PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
SONY PSP
Playstation Portable.depowered by 4players translate2english
Home News Spiele PSN UMDs Artikel Community RSS
Jetzt anmelden!   |   Login:   Nickname:    Passwort:      Passw. vergessen?   
Du bist nicht eingelogged.

Splinter Cell: Essentials


  • Testbericht
  • Screenshots (22)
  • News & Videos (11)
  • User (143)
  • Spiel Kaufen
Splinter Cell: Essentials Review vom 20.05.2006

Sam Fisher kehrt zurück um sich seiner neuesten Aufgabe zu stellen. Nachdem man schon ganze drei Abenteuer mit dem lichtscheuen Spionen auf den Heimkonsolen absolvieren konnte und der Vorzeigemann sich auch auf den Nintendohandhelds und sogar dem N-Gage getummelt hat, war es nur eine Frage der Zeit bis auch die Fraktion der PlaystationPortable Spieler in den Genuss eines waschechten Splinter Cells kommen würde. Vor dem Release galt Splinter Cell Essentials als einer der größten Hoffnungsträger für die PSP-Games im Frühjahr 2006 - erfüllt der Agent seine Aufgabe oder bricht er bei dieser Herausforderung zusammen? Die Antwort findet ihr in den nachfolgenden Zeilen.

Bevor man sich an den Spielverlauf wagt, sollte man zu aller erst die Story in Augenschein nehmen und die wichtigsten Fakten enthüllen. Essentials siedelt sich nach den Ereignissen von Double Agent an und erzählt von einem etwas anderen Sam, doch alles nacheinander:

Jahrzehntelang ermittelte Sam Fisher im Untergrund für die USA. Anfangs als ein Navy SEAL, arbeitete er sich bis zum Topagenten bei Third Echelon, einem hochgeheimen Projekt der NSA, hoch. Die Jahre vergingen und Sam schlich, kroch und stakste von einem Versteck zum nächsten, bis ein tragisches Ereignis seine Welt auf den Kopf stellte. Während einer Mission in Island, erfuhr Mr. Fisher, dass seine einzige Tochter Sara von einem Trunkenbold am Steuer überfahren wurde. Sofort machte er sich auf den Weg zu seinem Sprössling, doch wie es das Schicksal wollte, starb sie an den Verletzungen bevor Sam im Krankenhaus ankam.

Nach dieser Tragödie verschwand Sam spurlos im Nichts. Einige Zeit später wurde Fisher in New Orleans lokalisiert. Doch etwas war faul an der Sache. Warum zeigten die Überwachungsfotos unseren Gerechtigkeitskämpfer mit Emile Dufraisne, einem martialischen Terroristen? Ein Jahr nach Saras Tod zählt Sam nun zu den meistgesuchten Verbrechern in den USA. Warum ist Sam zum Terrorismus übergesprungen? Was ist nach dem Tod von Sara geschehen?


Fragen über Fragen, die der Spieler nach und nach im Verlauf des Abenteuers lösen wird und so befindet wir uns mitten im Spiel. Splinter Cell war schon immer für sein vorzügliches Gameplay berühmt, konnte es doch intelligenten KI, ausgefeilte Steuerung und darüber hinaus exzellente Technik auf einer Disc vereinen und dem Nachwuchsspion viele spannende Stunden bereiten. An dieser Stelle fangen wir wohl mit den guten Seiten des Spieles an. Das Gameplay wurde 1 zu 1 von den Konsolerovorgängern übernommen und der PSP-Sam verfügt über alle Gadgets und Fähigkeiten, die auch der große Fisher beherrscht. Die erste Mission in der es gilt eine Kaserne unbemerkt zu verlassen, stellt das Tutorial dar, indem die wichtigsten Aktionen erklärt werden. Ein wahrer Segen, wenn man sich die komplexe Steuerung von SC Essentials näher betrachtet. Jeder Knopf an der PSP wird genutzt und fast jede Kombination besitzt eine eigene Funktion. Es wird den Spieler schon mehr als nur 5 Minuten kosten, bis man die Steuerung verinnerlicht hat. Dennoch muss der portable Sam mit einigen Problemen kämpfen, die vor allem auf die Kameraeinstellung zurückführen. Während dem Laufen mit dem Analogstick, kann man die Kamera nicht justieren, da man dafür eine Kombination aus Analogstick und der Kreistaste benötigt. Somit wird man alle paar Sekunden dazu gezwungen stehen zu bleiben und die Kamera einzustellen. Bei einem ruhigen und langsamen Spiel wie Splinter Cell sollte das jedoch das kleinere Übel sein.

Bevor wir Essentials in unserem UMD-Laufwerk für den Test rotieren ließen, war von Anfang an klar, dass Sam Fisher mit einer Engelsgeduld vorgeht und man sich nur Zentimeter für Zentimeter im Spiel fortbewegt. Dass dieses Tempo jedoch auch für die Ladezeiten des Spieles gilt, war kein Teil des Deals. Bis man ins Spiel kommt verbringt man gute 3 Minuten mit Ladezeiten, bei denen erst mal der Ladebildschirm, dann das Menü, dann die Missionsinformation und schlussendlich das Level selbst geladen wird. Erinnerungen an Midnight Club 3: DUB Edition werden wahr und die Tränen vor Müdigkeit und Langeweile begrüßen den Tester wieder aufs Neue.

Die Missionen sind sehr spaßig und weitgehend angenehm fordernd, wobei jedoch auch der ein oder andere Frustmoment auftreten kann, wenn man wegen eines technischen Mankos wie der umständlichen Kamerajustierung einen Gegner übersieht und damit dem sicheren Tod ins Auge blicken muss. Dennoch kann man mit Geduld (welche bei diesem Spiel Voraussetzung nummero uno ist) viel Unterhaltung aus dem Silberling pressen, wenn man seine Ansprüche in der Technik weit herunterschraubt.

Mit der phänomenalen Grafik der großen Vorbilder kann SC Essentials auf keinem Metier mithalten. Weder die Umgebungsdetails, die Charaktermodelle, noch die Licht- und Schattenspielereien haben es in bezaubernder Form auf die PSP geschafft. Nicht dass sie überhaupt nicht vorhanden wären, aber von einer PSP kann man durchaus mehr erwarten, als hier geboten wird. Um einen passenden Vergleich anzustellen, kann man die Grafik mit einer höher aufgelösten und detaillierteren Version des DS-Auftritts vergleichen. Zur Finesse der Konsolenversionen fehlt noch ein großes Stück. Ein anderes Manko ist auch die Dunkelheit. 90% der Spielzeit werdet ihr von der Grafik sowieso nicht wirklich viel wahrnehmen, da man die ganze Zeit mit dem Nachtsichtgerät durch die 12 Level wandert und jede optische Spielerei komplett verloren geht.

An dieser Stelle fragt man sich wirklich, ob Splinter Cell überhaupt auf einem Handheld in solcher Form erscheinen sollte, da man Spielen im Freien absolut vergessen kann. Traurig sind auch die vielen Bugs und Clippingfehler, die das Spiel unfertig wirken lassen. Während einer unserer Sessions mit Sam ist das Spiel sogar einmal abgestürzt - so etwas darf bei einem Konsolengame, das nicht gepatcht werden kann, wirklich nicht vorkommen. Punktabzug!

Auch der Sound ist eher durchschnittlich. Während der Levels muss man sich ohnehin mit den Effekten begnügen, da auch der modernste Spion noch nicht mit einem iPod verkabelt ist. In den Menüs erklingt eine düstere Melodie, die jedoch sehr gut zum Ambiente des ganzen (Mach)Werkes passt. Löblich ist die tolle Lokalisierung und Synchronisierung in Deutsch, welche die spannende Story noch einmal um ein vielfaches atmosphärischer gestaltet und den Spieler bei den Zwischensequenzen gebannt vor der PSP verharren lässt.

Kenner der Vorgänger werden Sam´s PSP-Auftritt in knappen 7 Stunden komplettieren können, wobei Anfänger einige Stunden mehr investieren müssen. Diese Zeit ist jedoch vom technisches Aspekt abgesehen ein Hochgenuss, da das Gameplay auch auf der PSP erste Sahne und Sam wie eh und je ein wahrer Akrobat in der Kunst der Spionage ist. Als Zusatz wurde des Weiteren auch ein Multiplayermodus integriert, bei dem man eine Art stilles Deathmatch austragen kann.

Fazit:
Leider teilt Splinter Cell Essentials dasselbe Schicksal wie Prince of Persia Revelations. Das Spiel hat wirklich gute Ansätze und das Gameplay ist durchdacht und perfekt an die PSP angepasst. Jedoch scheitert das Game vor allem an den technischen Komponenten. Die Optik ist nicht sauber und duzende Grafikfehler lassen das Spiel wirken, als ob es keine Zeit mehr für ein wenig Feintuning gab, da der Release nahte. An dieser Stelle ein Appell an UbiSoft: Jungs, wir wissen, dass ihr im Stande seid gute Spiele zu machen, doch lasst euch bei der PSP ein wenig mehr Zeit und nutzt diese sinnvoll! In diesem Stadium ist Splinter Cell Essentials nach PoP Revelations leider schon die zweite große Enttäuschung aus der Kultschmiede UbiSoft.

Paul Schütz [Juste Belmont] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an UbiSoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Ausgezeichnete, aber komplexe Steuerung.
GRAFIK
5 von 10
Grafikfehler, Kameraschwächen und dunkle Optik bilden kein gutes Team.
SOUND
7 von 10
Tolle Synchronisation und knackige Soundeffekte.
FEATURES
7 von 10
12 Level - für Anfänger im Genre ideal, für Profis zu simpel.
MULTIPLAYER
6 von 10
Stilles Deathmatch bietet nicht viel Abwechslung.
GESAMT-
WERTUNG:
69%
Mobilitätsfaktor: [0 /10]
"Schwarz wie die Nacht inklusive grausiger Ladezeiten."







Details
Spielname:
Splinter Cell: Essentials

Publisher:
Ubisoft

Developer:
UbiSoft

Genre:
Adventure

Release:
30.03.2006 (erschienen)

Multiplayer:
Ja

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (22)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop