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Star Wars: Battlefront 2


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Star Wars: Battlefront 2 Review vom 24.11.2005

Bug Rogers

Vor langer Zeit, in einer Galaxis weit, weit entfernt, da war die Welt noch in Ordnung. Arbeitslosenzahlen? Fehlanzeige, wer nix wird, wird Sturmtruppler. Schließlich herrscht im galaktischen Krieg massenweise Bedarf an Frischfleisch, die Papst Palpatine I. und sein Lakai Anakin Vader munter verheizen dürfen. Wenn man sich mal überlegt, wie viele Krieger im Laufe von sechs Filmen und dutzenden von Videospielen ums Leben gekommen sind, ist es ein Wunder, dass die menschliche Rasse im Star Wars Universum überhaupt noch existiert.

Battlefront 2 versetzt den Spieler mitten in die heiße Phase des galaktischen Bürgerkrieges. In zwei Epochen kämpft man sich entweder als Republik/Separatisten oder Imperium/Rebellen durch bekannte Planeten wie Hoth, Endor oder Mustafar. Dauerbrenner Yavin 4 darf dabei natürlich nicht fehlen (wer von den Rebellen kam eigentlich auf die Idee, auf diesem wahrscheinlich bekanntesten Mond in der Galaxis einen geheimen Stützpunkt aufzubauen??). Eine Story gibt es dabei im Prinzip nicht: Ziel ist es, im bekannten Universum alle Planeten und damit die Oberhand zu gewinnen, um die gegnerische Partei von der Landkarte zu tilgen. Egal, für welche man sich dabei entscheidet, die Planeten und Maps sind immer die gleichen. In Naboo herrscht immer Nacht, Dagobah sieht immer neblig aus und auf Endor pfeifen die Ewoks aus dem letzten Loch. Einzig die steuerbaren Figuren passen sich der jeweiligen Epoche und Seite an, sind sich aber prinzipiell so ähnlich, dass eigentlich nur die Separatisten mit ihren Droidikas eine wohltuende Ausnahme bilden.

Gekämpft wird entweder auf Planetenschlachtfeldern oder im freien Weltraum mit Hilfe von X-Wing, A-Wing, TIE-Fighter und Co. Gerade für Ältere unter uns ist das Gewöhnen an die neuen Kampfgeräte der Republik und der Separatisten (die ja eigentlich älter sein sollten) nicht gerade einfach, durch die Ähnlichkeit zu den Rebellen/Imperiums-Raumern hat man jedoch nach ein paar Kämpfen alles im Griff.
Geht es auf einem Planeten zur Sache, steuert der Spieler einen namenlosen Kämpfer unter vielen, der über die entscheidende Übermacht gegenüber dem (nicht besonders intelligenten) Computer darstellt. Gespielt wird in einem von drei Modi: Herausforderung (kleine Missionen mit unterschiedlichen Aufgaben), Galaxis-Eroberung (Große Karte mit vielen Eroberungsmöglichkeiten) und freies Spiel (hier kann auch Capture the Flag angewählt werden).

In der Herausforderung stehen verschiedene Aufgaben zur Verfügung, die man für seinen jeweiligen Auftraggeber (Rebellion, Imperium, etc.) ausführen muss. Das reicht von Anschlägen bis hin zu ethnischen Säuberungen (*sigh!*) durch das Auslöschen ganzer Rassen (und da wundert sich einer, dass das Verbot von Killerspielen in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurden…). Gut, Jar-Jar Binks wollte man schon immer mal in den Hintern schießen, aber gleich alle Gungans von der Oberfläche von Naboo zu radieren erscheint dann doch etwas hart…

Der Hauptaspekt liegt zum Glück eher auf der Galaxis-Eroberung: Hier steuert man seine Armeen auf einer großen Karte von Planet zu Planet und muss zumindest ein kleines Bisschen an strategischem Kalkül aufwenden. Meistens geht es jedoch auf die Haudrauftour: Greift man einen Planeten an, wird man auf die Oberfläche versetzt und muss Kommandopunkte erobern oder einfach nur die Armee des Feindes auslöschen, bis er keinen Nachschub mehr hat. Umgekehrt wird auch ein Schuh draus, also Vorsicht, dass einem nicht die Punkte ausgehen!
Neben dem normalen Soldaten stehen noch spezielle Einheiten wie Scharfschütze, Raketen-Spezialist oder Techniker zur Verfügung. Außerdem lassen sich über spezielle, zukaufbare Boni Helden wie Yoda, Darth Vader oder Count Dooku hinzuschalten, die mit typischer Jedi-Manier durch die Gegend säbeln und mit Machtkräften und Lichtschwertern um sich werfen.
Außer den Helden kann man seine Armeen auch durch bessere Blaster, mehr Kämpfer und viele andere kleine Gemeinheiten mehr unterstützen. Dazu muss man Credits verdienen, die beim Erobern von Planeten in die Kasse strömen und sich zu Beginn jeder Runde verwerten lassen. Richtig notwendig sind sie jedoch nicht, auch im harten Modus ist Battlefront 2 nach kurzer Zeit nicht wirklich eine große Herausforderung.
Treffen sich zwei Armeen im All, geht es in eine muntere Raumschlacht, die leider in jeder Kampagne so gut wie gleich ist und nach anfänglicher Begeisterung durch die ständige Wiederholung nur noch nervt. Irgendwann hat man eine Taktik gefunden, die immer funktioniert und spult diese dann ab, um endlich wieder auf den Planeten herumrennen zu können.

Beim freien Spiel kann man zwischen den unterschiedlichen Karten (diesmal nicht nur Planeten) wählen, sowie sich für einen weiteren Modi außer Eroberung entscheiden. Das altbekannte Capture the Flag ist zurück, in dem man die Fahne des Gegners erobern und zur Heimatbasis zurückbringen muss. Auch eine Variante mit nur einer Fahne ist vorhanden. Ein richtiges Deathmatch findet sich jedoch leider nicht.

Gameplay:
Ein großes Problem der Playstation Portable 3D Shootern ist seit Beginn die Steuerung. Coded Arms kam auf keine vernünftige Lösung, Ghost in a Shell genauso wenig. Battlefront 2 bringt hier zumindest im Ansatz etwas Vernunft mit ins Spiel. Zwar gibt es nur drei auswählbare Steuerungen, eine davon, die Standard-Einstellung, ist jedoch stark an Metroid Prime für den Game Cube angelegt. Dabei steuert man die Figur komplett über den Analog-Stick, kann mit gedrückter L-Taste nach Links und Rechts „strafen“ und hat über das rechte Button-Layout dank Zielanvisierung meistens die Situation ganz gut im Griff. Für einen PSP-Shooter fast schon eine kleine Offenbarung! Einzig die Jedi-Krieger machen selbst für geübte Spieler das eine oder andere Mal den Kampf zum Problem, wenn sie z.B. wieder partout nicht vom Boden wegschauen wollen, weil irgendein doofer Ewok gerade dort sein Zeitliches gesegnet hat und die Zielerfassung den Blick nach unten zog.
Im All hat man dank des guten Radars und der Zielerfassung leichtes Spiel mit den großen Kreuzern. Ein Ausbauen dieses Modus inklusive Online-Multiplayer könnte vielleicht irgendwann doch noch ein neues X-Wing bedeuten, wer weiß…

Grafik:
Zugegeben, besonders hübsch ist die Grafik von Battlefront 2 nicht. Pixelbrei, wenig Weitsicht und Clipping-Fehler zieren die Schlachtfelder. Trotzdem sind bekannte Locations wie z.B. Echo-Basis auf Hoth mit kleinen Details geschmückt, die das Ganze für Fans wieder ansehnlich machen. Kein Vergleich mit den aktuellen Jedi Knight Titeln, auf der Playstation Portable jedoch noch akzeptabel. Dafür bleibt das Spiel nämlich trotz großer Armeen die meiste Zeit über flüssig spielbar, die ab und an vorkommenden Slowdowns behindern den Spielfluss nicht übermäßig und sind daher vernachlässigbar.
Die Animationen der Figuren sind dagegen jedoch mehr als spartanisch, gerade die sonst so eleganten Jedi-Krieger laufen ein wenig wie der Affe am Krückstock.

Sound:
Normalerweise sind Star Wars Spiele in dieser Disziplin über jeden Zweifel erhaben. Battlefront bietet die typische Musik der Filme, die eindrucksvoll aus den kleinen Lautsprechern schallt. Die Soundeffekte sind dagegen weniger gelungen und klingen vor allem beim Geschrei der Gegner etwas deplaziert (vor allem bei den Ewoks glaubt man sich im Katzenhimmel). Sprachausgabe gibt es keine, auf dem Schlachtfeld herrscht bis auf Grunzen und komische Laute Totenstille. Auch die Schüsse klingen in anderen Spielen der Star Wars Saga besser. Ab und zu verschwindet die Musik auch mal für ein paar Sekunden völlig und wird von der UMD nachgeladen. Dann bekommt man wirklich das Gefühl, dass einen im Weltraum keiner schreien hört…

Features und Besonderheiten:
Es hätte so schön sein können! Fassen wir zusammen: Akzeptable Steuerung und recht flüssige Grafik in einem 3D-Massenshooter. Die idealen Voraussetzungen für einen Online-Titel, der von den tollen WLan-Features der PSP profitieren könnte. Die großen Konsolen haben es ja vorgemacht. Und was ist? Pustekuchen: Gerade einmal vier menschliche Recken können gegeneinander im lokalen Multiplayer antreten. Das kostet Battlefront 2 ganz empfindliche Abzüge im Dauerspaß, denn am Ende wird es doch irgendwann langweilig, ständig nur Bots über den Haufen zu schießen.

Battlefront 2 bietet ansonsten eine stattliche Menge an Maps, jedoch zu wenig unterschiedliche Figuren (nur ein paar Außerirdische sind spielbar, sonst die typische Sturmtruppen und Standard-Rebellen) mit gleichen Eigenschaften. Das Fehlen einer richtigen Storyline schmerzt jedoch und nimmt dem Spiel entscheidend Atmosphäre weg, die bisher eigentlich in jedem Star Wars Game vorhanden war.

Fazit:
Battlefront 2 ist wahrscheinlich der derzeit am besten zu steuernde 3D-Shooter, den man für die PSP in die Finger bekommen kann. Die Ladezeiten sind akzeptabel und mit interessanten Tipps und Tricks gespickt, die man irgendwann auswendig runterbeten kann, aber dennoch hin und wieder was Neues bieten. Grafik und Sound haben Schwächen, die für einen Titel der 1 1/2ten Generation Playstation Portable Spiele durchaus durchgehen können.
Nicht akzeptieren kann man dagegen die Bugs und Abstürze, die man immer wieder erleben muss und die jede Mission zum Russischen Roulett machen: Habe ich jetzt noch die Möglichkeit, meinen Spielstand zu sichern oder darf ich noch einmal von vorne anfangen, nur, weil sich Battlefront 2 entschieden hat, mal wieder einzufrieren (Carbonit lässt grüßen!)?

Fans der SW-Serie werden den Titel trotzdem lieben, allein durch die vielen bekannten Fahrzeuge und Schauplätze. Hoffen wir auf ein eigenes PSP-Spiel aus dem Universum rund um die Macht und leichtbekleidete Prinzessinnen mit komischen Ohrenschützern. Wie wäre es mit Jedi Knight, ihr Jungs von Lucas Arts?

Christian Nork [Trunx] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
6 von 10
Der erste steuerbare Shooter
GRAFIK
6 von 10
Grob und pixelig, Slowdowns stören das Spielvergnügen nur sporadisch
SOUND
5 von 10
Für Star Wars Verhältnisse erstaunlich mau
FEATURES
5 von 10
Viele Shooter-Karten, aber wenig Abwechslung im Raumkampf
MULTIPLAYER
3 von 10
Ohne Online-Modus verdient es den Namen Battlefront nicht
GESAMT-
WERTUNG:
74%
Mobilitätsfaktor: [6 /10]
"Die langen Ladezeiten sind mit Tipps gespickt. Dunkle Level unterwegs jedoch kaum spielbar."







Details
Spielname:
Star Wars: Battlefront 2

Publisher:
Activision

Developer:
Lucas Arts

Genre:
Shooter

Release:
21.11.2005 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

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