Guilty Gear Judgment
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Guilty Gear Judgment
Review vom 11.11.2007
Es gibt auf der Playstation Portable schon die ein oder andere Ausnahme in dem Bereich Spiele-Genre, da kann es doch nicht schaden das sich nun ein weiteres Spiel in die Reihe der"Ich-hab-mehr-als-ein-Genre"-Games gesellt. Den Anfang hierbei machte wohl das mehr oder weniger beliebt "Fired up!", welches mit Action, Renn- sowie Shoot ´em up auch in die "Multigenre" Kategorie reinpasste. Mit "Loco Roco" kam dann ein Innovationstitel und brachte neben Geschicklichkeits auch Denksport auf den Edelhandheld von Sony, aber auch ein komplett neues Spielsystem sorgte dafür das man sich bis heute noch nicht einig ist welches Genre den nun bedient wird. Nun kommt ein weiterer Titel, der mit mehreren Genre bestückt wurde. So finden sich in "Guilty Gear Judgement" auch Spuren von Rollenspielen, aber in erster Linie ist es eine Mischung aus Action-Adventure und klassichem Beat ´em up. Nun sind wir endlich soweit und werden uns das Multitalent unter den Nagel krallen.
Nehmt man alleine die Hülle des Spieles in die Hand fällt schon die erste Besonderheit des Spieles auf. Denn neben dem Serien Ableger "Judgement" findet sich auch noch eine Portierung von "X2" auf der UMD, welche für direkt für die Playstation Portable angepasst wurde. Somit kann man, sollte man sich von dem Haupttitel der kleinen Silberscheibe losreißen, auch die ein oder andere Runde adrenalin-geladenes Beat ´em Up im Retro-Stil erleben. Doch dazu später mehr, widmen wir uns erst einmal dem essentiellen Teil, "Guilty Gear Judgement".
Wie schon die Einleitung sagt, ist "Guilty Gear Judgement" ein Mix aus verschiedenen Action-Genres. So ist das Spiel eine Mischung aus Action-Adventure und Prügler mit einem Hauch Rollenspiel. Grundlegend gibt es 2 Spielmodi. Neben den bekannten Survival Modus ist auch eine Story integriert. Diese verteilt sich auf vier Level, welche sich jeweils in fünf Areale aufteilen. Das fünfte Level ist nur noch der Weg zum Endboss. Wie bekannt kann man neben den Charakteren am Anfang im Verlaufe der Story noch weitere Protagonisten zum Spielen dazu erwerben. Dafür muss man mit bestimmten Helden den Storymodus absolvieren, zweckdienlich bleibt der Verlauf aber bei jedem Mal gleich. So wird die am Anfang noch relativ kleine Riege spielbarer Charaktere gleich dreimal so groß.
Während des Spieles läuft man im 2D Stiel über das Spielfeld von Links nach Rechts. Abwechslung gibt es keine, neben ein paar sehr wenigen Sprungeinlagen, liegt das Hauptaugenmerk nach wie vor auf dem dezimieren der Monsterscharren. Die Besonderheit dabei ist, dass man wie bei einem Sidescroll Shoot ´em Up nicht einfach nur Links und Rechts, sondern auch in der dritten Dimension seinen Einfluss ausübt. Und genau hier liegt der Knackpunkt: Statt einfach nur rumzulaufen kann man sich in jede beliebige Richtung bewegen, genau wie die Widersacher. Das klingt am Anfang etwas einfacher und unwichtig, bringt dem Spiel jedoch einen besonderen Bonus. Somit sind selbst manche Kämpfe gegen den Obermotz um einiges interessanter als in bekannten Beat ´em Ups. Dennoch ist die Eingewöhnungs-Phase eher kurz, da die typische Steuerung der “Guilty Gear“ Serie auch in diesem Spiel beibehalten wurde. Somit kann man im Nu die Gegner eins nach dem anderen ins Jenseits schicken und mit mächtigen Kombiangriffen auftrumpfen. Diese sind auch dringend notwendig, denn je weiter man sich in die Story vertieft, umso härter wird es. In späteren Levels ist es unabdingbar, seinen Charakter mit all seinen Fähigkeiten zu beherrschen um eine Chance zu haben den Gegnern standzuhalten.
Neben dem Storymodus steht auch noch der Survivalmodus zur Auswahl. Dieser prüft die Kenntnisse des Spielers auf Herz und Nieren. Mit nur einer Energieleiste geht es los in Kampf gegen die Unendlichkeit. Beginnt man am Anfang noch gegen niedliche Monsterlein zu kämpfen so wird daraus später ein Scharmützel welches mehrere Bücher füllen kann.
Wer aber neben diesen beiden Optionen noch Abwechslung sucht sollte sich lieber gleich im Auswahl-Bildschirm für die andere Möglichkeit entscheiden. So dauern manche Kämpfe etwas länger und einige Level sind schon etwas in die Länge gezogen. Mit der Reloaded-Version von “Guilty Gear X2“ kann man aber nichts falsch machen. Neben den verschwindend geringen Ladezeiten ist vor allem die Dauer einiger Kämpfe unterwegs die bessere Entscheidung. Denn hier ist nicht ein experimentelles Projekt, was versucht mehrere Genre zu vereinen, sondern ein klassischer Prügler. Hier sind leider schon von Anfang an alle Kämpfer verfügbar, so dass das Hauptaugenmerk eher auf dem “großen“ Titel der UMD liegt. Dennoch ist die Portierung gelungen und macht kurzzeitig durchaus Spaß.
Gameplay:
Die Steuerung des Spieles ist schnell erlernt und geht sofort ins Blut. Es ist nach maximaler einer Stunde kein Problem mehr, mit einem beliebigen Charakter das sämtliche Kombinations-Arsenal der Angriffe auszuführen. Dennoch steigt der Schwierigkeitsgrad schneller als man es sich erhofft. So kann man ab Beginn von Level 5 das ein oder andere mal verzweifeln, da der Endgegner schon viele Nerven kostet.
Leider wurde auch in anderen Bereichen gepatzt. Zwar ist die Steuerung leicht erlernt, aber um sie zu perfektionieren wäre zumindest ein Trainingsmodus wünschenswert. Dieser wurde dem Spiel leider nicht spendiert, genauso wie das beliebte “1 vs. 1“ Match bzw. “3 on 3“ Battle. Insgesamt gibt es neben den Story und Survival keine anderen Spielmodi. Hier bieten einzig und allein das mitgelieferte „X2“ sowie der Multiplayermodus Abwechslung. Dennoch kann man schon alleine mit den beiden ersten Beispielen eine ganze Zeit Unterhaltung haben.
Grafik:
Wie schon die anderen Teile der “Guilty Gear“-Reihe besteht auch “Judgement“ aus zweidimensionalen Sprites. Diese sind, ob nun Spieler, Gegner oder auch der Hintergrund, schön anzusehen und machen einen guten Gesamteindruck. Die Spezialeffekte passen sich diesem Stil perfekt an. Auch Probleme mit Framerate und Ähnlichen konnten vermieden werden. Dennoch ist das Spiel nicht gerade auf der Höhe der Zeit. Trotz der Stimmigkeit der Grafik hat man irgendwie alles schon einmal gesehen. Hier wird einem zwar Bewährtes geliefert, aber leider nichts Neues.
Sound:
Die musikalische Begleitung des Spielgeschehens passt genau wie die Faust aufs Auge. Mit rockiger Musik geht es hier in den Feldzug gegen allerlei Ungetüme, die mit den Geräuschen ,die sie von sich geben, das Ego stärken. Nicht umsonst ist in dem Handbuch des Spieles fasst genauso viele Musiker wie Programmierer, Designer und Grafiker zusammen auf Papier gebracht.
Obwohl es sich manchmal so anhört als ob die Monster ihr aussehen verwechselt haben gibt es dennoch die ein oder anderen Freudensrufe in Richtung des Displays der Playstation Portable. Mit den Effekten wurde hier nicht gespart, auch der Protagonist gibt den ein oder anderen Ton von sich. Aber spätestens bei den Dialogen haben diesen keinen Plan mehr was sie sagen sollen.
Features und Besonderheiten:
Wie Eingangs schon erwähnt wurde verfügt die UMD wo eigentlich nur ein Spiel sein sollte gleich über Zwei. Somit kann man sagen, das „Guilty Gear Judgement“ jedes Spiel in Sachen Features schlägt. Aber auch mit deutscher Sprache, gelungenen Sound und einem durchaus gelungenen Multiplayermodus misst der Zusatzoptionsfreudige nichts.
Multiplayer:
Wie es sich bei jedem guten Prügeler gehört wurde auch bei “Guilty Gear Judgement“ eine Option zum Spielen mit Freunden beigelegt. So kann man mit seinem Kumpel den Storymodus durchspielen oder sich gegenseitig die ein oder andere Schelle verpassen. Das ganze macht Spaß und bietet auch eine ganze Menge Unterhaltung, die mehr als nur einen Abend anhält. Unverständlicherweise wurde auf eine „Game-Sharing“ Option verzichtet.
Fazit:
„Guilty Gear Judgement“ ist eins der wenigen Spiele, welches sich trotz mehrere Genres nicht groß von anderen Spielen unterscheidet. Trotz dem Adventure-Parts des Spieles bleibt es ein Beat ém Up, das weder besonders gut noch schlecht ist. Zwar werden die meisten Zocker dem Spiel vorwerfen das es sich um ein 0815 Beat ém Up handelt, dem ist aber nicht so. Gerade durch den gelungenen Storymodus und der Möglichkeit, gegen Monster-Scharren zu kämpfen bietet das Spiel dem Freund guter Action mehr als es den Anschein hat. Der Rollenspiel-Part besteht zwar nur aus einer minderwertigen Story, die nur dazu da ist das Spiel in fünf Level aufzuteilen, ist aber immer noch um Längen besser als bei der Konkurrenz wie „Tekken: Dark Resurrection“
Hans Kratochwil für PlaystationPortable.de
Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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GAMEPLAY
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Einfach zu lernen, lange zu perfektionieren. |
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GRAFIK
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Stimmig, aber nicht mehr ganz Aktuell. |
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SOUND
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Gut, aber nicht perfekt. |
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FEATURES
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Hier trumpf ein Feature richtig auf. |
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MULTIPLAYER
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Spaßig, aber leider nur zu zweit. |
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GESAMT-
WERTUNG:
76%
Mobilitätsfaktor: [7 /10] "Kurze Ladezeiten und kurze Spielzeit."
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Details
Spielname:
Guilty Gear Judgment
Publisher:
THQ
Developer:
THQ
Genre:
Fighting
Release:
30.09.2007 (erschienen)
Multiplayer:
ja
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (10)
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