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Gottlieb Pinball Classics


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Gottlieb Pinball Classics Review vom 02.04.2006

"Die realistischste Simulation aller Zeiten". Wenn man ein Produkt mit solch markigen Worten bewirbt, dann muss schon etwas dran sein! Gottlieb Pinball Classics verspricht damit Spielhallenfeeling pur, satte Bumper-Action und eine große Portion Spaß. Doch wie viel kann man hier schief machen! Seit den seeligen Amiga-Zeiten mit Pinball-Dreams und Co. hat es kaum ein Flipper geschafft, richtig gut bei Reviews wegzukommen.

Spaß-Flipper wie die von Mario, Sonic, Kirby oder den House of the Dead Heinis mal außen vor gelassen. Realismus war weniger ein Thema, denn schließlich müssen hier einige Punkte mehr stimmen, als nur eine schicke Aufmachung mit vielen Extras. Wo "Echt" draufsteht, da muss auch "Echt" drin sein.

Ähnlich alt wie Pinball Dreams ist das Entwicklerteam, das hinter dem ersten in Europa erhältlichen Flipper-Titel steckt. System 3 ist zurück und bereits im Handbuch wird einem die glorreiche Vergangenheit des Hauses auf die Nase gedrückt. Mit The Last Ninja waren die Jungs vor vielen Jahren auf dem Commodore 64 eine der Top-Schmieden, die jedoch irgendwann in der Versenkung verschwanden und gerade mal mit ein paar halbgaren Umsetzungen von International Karate für Game Boy Color und Game Boy Advance auf sich aufmerksam machten. Da Gottlieb Pinball Classics nur der Anfang ihrer neuen Karriere sein soll, hoffen wir einfach mal weiterhin auf ein Last Ninja 4. Armanuki, wir freuen uns auf dich!

Denn so, wie das Team die Flipper aus dem Hause Gottlieb auf die PSP bringen, merkt man, dass es nichts von seiner einstigen Genialität verloren hat. Wobei man den Zockern des jüngeren Semesters einmal klar machen sollte, wer dieser Gottlieb eigentlich war. Die Wikipedia spuckt zu diesem Thema heraus, dass das Unternehmen 1930 von David Gottlieb gegründet wurde und die ersten Pinball-Spiele entwickelte. Die ersten Tische erschienen 1931 und erst 1996 erschien der letzte zum Film "Barb Wire". Soviel zur Geschichte.

Flippern... jeder, der einmal an einer der bunten Holzkisten mit den vielen Lichtern und den zwei Paddels stand, wird sich sein Leben lang daran erinnern. Mit gerade einmal zwei Knöpfen und einem Auslöser für den Ball konnten diese Arcade-Geräte einen Siegeszug antreten, damals, vor den Computerspielen. Und trotz der Dominanz von Videospielautomaten gibt es auch heute noch genügend Flipper-Geräte in den Spielhallen, auch wenn diese hierzulande nur für Über18-jährige zugänglich sind.

Um das "Look and Feel" von echten Flipperautomaten wiederzugeben, lizenzierte System 3 elf der besten Gottlieb-Flippertische aller Zeiten und packte sie in die Playstation Portable. Für den Spieler bedeutet dies: Keine komischen Extras, keine höheren Level, die man erreichen kann, sondern die reine, pure Jagd nach dem höchsten Highscore. Im Gegensatz zu bisherigen Flippern bedeutet das jedoch auch einen höheren Schwierigkeitsgrad, an den man sich zunächst einmal gewöhnen muss! Zwar ist mit dem Analog-Stick ein Rütteln am Tisch möglich. Trotzdem kommt es vor, dass der Ball nach dem Abstoß ein paar Punkte mitnimmt und dann genau in der Mitte zwischen den Paddels hindurch geht. Ärgerlich, denn ein Try Again gibt es nur im Computer-Leben und nicht bei Gottliebs Klassikern.

Doch gerade dieser Realismus ist es, der so viel Spaß macht. Dank der liebevollen digitalen Nachgestaltung der Tische fühlt man sich in die gute alte Arcade-Halle zurückversetzt. Selbst die Geräusche außen herum sorgen für das richtige Feeling und zum Spielen von den meisten Tischen benötigt man Credits, die man sich zunächst erst verdienen muss. Hat man irgendwann das Hauptziel eines Tisches geschafft (sei es, eine besondere Punktezahl zu erreichen, oder ein Special zu starten), kann man hier anschließend umsonst daddeln. Vorher kann es jedoch recht schmerzhaft werden, wenn der x-te Versuch, am 5 Credits-Tisch den richtigen Abschluss zu landen, schief geht. Gelegenheitsspieler kann das abschrecken, Hardcore-Zocker werden sich über die Herausforderung freuen.

Jeder der 11 Tische verfügt über ein individuelles Design. Außerdem gibt es noch ein Liebesbarometer (als netten Gag) und einen der ersten Gottlieb-Tische zu bewundern, die ihrerseits jedoch auch wieder Credits kosten.

Gameplay:
Klassischerweise befindet sich die Paddels-Steuerung auch bei der PSP auf den L- und R-Tasten. Zumindest, wenn man "normal" spielt. Denn Gottlieb Pinball Classics ermöglicht durch einen Druck auf die Select-Taste auch das vertikale Spiel, das der Eine oder Andere bereits vom ersten PSP-Flipper von Hudson Soft (nur als Japan-Import zu kriegen) kennen mag. Hier ist die Übersicht noch um eine Spur besser, jedoch verschwindet hier die Möglichkeit, den Tisch per Analogpad anzustupfen, da man jetzt die Paddels mit Dreieck und Kreuz steuert. Richtig schick wird es, sobald man das Kippen des Tisches freigespielt hat.

Die Ballphysik (ich glaube, dieser Begriff wurde für die Pinball-Games extra erfunden...) lässt die Kugel beinahe wie echt über die Tische purzeln. Beinahe, denn ab und an wirkt der Ball doch einen Tick zu "leicht". Etwas mehr virtuelles "Gewicht" hätte dem Ganzen etwas mehr Schwung gegeben.

Grafik:
Nicht nur Spielerisch wurde versucht, möglichst nah am Original dran zu sein. Auch die Tische bestechen auf dem Bildschirm der PSP durch Details und eine naturgetreue Darstellung, dass man meint, wirklich am Tisch zu stehen. Um den Effekt zu verstärken wurden sogar die Spiegelungen des Glases imitiert, was man jedoch der Übersicht halber auch deaktivieren kann.

Auf den meisten Tischen gibt es sehr viel zu sehen, trotzdem bleibt das Spielgeschehen jederzeit flüssig, die Fähigkeiten der PSP werden kaum belastet. Um die Übersicht zu wahren, verfügen die Tische über mehrere Kameraansichten, von denen zwar nicht jede sinnvoll ist, die sich aber per Knopfdruck schnell durchschalten lassen. Damit hat man die Kugel jederzeit fest im Griff und auch kleine Ziele werden erkannt.

Sound:
Echtes Spielhallenfeeling kommt auf, wenn im Hintergrund ständig ein Piepsen und Klicken herrscht. Kommentare von anderen Tischen, die eigene Musik und andere Nebengeräusche schaffen ein schönes Flair, in dem man sich gleich heimisch fühlt.
Die Musik und die Geräusche wurden von den Originaltischen übernommen und bieten waschechten 80er Sound. Zumindest, wenn der Tisch Musik bietet, denn manche kommen leider komplett ohne aus. Etwas weniger Realismus wäre hier doch schön gewesen.

Features und Besonderheiten:
Wo soll man hier anfangen... denn Gottlieb Pinball Classics bietet eine ganze Menge! Neben der hohen Anzahl an Tischen (die ruhig noch etwas größer sein könnte...) gibt es viel zum Freispielen, einen Hotseat-Multiplayer, in dem die PSP an bis zu vier Mitspieler weitergereicht werden kann und *Trommelwirbel*: Gamesharing!

Intelligenterweise ist es möglich, bis auf zwei Tische (die sind zu groß) alle Paddel-Bahnen auf eine andere Playstation Portable zu übertragen. Dort bleiben sie gespeichert, bis das Gerät irgendwann ausgeschaltet wird. Eine tolle Funktion, mit der man seine Freunde um eine schöne Erfahrung bereichern kann.

Fazit:
Gottlieb Pinball Classics macht prinzipiell alles richtig, was man bei einem Flipper-Spiel richtig machen kann. Exzellente Tische mit einer guten Ballphysik, Spielhallenambiente, Gamesharing, Multiplayer und, und, und...
Wer auch nur einen Funken Interesse an Pinball hat, der sollte zuschlagen! Ein Spiel, an dem man nicht nur lange sitzt, sondern wahrlich etwas für die Ewigkeit ersteht. Verbunden mit den erstklassigen Ladezeiten ein Handheld-Muss.


Christian Nork [Trunx] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Marchsreiter Communications GmbH für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Intuitiv und genau.
GRAFIK
8 von 10
Schöne Tische mit vielen Details.
SOUND
6 von 10
Retro-Feeling pur.
FEATURES
9 von 10
Lang anhaltender Spielspaß.
MULTIPLAYER
9 von 10
Gamesharing und Hotseat-Möglichkeit.
GESAMT-
WERTUNG:
86%
Mobilitätsfaktor: [10 /10]
"Perfekt: Ideal für Unterwegs dank kurzer Ladezeiten und dem einfachsten Spielprinzip der Welt."







Details
Spielname:
Gottlieb Pinball Classics

Publisher:
Marchsreiter Communications GmbH

Developer:
System 3

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
März 2006 (erschienen)

Multiplayer:
1-4

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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