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NBA Street Showdown


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NBA Street Showdown Review vom 09.10.2005

Sport mal anders!
Seien wir mal ehrlich. Bei dem Wort Sportspiele wendet sich der Großteil aller gestandenen Leute, die sich Gamer schimpfen, desinteressiert ab. Immerhin macht Sport im Freien viel mehr Spaß. Hat man auf dem Platz doch die größere Vielfalt an Möglichkeiten. Auf dem Bildschirm beschränken sich die meisten Spiele mit athletischem Hintergrund eher auf eintönige 08/15 Partien, die immer gleich ablaufen und kaum neuartige Innovationen mit sich bringen. Aber was soll man schon erwarten? Höchstens Sportfanatiker finden gefallen daran die Protagonisten des jeweiligen Spektakels stundenlang von einer Ecke in die andere zu jagen um endgültig doch nur einen lächerlichen Abschluss zu erzielen. Action ist hier ein Wort, das nur selten den Lippen des Zockers entweicht.

Das scheint Electronic Arts (nach einer kleinen Ewigkeit) auch bewusst geworden zu sein. Nach vielem Klagen und Betteln der e-Sportler, die nach mehr als nur Simulation einer mehr oder weniger beliebten Sportart gefleht haben, rief EA die neuste Company namens Electronic Arts BIG ins Leben.
Hier sollten waghalsige Sportarten virtuelles Leben eingehaucht bekommen und reguläre Sportarten in ein Actioninferno verwandelt werden. Auch unser geliebtes Handheld wird in nächster Zeit noch mehr von "den Großen" spendiert bekommen. Ein Titel macht schon jetzt das Rennen. NBA Street Showdown soll der Sportart rund um den orangefarbenen Ball, die in Deutschland (leider) im Schatten von König Fußball verweilt, neues Leben einhauchen und mit einer gehörigen Portion Action die wahren "Baller" vor den PlaystationPortables versammeln.

Auf den ersten Blick möge man meinen, dass NBA Street Showdown eine Portierung der Konsolenpendants sei. Doch falsch geraten! NBA Street Showdown präsentiert sich als eigenständiger Part der Serie. Dennoch schreit fast alles am Spiel "NBA Street Mini". Dies beginnt beim Gameplay, läuft über die einzelnen Charaktere und endet bei den technischen Aspekten. Doch eins nach dem anderen. Die portable Version besteht im Elementaren aus drei Kernen. Da wäre zu Beginn der Quickplay-Modus. Hier habt ihr die Qual der Wahl zwischen drei weiteren Spielmodi, wobei zwei davon reine Minispiele für Zwischendurch darstellen. Zum einen wäre da Arkade-Shootout, das einen kirmesähnlichen Ballautomaten repräsentiert und euch die Aufgabe stellt in einer bestimmten Zeitspanne die beweglichen Körbe mit Treffern zu füttern. Nach einer bestimmten Anzahl steigt ihr im Level auf und auch euer Punktekonto bedankt sich herzlichst für eure Mühe. Das andere Minigame hört auf den Namen Wurf-Blocker. Eine tiefere Explikation ist an dieser Stelle wohl nicht von Nöten. Last but not least findet ihr unter QuickPlay den PickUp-Modus, der ein reines Einzelspiel verinnerlicht hat. Einfach eine offizielle oder selbst erstellte Mannschaft wählen und auf dem Court beweisen, was ihr in den Straßen gelernt habt.

Apropos erstellte Mannschaft: eine perfekte Umleitung führt uns zum Kern des Spieles.
Der so genannte King of the Court Modus bietet euch die Herausforderung eures Basketballerlebens.
Zuerst solltet ihr jedoch einen Protagonisten, den ihr von der Haarfarbe bis hin zur Schuhmarke selbst individualisieren könnt, erstellen, ihm die ersten Kunststückchen beibringen und den ersten von insgesamt 11 feindlichen Courts stürmen. Jeder Court wird von einem talentierten Streetballer bewacht, der sich eurer Truppe nach eurem Sieg anschließt. Für jedes erfolgreiche Spiel werden euch Entwicklungspunkte für neue Tricks, Klamotten, Schmuck und Spielerattribute zur Verfügung gestellt.
Jeder Court und dessen Bewacher stellt andere Siegesbedingungen fest. So kommt es vor, dass ihr keine Dunkings, sondern nur Würfe ausführen dürft, ein anderes Mal wird der Sieger durch die Anzahl der Blocks bestimmt. Hier nimmt man Abstand vom normalen Basketballspiel und sorgt für Abwechslung auf dem Platz.

Gameplay:
Gamebreaker, Back 2 Papa und Superfly!
Neulinge werden vor den Massen an Anglizismen für die jeweiligen Tricks und Dunks mehrere Vokabelhefte verpulvern. Über 100 Tricks warten darauf von euch freigeschaltet und perfektioniert zu werden. Leider könnt ihr von jeder Trickart, sprich Dunks, Würfen und Dribbeleinlagen nur ein paar auf einmal im Spielerinventar aufrufen. Somit stehen euch während dem Spiel eine Anzahl von 11 trickreichen Manövern für die öffentliche Schau zur Verfügung. Besonders hier vermisst man den zweiten Analog-Stick, der bei der PS2 Version von NBA Street V3 immerhin für über 40 Tricks zuständig war. Hier müsst ihr euch auf einen Knopf in Verbindung mit zwei Turboknöpfen begnügen. Ein großes Opfer, welches Konsoleros nur mit viel Überwindung aufbringen werden.

Im Spiel selbst hat jedes Team einen sogenannten Gamebreaker, dessen Leiste durch Tricks, Dunks und tolle Würfe aufgeladen wird. Umso aufwendiger die Kombo aus Tricks und dem abschließenden Dunk oder Wurf, desto schneller erreicht die Leiste auch ihren Anschlag. Mit einem grafischen Effekt wird verdeutlicht, dass es soweit ist den Gamebreaker zu nutzen, um einen unfehlbaren Angriff zu starten. Geduldige und vorausschauende Ballakrobaten haben jedoch die Möglichkeit den Gamebreaker zu halten und ihn zu verdoppeln. Wird er erst im zweiten Level gestartet, werdet ihr Zeuge eines grafisch besonders leckeren Spielzuges, der in einem genialen Dunk endet und euer Punktekonto in Millionenhöhe avancieren lässt.

Grafik:
Catwalk auf dem B-Court!
Der technische Aspekt von NBA Street Showdown macht einen recht guten Eindruck. Besonders die Spielermodelle samt Animationen zeigen sich von ihrer besten Seite und bestechen durch Detailverliebtheit. Seien es dicke Klunker um den Hals, lizenzierte Trikots oder schicke Kappen. Jedes noch so kleine Detail ist wunderbar zu erkennen und sorgt für die passende Atmosphäre rund um Streetball und HipHop. Wenn man eine Kombo mit einem Kick-Pass startet, diese mit einem Slip'n'Slide auf dem Boden fortsetzt und den Ball mit einem Shockwave in den Korb zwängt grinst nicht nur der Spieler selbst, sondern auch der Charakter tänzelt herum und prahlt, dass es eine wahre Freude ist. Schadenfreude ist eben doch die schönste Freude!

Auch die Arenen sind im wahrsten Sinne schön anzuschauen. Ob am Strand von LA oder auf einem Käfigplatz in der Bronx. Jedes Areal ist mit Liebe gestaltet und steht dem Vorbild auf der Playstation 2 und Co. in (fast) nichts nach.

Sound:
Die perfekte Fusion!
Auch bei diesem Titel gibt es die wohl berühmteste Playlist der Videogames zu bewundern. EA Pocket Trax meldet sich mit HipHop vom Feinsten zurück und sorgt, falls man dieser Musik etwas abgewinnen kann, mit ohrwurmtauglichen Tracks für nickende Köpfe. Besonders mit Kopfhörern ein wahrer Genuss, der wieder einmal beweist, dass HipHop und Basketball in ausgeklügelter Symbiose existieren.

Neben der tollen musikalischen Untermalung sind auch die Effekte mehr als erhaben. Ein toller englischer Sprecher, dessen Sprüche jedoch auf fragwürdige inhalierte Substanzen zurückweisen lassen (I looooove Ice-Cream!), kommentiert nur zu gerne Situationen in denen es richtig zur Sache geht.

Features und Besonderheiten:
Große Töne - Heiße Luft!
Auf den ersten Blick scheint eine Menge geboten zu sein! Ein toller King of the Court Modus, viele freischaltbare Boni, wie NBA-Legenden, Basketballplätze und Kleidung für den modebewussten Sportler. Dennoch tritt Ernüchterung ein, wenn man nach circa fünf Stunden den Titel des KotC erobert hat und sich fragt: "Wars das schon?". Leider lautet die Antwort ja. Das Meiste hat man nach dieser Zeit schon freigespielt. Nur für ein paar Boni muss man den Highscore in den Minigames und PickUp Spielen knacken und ein paar Multiplayerbattles austragen um das Spiel zu komplettieren. Der beliebte DunkContest hat es leider nicht auf die UMD geschafft. Wir hoffen auf Ausbesserung im Nachfolger.
Und da schon die Rede von Mehrspielermodi ist. Ihr könnt entweder zu viert im Partyplay die Minispiele um die Wette zocken, oder euch mit zwei PSPs und zwei Kopien des Spieles auf dem Court die Klinke bzw. den Ball in die Hand drücken. Die Ladezeiten gestalten sich mehr als nur kurios. Schwankungen zwischen 3 und 30(!) Sekunden sind die Regel, obwohl die 30 Sekunden nur im KotC Modus vorkommen und da auch nur selten. Dennoch sollte hier für mehr Ausgewogenheit gesorgt werden.

Fazit:
NBA Street Showdown ist ein gutes Spiel, dessen Wertung um einiges höher ausgefallen wäre, wenn da nicht zwei entscheidende Knackpunkte wären. Der King of the Court Modus, der zwar vom Schwierigkeitsgrad und der KI der Gegner hervorragend aufgebaut ist, täuscht dennoch nicht über die mickrige Spielzeit hinweg. Dank der vereinfachten Steuerung gehen zwar Tricks locker von der Hand, die Tiefe der großen Brüder wird jedoch nicht erreicht. Alles in allem ist der erste Auftritt von EA Big ein gelungenes Spiel, das man immer wieder gerne in das PSP-Laufwerk wandern lässt. Basketballfans, die mehr als nur ödes Gedribbel wollen, sollten zugreifen! Alle anderen können einen Blick riskieren.

Paul Schütz [Juste Belmont] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Eingängige, doch sehr vereinfachte Steuerung
GRAFIK
8 von 10
Tolle Präsentation des Straßensports
SOUND
8 von 10
Oohhwee! Für HipHop Fans eine Offenbarung
FEATURES
6 von 10
Viele Boni, doch zu kurzer KotC Modus
MULTIPLAYER
7 von 10
1 on 1 und PartyPlay für 4 Spieler. Leider kein Gamesharing
GESAMT-
WERTUNG:
79%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Ein kurzes Match ist immer drin"







Details
Spielname:
NBA Street Showdown

Publisher:
Electronic Arts BIG

Developer:
EA Canada - Team Fusion

Genre:
Sport

Release:
01.09.2005 (erschienen)

Multiplayer:
1-4

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

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