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Monster Hunter Freedom


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Monster Hunter Freedom Review vom 16.05.2006

Fressen oder gefressen werden. Seit Anbeginn der Zeit kennt der Mensch diese Lebensweisheit. Und Dinge wie Jurassic Park oder aber auch Resident Evil zeigen uns immer wieder, wie praktisch es sein kann, diese Weisheit zu berücksichtigen.
In Capcoms PS2-Seller „Monster Hunter“ wurde einst der Spieß umgedreht. Als Jäger ging es damals im Singleplayer-Modus oder im noch spannenderen Online-Modus auf die Jagd nach Drachen, Raptoren und weiteren Monstern.
Nun wurde das Spiel auf die PSP portiert. „Monster Hunter Freedom“ nennt sich der Spaß und soll die PS2-Variante in manchen Belangen noch übertrumpfen.

Vom Jagen und Sammeln
Kommen wir gleich zum Kern der Sache: Der Singleplayer-Modus. In ihm schlüpfen wir in die Rolle eines Monster Hunters und gehen auf die Jagd. Dies erfolgt meist in Form von Missionen, die man unter anderen von Dorfbewohnern erhält.
Bevor es aber losgeht, wird rollenspiel-typisch erst einmal der Hauptcharakter erstellt. Dies dürfen wir komplett selbst in die Hand nehmen und fast das komplette Aussehen mit Hautfarbe, Kleidung und anderen Kleinigkeiten beeinflussen. Bei der Charakter-Erstellung trifft man bereits die zumeist bedeutende Entscheidung, ob der Charakter vom Typ Schütze oder Kämpfer ist. Ein Kämpfer-Charakter ist geübt im Ungang mit Schwert, Lanze oder Axt, besonders gut im Nahkampf und bietet viele Möglichkeiten für Combo-Attacken. Sein Gegenstück, der Schütze, arbeitet mit Fernschusswaffen wie zum Beispiel Bogen oder Armbrust und ist natürlich besonders auf defensive Distanztaktik ausgelegt.
Nach der Charaktererstellung startet unser Held in seinem Heimatdorf, welches Dreh- und Angelpunkt im Spiel darstellt. Hier bekommt ihr neue Aufträge oder kommuniziert mit den Dorfbewohnern. In den obligatorischen Shops könnt ihr euch für die Jagt rüsten. Bessere Kleidung und Rüstungen sowie Schilde und spezielle Accessoires steigern die Werte eures Charakters, Waffen sind essentiell wichtig für die Durchschlagskraft bei der Jagt.

Aller Anfang ist schwer
Wer ein erfahrener Jäger werden will muss klein Anfangen. Zahme Pflanzenfresser müssen erledigt, niedliche Wildschweine geschlachtet und giftige Pflanzen gesammelt werden. Das Areal ist immer nach einem bestimmten Schema aufgebaut. Zunächst kann man sich in den Anfangsbereich verschanzen, um zu schlafen und Energie zu tanken. Die Speicherkiste nutzen, um vordefinierte Objekte zu erhalten oder ungebrauchte Sachen ablegen zu können. Die Queste der ersten Stufe sind allesamt sehr einfach gestaltet und dienen eigentlich nur dazu sich mit der Steuerung und den Umgebungen vertraut machen. So heißt es beispielsweise, dass man lernen muss wie man Fleisch grillt, und dabei aufpasst, dass dieses nicht zu trockener Holzkohle verarbeitet wird. Pflanzen für bestimmte Tinkturen müssen gesucht und liebevoll behandelt werden, etc. Hat man das Missionsziel erfüllt und die gesuchten Objekte in die Sammlerkiste gelegt, geht es zurück in die Stadt. Als Belohnung für jede erfolgreiche Mission wink natürlich Geld. Neue Rüstungen, Waffen und Futter wollen ja bezahlt werden und ohne Moos ist bekanntlich nix los.

In den späteren Missionen werden die Ungetüme kolossaler und das Risiko größer. Üblicherweise ist man es von der PS2 bekannt, hier auf die gemeinsame Jagd zu gehen und Monster Hunter von der ganzen Welt können via Onlinemodus mitkämpfen. Auf der PSP hat man sich mehr auf das Soloabenteuer konzentriert und kann höchstens noch einige Freunde via Ad-Hoc-Modus einladen. So kommt man dann doch noch zu den beliebten Kooperationsmissionen. Große Monster brauchen auch eine ausgeklügelte Taktik um besiegt zu werden. Praktisch sind hier zudem Fallen. Ihr könnt eure Opfer logischerweise in Hinterhalte locken oder ihre Fähigkeiten mit Rauch- oder Stinkbomben und vielen anderen Dingen einschränken. Dies gestaltet die Jagd spürbar einfacher und sorgt dafür, dass ihr nicht all zu oft Heiltränke oder dergleichen in Anspruch nehmen müsst.

In Sachen Spieldauer wird man nicht enttäuscht, denn neben zahlreichen Missionen vom Dorfältesten wird man auch in der Jäger-Gilde noch so einige Queste erhalten, bevor man sich als pensionierter Monster Hunter zur Ruhe setzen kann.

Gameplay:
Bei der Steuerung verdient Capcom ein zweigeteiltes Lob. Die Steuerung wurde zwar nahezu perfekt an den Handheld angepasst, birgt aber so manche Tücke. Das eigentliche Spiel für den Handheld umgemünzt, sodass die Steuerung mit dem PSP-Analogstick besonders geschmeidig von statten geht. Dennoch hat das Grundkonzept hier und da noch seine Kinderkrankheiten. Ein Beispiel für die intelligente Anpassung ist zum Beispiel die linke Schultertaste. Sie dient zum Ausrichten der Kamera. Hält man die L-Taste jedoch länger gedrückt, wird das Menü geöffnet und man hat geschwind Zugriff auf Items und Weiteres. Komfortabler geht’s fast gar nicht mehr.
Makos hingegen sind beispielsweise, dass man ohne gezogene Waffe nicht blocken und wenn man blockt sich nicht bewegen kann. Hat man aber die Waffe gezogen so kann man keine Items im Inventar nutzen. Dies hat zur Folge, dass man mitten im Kampf die Waffe wegstecken muss, um sich zu heilen. Frei nach dem Motto: „Rüüüückzuuuug!!!“
Ein Kampf gegen einen mächtigen Gegner kann somit schnell in einen Krampf ausarten.

Grafik:
Über diesen Punkt brauch gar nicht erst lange diskutiert werden. Die Grafik ist einfach nur bombastisch und bietet alles was das Herz begehrt: Detailreiche Innenbereiche, wunderschöne Außenareale mit Wasserfällen, Bergen, in der Luft wehendem Gras, tollen Lichteffekten und noch unzähligen weiteren Dingen. In Dörfern findet sich pures Leben. Die Dorfbewohner laufen auf den Straßen umher, im Hintergrund spielen sich schemenhafte Bewegungen ab und Blütenblätter fliegen durch die Luft. Einfach nur schön. Das Ganze hat jedoch auch seinen Preis: Ladezeiten zwischen den einzelnen Arealen, welche zwar recht kurz, in ihrer Häufigkeit jedoch nicht optimal sind, falls man „mal eben zwischendurch“ eine Runde spielen möchte.
Fatal sind aber manchmal auftretende Übersetzungsfehler. Wenn man im Menü Verkaufen anwählt und einkaufen geht, merkt selbst ein Analphabet, dass etwas nicht stimmt.


Sound:
Mittelalterliche Klänge vom Feinsten. Auch beim Sound hat Capcom ganze Arbeit geleistet. Die ruhigen, mystischen Melodien unterstreichen wunderbar das Spielgefühl, wenn man in der Welt von Monster Hunter umherstreift. In den Kämpfen schlägt dann alles in dynamische, musikalische Untermalung um.

Multiplayer:
Das größte Manko an Monster Hunter Freedom ist sicher die Tatsache, das Capcom den Onlinemodus entfernt hat, auch wenn die PSP dies zweifelsohne ermöglichen würde. Stattdessen trumpft das Spiel lieber mit einem kooperationsartigen Multiplayer für bis zu 4 Spieler via Ad-Hoc auf. Hier darf man gemeinsam Monster plätten, was durchaus einen interessanten Reiz ausmacht, besonders wenn man gegen größere Monster antritt und sich dann Kommandos wie „Du nimmst die linke Flanke und ich greife Frontal an!“ oder „Wir versperren ihm den Fluchtweg und du nimmst ihn dann mit deiner Armbrust direkt von hinten!“ zuruft. Allerdings bleibt hier anzumerken, dass man erst einmal drei andere Leute finden muss, die das Spiel besitzen.

Fazit:
Monster Hunter Freedom ist ein Titel den man entweder liebt oder hasst. Im Multiplayer macht es weitaus mehr Spaß als alleine, dennoch hatte man versucht das eigentlich kooperative Spielprinzip auf ein Soloabenteuer umzumünzen. Dies ist Capcom teilweise geglückt. Wenn man sich an die Kinderkrankheiten in Sachen Steuerung gewöhnen kann und ein echter Jäger und Sammler ist, wird man sehr viele Stunden mit dem Spiel beschäftigen können. Noch mehr, wenn man einige Freunde mit selbigem Spiel und PSP in der Umgebung kennt. Es ist schade, dass man trotz Onlinefähigkeiten der PSP auf dieses Features verzichtet hat, denn dies hätte Monster Hunter Freedom in die Reihen der Must-Have-Titel katapultieren können. So hat man es "nur" mit einem guten Spiel zu tun.

Lars Peterke [SamusAran] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Capcom für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Gut gemeinte Anpassung mit einigen Kinderkrankheiten.
GRAFIK
9 von 10
Umwerfende Spieleumgebung und tolle Animationen der Monster.
SOUND
7 von 10
wunderbare Melodien unterstreichen das Spielgefühl.
FEATURES
8 von 10
Nur ein (dafür aber umfangreicher) Singleplayer-Modus
MULTIPLAYER
7 von 10
Verschenktes Potential, da kein Online-Modus und Gamesharing.
GESAMT-
WERTUNG:
82%
Mobilitätsfaktor: [3 /10]
"Lange Ladezeiten und ein umfangreicher Singleplayer-Modus machen das Spiel nicht unbedingt zu einem Fall für schnelle Runden zwischendurch."







Details
Spielname:
Monster Hunter Freedom

Publisher:
Capcom

Developer:
Capcom Production Studio 1

Genre:
Action Adventure

Release:
31.03.2006 (erschienen)

Multiplayer:
1 - 4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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