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Mega Man: Maverick Hunter X


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Mega Man: Maverick Hunter X Review vom 09.03.2006

Auf der Playstation Portable jagt ein Spiel das Nächste und nicht selten kenn man diese Titel schon von den aktuellen Konsolen, oder jene, die einst einmal aktuell waren. Mit Mega Man: Maverick Hunter X kommt ein aktuelles Beispiel für ein Spiele-Revival, doch wer glaubt, dass man es hier mit einer 1 zu 1-Umsetzung des Vorbildes Mega Man X auf dem Super Nintendo zu tun hat, irrt sich gewaltig. Eher könnte man behaupten, das Spiel basiere wie ein Film zum Buch auf den Klassiker von 1993. Nach den zahlreichen Neuauflagen der Mega Man Serien, beispielsweise auf dem Game Boy Advance und den Kompilationen auf den aktuellen Konsolen, war es für die Entwickler an der Zeit einen neuen Weg einzuschlagen und das Wörtchen „Revival“ neu zu definieren. Der Old-School-Shooter mit dem blauen Bomber in der Hauptrolle wurde komplett generalüberholt, doch was ist besser? die Neuauflage oder das Original? Diese und noch weitere Fragen werden im folgenden Test erklärt.

Wer nun meint, die klassische Mega Man Serie mit der Mega Man X Serie vergleichen zu können, der irrt sich. Die X-Serie ist wesentlich "reifer“ und besticht mit einer durchdachten Story, die in der Playstation Portable-Variante neu erzählen wird:

In einer entfernten Vergangenheit hat Dr. Light eine neue Evolutionsstufe des Roboterbaus durchbrochen. Er hat den ersten Reploid Mega Man X entwickelt. Dieser ist in der Lage selber Entscheidungen zu treffen und frei zu denken. Dr. Light denkt, dass diese Entwicklung noch mindestens 30 Jahre Erprobungszeit benötigt und schließt X für diese Zeit weg. Über die Jahre wird Light’s Labor zerstört und erst viel später findet Dr. Cain das zerstörte Labor und dort auch den neuen Protagonisten. Fasziniert von diesem Reploid, baut Dr. Cain eine neue Robotergeneration auf dieser Basis. Da diese Roboter in der Lage sind frei zu denken und zu handeln muss natürlich besondere Acht auf die Reploids gelegt werden und Cain entwickelt eine Art Roboterpolizei genannt die Maverick Hunter und dessen Anführer, auch ein Reploid, ist Sigma. Doch es kommt wie es kommen musste Sigma stellt sich gegen die Menschen und mit den Maverick Huntern im Schlepptau ist er eine Gefahr für die Menschheit. Cain schickt X in den Kampf und an seiner Seite ist ein weiterer tapferer Krieger namens Zero…

Das Spiel beginnt also damit, dass erstmal eindrucksvoll die Geschichte als Anime-Film gezeigt wird. Immer mehr Roboter wenden sich gegen die Menschen und als selbst Sigma, der Anführer der Maverick Hunter die Seiten wechselt, können nur noch zwei Helden das Schicksal der Welt besiegeln. Hier setzt man nun als Spieler ein und trifft auf diverse alte Freunde die nun zu Feinden wurden. Die Stimmung, die durch die animierten Zwischensequenzen und der neuen Sprachausgabe erzeugt wird ist sehr eindruckvoll und gehört zu den besten Neuerungen überhaupt. Die Gefühlslage von Mega Man X kommt sehr zur Geltung, sein Grübeln nach dem Sinn und seine Aggression aufgrund des hinterlistigen Verrates von Sigma und seiner Gefolgschaft.

Diesen Zwiespalt zwischen innerer Wut und Enttäuschung gilt es nun wett zu machen und die Menschheit vor der Vernichtung zu retten. Ein klassischer 2D-Sidescrolling-Shooter wie es im Buche steht. Insgesamt gilt es nun, acht frühere Freunde aufzuhalten und zuvor ihre Level zu meistern. Jeder Endgegner wird einem bestimmten Element, oder einer bestimmten Technik zugeordnet und so unterscheiden sich auch die verschiedenen Level von ihrem Inhalt her. So ist das Level des kühlen Bosses „Chill Penguin“, wie der Name schon deuten lässt, sehr frostig und schneebedeckt, das Level von "Flamme Mammoth" hingegen ist heiß und feurig. Bei einem Sieg über einen solchen Endboss wird Mega Man X mit der entsprechenden Waffentechnik belohnt und verstärkt somit seine Fähigkeiten. Auf dem Weg von links nach rechts durch die Level gilt es, eine Vielzahl von kleineren bis mittleren Gegnern mit Hilfe der Blasterwaffe zu erledigen. Pickups zum Aufladen der Lebensenergie oder Waffenenergie sind dabei stets hilfreich. Erst wenn man sich einige Male durch die verzwickten Level gewunden hat und auf einen der harten Endgegner stößt, bemerkt man, dass diese bestimmte Schwachstellen haben. Feuer schlägt Eis, Eis schlägt Elektro, etc. nach dem üblichen Schere-, Stein-, Papier-Prinzip gilt es nun sich Level für Level weiter zu kämpfen und neue Waffentechniken zu erlernen.

Für die besonders fleißigen Marverick Hunter gibt es noch zahlreiche Extras, die Mega Mans Attribute verbessern. Energie-Herzen zum Beispiel gibt es in jedem Level eines, welches darauf wartet gefunden zu werden, um die Lebensleiste von X permanent zu erhöhen. Auch so genannte Sub-Tanks helfen einem in der großen Schlacht um Sigma und Co. weiter. Diese speziellen, insgesamt vier versteckten Behälter ermöglichen es, sofern man sie ausreichend mit Energie füttert, die Energieleiste des Protagonisten komplett aufzufüllen. Gerade bei hartnäckigeren Endgegnern kann dieses Zubehör eine echte Erleichterung darstellen. Last but not least ist es auch möglich, Mega Man X mit neuen Bauteilen auszustatten. So gibt es neue Fußteile, die es ermöglich einen kurzen Sprint zu machen. Einen neuen Helm, mit dem es möglich ist, fallende Steine abzuwehren oder durch Springen zu zerstören. Eine neue Rüstung mit der der zugefügte Schaden um die Hälfte teduziert wird und ein Blasterupgrade mit dessen Hilfe man die Waffe weiter als normal mit Energie aufladen kann. Erst mit Hilfe dieser Technik können auch mit den speziellen Waffentechniken neue Angriffsmethoden durchgeführt werden. Wer diese Bauteile alle finden möchte, wird einige Zeit suchen müssen. Zudem gibt es noch eine ultimative Bonustechnik, die Feine mit einem Schlag eliminieren kann, wenn man alle Teile findet, und einen speziellen Raum entdecken kann. Doch den genauen Standort dieses Raumes wollen wir euch natürlich nicht verraten. Selber suchen ist angesagt.

Nach und nach verbessern sich also die Fähigkeiten und Attribute des blauen Bombers und wenn man alle Endgegner besiegt hat, erwarten den Spieler noch einige weitere Level bevor man den letzten Endboss im großen Showdown besiegen kann. Mega Man üblich trifft man hier nochmals auf die zuvor besiegten Bossgegner und muss diese nun nochmals Aufhalten - sogar mehrere am Stück.

Das Spielprinzip ist solide und voll geladen mit purer Action, dennoch gehört Mega Man: Maverick Hunter X zu der Sorte Spielen, die man so spontan an einem Nachmittag schaffen kann. Es gibt mehrere Schwierigkeitsstufen, die weiterhin motivieren sollen, doch eigentlich war es im SNES Klassiker nach dem Besiegen von Sigma vorbei. Es gab schlichtweg nichts mehr zu tun, als das Spiel erneut durchzuspielen. In der Playstation Portable Variante ist dies anders. Hier darf man nach erfolgreichem Durchzocken das gesamte Abenteuer nochmals erleben, nur dies aus einem völlig anderem Blickwinkel. Man schlüpft in die Rolle von Vile, dem Widersache von Mega Man X und erlebt die Geschichte komplett neu. Vile unterscheidet sich von X durch zahlreiche Eigenschaften. So hat er gleich drei Angriffstechniken, die mit Hilfe eines Punktesystems zugeordnet werden müssen. Erst wenn man erneut einen Boss besiegt, verbessern sich diese Attribute, neue Waffen kommen hinzu, etc. Allerdings stehen Vile ein viel breiteres Arsenal an Angriffen und Techniken zur Verfügung, die mehr oder weniger gut geeignet sind, diverse Bossgegner zu erledigen. Nachteil: Es können nur drei zu Anfang eines Levels gewählt und diese bis zum Ende genutzt werden. Auch die Fundorte der Herzteile und Sub-Tanks sind komplett verschieden und der Schwierigkeitsgrad ist ein Stückweit knackiger. Selbst für Kenner von Mega Man X ist dies eine nette Bereicherung.

Gameplay:
Alles fest im Griff. Die Tastenbelegung von Mega Man: Maverick Hunter X ist durchdacht und die Steuerung sowohl via Analogstick als auch D-Pad durchweg positiv. Die verschiedenen Charaktere fühlen sich im Spiel komplett anders an und sind dementsprechend auch anders zu bedienen. Die Navigation durch das Menü ist sehr einfach und obwohl das Spiel komplett in englischer Sprache ist, ist die Sprachbarriere auch für die deutschen Fans nur gering.

Grafik:
Hier kommt sie wieder, die Streitfrage Nummer 1: 2D oder 3D? Fans des Klassikers hätten sich auch prima mit dem alten Quellcode begnügen können und begegnen den Neuerungen eventuell mit Skepsis. Die Entwickler hingegen haben versucht dem Spiel ein wenig Pep einzuhauchen und auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen. Nach einmaligem Anspielen werden jedoch selbst zweifelnde Retro-Fans einsehen, dass diese Neuerungen durchaus gelungen sind. Die Figuren wurden liebevoll in 3D-Modelle umgewandelt und die „Seele“ des Spieles wurde perfekt eingefangen. Die neuen Anime-Sequenzen, Standbilder und Lichteffekte sorgen für eine besondere Atmosphäre, die zumindest bei uns Gefallen gefunden hat. Ein kleines Manko ist, dass wenn viele Gegner auf dem Schirm tummeln, es zu Slowdowns kommen kann. Hier haben die Entwickler wohl die Power der PSP überschätzt.

Sound:
Die bekannten Melodien wurden überarbeitet und neu umgesetzt. Weiterhin bleiben diese sehr rockig und fetzig. Die Einleitungsmelodie vor jedem Endgegner birgt wie 1993 Ohrwurmgefahr und die neue Sprachausgabe rundet das Gesamtkonzept ab. Etwas eintönig hingegen sind die Ballersounds, doch was will man bei einem Shooter erwarten.


Features und Besonderheiten:
Obwohl die Spieldauer relativ gesehen kurz ist, bekommt man durch die diversen Schwierigkeitsstufen, den neuen Charakter Vile, den vielen versteckten Gegenständen, etc. viel geboten. Als besonderen Bonus auf der UMD gibt es noch eine Demoversion von Mega Man Powered Up, der Neuauflage der Ur-Klassischen Mega Man Serie, die sogar via Game Sharing mit Freunden getauscht werden kann. Die Anime-Movies können nach dem Durchspielen nochmals betrachtet werden und so kann man sich das knapp 20 Minuten lange Intro-Video, je nach Lust und Laune nochmals anschauen. Einzig allein ein Multiplayermodus fehlt.

Fazit:
So sollen Remakes aussehen! Capcom hat es geschafft aus einem alten Klassiker ein Spiel für die aktuelle Generation zu entwickeln. Schluss mit den elendigen 1 zu 1-Umsetzungen, die manchen Spielern schon zum Halse raushängen. Zwar gibt es einige Faktoren, die Verbesserungswürdig sind, doch geht Capcom mit Mega Man: Maverick Hunter X einen Schritt in die richtige Richtung und selbst Fans und Kenner des Klassikers können beruhigt zugreifen. Die relativ kurze Spieldauer wird dadurch wett gemacht, dass man einen neuen Charakter geboten bekommt und dadurch das Spiel gerne auch zwei- bis dreimal durchspielt. Ich selbst erwische mich nun dabei, den Titel zum dritten Mal neu anzufangen. Genrefans können sich diesen Titel ruhig näher anschauen und auf weitere Remakes dieser Art und Qualität hoffen.

Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Capcom für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Knackiger, wenngleich kurzer Ballerspaß mit viel drum rum.
GRAFIK
7 von 10
Hübsche 3D-Umsetzung von klassischen 2D-Figuren.
SOUND
7 von 10
Rockige Melodien und monotone Ballersounds.
FEATURES
9 von 10
Demoversion, Game Sharing, Movies und mehr.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden.
GESAMT-
WERTUNG:
82%
Mobilitätsfaktor: [9 /10]
"Perfekte Abstimmung für die PSP mit minimalen Ladezeiten."







Details
Spielname:
Mega Man: Maverick Hunter X

Publisher:
Capcom

Developer:
Capcom

Genre:
Action Jump 'n Run

Release:
03.03.2006 (erschienen)

Multiplayer:
Nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (15)

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