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Ys - The Ark of Napishtim


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Ys - The Ark of Napishtim Review vom 27.09.2006

Willkommen in einer anderen Welt. Rollenspiele sind seit den 80er Jahren in Japan der Verkaufsschlager schlechthin. Final Fantasy, Zelda, Chrono Trigger, Suikoden - die Aufzählung könnte ganze Bände füllen.
Neben dem Nintendo Entertainment System konnte sich in Japan auch die von Falcom stammende PC Engine ganz gut behaupten. Bekannte Titel wie Street Fighter fanden auf der 8Bit-Konsole mit eingebauten Special-Chips eine neue Heimat und auch eigene Figuren wie der kleine Steinzeitjunge Bonker wurden geboren. Auf der PC-Engine war es auch, wo Adol Christin in der Rollenspielreihe Ys seinen ersten Auftritt hatte. Der rothaarige Held bekam dank des großen Erfolges seine eigene Serie, die mit Ys 6 auf PC und schließlich Playstation 2 ihre bis dato letzte Station gefunden hat. Jetzt ist die Umsetzung von Ys 6 für die PSP erschienen. Ob das Game auch für Unterwegs etwas taugt sagt euch unser Test.

Story, Story, Story
Das Wichtigste an einem Rollenspiel ist neben Rätsel- und Monsterkost natürlich die Geschichte, um die sich alles dreht. In Ys - The Ark of Napishtim geht es um eine sagenumwobene Stelle im Meer, an der ähnlich wie im Bermuda Dreieck immer wieder Schiffe und ihre Insassen verschwinden. Adol Christin erfährt das gleiche Schicksal und er gerät in eine geheimnisvolle Inselwelt, in der Menschen und andersartige Lebewesen gemeinsam ihr Dasein fristen. Nach dem klassischen Schema "Held wacht nach langem Schlaf auf und rettet die Welt" kreuzt man von nun an durch alle Inseln, immer auf der Suche nach verschwundenen (magischen) Spiegelfragmenten, die eine böse Macht für sich beansprucht.

It's a kind of magic
Zugegeben, nicht besonders spannend, aber dank der vielen verschiedenen Personen, die Adol auf seiner Reise trifft und die allesamt eine eigene Geschichte haben wird die Welt lebendig und gewinnt an zusätzlichem Reiz. Die eigentliche Aufgabe ist dagegen recht einfach: Durch Dungeons schlagen und auf dem Weg dutzende von Monster verprügeln, die von Mal zu Mal schwerer werden.
Eine wichtige Aufgabe kommt dabei den Schwertern zu teil, die Adol unterwegs aufgabelt. Das Windschwert hat spezielle Windmagie, das Feuerschwert lässt einen vernichtenden Sturm los und das Blitzschwert... nun ja, es schleudert Blitze. So gehört sich das auch.
Statt eines klassischen Magiesystems mit Zaubersprüchen, Espern und Co. hat man sich dafür entschieden, alle Kraft von den drei Waffen ausgehen zu lassen. Die Klingen lassen sich im zweiten Dorf des Spieles mit Hilfe von Zaubersteinen aufrüsten, die von manchen Tieren fallen gelassen werden. Schmiedet man die "Emels" in die Schwerter werden sie schärfer (und somit stärker) und erhalten spezielle magische Eigenschaften. Mit den bildschirmfüllenden Attacken eines Final Fantasy kann diese Vorgartenmagie zwar nicht unbedingt mithalten, im Kampf gegen die riesigen Endgegner sind sie jedoch eine ganz gute Hilfe.

Neben Ausrüstungsgegenständen wie Schild und Rüstung ist es besonders wichtig, kleine Zusatzgegenstände zu finden, die einem das Leben erleichtern und die einen weiterbringen. So erhält man nach einer Mission beispielsweise eine Art "Tauchermaske", die Adol an einer bestimmten Stelle auch unter Wasser laufen lässt. Oder eine Lampe, die nicht nur im Dunkeln für mehr Input sorgt, sondern auch vermummte Gegner erkennt, die man vorher nicht verletzen konnte. Sammelleidenschaft, ick hör dir Trapsen! Denn genauso wichtig wie Ausrüstung und Emels ist das Trainieren des Charakters. Versucht man manche Dungeons ohne den richtigen Skill zu erobern endet das meist im sofortigen Tode des Helden. Also kräftig rangeklotzt und die immer wieder auftauchenden Gegner vernichtet! Ja wenn da nicht...

Gameplay:
Es wird geladen…
Ja, wenn da nicht das Wörtchen Wenn nicht wäre. Denn die Umsetzung auf die Playstation Portable bringt ein ganz großes Manko mit sich: Die Ladezeiten. Kennt man als PSP-Zocker, aber so etwas hat man bisher auch noch nicht erlebt: Anders als bei Titeln wie beispielsweise X-Men Legends 2 wird nicht der komplette Level in den Speicher geladen (was da schon ca. 30 Sekunden dauert), sondern nur jeder kleine Abschnitt, in dem man sich befindet. Beispiel gefällig? Man geht in der Stadt in ein Haus hinein - fünf Sekunden Ladezeit. Das Haus ist leer, keine Ansprechpartner. Schade, also wieder raus, da es nichts zu finden gibt. "Es wird geladen", diesmal aber ca. 10 Sekunden, weil das Dorf größer ist.
Im späteren Verlauf des Spiels wird es immer schlimmer, wenn man beispielsweise von Plattformen nach unten stürzen kann, die man in den auftauchenden Hüpfeinlagen treffen muss. Hüpf, Absturz, "Es wird geladen". Das nervt.

Genauso wie auch die Ladezeiten im Menü. Ein großes, realistisch designtes RPG wie Untold Legends hatte beim Nachladen von Gegenständen Probleme, aber gerade Ys sollte diese nicht haben. Trotzdem dauert es immer wieder wertvolle Spielsekunden, bis sich das Menü geöffnet hat und man die Gegenstände anwählen kann, die ihrerseits geladen werden müssen. Dank der Trägheit des PSP-Laufwerkes eine Tortur.

Zusammengenommen ist man mehr am Laden als am Spielen. Und das sollte es bei einem Handheldgame wirklich nicht sein (nicht einmal einem Konsolenspieler sollte man so etwas zumuten). Unglaublich schade, denn eigentlich ist Ys 6 kein schlechtes Spiel, das ohne die Ladezeiten eigentlich höhere Wertungen einstreichen könnte. So regiert trotz der guten Steuerung leider nur König Frust.

Grafik:
Die Verlorene Welt
Einmal geladen macht das Ambiente von Ys 6 so einiges her. Riesige Endgegner, große Hallen mit immensen steinernen Kriegern und schöne Effekte erfreuen das Auge. Die Figuren und die normalen Gegner sind jedoch etwas schwach texturiert und besonders die Bodentexturen machen einen schwammigen Eindruck, der bei der PS2-Version nicht so verstärkt aufgetaucht war.

Dazu kommen noch die zahlreichen Ruckeleinlagen, wenn zu viel auf dem Bildschirm los ist. Und auch sonst ist die Framerate nicht besonders hoch, was unverständlich ist, da die Grafik der PSP nicht so viel abverlangt.

Sound:
Ein Königreich für eine CD
Waren Grafik und Ladezeiten nicht unbedingt PSP-würdig, so ist es der Soundtrack: Wunderschöne Melodien, eingängig und mit der Einladung zum Mitpfeifen erfreuen das Ohr des Spielers. Von mittelalterlich bis zum modernen E-Gittarren-Riff ist alles vorhanden.
Etwas abfallen müssen leider die Soundeffekte, diese klingen leicht Dumpf und wiederholen sich zu oft. Variationen wären schön gewesen.

Features und Besonderheiten:
Jäger und Sammler
Wer Spaß daran hat, Stundenlang herumzustromern und Sachen einzusammeln, der wird mit Ys seine Freude haben (wenn er über die Ladezeiten hinwegsieht, die bei den Stunden einen Großteil ausmachen..). Emels zum Aufrüsten der Waffe, Erfahrungspunkte für den Helden und viele versteckte Waffen und Gegenstände warten auf den Spieler.
Für die Playstation Portable hat man außerdem noch ein paar neue Minispiele integriert, die man nach dem Fund von verschiedenen Items aktivieren kann. Dort geht es dann beispielsweise darum, Dorfbewohner von Monstern zu unterscheiden. Eine nette Idee, die eine Weile unterhält, aber mehr leider auch nicht. Auf einen Multiplayermodus, z.B. gerade für diese Spiele, wurde verzichtet.

Fazit:
Es wird geladen in allen Variationen kann zum Hass-Satz des Jahres werden, wenn man ihn zum hundertsten Mal lesen muss. Ys 6 ist durch dieses technische Handicap leider spielerisch zu "disqualifizieren". Andere Spiele wie Tales of Eternia bekommen es doch auch hin, also stellst sich nur die Frage: „Warum?“.
Hoffen wir, dass ein möglicher Nachfolger nicht mit diesen Problemen zu kämpfen hat. Denn Spaß macht das Spiel allemal - man muss nur viel Zeit mitbringen! In diesem Sinne: "Es wird geladen!"


Christian Nork für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.



GAMEPLAY
3 von 10
Es wurde zu viel geladen.
GRAFIK
5 von 10
PSP-Standard mit zu vielen Rucklern.
SOUND
7 von 10
Wunderbare Musik, schwache Effekte.
FEATURES
6 von 10
Viel zu Sammeln, kein Multiplayer.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden.
GESAMT-
WERTUNG:
68%
Mobilitätsfaktor: [2 /10]
"Helle Grafik, aber unglaublich dusselige Ladezeiten, die so niemals hätten auftreten dürfen."







Details
Spielname:
Ys - The Ark of Napishtim

Publisher:
Konami

Developer:
Konami

Genre:
Rollenspiel

Release:
18.09.2006 (erschienen)

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (14)

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