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Need for Speed Underground: Rivals


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Need for Speed Underground: Rivals Review vom 02.10.2005

Vom Spielplatz zur Werkstatt!
Wie schnell sich die Welt doch verändert! Man erinnere sich an das Jahr 1996, in dem Kinder noch über Lego, Playmobil und Co. geredet haben und beim Anblick einer Ritterburg in euphorischem Strahlen aufgingen. Kinder waren Kinder und so spielten kleine Mädchen mit Barbie Traumhochzeit, die heldenmutigen Knaben kletterten auf Bäumen und spielten Pirat. War das eine schöne Zeit.

Fast 10 Jahre später erblickt man nur die ganz Kleinen auf dem Abenteuerspielplatz und die damals ach so geliebten Power Rangers und Actionman-Spielfiguren liegen verstaubt in der Ecke. Das Leben wird immer schneller, immer rasanter. Der Anspruch an Adrenalin und actionreichem Zeitvertreib steigt auch in den Kindern von heute. Videogames sind aber nicht nur ein Zeitvertreib, sondern beeinflussen auch die Interessen von Kids.
Noch vor ein paar Jahren hätte ein 13-jähriger unwissend den Kopf geschüttelt, hätte man ihn nach der Funktion von Getriebe, Bumpern und Zündkerzen in einem Auto gefragt. Heute würde die Antwort, wie eine Kugel aus einem gut geölten Revolver herausschießen. Verblüfft über die Mechanikerkenntnisse eines pubertierenden Kindes, stellt man sich die Frage, wodurch das Interesse der laut PISA mit Faulheit getränkten Jugendlichen geweckt wurde.

"Pimp my Ride" in der Hosentasche!
Need for Speed Underground Rivals präsentiert sich als Bilderbuchantwort und bringt eine hochmoderne Autowerkstatt mit allem, was dazugehört, in Form einer UMD auf die PSP. Ob Electronic Arts es mit ihrem ersten Spiel für die PSP gelungen ist, dem Hype der großen Brüder auf PS2 und Co. gerecht zu werden, erfahrt ihr in unserem Praxistest. Also angeschnallt, denn hier erfahrt ihr, ob das Spiel mehr bietet, als eine aufgestylte Karosserie.

Im Gegensatz zum zweiten Untergrundritt der PS-Monster verzichtet Electronic Arts bei Rivals auf eine frei befahrbare Stadt und kehrt zu altem Ursprung zurück. Eure Aufgaben wählt ihr traditionell im Menü und entscheidet euch zwischen standardisierten Rundenrennen, adrenalingeladenen Drag-Rennen, in denen ihr hauptsächlich auf eure Schaltfähigkeiten bauen müsst und den schwindelerregenden Drift-Fahrten, die doch sehr an den Elch-Test im eisigen Finnland erinnern. Rutschfeste Reifen und überragende Lenkambitionen sind Pflicht, um nicht nach 3 Sekunden das Zeitliche in einer Bande zu segnen.

Ihr beginnt als schüchterner Amateur mit einem schwachbrüstigen Vehikel und versucht euch einen respektierten Namen durch möglichst souveräne Erfolge zu verdienen. Macht ihr durch gewonnene Events Autohersteller auf euch aufmerksam, spendieren sie euch die neuste optische Ausrüstung. Ob Chromfelgen, die einen blendenden Eindruck hinterlassen, oder ausgefallene Vinyls. Hier könnt ihr euch das Traumauto, für das im wahren Leben das Kleingeld fehlt, zusammenbauen. Natürlich bessern illegale Streetraces auch euer Budget auf, das ihr in Leistungserweiterungen investieren könnt. Kassiert wird jedoch nur, wenn ihr in einem der 56 Rennen, die in drei Schwierigkeitsstufen (Bronze, Silber und Gold) unterteilt sind, den ersten Platz für euch gewinnen könnt. Mathematiker errechnen sich somit, dass insgesamt 168 Wettkämpfe auf die Rowdys der nächtlichen Straße warten. Hinzu kommen noch die ganzen Drift und Dragster Aufgaben, die dem Spiel einen beachtlichen Umfang von fast 200 Aufgaben bescheren. Ernüchterung kehrt jedoch ein, wenn man bedenkt, dass es nur 10 Strecken gibt, bei denen man sich schon nach kurzer Zeit sattgesehen hat. Vor der Monotonie kann sich "der Rivale" also nicht verstecken.

Der Schwierigkeitsgrad steigt mit jedem Rennen um ein Stück an. Anfangs fühlt man sich, wie auf einer Strecke mit sechsjährigen Knirpsen im Go-Kart. Fortgeschrittene haben eher ein Formel-1 Gefecht mit Schumi und Anhängsel vor sich. Seltsamerweise passt sich jeder Gegner sofort an die neusten Upgrades eurer Tuningkiste an. Selbst mit dem leistungsstärksten Motor und Nitros kommt es in der ersten Klasse vor, dass man auf der Zielgeraden noch überholt wird. Und da sage einer künstliche Intelligenz würde nicht schummeln. Das bringt einen nicht nur zur Weißglut und Fluchtiraden (die wir hier lieber nicht zur Sprache bringen wollen), sondern senkt auch die Motivation sein Gefährt mit teuren Performanceteilen aufrüsten zu wollen.

Gameplay:
Need for Help!
In Sachen Steuerung hat EA es deftig vermasselt und dem Rennspiel Sand ins Getriebe geblasen.
Obwohl man zwischen der Steuerung mit dem Analog-Nub und dem Steuerkreuz wählen kann, gestaltet sich beides als versteckter Frustfaktor hoch zehn. Der Analog-Nub ist bockig und reagiert erst ab einer bestimmten Neigung auf die Lenkbewegung, führt diese dann auch noch zu abrupt aus, sodass man nur mit dem Feingefühl eines Uhrmachers dauerhaft Erfolg auf das Tunerkonto verbuchen kann. Das Steuerkreuz reagiert zwar nicht so bestialisch, ist aber viel zu schwammig für ein Rennspiel. Wie auf Seife rutscht man die ganze Zeit auf der Strecke und versaut sich somit des öfteren eine gute Platzierung. Der direkte Konkurrent, Midnight Club 3, aus dem Hause RockstarGames bietet hier benutzerfreundlichere Alternativen.

Grafik:
Edle Tuneroptik mit Detailschwächen
Warum muss man nur die ganze Zeit durch die Nacht fahren? Eine durchaus berechtigte Frage, die sich nicht nur die Redaktion mehr als einmal gestellt hat. Wahrscheinlich passt es nicht zum "böse Bube" Image der illegalen Raser, denn auch in der portablen Version von Need for Speed Underground gibt es nicht eine Strecke im Sonnenschein. Ansonsten wird einem bewährte Kost geboten. Schicke Autos, beleuchtete Straßen und Verwischeffekte beim Nitroeinsatz gehören zum Repertoire von Rivals, das wie kein anderes Rennspiel "Style" und "Coolness" verkörpert. Dennoch muss man zugeben, dass die Grafikdesigner von Midnight Club 3 ambitionierter bei ihrem Job geschuftet haben. Dafür läuft Need for Speed um einiges flüssiger, als das Werk von den GTA-Machern. Mit gelegentlichen Rucklern (besonders im Multiplayer) muss man aber auch hier leben.

Sound:
Matchboxautos mit 5.1 Soundsystem
EA-Trax, die hochgelobte Songliste, kommt auch beim ersten Need for Speed für die PSP zum Schwitzen.
Neben vielen Songs, die hauptsächlich von fetten Beats und schnellen Rhymes leben, schlägt der Nachtracer auch rockige Töne an. Zwei Lieder wurden sogar mit dem passenden Video geschmückt und entfalten speziell mit Kopfhörern ihr berauschendes Potenzial. Ist die Musik des Spiels sogar ohrwurmtauglich, enttäuschen die Soundeffekte umso mehr. Achtet man explizit auf die Motorengeräusche, denkt man eher an quietschende Matchboxautos, als an hochgezüchtete Importschlitten.

Features und Besonderheiten:
Willkommen bei "Westcoast-Customs"!
Auch die Features können nicht vollends überzeugen. Zwar gibt es eine riesige Anzahl an Aufgaben, werden diese jedoch schon nach ein paar Stunden langweilig. Auch die lizensierten Autos sind mit einer Gesamtzahl von nur 24 eher durchschnittlich vertreten. Dafür gibt es eine Menge Tuning-Optionen, die zum Weiterspielen motivieren. Bis man einen perfekten Siegerschlitten zusammengeschraubt hat, der nicht nur etwas fürs Auge bietet, vergehen locker 10 Stunden. Für alle Aufgaben braucht man etwa das doppelte an Zeit. Ein guter Wert für ein Spiel, das leider schon nach circa einem Drittel der Zeit langweilig wird.

Multiplayer:
Tuner schrauben einsam!
Dieser Satz hätte in einem aktuellen Lied mehr als nur gut hineingepasst. Ein mickriger Multiplayersupport für nur zwei Spieler enttäuscht auf der ganzen Linie. Heutzutage sollte man mindestens die Möglichkeit für vier Raser spendiert bekommen. Darüber hinaus unterstützt das Game auch kein Gamesharing. Ein kleiner Wermutstropfen ist der Multiplayer für vier Zocker an einer PSP, bei dem man nacheinander durch die Nacht zieht.

Fazit:
Need for Speed Underground Rivals wird dem Ruf seiner Brüder nicht gerecht und bricht unter der Last zusammen. Zu undefiniert gestaltet sich die Steuerung, auch der Umfang von nur 10 Strecken ist nicht mehr zeitgemäß und hätte aufgestockt werden müssen. Hinzu kommt noch der miserable Multiplayer, der auch noch an Framerateproblemen zu knabbern hat. Fans der Serie können ruhig einen Blick in die virtuelle Werkstatt riskieren. Alle anderen sollten lieber zu Midnight Club 3 DUB Edition greifen oder auf das angekündigte Need for Speed Most Wanted warten.

Paul Schütz [Juste Belmont] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
4 von 10
Schlechte Steuerung vermiest den Spaß
GRAFIK
7 von 10
Hübsche Autos, monotone Strecken
SOUND
7 von 10
Klasse Soundtrack mit Matchboxeffekten
FEATURES
7 von 10
Tuningfetischisten kommen auf ihre Kosten
MULTIPLAYER
4 von 10
Durch die Nacht leider nur im Duo
GESAMT-
WERTUNG:
68%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Erträgliche Ladezeiten, doch zu dunkel für Freifahrten"







Details
Spielname:
Need for Speed Underground: Rivals

Publisher:
Electronic Arts

Developer:
Electronic Arts

Genre:
Racing

Release:
01.09.2005 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

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