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OutRun 2006 - Coast 2 Coast


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OutRun 2006 - Coast 2 Coast Review vom 11.04.2006

Es gibt Spieletitel, mit denen verbindet man das Wort "Kult" ganz von alleine. Pong fällt einem dabei ein, die Mario Bros. Reihe. Und natürlich Outrun von Sega. 1986, die ganze Welt begeisterte sich für Autorennspiele, die in der Vogelperspektive dargestellt wurden, war das berühmte AM2-Studio einen Spielautomaten in die Hallen, in dem man in flüssiger "3D-Grafik" im Cabriolet über sommerliche Strecken fuhr und dabei neben der Straße auch auf den Verkehr achten musste. Ziel war es, vor Ablauf der Zeit den nächsten Checkpoint zu erreichen, Unfälle und schlechtes Können quittierte die blonde Beifahrerin mit einem zickigen Quengeln, das ein Verlieren von vorneherein zur Blamage machte.

Dem Reiz von Outrun konnte sich kaum einer entziehen. Neben dem Gameplay überzeugte vor allem der Automat, den es in zwei Versionen gab. Einmal zum dranstehen mit Lenkrad, Schaltung sowie Gas- und Bremspedal. Und in Groß, als hydraulisch gesteuertes Gebilde, das das Feeling der Straße in die Spielhallen brachte.
Gameplaytechnisch bot Outrun für Automatenverhältnisse interessante Neuerungen. So war es erstmals möglich, die Spielmusik und die Strecken zu wählen: Nach jedem Abschnitt konnte man sich entscheiden, Links oder Rechts zu fahren, was mal einen leichteren, mal einen schwereren Schwierigkeitsgrad darstellte.

Das Spiel wurde schnell Kult und erlangte durch zahlreiche Umsetzungen (u.a. für den C64er oder die Spektrum-Computer) Weltruhm. Klar, dass das Nachfolger nicht ausbleiben durften. Jedoch schaffte es keiner von ihnen, dem Original das Wasser zu reichen. Erst viele Jahre später, 2005, wurde Outrun 2 für die Arcade-Hallen vorgestellt und mit dem Sprung auf die X-Box ein weiteres Mal in Konsolen-Gefilde überführt. Outrun 2 SP mit neuen Strecken und Ideen (u.a. Windschatten, was dafür sorgt, dass man schneller wird) folgte dank des großen Erfolges recht schnell. 2006 schließlich schafften es die Ferrari-Boliden (dank offizieller Lizenz) nicht nur auf die Playstation 2, nein, Sega verfrachtete das gesamte Spiel mit allen Strecken und Extras auch auf die PSP.

Outrun 2006: Coast 2 Coast ist mehr geworden als eine reine Fortsetzung des Klassikers. Freies Fahren, Outrun-Klassik-Modus, Heart Attack oder pures, reines "Um die Wette düsen" - hier bekommen Rennspielfreaks eine ganze Menge geboten. Echtes Nostalgie-Feeling kommt im normalen Outrun-Modus auf, während beim "Herzinfarkt" möglichst verrückte Tricks vollführt werden müssen (Überholen, Sliden, etc.), damit die Dame auf dem Beifahrersitz zufrieden ist.

Richtig Spaßig wird es, wenn man herausfindet, dass jede gefahrene Outrun-Meile Punkte gibt. Ganz im Stil von Vielfliegermeilen lassen sich die so gesammelten Punkte gegen neue Fahrzeuge, Strecken, Outfits und Songs austauschen. Bis man hier die vollen 100% hat, dauert es eine ganze Weile. Praktischerweise lassen sich die im Führerschein gespeicherten Daten per USB-Kabel auf eine Playstation 2 mit dem gleichen Spiel übertragen. Die bei Nintendo vielbelächelte Connectivity hält ein weiteres Mal Einzug. Leider benötigt man beide Titel, schön wäre irgendwann eine Option, in einer Art "Gamesharing" Level auf die PSP für unterwegs herunterladen zu können... oder Demos...
So ist es jedoch "leider" nur möglich, die Meilen untereinander zu tauschen. Wer also gerade daheim wunderbar am Fahren ist und dringend weg muss, der läd sein Profil auf die PSP und kann auch Unterwegs Outrun daddeln. Praktisch, wenn auch teuer.

Gameplay:
Outrun 2006 setzt voll auf das Arcade-Feeling. Das spiegelt sich im Gameplay natürlich ganz besonders wieder. Ohne Schadensmodell und teilweise ein wenig wie auf Schienen düsen die Rennboliden über die Strecken. Die Drift-Funktion ist zwar der aus Ridge Racer unterlegen, mit etwas Gefühl bekommt man jedoch richtig gute Aktionen hin. Oft steht jedoch die Frage an "Driften oder einfach kurz vom Gas gehen?", wobei letztere meist die bessere Wahl ist, um so wenig Tempo wie möglich zu verlieren.

Fans von realistischeren Fahrumsetzungen (DTM 2 sei als bestes Beispiel genannt) können mit diesem Vergnügen natürlich wenig anfangen und raufen sich die Haare, wenn man nach einem Crash wieder unbeschadet auf der Strecke landet. Aber was soll's, wenn Outrun 2006 einfach so unheimlich viel Spaß macht? Da verzeiht man auch die eine oder andere Schwammigkeit in der Steuerung.

Grafik:
Das Herz eines jeden Autorennspiels. Schon das klassische Outrun bestach für seine Zeit mit toller Grafik und erstklassigem Fahrgefühl. Aber was die Entwickler von sumo hier aus der PSP herauskitzeln, stellt so ziemlich jedes Spiel derzeit in den Schatten. Mit mehr Details und einer höheren Spielgeschwindigkeit unterliegt sogar Grafik-Primus Ridge Racer knapp, punktet dafür aber mit schöneren Sonneneffekten ("lens flare" genannt).

Sega hat es tatsächlich geschafft, die komplette Spielhallenversion in eine mobile Variante zu quetschen. Zwar läuft der Automat einen Zacken schneller, dafür ist die Verkehrsdichte ähnlich hoch. Ab und an geht die Framerate leider ein wenig runter, besonders im Online-Multiplayer mit sechs Autofahrern fühlt man sich ausgebremst (aber trotzdem noch flotter als in Ridge Racer).

Neben den Strecken tummeln sich Schaulustige, riesige Gebäude prägen die Level und eine phänomenale Weitsicht sorgt für ungläubige Gesichter. Mehr davon!

Sound:
Schon 1986 war die Musik von Outrun legendär und inspirierte Gruppen wie Instant Remedy zu tollen Cover-Versionen.
Mit neu aufgelegten Versionen der Klassiker sowie sämtlichen Songs des Automaten wird wieder für Ohrwurmgarantie gesorgt. Hat man sich Titeln wie Magical Soung Shower satt gehört, bleiben auch die anderen Titel in den Gehörgängen und lassen sich erst nach längerer Abstinenz vertreiben.

Das Gleiche kann man von den Soundeffekten leider nicht behaupten. Die Autos klingen wie rostige Gieskannen und nicht wie hochgezüchtete Ferrari (selbst wenn man Schumis derzeitiges Pisten-Go-Kart als Maßstab nimmt...). Auch die Kommentare der Beifahrerin oder die des flaggenschwingenden Kapitän Iglo-Verschnitts am Start wirken heruntergerechnet und blechern.

Features und Besonderheiten:
30 Strecken, in denen man sich an Details satt sehen kann: Outrun 2006 gibt dem Spieler einiges fürs Geld. Die vielen freischaltbaren Extras wie neue Farben und Autos motivieren für lange Zeit, auch wenn der normale Singleplayermodus recht schnell durchgespielt ist. Dafür hat man beinahe endlosen Spaß im Outrun-Bereich, in dem man die Strecken immer nach Belieben anfahren kann.

Für Fans des Automaten gibt es außerdem die komplette Umsetzung von Outrun 2 SP inklusive dem Original-Menü zur Auswahl. Dazu noch die Playstation 2 Connection zum Abschmecken - fertig!

Multiplayer:
Ist doch toll: Da hat man keine Freunde zur Hand, aber einen funktionierenden Wlan-Router inklusive Internet-Anschluss. Prompt kann man sich das Rausgehen sparen und gemeinsam mit der ganzen Welt um die Wette rasen. Dank des Online-Multiplayers für bis zu sechs Spieler bietet Outrun 2006 dieses Vergnügen auch auf der Playstation Portable. In einer übersichtlichen Online-Arena tummeln sich inzwischen immer mehr Spieler, die nur darauf warten, dass ein Slot zum Mitfahren geöffnet wird. Sega kopiert dabei das Prinzip der "Freunde" vom Nintendo DS und ermöglicht so ein Wiederfinden, wenn man einmal miteinander gefahren ist und den anderen hinzugefügt hat. Zwar fehlt eine Chatfunktion wie bei Twisted Metal, um den anderen hämisch ins Gesicht zu lachen. Dafür sind sämtliche Strecken und Fahrzeuge verfügbar und ein Blick in den jeweiligen Führerschein eurer Gegner offenbart, wie lange sie schon dabei sind und mit was für Profis ihr zu rechnen habt.

Der Online-Modus läuft dabei weitestgehend flüssig, ab der vollen Spielerzahl geht die Engine jedoch ein wenig in die Knie. Außerdem kann es auch vorkommen, dass man, obwohl man in Führung liegt, auf einmal eine Etappe noch einmal fahren muss, weil irgendwo ein Datenpaket im 010110-Nirvana untergegangen ist. Ebenso sind ab und an Abstürze möglich, die im Singleplayer nicht auftreten.

Hat man kein Internet zur Hand, hilft auch eine lokale AdHoc-Verbindung bis zu sechs Spielern dabei, gemeinsam den König der Straße auszumachen. Auf Gamesharing wurde jedoch (leider) verzichtet.

Fazit:
So macht Handheldgaming Spaß: Outrun 2006: Coast 2 Coast zeigt, dass auch auf einer PSP mit erstklassiger Grafik und tollem Gameplay Arcade-Umsetzungen zum Vergnügen werden können. Mit vielen Extras, einem guten Online-Multiplayer sowie akzeptablen Ladezeiten (13 Sekunden pro Rennen), kann man diesen Titel allen Rennfreaks empfehlen. Wer Ridge Racer mochte, wird Outrun 2006 lieben.

Christian Nork [Trunx] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Sega für die freundliche Bereitstellung des Testexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Ab und an etwas schwammig
GRAFIK
9 von 10
Viele Details lassen seltene Slowdowns am Straßenrand stehen
SOUND
7 von 10
Erstklassige Musikauswahl, schwache Effekte
FEATURES
8 von 10
Umfangreich und erstaunlich vielseitig
MULTIPLAYER
8 von 10
Online- und Offlinegaming für bis zu 6 Spieler
GESAMT-
WERTUNG:
88%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Helle Grafik, das Gameplay und kurze Ladezeiten sorgen Unterwegs für Laune"







Details
Spielname:
OutRun 2006 - Coast 2 Coast

Publisher:
Sega

Developer:
Sega

Genre:
Racing

Release:
30.03.2006 (erschienen)

Multiplayer:
2-6

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

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