PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
SONY PSP
Playstation Portable.depowered by 4players translate2english
Home News Spiele PSN UMDs Artikel Community RSS
Jetzt anmelden!   |   Login:   Nickname:    Passwort:      Passw. vergessen?   
Du bist nicht eingelogged.

Need for Speed: Most Wanted 5-1-0


  • Testbericht
  • Screenshots (6)
  • News & Videos (3)
  • User (335)
  • Spiel Kaufen
Need for Speed: Most Wanted 5-1-0 Review vom 13.12.2005

Und jährlich grüßt der PS-Bolide
Wenn es ein Genre auf der PSP gibt, das bei der Frage nach der größte Häufigkeit ohne zu Zögern die Hand hebt und ganz laut "Hier" schreit, dann ist es das des Rennsports. Auf kaum einer anderen Konsole gab es zum Launch und der recht langen Zeit danach (Manch einer bezeichnet sie gar als "Saure-Gurken-Zeit") so viele Spiele rund um PS-Zahlen und heiße Reifen. Erstklassige Games (Ridge Racer, WipeOut, Burnout) prügeln sich um die Krone, während einer der einstige Genre-Anführer ein wenig betröppelt daneben steht und sich fragt, was er besser machen könnte.

Denn Electronic Arts Need For Speed Reihe gilt nunmehr schon seit einer ganzen Weile als erstklassiger Rennsport und sorgte Anno Dazumal mit frischen Ideen und tollem Gameplay für Abwechslung. Auf der PSP war der erste Underground-Auftritt jedoch eher Flopp als Topp. Das lag zum Einen an einer unzumutbaren Steuerung, an viel zu dunkler Grafik und mangelnder Abwechslung. Klar, wenn man rechtzeitig zum Launch fertig sein muss, dann kann auch geschludert werden - und wird mit dementsprechenden Wertungen belohnt.

Bei Most Wanted hatte man ein wenig mehr Zeit und es muss sich zeigen, ob die Entwickler der PSP-Fassung des Rennspektakels diese auch genutzt haben.
Augenscheinlichstes Merkmal der neuen Fassung Most Wanted, die pünktlich zum Weihnachtsfest 2005 in die Läden kam: Es wird endlich mal wieder am Tage gefahren! Genau genommen zur leicht schummrigen Dämmerungszeit, kurz bevor sich die Sonne auf macht, den Horizont zu küssen. Und: Die Polizei ist zurück! Wie schon im legendären Hot Pursuit verfolgen die Männer in Blau mit schick ausgestatteten PS-Boliden jeden, der im Rennen zu stark auf die Tube drückt (also eigentlich alle) und riskante Manöver fährt (also auch alle...). Bereits nach kurzer Rennzeit wird man geblitzt und der Fahndungsraster steigt eine Stufe nach oben, wo er bei der Nummer 10 seinen endgültigen Höhepunkt findet. Dann erscheinen Straßensperren mitten im Weg und die Rammmanöver der Freunde und Helfer werden immer aggressiver.

Beendet man ein Rennen mit einer hohen Fahndungsstufe, dann hat man die Chance, in einem so genanten Outrun-Rennen der Polizei ein weiteres Mal ein Schnippchen zu schlagen, um noch ein paar weitere Prestigepunkte zu gewinnen. Diese Option ist ein netter Zusatz, der jedoch recht unnötig ist, da man auch ohne die paar Pünktchen in der "Blacklist" nach oben saust, als wenn's kein Halten gebe. Da die PSP-Fassung von Most Wanted auf ein freies Fahren in einer großen Stadt abermals zu Gunsten der Ladezeiten verzichtet (Midnight Club 3 hat gezeigt, wie das nicht! geht), weiß man eigentlich nicht, was der Outrun-Part so richtig soll.

Anstatt also von Event zu Event zu tingeln gibt es eine feste Rangliste mit allen möglichen Fahrerinnen und Fahrern, die behaupten, besser als der Spieler zu sein. Eine Story mit Zwischensequenzen gibt es nicht, dafür kräftig viel Ghetto-Style und munteres Rumgeschraube am eigenen Fahrzeug. Die Aufrüstmöglichkeiten sind im Gegensatz zum Vorgänger etwas vereinfacht worden, außerdem übernehmen neu gekaufte Fahrzeuge nicht gleich die Spezifikationen des am besten ausgestatteten Autos, sondern müssen auch erst einmal freigespielt werden. Nervig, aber für längere Spielzeit sorgend. Dafür erhält man die richtig guten Fahrzeuge auch erst gegen Ende, um sich mit den Besten der Besten im Online-Modus duellieren zu können.

Gameplay:
Besonders schwer ist Need for Speed Most Wanted zu Beginn nicht. Schnell feiert man erste Erfolge, was unter anderem auch an einer der "neuen" Funktionen liegt, dem Speedbreaker, auch als Focus bekannt. Schon in Matrix bewegten sich die Helden dank dieser Technik wie in Zeitlupe und reagierten dennoch schneller als jedes menschliche Wesen. Tony Hawks Underground 2 und Midnight Club 3 zeigten, wie man diese Technik für Spiele einsetzen kann und Most Wanted klaut munter, was man gebrauchen kann. Jedoch so konsequent, dass man eigentlich nie vom Gas herunter gehen braucht, da selbst Haarnadelkurven im Focus-Modus einfach zu nehmen sind.

Wenn man das richtige Auto hat! Denn mit der falschen Karre geht schnell mal das eine oder andere Lenkmanöver daneben. So schlimm wie beim Vorgänger "Rivals" ist es jedoch nicht, nach ein paar Rennen rüstet man die Lenkung auf und hat prompt ein viel besseres Fahrgefühl.

Dieses sollte man mal den Polizisten vermitteln, die nervigerweise immer genau dann auftauchen, wenn man sie am wenigsten braucht. Über das Sirenen-Geheul regen wir uns gleich in der Sound-Sektion auf, keine Angst.
Besonders helle sind die Jungs in Blau aber nicht. Oft sieht man sie auf der eingeblendeten Übersichtskarte um sich selbst drehen, gezielte Manöver lassen die Autos in entgegenkommende Fahrzeuge knallen, Gegenverkehrspuren werden gesetzeskonform gar nicht erst gefahren. Mit einem Wort: Langweilig. Dafür kann man sich selber hinter das Steuert eines staatlichen PS-Monsters setzen, Nagelbretter auswerfen und böse Buben verhaften. Aber ganz ehrlich: Bei Hot Pursuit machte das damals noch viel mehr Spaß.

Grafik:
Die insgesamt 10 Strecken lassen sich vorwärts und rückwärts fahren, sind alle optisch recht ähnlich gestaltet, versprühen aber dennoch durch tolle Weitsicht und eine absolut flüssige Framerate ihre Reize. Der helle Farbton erlaubt auch Unterwegs das Spielen, was dem Mobilitätsfaktor zu Gute kommt.
Die Fahrzeuge sind leider etwas detailarm gestaltet und mit vielen Ecken und Kanten, die unschön wirken. Dafür gibt es eben die Möglichkeit der freien Selbstgestaltung. Viel los ist auf den Straßen sowieso nicht, Gegenverkehr trifft man eher sporadisch, da bieten die Konsolen-Fassungen natürlich einiges mehr.

Sound:
Wer auf diese Art von Musik steht, der wird bei Most Wanted ausführlich bedient werden: Treibende Rhythmen klingen etwas metallisch aus den Mini-Boxen; Hip Hop und Metal-Klänge wechseln sich konstant ab. Für die Thematik des Games ("Ich bin der Coolste im Blick und Mami ist die Beste") passt der Soundtrack ausgezeichnet. Leider gibt es keine Möglichkeit, eigene Lieder zu integrieren.
Die Soundeffekte fallen jedoch deutlich ab. Gerade das nervige Geheule der Sirenen geht einem nach spätestens einer Minute auf den Keks, dass man jedes Mal froh darüber ist, wenn die blaue Minna mal wieder in irgendeine Wand oder ein Auto gerast ist.
Wird man geblitzt, kommt eine kurzzeitige Durchsage des Polizeifunks, die auf Deutsch gesprochen und recht interessant gemacht ist. Leider geht sie meist im Motorenlärm unter, der klingt, als wenn ein Biber gerade mit seinem Reißzahn ein Metallrohr fertig für den Winterschlaf kratzt.

Features und Besonderheiten:
Herausragend bei Need for Speed Most Wanted ist ohne Frage der Online-Multiplayer. Trotz einiger Verzögerungen trotz DSL macht es unheimlich viel Laune, gegen echte Spieler aus Fleisch und Blut zu zocken. Die Einrichtung der Verbindung geht dabei über den Electronic Arts-Server, für den man zunächst eine Anmeldung braucht. Das kann ein Weilchen dauern, vor allem, bis man einen Namen gefunden hat, der a) cool klingt und b) noch frei ist!
Im Adhoc Modus ist das Ganze dann doch etwas flüssiger und bringt gute Laune mit sich.

Erwähnenswert ist, dass sich Electronic Arts scheinbar Gedanken gemacht hat, wie man das Konsolen-Spektakel für unterwegs konvertieren kann. Recht kurze Ladezeiten von 11 Sekunden, der schnelle Einstieg in die Rennen und das helle Bild tragen dazu bei, dass Most Wanted in der Mobilitäts-Auszeichnung ganz weit oben schwimmt.

Fazit:
Mit schneller Grafik, einem waschechten Online-Modus und den bekannten Aufrüst-Features könnte NFS Most Wanted eigentlich in der Top-Riege der PSP-Renner mitspielen. Leider steht hier eins im Weg: Das Mittelmaß. Besonders herausragend ist der Titel nämlich nicht, den richtigen "Kick" sucht man leider vergebens. Es fehlt das Gefühl, ein "neues" Game in der Konsole zu haben, da hilft auch die gute Handheld-Anpassung nicht. Probleme mit Gameplay (Polizei-Feature nicht genug durchdacht) und Steuerung (ab und an das alte Schienen-Problem) verwehren diesem ansonsten recht spaßigen Spiel eine höhere Wertung. Wer jedoch einfach mal abschalten will und Ridge Racer bereits auswendig kann, der sollte einen Blick riskieren.

Christian Nork für Playstation Portable.de

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars



GAMEPLAY
6 von 10
Leichte Steifheit im Lenkbereich führt zu Abwertung
GRAFIK
7 von 10
Schnell und in seiner Einfachheit irgendwie schön
SOUND
4 von 10
Nervtötende Polizei, schwache Effekte, gute Musik
FEATURES
6 von 10
Etwas weniger Desing-Möglichkeiten als im Vorgänger
MULTIPLAYER
8 von 10
Online-Modus kam, sah und räumte ab
GESAMT-
WERTUNG:
73%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Gut angepasste Handheld-Version des Rennspektakels mit flotten Ladezeiten und schnellem Einstieg"







Details
Spielname:
Need for Speed: Most Wanted 5-1-0

Publisher:
Electronic Arts

Developer:
Electronic Arts

Genre:
Racing

Release:
17.11.2005 (erschienen)

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop