Samurai Warrior - State of War
- Testbericht
- Screenshots (28)
- News & Videos (6)
- User (17)
- Spiel Kaufen
Samurai Warrior - State of War
Review vom 13.04.2006
Horden von Gegnern, Schwerter, riesige Schlachten und mächtige Helden. Das sind die Markenzeichen von einem Spiel a la Dynastie Warriors. Entwickler Omega Force, welcher ebenfalls mit den Dynastie Warriors-Serie zu tun hat, bringt mit „Samurai Warriors – State Of War“ einen frechen Abklatsch des Genres. Ob das Spiel nun dem Motto „Lieber gut kopiert als schlecht selbst gemacht“ folgt, wollen wir uns nun einmal genauer ansehen.
Beim Spielstart macht uns ein Intro unmissverständlich klar, was wir in diesem Spiel zu tun haben; Mit einem Helden der Wahl eine feindliche Armee mit Spezialattacken und Anderem niederzumetzeln. Erwähnenswert ist, dass die Ladezeiten beim Spielstart komischerweise groß ausfallen. Es dauert über eine Minute bis ich überhaupt im Hauptmenü lande.
Ist diese Tortur überstanden, zunächst eine erste Bestandsaufname. Zunächst empfiehlt das Spiel, das wir auf „Easy“ spielen. Im Menü dürfen wir je nach Belieben weitere Einstellungen von Steuerung oder Sound vornehmen. Unter „Vault“ können wir jederzeit die gesammelten Trophäen (Schriftrollen, Waffen, Charaktere) anschauen. Nachdem wir uns in das Spielmenü gedrückt haben, dürfen wir aus 3 Modi wählen. Ersterer ist der Story-Modus. Dann gibt es noch einen Free-Modus, in dem einzelne Missionen gespielt werden können. Also im Prinzip der Story-Modus mit anderem Namen. Die letzte der drei Modi ist dann der Multiplayer für bis zu 4 Spieler.
Im Story-Modus wähle ich mir nun meinen Charakter aus. Anfangs gibt es zwar nur eine Hand voll, später darf aber aus 20 Charakteren gewählt werden. Diese haben abgesehen von komplizierten, japanischen Namen, die sich keiner merkt, nichts gemeinsam. Jeder Held verfügt über eigene Stärken und Schwächen was Kraft, Energie oder Schnelligkeit angeht. Dazu kommen verschiedene Waffentypen wie Lanze oder Schwert. Und natürlich am wichtigsten: Die Spezialattacken.
Jeder Charakter kann trainiert werden, was durch simples Sammeln von Erfahrungspunkten geschieht. So wird jeder Charakter nach und nach Stärker und bekommt neue Skills, die den Helden aufbessern. So gibt es zum Beispiel Chance auf doppelten Schaden bei geringer Energie des Helden.
Nach der Auswahl des Helden wird die Story gewählt. Es gibt mehrere Handlungsstränge die mit verschiedenen Charakteren gespielt werden können. Welche Handlung mit welchem Charakter spielbar ist, variiert dabei. Alle Handlungsstränge basieren dabei natürlich auf einem Hauptschema. Je nach Charakter und Handlungsstrang offenbart sich dann ein unterschiedliches Ende der Geschichte. Ob man mit dem bösen Krieger dann Japan erobert oder als Held den Clan verteidigt, hängt somit von der Wahl des Charakters ab. Bei jedem Fortschritt werden hier neue Figuren und Handlungsstränge frei geschaltet. Am Ende gibt es um die 20 Charaktere zur Auswahl.
Wie es sich für einen Story-Modus gehört, das dieser natürlich auch eine Handlung. Allerdings gibt es hier ein Problem. Was ist, wenn dutzende Charaktere auf einmal auftauchen, dessen komplizierte Namen man sich so gut wie nicht merken kann (und will)? Und was ist wenn statt fetzigen Zwischensequenzen ein Standbild mit Text zum wegdrücken eingeblendet wird? Richtig, der Spieler ignoriert die Story. So ging es mir nach 2 Textpassagen. Aber soviel sei gesagt: Das Spielszenario spielt im alten Japan zur Zeit der Samurais und Clans. Die Charaktere des Spiels teilen sich dabei auf die verschiedenen Armeen der Story auf, wodurch man die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erlebt.
Jeder Handlungsstrang beseht aus etwa 5 Missionen, diese durch besagte Textdialoge miteinander verknüpft sind. Jede Mission spielt auch einem taktischem Schlachtfeld, ähnlich einem Schachbrett. Hier bewegt ihr eure Armee und andere Truppen anzugreifen oder Gebiete einzunehmen. Macht ihr Umwege könnt ihr euch Schätze unter den Nagel reißen. In besonderen Arealen wie zum Beispiel einem Bambusdickicht könnt ihr eure Armee verstecken. Erhaltet ihr Schlüsselgegenstände von Gegnerischen Truppen, könnt ihr damit Tore öffnen und neue Areale auf der taktischen Karte für euer Heer zugänglich machen. Zudem können auf dieser Karte Schriftrollen benutzt werden. Diese können beispielsweise Truppen auf nahe liegenden Feldern schädigen oder eure eigenen Truppen heilen.
Wenn man nun sein Heer auf dem Schlachtfeld bewegt und dabei auf eine gegnerische Armee trifft, wechselt das Spiel in den Kampf-Modus. Hier wird in 3D-Grafik und Third-Person munter geschlachtet bis der Arzt kommt. Es gibt dabei verschiedene Missionskriterien. Mal muss der Anführer der Armee besiegt werden oder es müssen Gegner einer bestimmten Sorte (Auch mal unter Zeitdruck) besiegt werden. Das war’s. Es gibt keine anderen Missionen und man metzelt immer auf die gleiche Art und Weise.
Die Steuerung ist recht einfach gestrickt. Laufen mit Digipad oder Analogstick, und spezielle Moves wie zum Beispiel eine Rolle zum Ausweichen. Auf der X-Taste wird gesprungen, Kreis löst die Spezialattacken aus, welche jedoch nur bei voller Mana-Leiste (diese füllt man durch Kills auf) ausführbar sind. Die Dreieck-Taste ermöglicht Fokus, wodurch man ebenfalls Mana-Energie sammeln kann. Und via Viereck schlägt man mit der Waffe. Das ist dann die Taste, die man beim Spiel kontinuierlich drückt. Texte wegklicken, Optionen bestätigen und Gegner schlagen. Eines muss man hier dem Spiel lassen: Mit einer einzigen Taste kommt man hier ziemlich weit.
Auch wenn es mitunter komisch klingeln mag, aber das war’s. Mehr passiert bei diesen Kampfgefechten nicht. Es sei denn ihr spielt auf einem hohen Schwierigkeitsgrad. Dann schlagen die Gegner nämlich oft zurück und das ganze wird sehr knackig. Oder auch unmenschlich. Denn trotz einer Taktischen Karte und Co. Hat man hier kaum eine Chance mit Taktik weiterzukommen. Combos sind das A und O. Wenn es sie denn gäbe. Ich habe alles probiert, bin jedoch zu dem Entschluss gekommen dass es wenig Möglichkeiten gibt sic Combos anzutrainieren. Man hämmert auf die Knöpfe und schaut wie weit man kommt. In diesem Falle beim hohen Schwierigkeitsgrad nicht sehr weit.
Grafik:
Ein Aspekt der bei diesem Spiel besonders auffällt ist die Grafik. Zwar weiß das Spiel mit seiner Vielzahl an Mission zu überzeugen, jedoch sehen diese alle gleich aus. Permanent läuft der Held des Spielers auf einem braunen Boden mit braunen Hügeln, braunen Häusern und ab und an einem braunen, verdorrten Baum. Selbst wenn auf der taktischen Karte der Missio ein Bambuswald oder ein Fluss als Arealbild auftaucht, läuft man am Ende in einer Einöde herum. Kurz gesagt: Alles sieht fast gleich aus. Zwar ist das Spiel ruckelfrei (auch bei Horden von Gegnern), allerdings ist die Weitsicht im Areal kürzer wie der Daumen an der Hand. Die Gegner erscheinen daher so plötzlich das man immer denkt „Nanu, wo kommen die denn schon wieder her?!“ und nicht selten passiert es, das man direkt in solche Gegnerhaufen hineinläuft, sofern die Kamera nicht via L-Taste ausgerichtet wurde. In höheren Schwierigkeitsgraden ein sicheres Todesurteil. Allerdings ist das Charakterdesign sehr gelungen und auch die Effekte der Spezialattacken wissen zu überzeugen. Auch die Animationen sind recht gut gelungen. Im Gesamtkonzept haben wir es hier aber nur mit einem Mittelklasse-Spiel zu tun.
Sound:
Aufgrund der Veranlagung des Spiels bekommen wir es hier natürlich mit einem passenden Soundtrack zu tun, der mit den typischen Instrumenten aufwartet. Das Ganze funktioniert recht dezent und passt doch ganz gut zum Spiel, allerdings sind die Soundeffekte ziemlich dürftig. Mir schien es, dass jeder Gegner und Held im Spiel maximal 2 Sound-Samples hat. Wenn man nun also 200 Mal den gleichen Gegnertyp abschlachtet, und dieser bei seinem Weg ins Jenseits immer den Selben Laut ausspuckt, dann stellt man den Sound schon fast aus Reflex aus. Ist aber nicht weiter schlimm, da man Sprachausgabe und einen wirklich gelungenen Soundtrack nicht verpasst. Diese beiden Dinge hat das Spiel nämlich auch nicht. Auch hier wirklich nur mittelmäßige Kost.
Multiplayer:
Einen Multiplayer gibt es bei dem Spiel natürlich auch. Wäre aber auch schlimm, wenn dem nicht so wäre. Zunächst wählt man zwischen den Spielmodi „Vanguard“ und „Bandit“. In „Vanguard“ kämpft man mit bis zu vier Spielern gegen eine Armee und tötet die Anführer. Der Spieler der zuerst 5 Armeeführer getötet hat, gewinnt. Beim Modus „Bandit“ müssen durch das Besiegen von Gegnern Gold und Co. Gesammelt werden. Der Spieler der zuerst 10.000 Goldeinheiten beisammen bekommt gewinnt. Beim Spielstart wählt jeder Spieler seinen Held aus. Mehr als beachtliche 20 Charaktere gibt es hier zur Auswahl. Danach wählt man noch sekundäre Führer seiner Armee. Und dann geht’s auch schon los. Ende der Geschichte, denn mehr bietet der Multiplayer nicht.
Fazit:
„Samurai Warriors: State Of War“ ist ein Spiel bei dem man 20 Minuten lang denkt „Is ja ganz nett!“. Mit jeder Minute die man dann länger mit dem Spiel verbringt, merkt man, dass trotz der großen Anzahl von Missionen außer dem Aufleveln und Freischalten von Charakteren nichts weiter passiert. Und das wird dem Spiel zum Verhängnis. Null Abwechslung und jede Mission spielt sich fast identisch. Das sollte gerade bei einem Spiel dieser Art vermieden werden. Zwar haben wir hier ein sehr solides Spiel, allerdings gibt es auf der PSP weitaus bessere. Ich für meinen Teil habe das Spiel schon ins Regal gelegt und die Chance dass ich es noch einmal zum Spielen herauskrame ist prozentual mindestens doppelt so niedrig wie die Wertung. Schade eigentlich, wo das Grundkonzept doch ganz annehmbar ist.
Lars Peterke [SamusAran] für PlaystationPortable.de
Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars..
 |
GAMEPLAY
 |
Viel zu eintönig und gleich, ohne Tiefgang in der Story. |
|
GRAFIK
 |
Recht passabel, jedoch langweilig und ohne Abwechslung. |
|
SOUND
 |
Passt zum Spiel, allerdings sind die Sounds mehr als störend. |
|
FEATURES
 |
Viele Skills, Waffen und Charaktere, jedoch sehr wenig Spiel-Modi. |
|
MULTIPLAYER
 |
Sehr erzwungen wirkender Multiplayer. |
|
|
GESAMT-
WERTUNG:
65%
Mobilitätsfaktor: [7 /10] "Lange Ladezeiten zu Beginn. In Missionen kann aber jederzeit gespeichert werden."
|
 |
|
|
|
|

Details
Spielname:
Samurai Warrior - State of War
Publisher:
THQ
Developer:
THQ
Genre:
Adventure
Release:
April 2006 (erschienen)
Multiplayer:
1-4 Spieler
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (28)
Jetzt Bestellen:
Zum Shop
|