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DJ Max Portable


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DJ Max Portable Review vom 22.06.2006

PSP-Fans fangen zu Recht langsam an zu meckern - es gibt momentan einfach viel zu viele Portierungen für Sonys kleinen Schwarzen. Es gibt kaum ein Spiel, das man nicht auch auf einer der nicht portablen Playstations findet und es gibt viel zu wenig exklusive Spiele. Es ist für die Publisher ja auch zu verlockend, einfach ein bereits vorhandenes Spiel zu nehmen und daraus schnell eine tragbare Version zu basteln - die nach Spielen dürstenden Zocker werden es schon kaufen. Leider stolpern viele der schnellen Ports dann über Steuerungsprobleme und ewige Ladezeiten. Mobile Spiele funktionieren außerdem auch anders als die Vertreter für die großen Konsolen. Eine zehnminütige Zwischensequenz zum Beispiel sorgt zuhause am Fernseher für Begeisterung, aber wenn man sich nur mal schnell unterwegs fünf Minuten Wartezeit vertreiben will, dann knabbert man aus Frust die Hochglanzverschalung von der PSP.
Und es kann gar nicht anders sein - auch DJ Max Portable ist eine Portierung. Das "richtige" DJ Max ist ein Online PC-Spiel aus Korea, das dort und in Japan mit über 100.000 Spielern einigen Erfolg hat. Bei uns hat aber trotzdem kaum einer von dem Spiel gehört. Diesmal hat das aber sogar einen Vorteil: Da das Spiel zumindestens in der Grundversion kostenlos ist, kann man vor dem Import der Playstation Portable-Version erstmal gemütlich eine Runde probespielen und gucken, ob einem das Spiel gefällt.
Das Spielprinzip hat sich Pentavision ganz klar bei Konamis Beatmania-Reihe abgeguckt. Abgeguckt ist sogar noch zu schwach - dreist kopiert würde besser passen. Im Prinzip funktioniert das Ganze wie jedes andere Musikspiel auch. Auf dem rechteckigen Spielfeld fallen Noten von oben nach unten. Wenn diese die rote Linie am Boden erreichen, muss der Spieler den zugehörigen Knopf drücken. Dann erklingt der vorgesehene Ton, man kriegt Punkte und das Combo-Meter erhöht sich. Haut man aber daneben, dann klingt das nicht nur schief, sondern die wichtige Combo wird unterbrochen. Und wenn man zu häufig daneben liegt, dann heißt es schnell "Game Over - You need more practice".

Insgesamt warten fünf Spielmodi auf den Käufer. Die 4- , 6- und 8-Button-Modi benutzen - Überraschung! - entweder vier, sechs oder acht Buttons. Logischerweise ist es natürlich deutlich schwieriger acht Buttons im passenden Moment zu drücken als "nur" vier Buttons. Im Club DJing Modus muss man eine vorgegebene Playlist erfolgreich absolvieren und im Free Style-Modus kann man die Tracks einfach so auswählen und drauflos spielen.

DJ Max Portable gehört auf jeden Fall zu den schwierigeren PSP-Spielen. Ein blutiger Anfänger wird im höchsten Schwierigkeitsgrad nur ein paar Sekunden durchhalten. Der Song Kuda haut einem zum Beispiel 557 Noten in einer Minute und 45 Sekunden um die Ohren!
Das hört sich erstmal unschaffbar an, ist aber mit etwas Übung durchaus möglich. Genauso wie man als geübter Spieler irgendwann die Kurse in einem Rennspiel wie im Schlaf beherrscht, in einem Beat'em'up selbst die schwierigsten Kombos treffsicher hinkriegt oder Tetrissteine auch in unmenschlichen Geschwindigkeiten noch ordentlich aufeinanderstapelt, beherrscht man nach und nach auch DJ Max immer besser. Irgendwann drücken die Finger automatisch den richtigen Button und man schafft Dinge, die man vorher nicht für möglich gehalten hat. Auch wenn es schwer ist, es bleibt immer fair.
Das Spiel bietet einem aber auch während der Lernphase einige Motivation, sei es durch die Befriedigung, jetzt doch den vorher unmöglich scheinenden Song geschafft zu haben und auch durch diverse freizuschaltende Bonusgegenstände.

Grafik:
Im Vordergrund befindet sich das eigentliche Spielfeld. Das reißt natürlich keine grafischen Bäume aus, aber kann trotzdem mit netten Lichteffekten überzeugen. Schön ist auch, dass man sich jede Menge Skins für das Spielfeld und die Noten freispielen kann. So gibt es nicht nur die Standardnoten, sondern z.B. auch Eier, aus denen Küken schlüpfen, einen Bruce Lee-Verschnitt, der an Stelle der eigentlichen roten Linie die Noten zerschlägt, bunte Herzen und diversen anderen Krempel.
Im Hintergrund laufen zur Auflockerung immer schick gemachte Videos. Jeder Song hat ein eigenes dieser im Animestil gehaltenen Videos. Die sind sehr abwechslungsreich, von ernst über stylish bis hin zu quietschbunt. Im Song "Dreadnought" tanzt sogar the leader of the free world, George W. Bush höchstpersönlich, auf einer Erdkugel und schreit "Destroy, Destroy" während er von Saddam Hussein und Osama bin Laden umschwirrt wird.
Während des Spiels hat man aber selten Gelegenheit, sich diese Videos in Ruhe anzugucken. Erstens ist das Spielfeld im Weg und zweitens hat man genug damit zu tun jede Menge Knöpfe zu drücken. Es gibt zum Glück aber auch die Möglichkeit, sich alle Videos nochmal in Ruhe einfach so anzugucken.

Sound:
Die Musikuntermalung ist, wie es sich für ein Musikspiel gehört, erstklassig. Auf der UMD befinden sich satte fünzig Lieder in CD-Qualität. Die Interpreten dürften zwar die wenigsten kennen, da es sich hauptsächlich um koreanische Künstler und um Eigenproduktionen von Pentavision handelt, aber trotzdem ist die Musikauswahl sehr gut gelungen und weiß zu überzeugen. Da lohnt es sich sogar, die Soundtrack-CD zu kaufen oder die PSP an den Line-in der Soundkarte zu hängen. Bei den größtenteils elektronischen Klängen ist auf jeden Fall der eine oder andere Ohrwurm dabei.
Es gibt nur ein Problem, das man dem Spiel aber nicht vorwerfen kann: Die Lautsprecher von Sonys Luxushandheld sind zwar vielleicht für normale Spiele und die Motorengeräusche in Rennspielen geeignet, bei den kompletten Liedern von DJ Max Portable mit viel Bass und Drumherum versagen sie aber komplett. Die Bässe klingen flach, die Beats verlieren ihre Kraft und die Songs wirken allgemein einfach blaß. Erst mit vernünftigen Kopfhörern klingt das Ganze so, wie es soll.

Features und Besonderheiten:
Hier hat Pentavision richtig rangeklotzt: In den insgesamt fünf Spielmodi kann man haufenweise Extras freischalten. Es gibt unter anderem neue Songs, neue Skins für das Spielfeld und die Noten und eine Bildergallerie. Bis man alles freigeschaltet hat, braucht man einige Stunden Spielzeit. Wer wirklich alles haben will, muss z.B. eine irrsinnige 90.000 Punkte Combo hinlegen, was ca. drei Stunden Spielzeit ohne einen einzigen Fehler entspricht.
Gleichzeitig dient das Spiel auch als Video- und Musik-UMD. Die einzelnen Videos und Songs lassen sich alle seperat anhören und -schauen. Auch sehr schön ist es, dass die Lyrics zu den Songs im Handbuch abgedruckt sind.

Importfreundlich
Einem Import steht nichts im Wege, da Musikspiele natürlich grundsätzlich relativ wenig Text enthalten. Weiterhin sind fast alle Menüs in DJ Max Portable auf Englisch und auch der Rest ist problemlos zu verstehen.
Neben der normalen Version gibt es auch - ungewöhnlich für PSP-Spiele - eine Special Edition. Dieses "Prestige Set" enthält neben einer Soundtrack-CD auch noch diverse andere Extras, ist aber leider genauso schick wie teuer.

Fazit:
Wer Beatmania mag, findet mit DJ Max Portable die bisher beste portable Umsetzung des Spielprinzips. Und das funktioniert auch auf einem Handheld blendend - so ein kurzer Song passt halt einfach besser in kleinere Wartezeiten an der Bushaltestelle oder beim Arzt als langwierige Rollenspiele oder ein 1:1-Port eines auf längere Spielzeiten ausgelegten PS2-Spiels. Der große Umfang ist klasse und auch der hohe Schwierigkeitsgrad motiviert nochmal extra. DJ Max Portable ist völlig zurecht einer der absoluten Geheimtipps für die Playstation Portable und auf jeden Fall einen Import wert.
Alle, die noch etwas unschlüssig sind, sollten sich einfach mal die PC-Version installieren und eine Runde kostenlos probezocken.


Michael Schmalenstroer für PlaystationPortable.de



GAMEPLAY
8 von 10
Schwer, aber motivierend.
GRAFIK
6 von 10
Kein 3D, aber Videos
SOUND
10 von 10
Erste Sahne.
FEATURES
9 von 10
Es gibt haufenweise Sachen freizuschalten.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden.
GESAMT-
WERTUNG:
88%
Mobilitätsfaktor: [10 /10]
"Ideal auch für kurze Pausen"







Details
Spielname:
DJ Max Portable

Publisher:
Pentavision

Developer:
Pentavision

Genre:
Sonstiges

Release:
01.02.2006 (erschienen)

Multiplayer:
Nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

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