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Me and My Katamari


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Me and My Katamari Review vom 31.05.2006

Videospiele sind komplett überflüssig – die Welt braucht keine Baller-, Renn- oder Sportspiele. Die Welt braucht ein Spiel, das auf einer mehr als einfachen Idee basiert. So oder ähnlich begründete Keita Takahashi seinen Plan, ein Spiel zu schaffen, das sich von allem bisher da gewesenem abhebt. Manche werden jetzt schon erahnen, welches Spiel aus seinen Plänen entstand – die Rede ist natürlich von den Spielen der Katamari Serie.

Aufgrund des großen Erfolgs (auch außerhalb Japans) war es nur eine Frage der Zeit, bis auch die, von Renn- und Sportspielen geplagten Besitzer einer PlaystationPortable in den Genuss eines Katamari Teils kommen. Doch ist der Umzug auf den schmucken Handheld wirklich gelungen?

Eine bizarre Spielidee schreit förmlich nach einer noch viel bizarreren Story: Der King of all Cosmos kehrt nach einem langen Aufenthalt im riesigen Weltraum zurück auf die Erde, um sich ein paar Tage frei zu nehmen. Strandurlaub ist angesagt und so springt der kolossale King auch gleich ins kühle Nass. Dass dies, aufgrund seines ernorm hohen Gewichts und seiner Größe eine riesige Flutwelle nach sich zieht, hätte er nicht gedacht. Doch dem war so und genau diese Flutwelle überschwemmte innerhalb von Sekunden alle Inseln, die sich in der Nähe befanden und die Tiere, die auf ihnen lebten waren auf einmal ohne Dach über dem Kopf. Nun gilt es, für jedes einzelne Tier eine neue Insel zu erschaffen, doch diese Arbeit übernimmt nicht der König selbst, sondern sein daumengroßer Sohnemann.

Nun wissen wir zwar bereits, warum wir neue Inseln erschaffen müssen, aber leider wurde uns immer noch nicht gesagt, wie wir das anstellen sollen. Kurz gesagt müssen wir einfach nur genügend Rohstoffe der richtigen Art einsammeln, die der König dann unter Einsatz seiner übermenschlichen Kräfte in eine wundervolle Insel verwandelt. Um diese Bauteile aufzunehmen steht uns eine klebrige Kugel, die so genannte Katamari zur Verfügung, die unser Protagonist durch die verschiedenen Areale rollt. Das Prinzip hierbei ist mehr als simpel: Alle Teile, die kleiner sind als unsere klebrige Kugel, haften sich an diese. Während man am Anfang einer Mission nur kleinere Gegenstände, wie Büroklammern und Lippenstifte mit sich führen kann, ist es, wenn unsere Katamari erst einmal eine gewisse Größe erreicht hat, kein Problem mehr auch Hochhäuser oder Sportarenen aufzunehmen.

Doch zurück zum Anfang. Bevor wir den armen Tierchen helfen dürfen, schickt uns unser Auftraggeber erst einmal in einen, im Vergleich zu den Level kleinen Raum, in dem wird uns mit der doch relativ komplexen anmutenden Steuerung vertraut machen. Am linken und rechten Bildrand finden wir die Anweisungen und die dazugehörigen Tastenkombinationen. Haben wir uns mit der Steuerung angefreundet, so kann es auch schon fast losgehen. Erst sollen wir zur Übung noch einige kleinere Teilchen aufsammeln. Das müssen wir so lange machen, bis unsere Knäuel groß genug ist, um unseren Kameraden und seine Kugel auch noch einzusammeln. Nun packt uns der King und beamt uns kurzerhand auf die Insel, deren Namen wir nach Wunsch ändern können und die von fort an unser Zuhause darstellt. Auf ihr kann man sich frei bewegen und je nach dem, wo man sich hinbewegt können verschiedene Einstellungen vorgenommen werden. Spielstände werden hier verwaltet, Geschenke aufbewahrt, Soundeinstellungen übernommen und vieles mehr. Auch finden wir auf der Insel eine riesige Steinschleuder, die jedes Mal zum Einsatz kommt, wenn wir einem Tier, das neben dieser wartet, helfen. Als erstes wartet hier eine Schildkröte darauf, unsere Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Nach einem kurzen Smalltalk werden wir gefragt, ob wir uns dazu bereit erklären ihr zu helfen. Noch ein paar Worte mit dem König wechseln und schon werden wir in die Riesenschleuder eingespannt, die uns zu unserem Einsatzort katapultiert.

Nach einer kurzen Ladezeit finden wir uns auch schon in Mitten des Geschehens wieder und bekommen alle wichtigen Daten durchgegeben. Im Falle der Schildkröte, müssen wir unsere Katamari innerhalb von 4 Minuten auf eine Größe von mindestens 15 Zentimeter „heranwachsen“ lassen – je größer unsere Kugel, desto prunkvoller die Insel und umso fröhlicher die darauf lebenden Tiere. Daten, wie groß unsere Knäuel aktuell ist bzw. wie groß es werden soll und wie viel Zeit uns noch bleibt sind in den rechten und linken oberen Ecken des Displays zu finden. Juhuu, geschafft. Zusammen mit unserer Katamari werden wir mithilfe des „Hyper-Rainbow“ zurück zur Insel gebeamt, wo unser Chef auch schon ungeduldig auf unser Eintreffen wartet, um aus der mitgebrachten Fracht eine neue Insel ins Meer zu pusten. Nach diesem Vorgang finden wir rechts von der Schleuder neue Tiere, die auf uns warten. Und so finden wir uns kurze Zeit später schon wieder in einer neuen Umgebung, in der wir wieder neue Gegenstände sammeln müssen. Je nach dem, wie groß unsere Katamari am Ende werden soll, schalten wir in jedem Level auch neue Areale frei, in welchen wir wieder neue, größere Gegenstände finden. Schade ist aber, dass die Freischaltung neuer Bereiche in einem Level auch immer eine nervige Ladezeit mit sich bringt. In den meisten Level treffen wir sogar auf freundliche Verwandte, die, wenn man sie mit an seine Kugel geheftet hat, auch selbst Spielbar sind. Doch wer denkt, er kann, wie ein Irrer durch die Areale rennen und alles aufsammeln das einem in die Quere kommt, der liegt falsch. Je kleiner die Katamari ist, desto mehr Vorsicht sei geboten, denn wer mit größeren Gegenständen wie Menschen oder Tieren kollidiert, verliert einen kleinen Teil seiner kostbaren Fracht.

Leider gibt es nur wenige verschiedene Areale und so kommt es während des Spielverlaufs öfters dazu, dass man sich in einem Gebäude befindet, das man schon mehrere Male zu Gesicht bekam. Allerdings wird es eher selten vorkommen, dass man in ein und demselben Terrain die gleichen Gegenstände findet, die man schon beim letzten Mal aufgerollt hat.


Gameplay:
Steuerungstechnisch musste natürlich auch Einiges an den Handheld angepasst werden, da die PSP bekanntlich nur einen Analog-Stick besitzt. Wie man es vermutet hatte, werden nun auch die Aktionstasten dazu benötigt, den Däumling durch die Level zu navigieren. Was zu Anfang etwas ungewohnt scheint, entpuppt sich nach einer kurzen Spielzeit als gute alternative zur Steuerung mit zwei Analog-Sticks.

Grafik:
Wie die Story selbst, so hat auch die Grafik ihren ganz eigenen Charme: Bunt und wild sind nur zwei Adjektive, die diese beschreiben. Leider ist die Umgebung nicht ganz so detailreich und an manchen Stellen etwas zu kantig. Vor allem aber ist es die Kameraführung, die dem Spieler auf die Dauer einige Nerven kostet, denn gerade bei einem solchen Spiel ist es wichtig, immer den Überblick zu behalten. Dass es ein ziemliches Handicap darstellt, wenn man zwischen zwei Gegenständen klemmt und nicht weiß, in welche Richtung man flüchten kann, sollte klar sein.

Sound:
Soundtechnisch kann Me & My Katamari durch und durch überzeugen. In einer ungewohnt guten Qualität schallen uns unzählige lustige Melodien mit Kindergesängen entgegen. Auch die Geräuschkulisse ist bemerkenswert abwechslungsreich und dezent ausgefallen. Kein Wunder also, dass Namco die Soundtracks auch einzeln zum Verkauf anbietet.

Features und Besonderheiten:
Es gibt immer was zu tun in der Welt des Prinzen. Haben wir die Tiere bereits mit einer prunkvollen Insel beschenkt, so fordern sie uns zu späterer Zeit auf, ein noch viel schöneres Eiland zu erschaffen. Da uns das Spiel die Möglichkeit bietet, drei verschiedene Speicherstände zu erstellen, können wir uns nach getaner Arbeit gleich erneut auf die Socken machen und erneut versuchen, die Tiere mit einem neuen Obdach zu beschenken.

Fazit:
Me & My Katamari gehört zu den wohl bizarrsten Spielen, die es derzeit für Sonys Kleinste zu kaufen gibt. Leider handelt es sich bei der europäischen Fassung des Spiels um eine 1:1 Kopie der US-Version – Übersetzungen ins Deutsche sucht man also vergebens. Zwar hat das Spiel in fast allen Bereichen mit den bekannten Kinderkrankheiten zu kämpfen, doch im Gesamten können Gameplay und Aufmachung auch auf dem Handheld überzeugen. Einen dicken Minuspunkt gibt es aber für die leider nicht vorhandenen Zwischensequenzen und Minispiele - der geringe Anschaffungspreis von rund 30 Euro rechtfertigt dies immerhin ein bisschen und schont zudem noch Geldbeutel. Wer eine innovative Spielidee, fern ab von allen jeglicher Realität sucht, darf gerne einen näheren Blick wagen.

Max Zeschitz für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
6 von 10
Nicht ganz so rund, wie wir es von der Playstation 2 kennen.
GRAFIK
4 von 10
Die Kamera macht massig Probleme.
SOUND
7 von 10
Abwechslungsreich und dezent.
FEATURES
4 von 10
Ein umfangreicher Storymodus aber keine Zwischensequenzen oder Minispiele!
MULTIPLAYER
5 von 10
4 Spieler via Ad-Hoc
GESAMT-
WERTUNG:
78%
Mobilitätsfaktor: [4 /10]
"Zu lange geratene Ladezeiten in Zusammenhang mit gut gesetzten Speicherpunkten."







Details
Spielname:
Me and My Katamari

Publisher:
Electronic Arts

Developer:
Namco

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
10.05.2007 (erschienen)

Multiplayer:
2-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

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