Abenteuer vordringt, desto mehr werden neue Specialmoves freigeschaltet, die Eigenschaften des Prinzen verbessert oder man erhält neue Waffen. Die Spezialmanöver, wie Zeit Zurückdrehen oder Verlangsamen, nutzen die Energie des Sandes, die man im Spiel in Behältern oder in getöteten Feinden entdecken kann.

Spieler der Konsolenversion werden auch neue Abschnitte entdecken können, doch hier treten bereits die ersten Kritikpunkte auf. So ist das Leveldesign der neuen Passagen nicht annähernd so gut, wie das des Originalspiels. Zwar verlängert dies die Spieldauer, dennoch kann man schon an der Art und Darstellung erkennen, was neu oder alt ist. Die neuen Abschnitte sind liebloser gestaltet, haben weniger Hintergrunddetails und sind in manchen Passagen nicht so durchdacht, wie die ursprünglichen Levelabschnitte.

Ein weiteres großes Manko, das den Spielspaß bremst, sind die Ladezeiten. Allein wenn man das Spiel zum ersten Mal beginnt, muss man eine halbe Ewigkeit warten, bis man loslegen kann. Auf dem mobilen Sektor darf dies nicht sein. Doch nicht nur die Ladezeiten vor dem Spiel sind „suboptimal“, ebenso die Ladesequenzen im Spiel selbst. Denn sollte ein Abschnitt zu groß sein, dann muss geladen werden. Der Ort oder die Zeit des Ladepunkts scheint den Entwicklern egal gewesen zu sein. Es kann passieren, dass man das Spiel kurz unterbrechen muss, während man gerade einen Todessprung über eine tiefe Schlucht macht, einer Falle ausweichen muss oder mitten im Schwertkampf ist. Im unglücklichsten Falle kann dies den sicheren Tod bedeuten. Mehr Frust als Lust, denn die Speicherpunkte des Spiels sind an die Konsolenversion angelehnt. So kann man nur an Speicherbrunnen seinen Spielstand aktualisieren und wenn man zuvor "unglücklicherweise“ ums Leben kam, aufgrund unpassender Ladezeiten, kann man sich schon wie ein HB-Männchen aufregen.

Ein weiteres „No-No!“ des Entwicklerteams ist die Tatsache, dass das Spiel aus unverständlichen Gründen einfach abstürzen kann. Und wir reden hier nicht von "PSP neu starten und gut ist.“, sondern in machen Fällen sogar von „Akku ausbauen, neu einlegen und dann PSP neu starten.“ So etwas darf nicht passieren, egal ob die Deadline eingehalten werden muss oder nicht. Hier hat eindeutig die Qualitätssicherung versagt. Doch auch in manch weiteren Fällen hat sie geschlafen. Stichwort Soundengine. Dazu später in der Soundwertung mehr.
Die Spieldauer und der Schwierigkeitsgrad des Titels sind akzeptabel. Es gibt drei Einstellungsmöglichkeiten von Einfach bis Profi, da dürfte für jeden das Richtige dabei sein. Wie im Original hat man auch hier auf einen Multiplayermodus verzichtet.


Gameplay:
Dieser Aspekt gehört wohl zu den besten Teilen der Konvertierung von Konsole auf Handheld - obwohl auch hier noch Kinderkrankheiten ausgebügelt werden müssen. Die Tastenbelegung ist optimal angelegt worden, auch wenn ein zweiter Analogstick auf der PSP fehlt. Nachteile findet man erst im Detail. So gibt es auch hier Bugs, die am Häufigsten auf der Block- und Wandrenntaste auftauchen. So kann es passieren, dass der persische Prinz einen Dauerblock hinlegt und nicht aufhören will, oder während er an einer Wand rennt einfach hinunterfällt. So etwas muss einfach nicht sein.

Grafik:
Die Grafik des Spiels ist schlichtweg erstaunlich. Wenn man bei seinen Freunden angeben und so richtig protzen möchte, was die PSP auf dem Kasten hat, kann man beruhigt Prince of Persia Relevations aus der Hosentasche ziehen. Zwar hat man gegenüber der Konsolenversion Abstriche machen müssen, aber was geboten wird ist trotzdem schlichtweg genial. Kürzungen gab es bei den Bluteffekten, Texturen und der Anzahl der Polygone. Dafür bekommt man eine fast durchgängig flüssige Engine geboten. Nur wenn viel los ist auf dem 16:9 Display, kann es zu Slowdowns kommen. Clippingfehler sind vorhanden, wenn auch nicht wirklich störend.

Sound:
In meinem Leben ist mir keine so verkorkste Musik- und Soundbegleitung untergekommen. Das liegt weniger an den Sounds oder Musikstücken selber, diese sind durchaus gelungen, sondern eher an der Tatsache, dass alles asynchron abläuft. Die UMD im Laufwerk der PSP rotiert ständig und die Musik läuft in einer Schleife, bricht manchmal ab, hakelt und im schlimmsten Falle passen die Sprachsamples nicht mit den Handlungen auf dem Bildschirm. Soundeffekte ertönen nach dem eigentlichen Ereignis, etc.
Hier geht einfach zu viel an der eigentlichen Stimmung im Spiel kaputt. Und das liegt nicht an der akustischen Begleitung des Originals, die durchaus genial war, sondern eher an der schlechten Umsetzung auf der PSP.

Features und Besonderheiten:
Artgalerien, viele Waffen und Fähigkeiten.

Multiplayer:
Nicht vorhanden.

Fazit:
Prince of Persia Revelations hätte ein Spitzentitel werden können, es wurde einfach zuviel Potential verschenkt, Grundsätzlichkeiten wohl unter Zeitdruck vernachlässigt. Bei einer Umsetzung von Konsole auf Handheld sollte man darauf achten, dass dies auch sinnvoll gemacht wird. Enorme Ladezeiten und viele Kinderkrankheiten in allen Bereichen gehören bestimmt nicht dazu. Hätte man hier die Deadline verändert und den Release verzögert, wäre eventuell mehr dabei rum gekommen. So bekommt man eine mäßige Umsetzung eines sehr guten Konsolentitels. Wer eine Heimkonsole besitzt und sich dieses innovative Spielprinzip nicht entgehen lassen möchte, sollte zu Prince of Persia: Two Throns greifen oder für ca. 20€ zum besseren Original - PoP: Warriors Within.
Die mobile Variante empfiehlt sich nur wirklichen Fans der Serie oder Menschen, die über zahlreiche Bugs einfach hinwegsehen können. Das Spielprinzip hinter der Geschichte ist nämlich durchaus unterhaltsam und einen Blick wert.

Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Ubi Soft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars



GAMEPLAY
7 von 10
Größtenteils gelungen, manchmal gravierende Mängel
GRAFIK
9 von 10
Der besondere WOW-Effekt tritt hier auf
SOUND
3 von 10
PSP goes asynchron. Was hier verzapft wurde ist mehr als peinlich
FEATURES
7 von 10
Ein gutes Abenteuer mit Mängeln, Artgalerien, vielen Waffen und Fähigkeiten, etc.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden
GESAMT-
WERTUNG:
70%
Mobilitätsfaktor: [1 /10]
"Leider ist Prince of Persia: Revelations ein Beispiel dafür, dass Umsetzungen von Konsole auf Handheld nicht gleich Qualität bedeuten."







Details
Spielname:
Prince of Persia Revelations

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft Montreal

Genre:
Action Adventure

Release:
30.11.2005 (erschienen)

Multiplayer:
Nein

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (10)

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