Puyo Pop Fever
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Puyo Pop Fever
Review vom 25.06.2006
Sie sind klein, rund, kunterbunt und fallen vom Himmel, um dann in explosionsartigem Zerplatzen in Form von Punkten auf euer Konto zu regnen. Puyo Pop Fever war ein Starttitel beim Release der PlaystationPortable in Japan und nach langer Zeit wird auch Europäern das Tor zum Puzzlespaß eröffnet. Ob sich hinter dem Spiel wirklich noch Spaß verbirgt, oder ob das Game ausgelutscht und lustlos rüberkommt, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen aus der Feder der PSP.de Redaktion.
Puzzlespiele haben, wenn man richtig bedenkt, das Geheimnis eines guten Spieles enthüllt und beinahe perfektioniert. Jeder gestandene Zocker, der aus jahrelanger Daumenakrobatik das Elixier und den wichtigsten Teil eines guten Spieles resümiert hat, wird in 99% der Fälle einem gut gemachten Puzzlespiel nicht widerstehen können. Unvergleichlich süchtig machendes Gameplay fesselt Freunde der virtuellen Unterhaltung seit Jahren. Angefangen bei Tetris, gab es zahlreiche Versuche, das Prinzip zu erweitern, kopieren, oder auf mehr oder weniger erfolgreiche Art und Weise zu verändern. Puyo Pop ist dem Urvater der Puzzlespiele gar nicht mal so unähnlich, wobei das Gameplay hier ganz klar aufgepeppt und erweitert wurde.
Ohne zu weit auszuschweifen, kann man das Gameplay als eine aggressive Form von Tetris beschreiben. Bunte Geister, Bohnen, oder was auch immer die runden Protagonisten darstellen sollen, fallen genüsslich im Doppelpack von oben Richtung Boden und schmiegen sich an die unteren Nachbarn. Verbindet man vier gleichfarbige Puyos zerplatzen sie und schaffen somit wieder Platz für neue Puyos und bringen gleichzeitig Punkte. Interessant wird das Gameplay aber erst bei den Kombinationen. Ordnet man die fröhlichen Bohnengeister in solch einer Form an, dass eine Bohne eine Folge von Explosionen auslöst, verdient man sich nicht nur eine pralle Summe aufs Highscore-Konto, sondern hindert auch den Gegner, der neben eurem Tunnel seinen eigenen unter Kontrolle bringen will. Die Kombination schickt graue Steine an den Gegner, die keinen Nutzen haben, da sie mit anderen Puyos nicht fusionieren, sondern einfach nur das Feld voll stopfen und dem Gegner sogar möglicherweise eine Kombo zu Nichte machen können. Wer als erster keine Möglichkeit mehr hat, Puyos zu platzieren, verliert unweigerlich die Runde und muss sich mit einer Niederlage zufrieden geben.
Bei Puyo Pop Fever hat man versucht eine Story um das bunte Tropfenspektakel zu stricken, die im Endeffekt lächerlicher ist, als man es sich vorstellt. Wir befinden uns an einer magischen Schule, die einzig und allein der Erlernung der Kunst des Puyo Pop spielens gilt. In verschiedenen Etappen, die verschiedene Schwierigkeitsgrade darstellen, verliert die Lehrerin ihre magische Kanne und bittet somit die Schüler danach zu suchen. Als tangierte Pubertierende macht man sich nun auf die Suche nach der seltsamen Kanne und trifft im Verlauf immer wieder auf Mitschüler, die euch zum "Kampf" herausfordern. Vollkommen realitätsfern und irrelevant, aber anscheinend wollte man auf eine "Story" nicht verzichten. Neben diesem Storymodus, der eigentlich nur ein Duell nach dem anderen darstellt, gibt es noch einen Multiplayer für zwei Spieler an einer PSP und einen Ad-Hoc Modus. Außerdem kann man ein normales Free-Battle austragen, bei dem man sich einen Charakter aussucht, von denen einige mehr auf Kombos setzen und andere auf schnellen Abbau der Puyos. Einen großen Unterschied zwischen den Knirpsen merkt man jedoch kaum. Sammelt man im Duell eine bestimmte Anzahl von Punkten bzw. Kombinationen, schaltet das Spielgeschehen in den Fever-Mode. Von nun an habt ihr eine limitierte Zeit, in der ihr immer eine vorgefertigte Kombo vorgelegt bekommt und ihr diese mit dem folgenden Puyopaar auslösen müsst. Umso mehr Kombos euch im Fever-Mode gelingen, umso mehr Punkte prasseln aufs Konto und umso tiefer sitzt euer Konkurrent in Puyo-Abfall.
Für all diejenigen, die sich lieber der Zeit stellen, gibt es mehrer Modi zur Auswahl. Einmal wäre da ein Fevermodus, bei dem ihr für eine Minute in konstanten Fevermode seid und durch gute Kombos Zeitboni gutgeschrieben bekommt. Ein anderer Menüpunkt stellt euch bestimmte Aufgaben, wie eine Kombo mit fünf Puyos usw., bei der wieder die Zeit metaphorisch gesehen euch hinter dem Rücken steht und den drohenden Game-Over-Finger zeigt. Ein Klassikmodus ist natürlich auch im Spiel integriert und sollte keine weitere Erklärung benötigen. Einfach nur gutes Puyo Pop in klassischer Manier ohne Fevermodus.
Gameplay:
Die Relevanz des Gameplays ist gerade bei Puzzlespielen ein A und O, da die technischen Komponenten oftmals nur schmückendes Beiwerk darstellen und keine tragende Rolle spielen. Puyo Pop Fever macht seine Sache richtig gut. Mit dem Analogstick, oder dem Digi-Kreuz steuert man die fallenden Geister und dreht sie mit den Aktionsknöpfen. Simpler geht es kaum und süchtig machender wohl auch nicht. Während man beim einfachen Schwierigkeitsgrad den Gegner wortwörtlich lebendig (in Puyos) begräbt, wird man in den höheren Stufen erhebliche Probleme haben, sich der Masse zu entledigen. Den höchsten Grad werden wirklich nur göttliche Spieler meistern können, an dem sogar ich als alter Puyo Pop-Hase gescheitert bin. Ansonsten gibt es kaum etwas über das Gameplay zu sagen, da es einfach dem Prinzip "easy to learn, hard to master" folgt und so ist es wirklich. Anfangs freut man sich noch über Doppelkombos und schon nach einiger Zeit haut man den Kombopegel in astronomische Höhen.
Grafik:
Lumines bewies, dass ein Puzzlespiel auch ein optischer Leckerbissen sein kann und dem Klischee, dass Puzzlegames optisch bieder sind, eine Ohrfeige verpasst. Puyo Pop Fever kann sich zwar mit dem Lichtspiel von Lumines nicht messen, macht aber auch einen recht hübschen Eindruck. Die Farben sind unglaublich fetzig und kontrastreich, während eine Kombo in kurzen, aber hübschen Lichtspielen unterstrichen wird. Die Zwischensequenzen im Storymodus sind eher mittelmäßig und einfallslos. Standbilder der Charaktere und lieblose Hintergründe sind nicht etwas, worauf die Entwickler stolz sein sollten. Ansonsten kann man sich aber kaum beklagen, gerade weil die Optik hinter dem großartigen Gameplay deutlich an Bedeutung verliert.
Sound:
Japanophile können die Laolawelle starten und in euphorischem Jubel ausbrechen, denn genau diese Art von Musik erwartet einen bei Puyo Pop Fever. Fröhlich ruhige und pulstreibende Musik halten sich in der Waage und setzen genau in den richtigen Zeitpunkten ein. Wirkliche Ohrwürmer kann man jedoch nicht erwarten und auch der fehlende Gesang einer quietschenden Japanerin fehlt zum vollkommenen Glück. Die Stimmen der Charaktere sind jedoch ein wahrer Schenkelklopfer. Ob piepsige Mädchenstimmen bis hin zu rauen Roadietönen, bekommt man hier alles zu hören. Leider bekommt man die Dialoge nur in englischer Sprache zu hören, obwohl man sich wohl besser nicht vorstellen sollte, wie die Stimmen in deutschen Sprache agieren würden (Dialekte ahoi!)
Features und Besonderheiten:
Puyo Pop Fever ist auf die Features bezogen zwar kein Überhammer, da es kaum Extras gibt, außer zwei freischaltbaren Charakteren und einer Aufnahmefunktion für Replays einer komplettierten Partie. Doch wahre Puzzlefans werden nicht mehr brauchen, als den enthaltenen Highscore, um sich monatelang mit dem Spiel beschäftigen zu können. Die Multiplayerfunktion ist ebenfalls wirklich gut gelungen und erfreulich, dass man an einer PSP eine Runde Geister platzen lassen kann.
Fazit:
Lumines-Besitzer, die nach einem neuen Puzzlespiel lechzen, können bei Puyo Pop Fever bedenkenlos zugreifen. Das bewährte Gameplay, der fordernde Schwierigkeitsgrad und zahlreichen Modi werden Fans eine ganze Weile beschäftigen und selbst wenn die Lust am Spiel vergangen ist, kann man sich sicher sein, dass nach einer Weile der Abstinenz von Puyo Pop, der Silberling immer wieder für eine gepflegte Runde im PSP-Schacht rotieren wird. Ein wirklich wahnsinniger Puzzle-Spaß für alle Genrefans.
Paul Schütz für PlaystationPortable.de
Vielen Dank an Sega für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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GAMEPLAY
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Für Einsteiger und Profis gleichermaßen geeignet. |
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GRAFIK
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Hübsche Grafik, aber keine Effektwucht. |
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SOUND
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Japanische Dudelarien mit guter Laune Garantie. |
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FEATURES
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Viele Modi, aber wenige Extraboni. |
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MULTIPLAYER
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Eine PSP plus zwei Spieler ergeben rasantes Vergnügen. |
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GESAMT-
WERTUNG:
81%
Mobilitätsfaktor: [8 /10] "Dank kurzen Ladezeiten perfekt für Zwischendurch."
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Details
Spielname:
Puyo Pop Fever
Publisher:
Sega
Developer:
Sonic Team
Genre:
Geschicklichkeit
Release:
06.06.2006 (erschienen)
Multiplayer:
1 - 2 Spieler
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:
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