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Frantix


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Frantix Review vom 05.01.2006

Puzzlefreunde aufgepasst! Nachdem Lumines in allen Bereichen abgerockt hat und sogar den Award zum Spiel des Jahres 2005 bei uns ergattern konnte schickt Ubisoft den nächsten Titel zum Knobeln ins Rennen. Das Spiel entwickelt von KillerGame erinnert ein wenig an eine aufpolierte Version des Klassikers Sokoban und umfasst mehr also 180 Level. Haben wir es mit einem ähnlich packendem Spielprinzip zu tun?

Wir schrauben erneut an der Wanduhr und begeben uns nach zahlreichen Umdrehungen zurück in das Jahr 1982. Die gute alte Zeit in der Pixel noch riesig waren, nicht verpönt, sondern akzeptiert wurden. In diesem Spiel mit dem Titel, jener aus dem Japanischen stammt und übersetzt etwas wie „Lagerhaus–Verwalter“ bedeutet, wurde das Kistenschieben groß geschrieben. Das damalige Spielprinzip war denkbar simpel: Als kleines Männchen galt es diverse Kisten in einem Labyrinth so zu verschieben, dass sie an ihrem vorgesehenen Platz angeordnet waren. Einige Jahre später erschien dieses Spiel in unzähligen Varianten auf diversen Konsolen und Handhelds, darunter auch auf dem Game Boy und der Playstation.

Doch genug der Geschichtsstunde, wir schreiben nun das Jahr 2006 und es hat sich einiges getan, aus fixen Pixeln wurden Polygone und die Playstation ist mittlerweile nicht nur im stationären Sektor zu finden. KillerGame hat das klassische Spielprinzip aufgegriffen, überarbeitet und in ein etwas anderes Konzept gepackt. Das Produkt tauften sie auf den Namen Frantix. In diesem Spiel gilt es nun in über 180 Leveln diverse Rätsel zu lösen.

Der Spieler schlüpft erneut in eine kleine Figur, die sich verzweifelt aus einem Labyrinth retten muss. Ziel ist es in diesen Leveln so viele Edelsteine wie möglich einzusammeln und das Zieltor zu finden, bevor Väterchen Zeit seinen Zeigefinger hebt. Die ganz schnellen unter euch erwartet ein besonderer Bonus in Form von Edelsteinen, die man im späteren Verlauf nutzen kann, um weitere Charaktere frei zu spielen, oder neue Level zu aktivieren.

Doch wie sieht so ein Rätsel aus?
In den verzweigten Leveln ist allerhand los. Nicht nur das überall farbige Edelsteine verstreut sind, es wimmelt außerdem nur so vor Gefahren und Fallen. Treibsand zum Beispiel verschluckt den Spieler, wenn er sich nicht dauerhaft bewegt. Gegner, Flüsse, Lava-Seen, etc. blockieren den Zugang zu den begehrten Kristallen. Hier bestimmt erneut das klassisch Kistenschieben das Programm, um ein Vorankommen zu ermöglichen. Weiterhin lassen sich bestimmte Türen erst durch Schalter öffnen, oder können nur in einer Richtung passiert werden. Zudem gibt es Tore, bei denen zunächst eine gewisse Anzahl an Edelsteinen gesammelt werden muss, bevor man tiefer ins Level vordringen und zum Ausgang eilen kann.
Des weiteren findet man noch zahlreiche Items verstreut in den Leveln, die manchmal als Hilfsmittel dienen und manchmal eher schaden. So gibt es Beispielsweise einen Beschleuniger, der den Charakter losrennen lässt, als würde er vor seiner Schwiegermutter fliegen oder ein Item, welches für kurze Zeit biblische Attribute verleiht und ermöglicht, dass man über Wasser laufen kann. (Anm. d. Red.: Jesus lässt grüßen!)

##bild2rechs##Ein ausführliche Tutorialwelt sorgt dafür, dass man die Umgebungen erst einmal kennen lernt und auf für jedes Problem die richtige Lösung parat hat. Denn der Schwierigkeitsgrad steigt nach und nach an und sorgt dafür, dass auch die klügsten Köpfe rauchen. Schnelles Denken und dennoch einen kühlen Kopf bewahren heißt die Devise. Nicht nur auf die Theorie kommt es an, sondern auch die Umsetzung muss gekonnt sein und fordert viel Geschicklichkeit. Wenn zusätzlich noch die Zeit knapp wird, kommt die Nervosität ins Spiel und sorgt für frustrierende Patzer.

Ein bisschen mehr Pepp gefällig?
Manchmal liegt in der Kürze die Würze, wenn man sich einige Level von Frantix anschaut. Je nachdem können diese so einfach gestaltet sein, dass man in Windeseile hindurch flitzt und andererseits gibt es jene, die bis zu Schluss frustrieren können. Die Anzahl der Level ist enorm und sorgt für genügend Langzeitmotivation für Genrefans, doch wenn man nach Level 64 erneut die gleiche Kost geboten bekommt, sehnt man sich nach ein wenig Abwechslung. Alle Level sind nach einem bestimmten Schema-F aus der Retorte entsprungen und wirken trotz unterschiedlicher Umgebungsgrafiken irgendwann eintönig. Auch wer eine fesselnde Story erwartet, wird enttäuscht werden, denn diese wurde einfach wegrationalisiert.

Gameplay:
Das größte Manko des Spiels ist die altbackene Steuerung. Unsere diversen Protagonisten von Bear, Kaz, Uri bis Meeper können gerade mal die vier Himmelsrichtungen als Laufpassagen nutzen. Das auch nur in einer Art Rasterfeld. Je ein Feld nach oben unten links oder rechts kann man stapfen und ist somit stark eingeschränkt. Diese Tatsache sorgt gelegentlich für Frust, wenn man erneut nur ein Feld an einem Tor vorbeischrammt und im Wasser ersäuft, weil der Held durch ein Highspeed-Item fast unkontrollierbar wird.


Grafik:
Nix mit Grafikblender. Optische Höchstleitungen werden bei Frantix nicht geboten, doch bei diesem Spielkonzept ist dies auch nicht nötig. Spielend leicht könnte man diesen Titelt auch zweidimensional für grafisch schwächere Systeme wie beispielsweise den Game Boy Advance umsetzen. Der PSP-Puzzler verfügt über zahlreiche Umgebungsgrafiken, wie Tempel, Wüste, Wald, etc. aber viele Details und umfassende Polygonfiguren sollte man nicht erwarten.
Via Tastendruck ist es möglich einen von drei verschiedenen Blickwinkel auf das Spielfeld zu bekommen: Vogelperspektive, Isosicht und Zoom. Zudem kann man für schwierige Level das Spielfeld frei drehen, um die bestmögliche Sicht zu erhalten.

Sound:
Auch hier heißt es wieder Geschmacksache, sprach der Hase und biss in die Seife. Jedes Mal, wenn der Protagonist an eine Wand stößt oder aneckt ertönt ein nervendes Stöhngeräusch. Die Musik, wenn vorhanden, ist auch nicht immer das gelbe vom Ei und die Sounds eher Nebensache. Ich persönlich hab bei einigen Leveln den Griff zum Lautstärkeregler unternommen...


Features und Besonderheiten:
Auf die hohe Anzahl der Level bin ich nun schon oft genug eingegangen. Das wohl nennenswerteste Features abseits davon ist der enthaltene Kurzfilm namens „The Chubb Chubbs“. Dieser animierte Kurzfilm von vier Minuten könnte schon fast als Glanzpunkt von Frantix durchgehen. Dieser Animationsfilm von Eric Armstrong aus dem Jahre 2002 hat sogar einen Oscar eingehamstert für den "Best Short Film, Animated 2003“. In diesen vier Minuten bekommt man lustige Sticheleien auf die Filmindustrie geboten und so manches Schmunzeln kann entlockt werden.


Fazit:
Frantix ist ein ideales Spiel für unterwegs. Kurz, knackig und nicht wirklich tiefgreifend. Wer Knobeleinen mag kann gefallen an Frantix finden. Actionfreunde könnten jedoch während der Busfahrt einschlafen. Denn hat man die Hälfte des Spiels geschafft, erwartet einen nicht mehr viel Neues, die Eintönigkeit und Steuerung nagt am Nerv des Zockers. Um die Kaufentscheidung zu erleichtern wird der Titel zum Niedrigpreis von knapp 30€ angeboten.

Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Ubi Soft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Einfaches Spielkonzept, aber gewöhnungsbedürftige Steuerung.
GRAFIK
6 von 10
Hier hat der Grafikprozessor erstmal Pause.
SOUND
5 von 10
Nervige Sounds; mäßige Musik.
FEATURES
5 von 10
Viele, viele Level, aber sonst eher mau.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden.
GESAMT-
WERTUNG:
67%
Mobilitätsfaktor: [9 /10]
"Kurze Ladezeiten und ideal für die kurzen Pausen des Lebens."







Details
Spielname:
Frantix

Publisher:
Ubi Soft

Developer:
KillerGame

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
08.12.2005 (erschienen)

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (10)

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