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Mega Man: Powered Up


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Mega Man: Powered Up Review vom 03.04.2006

Als blauer Bomber wurde der kleine ballernde Freund bekannt und erfreute sich schon Ende der 80er großer Beliebtheit. Und zwar mit so großem Anklang, dass alljährlich zahlreiche Abenteuer rund um den Dr. Wily jagenden Protagonisten für Nintendo Entertainment System und Game Boy entstanden und immer neue feindliche Roboter ins Leben gerufen wurden. Fans des Charakters wissen, auf wen hier angespielt wird, denn der blaue Bomber ist niemand anderes als "the one and only" Mega Man. Diesmal reden wir jedoch nicht von den Mega Man X, Mega Man Battle Network oder Mega Man Zero Serien, sondern vom Ur-Klassiker, dem Ursprung des 1987 entstandenen Helden.

Nachdem die Capcom-Entwickler schon dem Super Nintendo Entertainment System-Hit Mega Man X ein völlig neues Gewand spendierten und es technisch aufpeppten, war es auch nur eine Frage der Zeit, dass man den kleinen Roboter nochmals in die Arena schickt. Die Idee eines weiteren Remakes ist dabei gar nicht so abwegig, denn so können die jüngeren Playstation Portable-Nutzer ein wenig in die Geschichte der Videospiele eintauchen und sehen, welche Helden die frühere Generation bewegt haben. Und warum der blaue Held auch heute noch eine unglaublich erfolgreiche Franchise ist.

Allein an der Geschichte merkt man, dass es hier nicht um Replioden und Maverick Hunter geht (wie bei X und Zero), denn dies ist ein völlig anderer Handlungsstrang und Mega Man X ist auch nicht die gleiche Figur wie der klassische Mega Man.

Der Original-Serie zufolge wurde der Roboter Mega Man erschaffen, um den Wissenschaftler Dr. Thomas Xavier Light und Dr. Albert William Wily als Laborassistent zu dienen. Zusammen erfinden sie noch zahlreiche andere Roboter, die als friedliche Helfer für alle Lebenslagen dienen sollen. Cutman beispielsweise der mit einer großen Klinge ausgestattet wurde, sollte in Wäldern beim Fällen von großen Bäumen helfen. Es kommt aber, wie es kommen musste: Der machtbesessene Dr. Wily wendet sich gegen seinen Freund und nutzt die eigentlich friedlichen Roboter als Kampfmaschinen. Mega Man wird aus diesem Anlass auch zu einem Kampfroboter umgebaut, mit der Fähigkeit, Kräfte von Robotern zu kopieren. Mega Man ist nun Dr. Lights einzige Hoffnung, wieder für Frieden in der Welt zu sorgen.
Genau diese Geschichte wird mit dem Remake Mega Man Powered Up der neuen Generation von Grund auf neu erzählt. Der verzwickte Kampf gegen Dr. Wily und den früheren Roboterfreunden von Mega Man beginnt.

Vor dem Spiel kann man sich für die klassische oder die neue Variante entscheiden. Diese Wahl ändert bereits so einiges. Die klassische Variante ist, wie der Name schon sagt, dem Nostalgietitel aus dem Jahre 1987 fast identisch nachempfunden. Natürlich wurden die Grafiken komplett überarbeitet, doch sind die Bosskämpfe, Umbebungen und Co. gleich geblieben. Auch der Bildausschnitt wird in diesem Modus verkleinert, denn damals gab es noch keine 16:9 Anpassung. Das eigentlich Kernstück des Spiels ist jedoch der überarbeitete neue Story-Modus. Hier wurden die Levelstrukturen aufpoliert, neue Endgegner und Funktionen hinzugefügt.

Zunächst muss man wie in jedem typischen Mega Man Titel ein Introlevel mit einem simplen Boss erledigen, bevor man im Hauptquartier landet und sich an einer Schalttafel für den nächsten Endgegner entscheiden kann. Hier findet man alte Bekannte, wie Ice-Man, Cut-Man, Guts-Man, Fire-Man und Co., welches die ersten Endbosse von Mega Man darstellten. Die zwei neuen Gastrollen haben Oil-Man und Time-Man erworben, die speziell für die PlaystationPortable Version erfunden wurden. Es beginnt nun die Qual der Wahl und die Entscheidung, welchen dieser Gegner man als erstes erledigen möchte. Nach dem Schere, Stein, Papier - Prinzip gibt es nämlich immer eine Waffe (die man nach dem Sieg über einen Boss erhält), die den nächsten Endboss leichter besiegt.

Das überarbeitete Leveldesign ist zwar nicht grundlegend neuartig, doch bringt es etwas Pepp ins Spiel. Der geneigte Zocker trifft erneut auf typische Plattform-Action mit Schluchten, Stacheln, Leitern und diversen Gegnern. Die neuen Schwierigkeitsstufen, die vor jedem Level gewählt werden können, sorgen für die richtige Härte für jeden Spieler. Egal ob Mega Man Anfänger oder Hardcore-Fan, jeder bekommt sein persönlich abgestimmtes Stück Spiel geliefert.

Was heißt hier Böse?
Der Einfach-Modus eignet sich hervorragend, um ein neues Feature des Spiels voll auszunutzen. Denn schafft man es, ein Level zu absolvieren und den Boss nur mit dem Blaster von Mega Man auszuschalten, so wird dieser ins Hauptquartier geliefert und repariert. Vorteil: Jeden Boss, den man so nach Hause bringt, kann man später auch im normalen Spiel als Hauptcharakter steuern und erhält somit völlig neue Möglichkeiten.

Frauen an die Macht!
Wer nun behauptet, dass man Mega Man auch locker an einem Nachmittag durchzocken kann, dem würde ich beim Klassiker zustimmen. Wer jedoch bei Mega Man Powered Up alles freischalten und alles erledigen will, hat viel zu tun. Jeder Boss wartet darauf, die Seite zu wechseln und als Protagonist gesteuert zu werden. Schafft man es, alle freizuspielen, so darf man sogar mit der Roboterdame Roll (Mega-Mans heimliche Liebe?) auf Androidenjagd gehen.

Baumeister Bob lässt grüßen!
Ein weiteres einzigartiges Feature ist der Construction Mode. Hier kann man erstmals seine eigenen Level für Mega Man erstellen, mit Gegnern ausstatten und sogar die Endbosse modifizieren. Allein diese Tatsache hört sich schon spannend an, doch der Clou ist, dass diese Level sogar via Onlinefähigkeiten der Playstation Portable weltweit gesammelt und getauscht werden können. Wer mal sehen möchte, wie ein Japaner oder Südamerikaner ein Mega Man Level gestalten würde, wird diese Funktion lieben. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind zu Beginn noch begrenzt, denn erst wenn man Mega Man Powered Up mehrmals durchspielt (und dies in den Schwierigkeitsgraden Normal oder Hart schaff), werden zusätzliche Bausätze freigeschaltet und ermöglichen es nach dem Lego-Prinzip, eigenen Welten zu erzeugen. Hier ist alles möglich und dem Leveldesign sind kaum Grenzen gesetzt. Ob Wasserwerfer, Lavaschluchten, schwebende Plattformen oder wahre Irrgärten. Es gibt genug bebaubare Fläche, um riesige Missionen zu erstellen.

Mega Man als Geschicklichkeitsspiel?
Wer noch immer nicht genug hat, dem wird ein weiterer neuer Spielmodus gefallen. Der Challenge-Modus ist eine Mischung aus Geschicklichkeitsspiel und dem Erfüllen von Missionen. Es gibt insgesamt 100 dieser Herausforderungen und jeweils 10 müssen mit einem bestimmten Charakter absolviert werden. Die Aufgaben variieren vom Erreichen des Ziels, über das Einsammeln von bestimmten Items bis hin zu diversen Puzzleelementen. Erst wenn man einen Charakter komplett geschafft hat, wird der nächste freigeschaltet und weitere Rätsel erwarten den Spieler.

Gameplay:
Alles fest im Griff, das Gameplay variiert von Action Jump ’n Run bis hin zum Geschicklichkeitsspiel. Alles ist sauber programmiert und optimal für die Playstation Portable angepasst. Die Ladezeiten sind sehr kurz, die Funktionsvielfalt enorm. Der Schwierigkeitsgrad ist variabel und so ist das Spiel optimal für alle Spielertypen. In Sachen Menüführung muss man sich an die Möglichkeiten erst gewöhnen, doch ausführliche Tutorials gerade bei dem Bau-Modus sorgen für Klarheit. Die Steuerung der diversen Helden geht gut von der Hand und nur selten hat man das Problem, dass ein Abgrund zu weit ist oder eine Schlucht zu tief.

Grafik:
Beim Stichwort Grafik trifft man einen Punkt, wo sich die Meinungen spalten. Der Knuddelfaktor ist nicht zu übersehen und mache Hardcorefans wird dies nicht gefallen. Die Entwickler wollten eine Atmosphäre für eine neue Spielergruppe schaffen, die noch nie Mega Man gespielt haben. Inwieweit sich diese mit dem neuen Stil anfreunden können ist aber Ansichtssache. Man kommt sich ein wenig vor wie beim Groupietreffen von Anime- und Pokémon-Künstlern, die nun erstmals auf die Mega Man Charaktere losgelassen wurden.

Sound:
Genrefans kennen diese Sounds in- und auswendig. Noch immer bergen die klassischen Hymnen Ohrwurmgefahr und die Sounds sind eher Nebensache. Die kurzen Sprachsampels von Mega Man können sich aber hören lassen und die Kommentare zwischendurch sind recht humorvoll. Die Geräuschkulisse passt zum sehr japanisch angehauchten Gesamtbild und ist somit stimmig.

Features und Besonderheiten:
Was dieser Titel an Features offenbart, hat bisher kein Mega Man Titel bieten können. Hier kann jeder Boss gespielt, Level selber gebaut und online getauscht werden und wer noch immer nicht genug hat, kann im Challenge-Modus sein Geschick auf die Probe stellen. Wer dieses Spiel 100% fertig in die Ecke legen möchte, wird einiges an Zeit brauchen. Einzig allein ein Multiplayermodus fehlt.

Fazit:
Mega Man Powered Up trägt seinen Namen zurecht, denn was die Entwickler aus dem Klassiker alles rausgeholt haben ist wahrlich mit einem Power Up versehen worden. Gamer, die über eine Knuddelgrafik hinwegsehen können, bekommen eine enorme Vielzahl an Spielmodi geboten, vom klassischen MegaMan-Spielprinzip bis hin zum Onlinemodus. Die Entwickler trumpfen in dieser Hinsicht voll auf. Wer schon immer mal in die Welt von Mega Man eintauchen und dies bei den wirklichen Anfängen tun wollte, sollte zugreifen. Selbst Oldschool-Hasen, die jeden Titel des blauen Bombers kennen, können einen Blick riskieren.

Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Capcom für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Es gibt jede Menge zu tun, packen wir's an.
GRAFIK
6 von 10
Hier entscheidet der Persönliche Geschmack: Mega Man zum knuddeln süß!
SOUND
7 von 10
Alte Klänge im neuen Gewand.
FEATURES
9 von 10
So viel Abwechslung gab es nur selten bei einem Mega Man Titel
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden.
GESAMT-
WERTUNG:
80%
Mobilitätsfaktor: [9 /10]
"Gelungene Anpassung an die PSP in jeder Hinsicht. Kurze Ladezeiten und spaßiges Onlinefeature."







Details
Spielname:
Mega Man: Powered Up

Publisher:
Capcom

Developer:
Capcom

Genre:
Action Jump 'n Run

Release:
24.03.2006 (erschienen)

Multiplayer:
Nicht vorhanden.

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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