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Medievil - Die Rückkehr


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Medievil - Die Rückkehr Review vom 02.11.2005

Gestatten, Sir Daniel Fortesque, Ritter von Beruf, Feigling aus Berufung und nebenbei tot.
Alles hätte so schön und friedlich sein können. Nachdem Dan von einem verirrten Pfeil getroffen wurde, weil er zurückblieb „um sich die Schnürsenkel zu binden“, bettete man ihn in seiner Gruft sanft und kuschelig zur Ruhe. Aus seinem unrühmlichen Ableben wurde in den Geschichtsbüchern ein heldenhafter Feldzug gegen das Böse gesponnen, bei dem er den Märtyrertod für sein Volk starb. Alles in allem war es doch ganz gut gelaufen.

Aber nein: Seinen Erzfeind, Zauberer Zarok, packt ein weiteres Mal der Grössenwahn. Per dunklem Zauber erschafft er sich eine Armee aus Untoten um - was sonst - die Weltherrschaft an sich zu reissen. Im Rahmen dieser großangelegten Wehreinberufung zerrt es leider auch Daniel aus dem friedlichen Todesschlummer ins lebhafte Untotendasein. Zu allem Überfluss hat sich während Dans Ferien im Jenseits ein vorlauter Mini-Flaschengeist in der Höhle seines ausgeschossenen Auges eingenistet.

Unser etwas tollpatschiger Recke kann das natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Ergo zieht er aus um seinem, nun sagen wir mal "glücklich erworbenen" Ruf als Held von Gallowmere gerecht zu werden. Um den direkt aus einer schlechten Travestieshow entlaufenen Zarok Dingfest zu machen, braucht Sir Dan ein bestimmtes Artekfakt. Wie bei derartigen Artefakten handelsüblich, liegt es allerdings in mehrere Teile zerbrochen über das ganze Land verstreut. Nun gut, man hat ja einen Ruf zu verteidigen, also zieht Daniel los die Welt zu retten. Diesmal wirklich.

Gameplay:
Medievil ist ein Action-Adventure und das mit Leib und Seele.
Mit einem Arsenal voll Nah- und Fernkampfwaffen zieht ihr gegen Lastwagenladungen von Skeletten, Zombies und anderem Getier zu Felde. Dies reicht von Daniels eigenem Arm, über Kriegshämmer und Armbrüste bis hin zu magischen Schwertern. Der Adventure-Teil ist, wie bei solchen Spielen üblich, nichts woran selbst wasserstoffgeplagte Hirnzellen scheitern. Über Kistenverschieben und finde Schlüssel X geht es meistens nicht hinaus. Die sporadisch auftauchenden Hüpfsequenzen sind nicht zu schwierig, aber noch fordernd genug, um nicht langweilig zu werden. Dabei schlägt sich die Kameraführung eher schlecht als recht. Da man diese aber mittels Tastendruck rasch wieder ausrichten kann, kommt man trotzdem gut voran.

Die Level sind klar strukturiert und größtenteils so linear wie mit dem Geodreieck gezogen. Entsprechend unkompliziert gestaltet sich die Wegfindung, nur selten kann man abzweigen um versteckte Boni zu finden. Leider lässt das keine allzugrossen Freiheiten zum Ausprobieren von alternativen Lösungswegen.

Neue Waffen findet man sinnvoll verteilt in den Leveln. Ein grosser Steinbrocken versperrt euch den Weg? Dann findet ihr nicht allzuweit entfernt das entsprechende Werkeug oder bekommt sie zwischen zwei Leveln von einem der ebenfalls verstorbenen Recken in der Halle der Helden zugesteckt. Diese kann man allerdings nur betreten, wenn man alle Feinde im vorangeganenen Abschnitt besiegt und einen Seelenkelch gefunden hat. Die Suche danach lohnt, denn die Waffen aus der Halle der Helden sind nicht von schlechten Eltern und gewähren nicht selten neue Möglichkeiten. So kann man z.B. mit dem Kriegshammer die Gräber in einem Mausoleum einschlagen, die vorher verwehrt blieben.
Positiv hierbei und natürlich auch für das Auffinden des Kelches: man kann jedes Level, jederzeit nocheinmal spielen.

Jeder Waffentyp hat eine ganze Reihe von Kombos. Die Angebotspalette reicht von einfachen Schlägen bis hin zu kräftigen Attaken, die sogar Flächenschaden verursachen. Ein Manko ist allerdings, dass man die Liste der Kombos nur in Dans Gruft einsehen kann. In diese könnt ihr nach jedem Level zurückkehren, eure neuen Waffen ausprobieren, Dans Tagebuch (soetwas wie ein nachträgliches Questlog) lesen oder euch eine Auflistung der Feinde ansehen, denen ihr bereits begegnet seid. Ein richtiges Questlog, genau wie eine Karte des aktuellen Spielabschnitts, sucht man allerdings vergebens. Nicht wirklich schlimm , aber es wäre ein schönes Feature gewesen.

Die Steuerung fällt angenehm auf. Auch bei ausgefallenen Kombos braucht man nicht um seine frisch manikürten Fingernägel fürchten. Man kann zwischen Steuerkreuz und Analogstick wählen, wobei der Stick wesentlich genauer arbeitet. Das ist grade in Anbetracht der Kamera sehr nützlich.

Grafik:
Der Grafikstil erinnert stark an Tim Burtons "Nightmare before Christmas". Die Figuren und allen voran Dan sind ein wenig überzeichnet und überzeugen durch individuelle, phantasievolle Gestaltung. Die Animationen sind flüssig, stimmig und teilweise herrlich komisch anzusehen. Dan kann zum Beispiel mangels Unterkiefer und Zunge nur unartikulierte Laute von sich geben. Dank eines ungewöhnlich flexiblen Schädels bringt seine Mimik trotzdem jede Menge Persönlichkeit rüber. Wenn er sich an seinem drei Konfektionsgrößen zu hoch angesiedelten Kriegshammer fast einen Bruch hebt, kann man sich ein Grinsen einfach nicht verkneifen.

Die Texturen sind erstaunlich klar, wenn man sie mit denen der Konsolenversion vergleicht. Die Levels sind alle bunt und liebevoll gestaltet. Es gibt immer wieder Dinge, die sich bewegen und Dan zwischen den Beinen rumwuseln, darunter nahe Verwandte des Eiskalten Händchens aus der "Adams Family" oder auch eine Hand voll Hühner.

Jedes neue Level wird mit einem sehr schön gemachten Video eingeleitet. Auch spezielle Ereignisse innerhalb des Spiels werden so schön in Scene gesetzt. Die Filmchen halten sich stark an die Ingame-Grafik, sind jedoch keine Cutscenes, wie man sieht, wenn man das ganze etwas genauer unter die Lupe nimmt. Negativ fällt allerdings auf, dass dass Spiel nach dem Laden mit leichten Perfomanceeinbrüchen zu kämpfen hat. Das macht sich durch leichtes, aber merkliches Ruckeln bemerkbar.


Sound:
Die UMD kommt Multilingual daher, was dem O-Ton Fetischisten die Möglichkeit gibt, die englische Sprachausgabe zu geniessen.
Diese ist, wie die anderen auch hervorragend. Die Figuren sind passend synchronisiert und grade die sporadischen Einwürfe des Djinns sind zum schiessen. Die Soundsampels sind nichts besonderes, gehen einem dadurch aber auch nicht auf den Keks. Die Hintergrundmusik wird öfter mal durch die Ambientgeräusche übertönt und ist auch sonst eher unauffällig.

Features und Besonderheiten:
Für die 5 Minuten im Bus, für die sich ein starten des Spiels vieleicht nicht grade lohnt, gibt es acht Minispiele. Einige davon stehen schon von Anfang an zur Verfügung, während andere erst freigespielt werden müssen. Die kleinen, unterhaltsamen Games reichen von einer Rattenjagd mit Riesenhammer bishin zu einer Capture the Flag-Variante. Diese Minigames sind auch teilweise sinnvoll in das Gameplay eingebettet. So lässt euch der exzentrische Bürgermeister erst in sein Haus, wenn ihr die für ihn lästigen Enten an seinem Teich in einem Moorhuhnklon erledigt habt.

Auf der UMD befinden sich neben dem Hauptspiel auch zwei spielbare Demos und ein Demovideo zu Medievil. Dieses Bonusmaterial kann über das Gamesharingfeature an andere PSPs gesendet werden. Die Demos zu Fired Up und Wipeout Pure können sogar über Gamesharing im Multiplayer angetestet werden.

Multiplayer:
Leider gibt es keine Möglichkeit das Spiel cooperativ zu bestreiten, dafür kann man in den Minispielen zu zweit gegeneinander antreten. Schön wäre hierbei ein Gamesharingfeature gewesen ... bei den Demos wurde es ja auch so gemacht.

Fazit:
Medievil hebt sich durch seinen schrägen Humor und die wunderbare Synchonisierung von der Einheitsmasse der Action-Adventures ab. Dan ist für mich einer der liebenswertesten Helden, die ich jemals Steuern durfte und die Zwischensequenzen sind wirklich schön gemacht.
Für jemanden, wie mich, der die Vorgänger auf der PSX mochte ist dieses Game genau die richtige Wahl, während andere sich vieleicht an dem teilweise kruden Humor stören könnten.
Natürlich ist Medievil kein Myst, was sich in den spärlichen und nicht grade fordernden Rätseln wiederspiegelt, aber es ist ein spassiges Spiel mit einer guten, wenn auch nicht hervorragenden Langzeitmotivation.

Tamy Jersch [Kamiko Hanakuro] für PlaystationPortable.de



GAMEPLAY
7 von 10
Ein paar mehr Rätsel hätten diesem Game gut gestanden
GRAFIK
8 von 10
Schöne Level und geniale Zwischensequenzen
SOUND
8 von 10
Die Sprachausgabe ist hervorragend
FEATURES
7 von 10
Minispiele und Demos wissen zu gefallen
MULTIPLAYER
5 von 10
Leider nur die Minispiele und das ohne Gamesharing
GESAMT-
WERTUNG:
79%
Mobilitätsfaktor: [6 /10]
"Gerade die Minispiele sind gut für zwischendurch"







Details
Spielname:
Medievil - Die Rückkehr

Publisher:
Sony Computer Entertainment

Developer:
SCE Studios Cambridge

Genre:
Action Jump 'n Run

Release:
01.09.2005 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (22)

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