SpongeBob: Der gelbe Rächer
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SpongeBob: Der gelbe Rächer
Review vom 06.05.2006
Viele sehen die PSP als einen Handheld, auf dem es keine Spiele geben sollte, in denen man keinen verfeindeten Gangmitgliedern den Kopf wegschießt oder mit virtuellen Drogen dealt. Ganz zu schweigen von einer Jugendfreigabe für Kinder unter 16 Jahren. Als bald ein Spiel eines der beiden Kriterien nicht mehr erfüllt, wird es von einer Großzahl der Mainstream-Zocker sofort als „Kiddie-Spiel“ bezeichnet, links liegen gelassen und verspottet. Doch gute Spiele brauchen mehr, als nur ein riesiges Waffenareal, schicke Mädels und jede Menge virtueller Kriminalitäten. Ein Spiel, dass man wohl unter Garantie keinen Platz in der Softwaresammlung eines euphorischen GTA-Fans finden wird, ist unser heutiger Testkandidat: „SpongeBob: Der gelbe Rächer“. Nachdem man ihn schon unzählige Male auf Gameboy Advance, Nintendo DS und Co. zu sehen bekam, macht der putzige Schwamm nun auch die PlaystationPortable unsicher. Aber ob sich hinter der abschreckenden Fassade eines Lizenzspiels mehr versteckt, als man erwartet?
Bevor wir näher auf das eigentliche Spielgeschehen eingehen, wollen wir den ‚Nicht-Fans’ unter unseren Lesern erst einmal einige Fakten rund um den freundlichsten aller Schwämme näher bringen. Spongebob Schwammkopf, oder wie er in den vereinigten Statten genannt wird Spongebob Squarepants hatte seinen ersten Fernsehauftritt beim amerikanischen Cartoonsender Nickelodeon im Jahre 1999. In Deutschland wurde die Serie erstmals 2002 ausgestrahlt. Die von einem amerikanischen Trickfilmspezialisten, der zugleich ein ausgebildeter Meeresbiologe ist, erfundene Serie erzählt mit jeder neuen Folge eine andere Geschichte bzw. ein neues Abenteuer aus dem Leben des kleinen Schwamms. Sein Zuhause hat er in einer kleinen Unterwasserstadt, die den Namen ‚Bikini Bottom’ trägt, gefunden. Sie liegt im Pazifischen Ozean, kurz vor der Küste Hawaiis. Sein täglich Brot verdient er als Koch im örtlichen Fast-Food-Restaurant, der ‚Krossen Krabbe’. Sorgt er gerade nicht dafür, dass der Hunger der Einwohner gestillt wird, jagt er kleine Quallen oder macht witzige Seifenblasen.
Nachdem wir die Hintergrundinformationen zur Serie und dem Schwämmchen selbst aufgedeckt haben, wollen wir nun erläutern, wie Spongebob zu seinem bösen Beinamen ‚gelber Rächer’ gekommen ist: Es war ein ganz normaler Tag in Bikini Bottom, fast schon zu normal. Doch alles ist anders als es scheint. Die fiese, gemeine und bitterböse Drecksackblase hat den Lokalsuperhelden-Blaubarschbube entführt, wodurch sich ganz Bikini Bottom in Gefahr befindet, wenn nicht bald jemand etwas unternimmt, um sie zu stoppen. Der mutige Spongebob, der schon immer mal als Held dastehen wollte, lässt sich da natürlich nicht lumpen und schreitet zur Tat. Er schnappt sich einfach kurzerhand den Superheldengürtel und die damit verbundenen Superkräfte von seinem Freund Meerjungfraumann. Nun hat man die Aufgabe die bislang idyllische Unterwasserstadt von unzählig vielen Mini-Drecksackblasen zu befreien…
Gleich zu Beginn und auch im Laufe der Reise wird einem immer wieder lang und breit erklärt, wie man seinen gelben Freund richtig durch die Unterwasserwelt bewegt, man mit anderen Meeresbewohnern spricht, den Bus nimmt, Quallen fängt oder seine Superkräfte zum Einsatz bringt. Letzteres natürlich immer erst zum richtigen Zeitpunkt. Wer keine Lust hat, oder keine Zeit aufwenden will, sich die manchmal ellenlangen Texte durchzulesen kann die verschiedenen Punkte später erneut im Hilfemenü aufrufen.
Das Abenteuer beginnt - es könnte keinen besseren Ort dafür geben - im Altersheim ‚Schattige Sandbank’, wo man neben einer kleinen Einführung ins Spiel auch schon die ersten Arbeitsaufträge übermittelt bekommt. So lautet unser erster Auftrag, uns zur Boo-Lagune zu begeben. Dort sollen wir dann auf unseren hilfsbereiten Freund Patrick Star stoßen, der uns möglicherweise mehr über die Vorkommnisse erzählen kann.
Auf dem Weg, seinem Beinamen „gelber Rächer“ gerecht zu werden, warten allerlei Hindernisse darauf, gemeistert zu werden. Beispielsweise muss man in Aufregung geratene Passanten von den fiesen Mini-Drecksackblasen befreien oder Tore mithilfe der erworbenen Superkräfte öffnen. In Bezug auf die Superkräfte ist man allerdings ziemlich eingeschränkt, da man sich immer zuerst auf eine Plattform, die so genannten „Superkraftfelder“ stellen muss, die einen dann mit genug Power versorgt, um mal richtig aufzudrehen. Natürlich können einem die Gegner auch Schaden zufügen, was sich in der Lebensenergieanzeige am linken oberen Bildrand sofort bemerkbar macht. Verlorene Lebenskraft kann man allerdings durch Melken der Quallen wieder wettmachen.
Die schier unendlich vielen Aufgaben, inklusive hilfreicher Tipps bekommt man meist von Passanten oder Freunden mitgeteilt, die sich in der Nähe aufhalten. Vergesslichere Menschen werden schon nach kurzer Zeit den Notizblock, der mit der Dreieck-Taste aufgerufen werden kann, zu schätzen wissen. Hier werden die zu verrichtenden Arbeiten noch mal in einer Aufgabenliste niedergeschrieben. In diesem Menü findet man außerdem eine Karte, die originalgetreu aus der Serie übernommen wurde, wieder.
Im Gesamten zeigt sich „SpongeBob: Der gelbe Rächer“ als ein klassisches Jump ´n Run, dem einige vorteilhafte Adventue-Parts zugefügt wurden. Vor allem, wenn man sich mit seinem kleinen Rächer in freier Wildbahn aufhält, erinnert das Spiel schon stark an Spiele à la Super Mario. Springen und laufen zählt neben dem Einsatz der Superkräfte zu den Hauptaufgaben in der 3D Welt, mit 2D Steuerung. In geschlossenen Räumen, seien es Höhlen oder Wohnungen sticht der Adventure-Part zu.
Gameplay:
Es ist ein leichtes Unterfangen, den kleinen Protagonisten durch die Unterwasserwelt zu lenken, da Spongebob mehr oder minder an vorgegebene Wege gebunden ist, und man so lediglich die Möglichkeit hat, nach vorne oder zurück zu laufen. Wer seine Route ändern, und nach links oder rechts gehen möchte, kann dies erst, wenn er an einer Kreuzung angelangt ist. In geschlossenen Räumen ist es aufgrund der 3D Steuerung zu empfehlen, den Analog-Stick zu nutzen, während man sich bei Aktionen im Meer selbst mit dem Digitalsteuerkreuz anfreunden wird. Leider, vor Allem draußen, misst man ein genaueres Handling über den Charakter. Mit der im Gesamten leider etwas schwammigen Steuerung kommen geübte Spieler im Regelfall allerdings gut klar.
Grafik:
Grafisch reist „Spongebob: Der gelbe Rächer“ sicherlich keine Bäume aus. Da es im Spiel sowohl 2,5-D, als auch 3-D Parts gibt, muss man hier aber unterscheiden. Im freien Meer ist die Darstellung recht gelungen und alle im Hintergrund des Geschehens befindlichen Objekte sind rattenscharf zu erkennen. In den Gebäuden wird man allerdings eher enttäuscht. Ecken und Kanten, wo man nur hinsieht trüben den Spielspaß.
Sound:
Wer die musikalische Untermalung der Fernsehserie mag, wird den Soundtrack des Spiels sofort lieb gewinnen. Unzählige Melodien, die je nach aktuellem Aufenthaltsort variieren schallen in klasse Qualität aus den Boxen des schmucken Handhelds. Auch auf Dauer werden die hawaiianischen Hula-Melodien keinesfalls nervig oder langweilig.
Features und Besonderheiten:
Eigentliche Features sind leider nicht auffindbar. Doch der wirklich sehr umfangreiche Einzelspielermodus fesselt den Spieler unter Garantie zig Stunden an die PSP. Auch das Speichersystem ist einer Nennung wert. So wird der Spielstand beispielsweise nicht nur automatisch gesichert, wenn man einen Endgegner besiegt hat, sondern ebenso, wenn man ein neues Terrain betritt, eine Runde mit dem Bus dreht oder Ähnlichem. Im direkten Vergleich zur Nintendo DS Version wurde auch noch ein Multiplayerpart hinzugefügt, in welchem man mit oder besser gesagt gegen einen Freund, um die Höchstpunktzahl in drei verschiedenen Mini-Spielen antreten kann. Hierbei benötigt das Gegenüber das Spiel allerdings auch.
Fazit:
„Spongebob: Der gelbe Rächer“ ist kein typisches Lizenzspiel, die es gibt, wie Sand am Meer! Es kann sowohl durch hohen Umfang als auch durch die lustige Aufmachung überzeugen. Da es im Bezug auf Jump `n Runs und die PSP derzeit sowieso nicht so rosig aussieht, sollten auch jene, die sich nicht als Fans bezeichnen, einen näheren Blick riskieren. Leider aber fehlt aufgrund der relativ simpel gestalteten Aufgaben einfach die Lust, das Spiel ein zweites oder drittes Mal durchzuspielen.
Max Zeschitz für PlaystationPortable.de
Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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GAMEPLAY
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Meist etwas schwammig im gesamten OK |
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GRAFIK
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Gutes Mittelmaß. |
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SOUND
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Hula-Hula wohin man hört. |
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FEATURES
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Umfangreicher Singleplayermode. |
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MULTIPLAYER
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2 Spieler ohne Gamesharing. |
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GESAMT-
WERTUNG:
77%
Mobilitätsfaktor: [5 /10] "Für ein Spiel dieser Art sind die Ladezeiten ein wenig zu lang!"
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Details
Spielname:
SpongeBob: Der gelbe Rächer
Publisher:
THQ
Developer:
THQ
Genre:
Jump 'n Run
Release:
06.04.2006 (erschienen)
Multiplayer:
2 Spieler
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:
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