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Gran Turismo


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Gran Turismo Review vom 25.09.2009

Es war eines der ersten PSP-Spiele, die man anno dazumal noch hinter einer dicken Scheibe aus Plexiglas schützen musste. Nach der Vorstellung des Trailers wurde es jedoch ruhig um die Fahrsimulation aus dem Hause Polyphony Digital. Zwar beteuerte man immer wieder, dass sich „Gran Turismo“ für PSP definitiv noch in Entwicklung befinde, die Prioritäten jedoch derzeit auf anderen Projekten lägen. Auf der vergangenen E3 ließ man die Katze endlich aus dem Sack und präsentierte eine anspielbare Fassung des Titels. Nun halten wir die Vollversion in Händen und fragen uns natürlich, ob die Entwickler die Zeit genutzt haben.

Die Erwartungen sind hoch und das unglaublich eindrucksvolle Introvideo wirkt hier nur wie Brandverstärker im offenen Feuer. Man soll einen ersten Eindruck davon bekommen, was uns später erwartet. Etliche Strecken sowie Fahrzeuge werden in aufregender Rennaction präsentiert, bevor wir im Hauptmenü landen. Dieses ist in acht Unterpunkte gegliedert, wobei die „Einzelrennen“ hierbei das tragende Element darstellen. Aber auch „Herausforderungen“ und das obligatorische „Autohaus“, wo man sich neue Karossen zulegen kann, sind mit an Bord.

Beim Absolvieren der Herausforderungen stellt man schnell fest, dass der Titel fern ab von Burnout und noch viel weiter von Ridge Racer angesiedelt ist. Im Detail lernen diese dem Spieler, wie er mit seinem Fahrzeug umzugehen hat. Zu Anfang wird die Aufgabe gestellt, innerhalb eines bestimmten Bereichs zum Stehen zu kommen, später geht es weiter mit dem Meistern anspruchsvollerer Situationen bis hin zum gekonnten Überholen der gegnerischen Fahrer. Besonders schön ist hierbei die Demo-Funktion. Diese ist im Grunde ein Video, in dem das Manöver gezeigt wird, während eine nette Frauenstimme im Hintergrund kleine Tipps und Tricks verrät. Für besonders gut gemeisterte Herausforderungen winkt eine Hand voll Geldscheine – schafft man es gerade so, so bekommt man eine Bronze-Auszeichnung und dementsprechend auch weniger Bares. Schade hierbei, dass es nach Beendigung der mehr als 100 Herausforderungen (abgesehen von Bargeld) keine einzige Belohnung gibt.

Den zweiten großen Punkt stellen die Einzelrennen dar – und dahinter verbirgt sich auch genau das, was man erwartet. Einfache Rennen, die selbst angepasst werden können. Während Fahrzeuge im Laufe des Spiels freigeschaltet bzw. gekauft werden müssen, stehen sämtliche Strecken von Anfang an zur Verfügung. Man hat die Auswahl zwischen drei verschiedenen Modi. Ein normales Fahren gegen Computergegner, bei denen man einen Platz möglichst weit vorne ergattern soll und Drift- sowie Zeitrennen. Auch hier gibt es natürlich ordentlich Zaster, wenn man seine Sache gut macht. Mehr Geld gibt es dann, wenn die Schwierigkeit hochgeschraubt wird.

Das Problem mit dem Geld ist, dass man damit nicht wirklich anstellen kann, was man möchte. Zumindest nicht dann, wenn man es möchte. Zwar können frei nach Wahl sämtliche Fahrzeuge im Autohaus gekauft werden, doch stehen hier stets nur vier Marken zur Verfügung. Vergehen zwei Tage im Spiel (nach zwei Rennevents), so ändert sich das Angebot. Wer also einen Ferrari fahren möchte, der muss sich nicht nur erst das Geld hierfür besorgen, auch muss er warten, bis der entsprechende Wagen verfügbar ist. Wer sich aber die Zeit nimmt, der kann sich im Endeffekt hinter mehr als 800 verschiedene Steuer klemmen. Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten, an die Fahrzeuge zu kommen. Hierzu gleich mehr.

Die Streckenanzahl ist moderat. Insgesamt stehen (wie bereits erwähnt) von Anfang an alle 35 Areale zur Verfügung, die in 60 Ausführungen zu fahren sind. Darunter befinden sich sowohl lizensierte Abschnitte wie der Nürburgring, Fuji Speedway oder Laguna Seca, als auch Matschpisten, auf denen man seine Offroad-Fähigkeiten unter Beweis stellen kann. Stadtrennen finden in zum Beispiel in New York, Tokyo oder in Monaco statt. Bei 13 fiktiven Strecken ließ man den Entwicklern freie Hand.

Im Voraus wurde groß diskutiert, ob der fehlende Karriere-Modus wirklich dazu führt, dass wir es hier nicht mit einem vollwertigen Gran Turismo zu tun haben. Sicher, es gibt keinen wirklichen Grund mehr, sich für größere Rennen bessere Fahrzeuge zuzulegen. Aber auch ohne den Zwang, bessere Technik zu haben, wirkt das Kaufen und Ausprobieren der Autos einen hohen Reiz aus und ist Motivation genug, sich erneut auf die Piste zu begeben und etwas Geld zu verdienen. Einen Vorteil erhält man durch bessere Fahrzeuge nämlich nicht – die Schwierigkeit passt sich an das eigene Mobil an. Folglich bekommen auch die Gegner bessere Wägen, wenn ihr einen Superboliden aus dem Ärmel schüttelt.

Gameplay:
Wer von Gran Turismo spricht, der redet von einer realistischen Fahrsimulation – nicht von Wägen, die sich auch bei unglaublich hohen Geschwindigkeiten noch so direkt und unkompliziert navigieren lassen wie ein Gefährt bei Mario Kart. Die Entwickler von Polyphony Digital legen viel Wert auf eine realistische Fahrphysik und genau das zeigt auch der erste mobile Ableger der Serie. Anstatt Arcade-Rennaction geht es hier eher um den Simulationsaspekt. Dies bedeutet, dass man ausnahmsweise mal wirklich die Viereck-Taste antippen muss, um die Geschwindigkeit zu verringern. Hat man erst einmal die Kontrolle über sein Gefährt verloren, so landet man schnell im Kiesbett. Erfahrene Spieler werden sich über die Anpassungsmöglichkeiten wie Bereifung oder Federung freuen, die direkt Einfluss auf das Fahrverhalten nehmen und dementsprechend Vorteile bieten können.

Die KI hat sich nicht großartig geändert. Noch immer fahren die Gegner in der Regel strickt die Ideallinie ganz so, als ob ihr gar nicht auf der Strecke seid. Unfair wird es nicht, aber grobe Schnitzer sollte man sich dennoch nicht erlauben. Eigentlich fühlt es sich genauso an wie Gran Turismo 4.

Grafik und Sound:
Gran Turismo trägt die Nase hoch und das darf es auch. 60 Bilder die Sekunde machen ein Rennen zum Augenschmaus. Doch auch auf die Details hat man geachtet. Nicht nur die Fahrzeugmodelle und Streckengestaltung verdienen Anerkennung, auch sind die schönen Licht- und Schatteneffekte eine Freude fürs Auge. Der Kehrseite der Medaille: Für die tolle Grafik zahlt man den Preis, dass sich nie mehr als vier Fahrzeuge gleichzeitig auf der Strecke befinden können.

Der Sound ist top. Von den Motorgeräuschen über die üblich recht sanfte Musik bis hin zum Quietschen der Reifen gibt es hier nichts zu meckern.

Features und Multiplayer:
Die durch den Mehrspieler-Modus ermöglichten Features können sich sehen lassen. Tauscht Fahrzeuge mit einem Freund (manche werden kopiert, andere wechseln den Besitzer komplett) oder fahrt eigens angepasste Rennen. Ferner hat man bereits die Konnektivität zur PlayStation 3-Version von „Gran Turismo 5“ bestätigt. Hier soll es möglich sein, die Fahrzeuge abzugleichen. Wie genau dies funktioniert, das kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden. Hier ist auf die Veröffentlichung der Konsolen-Fassung zu warten. Leider sind die Mehrspieler-Partien nur per Ad-Hoc möglich. Online-Rennen waren leider nicht drin. Die Möglichkeit, das Spiel auf dem MemoryStick zu installieren und eigene MP3 einzubinden darf ebenfalls erwähnt werden.


Fazit:
Mit wirklich sehr schöner Optik und einem Fahrzeugaufgebot, das seines Gleichen sucht, stellt Gran Turismo etwas ganz Besonderes dar. Es ist klar, dass man ein Handheld-Spiel für die schnelle Runde zwischendurch gestaltet und dennoch schmerzt der fehlende Karrieremodus. Doch auch ohne diesen bietet der Titel Spaß für etliche Stunden. Genrefans dürfen ohne zu zögern zugreifen und wer sich eine PSPgo zum Launch holt, der ist sowieso am Start.

Max Zeschitz für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Zwei Worte: Gran Turismo
GRAFIK
9 von 10
Schöne Modelle, schöne Effekte, 60 Frames
SOUND
8 von 10
Auch hier geht alles in Ordnung
FEATURES
7 von 10
Mit Karriere wäre hier mehr drin gewesen
MULTIPLAYER
6 von 10
Offline-Mehrspieler und die Möglichkeit, Wägen zu tauschen
GESAMT-
WERTUNG:
80%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Moderate Ladezeiten lassen auch kurze Rennen zwischendurch zu"







Details
Spielname:
Gran Turismo

Publisher:
Sony

Developer:
Polyphony Digital

Genre:
Racing

Release:
nicht bekannt

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (42)

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