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Der Pate


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Der Pate Review vom 30.10.2006

“I'm going to make him an offer he can't refuse.”
Wenn man die Welt aus den Augen eines GTA-Fans sähe, dann ist die ultimative Freiheit, die Möglichkeit zu tun und zu lassen was man möchte, das höchste aller Dinge. Electronic Arts hat sich dieses Konzept näher angeschaut und in die 30er bis 50er Jahre der New Yorker Mafioso-Blütezeit versetzt. Mit der Pate erscheint nun auch auf der Playstation Portalbe das lang erwartete Spiel mit Starbesetzung. Hat sich diese Wartezeit gelohnt und was genau kann man bei der Handheldversion alles erwarten? Hat EA uns wirklich ein Angebot gemacht, welches wir Spieler nicht ablehnen können? Mehr dazu wie immer im ausführlichen Testbericht.

1969 schrieb Mario Puzo den berühmten Roman über die aus Sizilien stammende Mafiafamilie, die Corleones. Nur drei Jahre später wurde das Buch verfilmt mit Marlon Brando und Al Pacino in den Hauptrollen. Es folgen zwei weitere Verfilmungen, die die Geschichte zu Ende erzählten. Teil 2 erschien 1974, während der dritte und letzte Teil erst 1990 verfilmt wurde. Die Trilogie ist bis heute noch eine Referenz im Filmgeschäft und hat viele Fans gefunden. 2006 hat EA das Spiel zum Film veröffentlicht, welches sich auf den großen Konsolen an Titel wie Grand Theft Auto oder Mafia: The City of Lost Heaven orientiert. Einzigartige Zwischensequenzen bei denen teilweise die Originalschauspieler des Kinofilms beteiligt waren, sorgen für eine besondere Atmosphäre. So mussten sich einige von ihnen vor den Motion-Capture-Kameras positionieren, damit alles stimmt.
Auch auf der PSP will man diese Spielerfahrung nicht missen, doch vorweg können wir sagen, dass man einige Kürzungen in Kauf nehmen musste.

Während man sich in der Konsolenversion noch relativ frei durch die Stadt bewegen konnte, ist dies nicht mehr der Fall. Zwar wurden nahezu alle Missionen auch auf die mobile Version portiert, doch sind sie nun linear aneinandergereiht. Anstelle, dass man zunächst in der Stadt für Chaos und Anarchie sorgen kann, heißt es nun Schritt für Schritt durch die Aufträge geleitet zu werden. Natürlich haben die Entwickler hier erkannt, dass die Spieler da draußen diese Tatsache nicht so leicht hinnehmen würden. Warum sollte man den Paten erst beschneiden und dann meinen er könnte zum Genrepapst aufsteigen? Nein, als Substitut wurde eine Mischung aus Strategiespiel und Actionlösung hinzugefügt. Der Name des Ganzen: Mob Wars.

In den Familienkriegen der Mob Wars geht es darum, Herrscher, oder eher gesagt der Don von New York zu werden. Das Ziel ist klar von Augen: Sämtliche Anwesen der feindlichen Familien in die Luft jagen und alle Territorien erobern. Einfacher gesagt als getan. Denn, um diese Territorien für sich zu gewinnen, muss die Polizei bestochen, die feindliche Familie betrogen und später überwältigt werden. Hoch pokern und dennoch nicht ins eigene Messer laufen heißt die Devise und das Machtwort heißt Respekt.

"Wenn etwas sicher ist in diesem Leben und das hat die Geschichte uns gelehrt: du kannst jeden ermorden."
Auf der Übersichtskarte der Territorien kämpfen die vier gegnerischen Familien gegen und mit den Corleones. Alles je nachdem wie man seine Karten einsetzen kann. Drei verschiedene Werte bestimmen das Spiel. Der so genannte „Vendetta-Wert“ bestimmt die Angriffslust der feindseligen Familie gegenüber der eigenen. Je höher dieser Wert, desto schwieriger ist die Mission, falls man einen Angriff gegen die Territorien starten sollte. Diesen kann man mit Karten entgegen wirken, um ihn entweder zu senken oder seine eigenen "Stärke-Wert" gegenüber dieser Familie zu erhöhen. Dein Freund und Helfer versucht jedoch diese Familienkriege und kriminellen Machenschaften zu vereiteln. So bestimmt der dritte Wert die "Wachsamkeit", wie viel Polizeiaufgebot im Viertel auf einen wartet. Eine Mission kann noch so einfach sein, doch wenn die Gendarmen in der überzahl sind, lassen sie sich auch nicht einfach mit ein paar Dollar-Bündelchen abwimmeln. Ins Querfeuer zwischen rivalisierender Familie und der Polizei geraten kann somit tödlich enden.

So hat der Spieler die Möglichkeit in seiner Runde neu Ganoven anzuheuern, Karten auszuspielen und sich in der Stadt zu bewegen, um neue Gebiete zu erobern. Je nachdem welche illegalen Geschäfte man dabei mit erobern kann, desto mehr Karten erhält man für die nächste strategische Runde. Sollte das wertvolle Geld sich dem Ende zu neigen, heißt es, dass man wieder in den Storymodus wechseln sollte.

Neben dem Geldeffekt kann man seinen Charakter auch nach und nach in seinen Fähigkeiten ausbauen. Geschwindigkeit, Schussvermögen, Gesundheit und Co. können so nach und nach verbessert werden und ermöglichen, dass die Missionen einfacher werden. Außerdem wird man je weiter man im Spiel fortgeschritten ist neue Waffenupgrades kaufen können. Aus einer schwächlichen Schrotflinte mit zwei Schuss wird später ein gefährlicher Streetsweeper mit Mehrfachfeuerfunktion.

Während den Missionen egal ob Storymodus oder in den Mob-Wars hat man recht viele Mittel in Sachen Kampftechniken. Man kann sich an die Wand stellen, hinter Objekten ducken und diese als Schutzschild während der Schussgefechte nutzen. Alternativ kann man seine Gegner geräuschlos erdrosseln oder ihnen einen gehörigen Schock einjagen, damit sie das tun, was man von ihnen verlangt. Die Umgebung sollte stets beobachtet werden, denn oftmals gibt es Gegenstände wie Fässer oder anderes explosives Material, was zum eigenen Vorteil genutzt werden kann. Die Missionen an sich variieren von "Meuchle alles aus!" bis hin zu den typischen „Schleichleveln“ bei denen es gilt möglichst unentdeckt durch ein Territorium zu wandern.

Das Zusammenspiel zwischen dem Storymodus rund um Korruption, Verrat und Familiensinn und dem strategisch angehauchten Mob-Wars ist relativ gut gelungen und kann durchaus unterhalten. Dennoch kommt es einfach nicht an die bekannte Konsolenversion in Sachen Qualität und Umfang heran. Natürlich sprechen wir hier von einer mobilen Erfahrung und oftmals ist es so, dass die Handheldversionen nicht mit den Konsolenversionen verglichen werden können. Doch Grand Theft Auto hat es vorgemacht, dass es durchaus möglich ist, eine große Stadt mit vielen Details und Missionen zu ermöglichen. Der Pate hingegen hat hier andere Qualitäten. Die Videosequenzen sind ein echter Augenschmaus und sorgen für die richtige Mafiosi-Stimmung und auch ansonsten ist das Spiel grafisch gesehen seinem konkurrierendem Referenztitel um einiges überlegen.

Gameplay:
Zusammengefasst ist das Gameplay an sich sehr fesselnd und die Mischung aus Strategie- und Actionelementen hat durchaus potential, doch die Beschneidung an sich hat auch vieles vom Grundkonzept wegrationalisiert. So ist das Spiel weitaus linearer, hat einen wesentlich kürzeren Umfang und ist in gewisser Weise auch einfacher als die Konsolenversion.

Grafik:
Optisch gesehen brauchte man sich um die Darstellung von großen Stadtgebieten keine Sorge mehr zu machen, darum konnte man sich mehr auf die kleinen Details konzentrieren. So sind gerade die Umgebungsdetails sehr hoch. Schränke, Objekte wie Flaschen, Gläser und Co. sind komplett zerstörbar. Die Gegnerdarstellungen sind durchaus lobenswert und allein die Anzahl der Möglichkeiten, wie man seine Feinde eliminieren kann beweist, dass das Motion-Capturing-Verfahren sich gelohnt hat.

Sound:
Die Musik des Films sorgte für das gewisse Etwas und auch im Spiel bekommt man einige Originalklänge zu hören. Sowohl die Musik als auch die Soundeffekte können überzeugen und tragen zum positiven Gesamtbild bei. Etwas Kritik kann man bei der Vielfalt einbringen, denn hat man einmal alles gehört, wiederholt sich dieses Bild sehr schnell.

Features und Besonderheiten:
Keine Fahrmissionen! Keine freien Bewegungen in der Stadt! Dies sind wohl die ersten Punkte, die genannt werden sollten. Ansonsten bekommt man ein recht unterhaltsames Spiel mit einer Zweispaltung in Action- und Strategiespiel. Die Spieldauer ist recht angenehm und man hat einiges zu erledigen, bevor man das Spiel in die Ecke legt. Es gehört zu der Art von Spielen, die man durchaus auch ein zweites oder drittes Mal durchspielen kann.

Fazit:
Dem Paten muss man mit gemischten Gefühlen entgegen kommen. Zwar hat das Spiel durchaus Potential, dennoch sorgt die Kürzung der Spielelemente dafür, dass man einiges an Umfang und Inhalt verliert. Zumindest im direkten Vergleich zu den Konsolenvertretern. Man muss sich vor Augen halten, dass die Handheldversion, bzw. dass UMD-Format einfach nicht genug Speicherplatz geboten hat, um das gesamte Spiel zu portieren. Die Entwickler mussten somit handeln und haben sich für die Mischung aus Action und Strategie entschieden.
Wer sich damit zufrieden geben kann, sollte einen Blick wagen. Doch auch nur wenn man von der Tatsache hinweg sehen kann, dass die Konsolenversionen schon längern auf dem Markt erhältlich sind und mittlerweile auch für Schnäppchenpreise über die Ladentische wandern.

Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Verhältnismäßig linear aber unterhaltsam.
GRAFIK
8 von 10
Recht gelungene Texturen und Objektdetails.
SOUND
8 von 10
Eine begnadete Mischung.
FEATURES
7 von 10
Der etwas andere Mix aus Strategie und Action.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden.
GESAMT-
WERTUNG:
73%
Mobilitätsfaktor: [6 /10]
"Mittlere Ladezeiten und knappe Missionen, sind auch mobil spielbar."







Details
Spielname:
Der Pate

Publisher:
Electronic Arts

Developer:
Electronic Arts

Genre:
Adventure

Release:
20.09.2006 (erschienen)

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 18 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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