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EXIT


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EXIT Review vom 12.03.2006

Neue Helden braucht das Land.
Loderndes Feuer, brennende Hochhäuser voller verängstigter Menschen und nur Mr. ESC kann sie retten. Todesmutig stürzt er sich in das flammende Inferno und muss die hilflosen Opfer aus der bedrohlichen Situation befreien. Was sich nach einem packenden Action Abenteuer anhört ist in Wirklichkeit ein modernes Puzzlespiel mit zahlreichen Rätselelementen. Mit Exit schickt Ubisoft ein innovatives Spiel ins Rennen, welches sowohl neue, als auch klassische Elemente vereint und wiederum völlig anders ist. Der Hype in Japan war groß und nun hatten wir, dank Ubisoft, die Möglichkeit jene Version aus dem Land der aufgehenden Sonne zu spielen und zu testen. Ob es hält was es verspricht, erfahrt ihr wie gewohnt in unserem ausführlichen Bericht.

Prince of Persia meets Viewtiful Joe.
Wenn man Exit mit nur einem Satz beschreiben müsste, würde ich behaupten es sei eine verrückte Mischung aus dem Ur-Klassiker Prince of Persia und dem Cell-Shading Prügler Viewtiful Joe. Der schlichte und sehr edle Look des Spiels zusammen mit dem einzigartigen Gameplay sorgen für eine angenehme Atmosphäre zwischen Retrospaß und Innovation. Der Spieler schlüpft in die Rolle des Helden Mr. ESC, im coolen Detektivoutfit mit rotem Schal, und muss sich nach und nach als Lebensretter beweisen. Die ersten 10 Level des Spiels dienen dem leichtem Einstieg und die Steuerungsmöglichkeiten werden im Detail erklärt. So gibt es in den Leveln, insgesamt 100 an der Zahl, zahlreiche Objekte, Opfer des Infernos, verschlossene Türen und Schalter mit denen interagiert werden kann. Die genaue Story des Spiels konnten wir aufgrund der Sprachbarriere Japanisch nicht genau entziffern, dennoch gehört sie eher zu den Nebensächlichkeiten des Titels.

Im Prinzip kann man sich das Spiel so vorstellen, dass man ein Gebäude mit mehreren Etagen im Seitenausschnitt beobachtet und durch die Räume eilt, um den nächsten Augsang zu suchen. Ein Zeitlimit im Nacken sorgt für die nötige Spannung und außerdem sollte man seine Schritte koordinieren und überdenken. Es gilt alle im Bauwerk befindlichen Menschen zu retten und an den diversen Gefahren vorbei zu kommen. So müssen beispielsweise Schalter betätigt werden, um Sprenkelanlangen zu aktivieren und somit brennende Passagen zu löschen. Blöcke müssen verschoben, Türen geöffnet, Wände zertrümmert oder waghalsige Sprünge über Abgründe getätigt werden.

Manchmal muss der Protagonist Objekte wie Schlüssen, Feuerlöscher, Spitzhaken, Leitern, Seile, etc. mit sich führen, um an der entsprechenden Stelle zu nutzen. Ein Seil kann nur zum Herunterrutschen genutzt werden, hingegen eine Leiter kann man sowohl herab, als auch hinauf klettern. Spitzhaken können mehrfach verwendet werden, um sich durch poröse Wände zu schlagen. Feuerlöscher können nur eine bestimmte Größe eines Feuers löschen, etc.

Wenn Opfer zu Helden werden…
Das ganze Spielgeschehen über steuert man eigentlich den Protagonisten mit rotem Schal und hier kommt auch ein neues Element hinzu: Die Opfer der Katastrophe. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Menschen im Gebäude, die darauf warten gerettet zu werden. Ob man nun eine verängstigte Frau, ein kleines Kind, den Schwerverletzten oder einen fetten Chefkoch findet, alle Individuen verfügen auch über spezielle Fähigkeiten, die man nutzen muss, um ein Level erfolgreich zu meistern. So gibt es Passagen, die so einsturzgefährdet sind, dass nur ein Kind leicht genug ist, um diese zu passieren. Der Schalter auf der anderen Seite, wäre unzugänglich, wenn man die Fähigkeiten des Kindes nicht nutzen würde. Die korpulenten Charaktere verfügen hingegen über ernorme Kräfte und können auch schwere Blöcke und Steine verschieben. Nachteil ist, dass sie nicht Gewand sind wie normale Leute und demnach in manchen Situationen ein oder zwei helfende Hände brauchen, um bestimmte Hindernisse zu überwinden. Bestimmte Rätsel ziehen sogar darauf aus, dass man ein oder mehrere Mithelfer benötigt, um ein vorankommen zu gewährleisten. So muss das gerettete Kind durch eine Röhre krabbeln, während ein weiteres Helferlein den Schlüssel zu einer Tür besorgt und ein Kraftprotz zeitgleich diverse Hindernisse aus dem Weg räumt und man selbst den Verletzten zum Ausgang trägt. Das durchdachte Leveldesign und die zahlreichen Level sorgen für anhaltenden Puzzlespaß und ausgiebiges Gehirnjogging. Genau dies sind die Kernpunkte des Spiels und so liegt das Augenmerk nicht auf Action, sondern auf der Fülle von Rätseln. Manchmal entscheidet nur ein falsch gemachter Schritt über Sieg oder Niederlage und man darf ein Level erneut beginnen. Es gibt keine Extraleben, keine Rückseztpunkte und keinen doppelten Boden. Stirbt ein Opfer während der Mission nur Millimeter vor dem Ziel, wird man sein Können nochmals unter Beweis stellen müssen.
Je weiter sich ein Spieler hervortastet, desto härter werden die Rätsel und die Gefahrensituationen natürlich auch riskanter.

Die Reihenfolge, in der man die Level abarbeitet, ist jedem Spieler selbst überlassen, denn man muss diese nicht wie in vielen anderen Spielen zunächst freispielen. Ob man nun im Krankenhaus, dem Bürogebaude oder der U-bahn-Station anfängt, ist Geschmacksache. So kann man jederzeit ein beliebiges Level überspringen und später versuchen, den selbst erreichten Highscore zu knacken. Das Absolvieren einer Mission wird immer mit einer bestimmten Wertung ausgezeichnet und sollte man alle perfekt mit 100% schaffen, so warten kleine Überraschungen auf den Spieler.

Eine weitere nette Spielerei ist das Logbuch von Mr. ESC. Hier kann man Näheres über seine "Kundschaft" in Erfahrung bringen und nachlesen, wen man eigentlich gerettet hat. Details über Herkunft, Alter, etc. erzeugen eine art persönliche Atmosphäre zu den befreiten Leuten.

Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter!
Doch selbst wenn man es nach einiger Zeit geschafft halt alle Level zu absolvieren, heißt dies noch lange nicht, dass der Spaß vorüber ist. Das Zauberwort heißt: Content-Download und der Spieler hat auf der offiziellen Homepage die Möglichkeit weitere Level, via Onlinefunktion der Playstation Portable, herunter zu laden. Derweil gibt es schon mehr als 50 weitere Level zum kostenlosen Download. Ob es in Zukunft einen Leveleditor geben wird, in dem Fans eigene Missionen kreieren können, ist noch unbekannt. Doch die steigende Tendenz und die weniger detaillierten Level deuten wohl darauf hin, dass es zumindest in Japan die Möglichkeit geben wird selbst Level zu gestalten und den Entwicklern zu präsentieren. Zum Start in Europa wird es sicherlich nähere Informationen hierzu und eine lokalisierte Homepage zum Spiel geben.

Gameplay:
So innovativ das Spielprinzip auch sein mag, gehört die Steuerung zu den größten Mankos. Die Ungenauigkeit und manchmal großen Verzögerungen, können den Spieler zur Weißglut bringen, wenn man erneut kurz vor dem Ziel in eine Schlucht fällt und das Lebenslicht nur deswegen aushaucht, weil man den Sprungknopf eine Millisekunde zu spät drückte. Hier kommen auch die Ähnlichkeiten zum Ur-Klassiker Prince of Persia am ehesten zum Tragen. In dieser Hinsicht fühlt sich das Spiel ein wenig altbacken und klassisch an. Den Protagonisten steuert man mittels D-Pad und die Befehle für die Opfer kann man mittels Analogstick tätigen.


Grafik:
Vergleiche zu Viewtiful Joe, Alien Hominid, etc treffen in diesem Bereich am ehesten zu. Der Comicstil ist sehr stylisch und vor allem das Introvideo kann sich sehen lassen. Die Charaktere ähneln den Silhouetten-Figuren, die man von den Designern aus dem Hause Apple kennt und diese Tatsache kann beileibe nicht negativ gedeutet werden. Trotz aller Vergleiche haben die Entwickler es geschafft einen ganz persönlichen Stil und einen Helden mit Wiedererkenennungswert zu erzeugen.

Sound:
Rhythmisch, sehr japanisch angehaucht und leider etwas monoton. Im Falle der musikalischen Begleitung sollte man keine Höhenflüge erwarten. Zwar sind die Stücke anfänglich ganz annehmbar und zeugen von guter Qualität, doch ab Level 30+ hat man alles gehört und man ist nicht wirklich in Schunkelstimmung.


Features und Besonderheiten:
Hier gibt es die volle Packung. Man bekommt ein Puzzlespiel mit über 100 Leveln auf den Tisch geklatscht und die Möglichkeit aus dem Internet immer neue Missionen herunter zu laden. Sollten die Zusatzmissionen mit weiter steigender Tendenz auf der offiziellen Homepage zu Exit erscheinen, so bekommt der Spieler schier unendlichen Spielgenuss. Ob die Qualität dieser sich weiterhin behaupten kann, sei mal dahingestellt, doch allein die Möglichkeit seinen Memory Stick mit abertausenden von Puzzeln zu füllen, lässt manchen Sudoku-Freund alt aussehen.

Fazit:
Exit gehört wohl zu den innovativsten Titeln auf der Playstation Portable. Man hat sich entfernt von den klassischen Helden á la Rayman, Daxter, Lara Croft und Co. und etwas völlig Neuartiges auf die Beine gestellt. Allein für diese Tatsache sollte man den Entwicklern ein Lob aussprechen, denn in einer Welt von Remakes und Lizenzausschlachtungen, bekommt man solche Lichtblicke nur selten zu Gesicht. Obgleich es noch einige Verbesserungsmöglichkeiten gäbe, wird das Spiel so manchen Puzzelfreund begeistern und in seinen Bann ziehen können. Trotz der Tatsache, dass es sich um ein neues Spiel handelt, fühlt es sich vertraut und intuitiv an. Wer sich selbst als Knobler und Gehirnjogger bezeichnen würde, sollte dem Spiel mit sympathischen Helden eine Chance geben und es zumindest einmal ausprobiert haben.

Kevin Jensen [Iceman] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Ubi Soft für die freundliche Bereitstellung der Importversion.



GAMEPLAY
8 von 10
Innovativ, intuitiv und herausfordernd.
GRAFIK
7 von 10
Ein ganz persönlicher Look mit Flair.
SOUND
6 von 10
Nette Musik mit leicht japanisch angehauchten Sounds.
FEATURES
8 von 10
100 Level plus downloadbare Level.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden.
GESAMT-
WERTUNG:
76%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Kurze Ladezeiten und gute PSP-Abstimmung."







Details
Spielname:
EXIT

Publisher:
Ubi Soft

Developer:
Ubi Soft

Genre:
Adventure

Release:
März 2006 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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