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Metal Gear Ac!d 2


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Metal Gear Ac!d 2 Review vom 16.07.2006

Über kaum ein anderes Spiel für die PSP wird so heiß und leidenschaftlich diskutiert wie über die mittlerweile zwei Spiele aus der Ac!d-Saga rund um Solid Snake und Konsorten. Während sich die eine Fraktion endlich ein Metal Gear Solid wünscht, ist die andere Fraktion hingegen sehr froh über dieses rundenbasierende Taktikspiel aus dem Hause Kojima unter der Schirmherrschaft von Konami.

Seit dem Auftauchen der ersten Screens zu Metal Gear Ac!d 2 ist diese Diskussion erneut entfacht. Kann der zweite Teil halten, was Kojima Productions im Voraus versprochen hat? Worum geht es in dem Spiel überhaupt und vor allem - was bekommt der interessierte Spieler storytechnisch aufgetischt? Diese Fragen und noch viele mehr werde ich in dem folgenden Review Stück für Stück aufdecken und klären. Viel Spaß beim Lesen

Und los geht´s
Nicht lang hat es gedauert, bis Metal Gear Ac!d 2 in den Regalen zum Verkauf bereit stand. Umso größer war natürlich die Sorge, dass aus dem Spiel eher ein mittelmäßiger zweiter Teil geworden sein könnte.

Beim öffnen der Verpackung fällt zunächst das mitgelieferte "Tobid Ac!d Eye" in Form eines faltbaren, schwarzen Pappkartons auf, auf welches für schmucke 3D-Effekte in speziellen Szenen im Spiel sorgen soll. Neben einer recht ausführlichen Anleitung befindet sich natürlich auch das eigentliche Spiel in Form einer handlichen UMD in der Verpackung. Im Gegensatz zum ersten Teil, welcher ein exklusives Kartenhandbuch mitführte, hat man bei dem zweiten Teil darauf leider komplett verzichtet - sicherlich aus platztechnischen Gründen, denn die Verpackung lässt sich auch ohne das Kartenhandbuch kaum noch verschließen - dank dem "Tobid Ac!d Eye".

Ein paar Worte zur Story und Übersetzung
Schon vergangene Metal Gear-Teile glänzten vor allem durch eine ausgeprägte, ausführlich erzählte Story mit vielen Wendungen, Verschwörungen und Co. - nebst großen Namen wie beispielsweise FBI oder CIA. Auch Metal Gear Ac!d 2 macht hierbei keine Ausnahme und erzählt dem interessierten Spieler in vielen, teils sehr schönen Standbildern eine sehr langwierige und ausführliche Geschichte. Diese hat in der Praxis allerdings viele unglaubwürdige Wendungen und ab einem gewissen Punkt fallen diese auch eher negativ auf, sind teilweise sogar recht wirr und strotzen nur so vor teils lächerlichen Rechtschreibfehlern, welche so manches mal sogar einen ganzen Satz total verdrehen. Der ganz ungeduldige Spieler hat allerdings die Möglichkeit, sämtliche Dialoge mit einem Druck auf die Starttaste zu beenden.

Ob das Handbuch oder Spiel teils falsch übersetzt wurde, bleibt wohl für immer das Geheimnis der Entwickler - während im Handbuch die Rede von einem gewissen Doktor Kopelson ist, wird im Spiel von einem Dr. Koppelthorn gesprochen - um nur einen der zahlreichen Übersetzungs- und Wortfehler zu nennen, welche bis weilen sogar recht witzig, aber ungewollt sind.

Lasst das Spiel beginnen!
Zu Beginn des Spiels findet sich der geneigte Spieler in einem sehr übersichtlichen Menü wieder, welches neben den obligatorischen „Neues Spiel“, „Spiel laden“, „Weiter“, „Optionen“ und „Passwort“ Buttons auch über einen Arenamodus und einen Metal Gear Solid: Subsistance Link für diePlaystation2 verfügt. Zunächst habe ich mich direkt und ohne Umwege in ein neues Spiel, und damit ein neues Abenteuer gewagt.

Doch bevor es so richtig los gehen kann, muss der Spieler zunächst ein Tutorial absolvieren, welches dermaßen simpel und spartanisch ausgefallen ist, dass man sich berechtigter Weise fragt, ob dies überhaupt nötig gewesen wäre. Neben diversen Aktionsmöglichkeiten werden hier in spärlicher Weise kurz einige Möglichkeiten für das verdeckte Vorgehen, so wie das Grundprinzip der Steuerung neben der Bekämpfung von Feinden vorgestellt. Danach kann es dann aber schon direkt losgehen.

Zum Gameplay - Herzstück des Spiels
Wer bereits den ersten Teil aus der Ac!d-Saga kennt, wird sich sehr schnell im Zweiten Teil zurecht finden, denn am eigentlichen Spielprinzip hat sich grundlegend nichts verändert. Noch immer ist Snake auf seinen Einsätzen rundenbasierend unterwegs, kann sich sein eigenes Deck aus verschiedenen Karten zusammenstellen und sich somit allerlei taktische Kniffe in jeweils zwei Standartaktionszügen pro Runde aneignen. Dabei darf zunächst ein Kartenlimit von 30 Karten nicht überschritten, aber auch nicht deutlich unterschritten werden. Im laufe des Spiels erhöht sich das Kartenlimit natürlich noch weiter. Neben allerlei Waffen, Upgrades und Rationskarten welche die angekratzte Lebensenergie unseres Helden kurieren, gibt es auch allerlei Karten mit Hilfe derer es unserem Protagonisten möglich ist, feindlichen Angriffen zu trotzen ohne Schaden zu nehmen oder gleich ganz auszuweichen.

Wieder dabei sind natürlich auch die verschiedenen Alarmmodi, welche nach und nach aktiviert werden, sollte ein Feind unseren Helden in spe plötzlich entdeckt haben. Um dies zu verhindern, verfügt Snake über allerlei akrobatischen Fähigkeiten welche ihm dabei helfen sollen, nicht von seinen Feinden entdeckt zu werden und damit womöglich eine ganze Mission zu gefährden. Zahlreiche Statusveränderungen wie zum Beispiel Bewusstlosigkeit, Blindheit, Brand und Co. verpassen dem Spiel einen realistischen Touch und sorgen für Abwechslung. Gegenstände wie explodierende Fässer und/oder Feuerlöscher runden das Paket als ganzes ab. Natürlich kostet der Einsatz der verschiedenen Karten unterschiedlich viele Punkte. Umso mehr Punkte der Spieler am Ende seiner Runde verbraucht hat, umso länger wird es dauern, bis Snake erneut an der Reihe ist – es ist also kluges Vorgehen gefragt, doch auch die verbrauchten Punkte können mit Hilfe diverser Karten am Ende einer Runde reduziert werden. Natürlich muss Snake seine gefährlichen Missionen nicht allein lösen, denn schon im sehr frühen Spielverlauf wird ihm Verstärkung in Form der hübschen Venus zur Seite gestellt, welche ihm von nun an treu zur Seite steht und sich genau so wie Snake steuern lässt und über ein eigenes Deck verfügt, welches der interessierte Spieler verwalten und ganz nach seinen Wünschen gestalten kann.

Natürlich gibt es auch in Metal Gear Ac!d 2 – ganz wie im ersten Teil – die Möglichkeit, nach jeder Mission unterschiedliche Kartenpacks im hiesigen Kartenladen gegen Punkte einzutauschen, welche man nach jeder Mission erhält und dessen Höhe dadurch bestimmt werden, wie oft zum Beispiel der Alarm ausgelöst wurde oder wie viele Gegner getötet wurden – dabei orientiert sich das Spiel nicht an einem zu erreichendem Maximum, sondern an einem Minimum. Außerdem werden sich Metal Gear Solid-Kenner ständig in die Zeit vergangener MGS-Teile zurück versetzt fühlen, denn die Motive und Namen vieler Karten stammen nicht selten aus allen möglichen Episoden der Serie. Mit stetigen Fortschritten im Spiel steigt auch die Auswahl an Kartenpacks im Kartenladen erheblich. Jeweils fünf Karten sind in einem Pack zu teils sehr hohen oder geringen Preisen erhältlich. Einzelne Karten können zusätzlich sowohl verkauft, als auch gekauft werden.

Das Gameplay an sich bietet so ziemlich alles, was sich das Spielerherz wünscht – selbst die ausgefallensten Deckideen und Kartenzusammenstellungen können funktionieren und bieten kaum Grenzen. Um ein ausgewogenes Gameplay zu garantieren, kann stets nur eine begrenzte Anzahl von ein und der Selben Karte in ein Deck aufgenommen werden.

Nach dem erfolgreichen Abschluss einer Mission kann diese erneut mit Hilfe einiger Zusatzmissionen bestritten werden – so muss man zum Beispiel entweder alle Gegner in einem Level töten, sich unbemerkt und ohne den Alarm auszulösen zum Ziel bewegen, usw. Dabei kann der Spieler frei nach Lust und Laune eine Zusatzmission nach seinem Geschmack in einem bereits abgeschlossenen Level auswählen.

Natürlich gibt es auch im zweiten Teil die obligatorische Option auf heiße Gefechte mit einem Freund, welche ich aber nicht testen konnte.

Neuigkeiten im zweiten Teil – Was hat sich geändert?
Schon zum unmittelbaren Beginn bietet Metal Gear Ac!d 2 die Möglichkeit, eine Karte nach freier Wahl aus dem ersten Teil von Metal Gear Ac!d direkt in den zweiten Teil, und somit in das eigene Deck zu portieren. Voraussetzung hierfür ist allerdings ein gespeicherter Spielstand des ersten Teils auf der aktuellen Memorykarte.

Insgesamt gibt es rund 500 neue Karten mit allerlei Fähigkeiten und in unterschiedlichen Variationen zu entdecken. Außerdem wurden mehrere, neue Kartentypen in das Spiel integriert. Darunter befindet sich zum Beispiel das Fallenkartenfeature, welches es dem Spieler ermöglicht, unvorsichtigen Feinden Fallen mit unterschiedlichen Auswirkungen zu legen. Neben all den neuen Karten gibt es aber auch zahlreiche Karten aus dem ersten Teil erneut zu entdecken.

Die Möglichkeit, Karten aufzurüsten ist ebenfalls neu und bietet ein sehr interessantes, neues Feature im Spiel. Im Prinzip sind alle Karten zu unterschiedlichen Preisen einmalig aufrüstbar. Dabei können zum Beispiel bestimmte Effekte verstärkt, oder der Schaden einer Karte erhöht werden. Auf diese Weise kann der Spieler schon im frühen Spielverlauf wahre Killerkarten erschaffen.

Sehr auffallend ist die Tatsache, dass Metal Gear Ac!d 2 schon von der ersten Mission dem Spieler ein sehr großzügiges und vor allem abwechslungsreich bemessenes Deck mit vielen, unterschiedlichen Karten zur Verfügung stellt – jeder Lernkurve zum Trotz. Neulinge werden von diesem massiven Aufgebot allerdings im ersten Moment erschlagen. Auf den zweiten Blick hingegen präsentiert sich das Spiel zwar als Komplex, jedoch auch sehr benutzerfreundlich: eine kurze und knappe, aber präzise Kartenbeschreibung hilft dem geduldigen und lernbereiten Spieler aber schnell und unverbindlich über die Runden – im wahrsten Sinne des Wortes, denn Hektik kommt dank dem Rundenbasierendem Gameplay erst gar nicht auf. Zocker, die es ganz genau wissen wollen bietet das Spiel zusätzlich ausführliche Informationen zu jeder Karte und mal Informationen zur Waffe oder manchmal sogar Informationen zu vergangenen Metal Gear Solid-Teilen - während andere Informationen zu diversen Karten oftmals ein Schmunzeln im Gesicht hinterlassen.

Insgesamt wurde das Zentrum des Spiels – also der Umgang mit dem eigenen Deck und den vielen, verschiedenen Karten – mit sehr viel Liebe zum Detail und umfangreichem Informationsmaterial bestückt. Hier bleiben insgesamt wirklich keine Wünsche offen und man merkt deutlich, dass sich Kojima Productions hierbei eindeutig sehr viel Mühe gegeben hat – mit sehr guten Ergebnissen.

Besonders auffallend ist die Tatsache, dass der zweite Teil aus der Ac!d-Saga nun deutlich Actionbetonter als der erste Teil ausgefallen ist. Neben zahlreichen Endgegnerkämpfen bekommt man außerdem sogar zwei unterschiedliche Metal Gear-Fights geboten. Das Waffenrepertoire ist zusätzlich dazu deutlich größer und offensiver ausgefallen als es im ersten Teil der Fall war.

Die einzelnen Areale, bzw. Missionen sind nun insgesamt deutlich kleiner ausgefallen – hat man es im ersten Teil noch zum großen Teil mit etwas zu groß geratenen Arealen zu tun welche das rundenbasierende System eher durch einen zähen Spielfluss behinderten, wurde dieses Manko im zweiten Teil durch kompaktere Karten nun weitestgehend ausgeglichen, um einen schnelleren Spielfluss zu garantieren.

Sehr interessant präsentieren sich außerdem die neuen Statuseffekte: Rutschen Snake oder Venus zum Beispiel auf einer Öllache aus, ist das Kartendeck verschmiert und man kann nur noch erraten, welche Karte man gerade einsetzt – das Selbe gilt außerdem auch für einen zerschossenen Feuerlöscher. Es ist also Vorsicht geboten. Zum Glück betrifft dieser Effekt nicht nur unsere beiden Helden, sondern auch die Bösewichter.

Der Arenamodus
Eine weitere, große Neuerung stellt der Arenamodus dar. Hier kämpfen Snake und Venus zusammen gegen eine Zweierkombination von Bösewichten aus vergangenen Metal Gear Solid-Teilen. Der Schwierigkeitsgrad variiert dabei von Stufe zu Stufe – ganz so, wie die unterschiedlichen Bösewichter. Leider gibt es hier insgesamt zu wenig Arenamaps, welche sich schon nach kurzer Zeit permanent wiederholen, größentechnisch aber völlig in Ordnung gehen und weder zu klein, noch zu groß sind.

Außerdem wird der interessierte Spieler schon nach kurzer Zeit eine todsichere Taktik ausgearbeitet haben, mit der man so gut wie jedes Match praktisch im Handumdrehen gewinnen kann – etwas mehr Vielfältigkeit im Bezug auf die gegnerische KI wäre hier nicht schlecht gewesen. Den Gewinnern eines solchen Arenakampfes winken neben jeder Menge Punkte außerdem auch noch höchst seltene und außergewöhnliche Karten.


Das Solid – Eye Theater + Tobid Ac!d Eye
Unter dem mysteriösen Menüpunkt mit den beiden Fragezeichen verbirgt sich das so genannte Solid Eye – Theater. Dies ist gleichzeitig der Debüt-Auftritt des mitgelieferten Tobid Ac!d Eyes. Der Zusammenbau stellt sich allerdings als nicht unbedingt benutzerfreundlich heraus und man muss schon etwas Fingerspitzengefühl haben, um die wackelige und wenig Vertrauenserweckende Konstruktion nach Aufforderung des Spiels über die PSP zu stülpen. Schon hier ist Vorsicht angebracht, denn die scharfkantigen Ecken der Pappe könnten zu ungewollten Kratzer im Display oder auf der PSP führen.

Anschließend können diverse Filmchen aus vergangenen Metal Gear Solid Teilen neben vielen Kurzfilmen mit realen Darstellern angeschaut werden. Das ganze geschieht mit Hilfe des Tobid Ac!d Eyes in einer speziellen 3D Optik, welche allerdings aufgrund der eher miesen Qualität der Linsen schon nach kurzer Zeit Kopfschmerzen auslöst, an sich aber eine nette Idee ist.

Besonders lobenswert ist der Umfang der Filmgalerie, welche mit stetigem Vorankommen im Spiel stark erweitert wird und schon fast wie eine Videothek wirkt. Ganz besonders besorgt schien Kojima Productions um die Gesundheit ihrer Spieler zu sein – wenn man die Filmgalerie verlässt, warnt das Spiel sogar noch einmal, dass man nun das Tobid Ac!d Eye doch bitte wieder entfernen solle. Laut Anleitung soll man aber das Spiel komplett mit der beigelegten Konstruktion spielen können – wieder einmal widersprüchliche Angaben der Anleitung.

Die Grafik – etwas ganz Besonderes
In Sachen Grafik präsentiert sich Metal Gear Ac!d 2 in einem komplett neuen und überarbeiteten Comiclook – dieser geriet noch vor dem Release unter heftige Kritik und man fragte sich berechtigter Weise, ob solch eine Engine überhaupt angemessen für ein Metal Gear Spiel sei.

In erster Linie mag dass eine Geschmacksfrage sein. Trotz allem ist dieser Look sehr sauber und durchdacht umgesetzt worden. Die einzelnen Figuren wirken insgesamt wesentlich lebendiger als im ersten Teil und sind einfach bunter gehalten – dies jedoch in keiner übertriebenen Art und Weise. Somit bildet die Umgebung zusammen mit den Figuren und sämtlichen Details einen sehr schönen und lebendigen Kontrast zu einander. Erstaunlich ist außerdem die Tatsache, dass trotz des Comiclooks nichts wie ein Fremdkörper im Spiel wirkt. Effekte wie zum Beispiel Explosionen, Mündungsfeuer, Brände und Co. wirken sehr realistisch und protzen nur so mit viel Liebe zum Detail. Vereinzelte Pixel muss man mit der Lupe suchen, denn Metal Gear Ac!d 2 ist insgesamt sehr hoch aufgelöst und es kommt trotz großer Aktion auf dem Screen niemals zu irgendwelchen Rucklern.

In Sachen Texturen geizt das Spiel allerdings gerade im Bezug auf die unterschiedlichen Figuren etwas. Dies mag womöglich an der verwendeten Engine liegen, fällt aber gerade bei großen Gegnern wie zum Beispiel einem Metal Gear doch sehr auf. Hier ließ sich Kojima Productions allerdings erneut eine sehr gute Lösung einfallen, bewies Kreativität und stattete Figuren sowie die restliche Umgebung mit wunderschönen, fließenden Farbübergängen aus welche diesen kleinen Makel fast völlig auszugleichen wissen.

Sehr interessant ist die Tatsache, dass die Story oft von gezeichneten Standbildern vorangetrieben wird, welche sehr schön in Szene gesetzt worden sind und wiederum ihrerseits einen sehr ansprechenden Kontrast zu der Spielgrafik bilden.

Sounds, Musik und Co. – ein Feuerwerk
Was wäre ein Spiel ohne ein passendes Tonpaket? Metal Gear Ac!d 2 beweist eindrucksvoll, wie viel gerade dieser Punkt in einem Spiel ausmachen kann und überzeugt durch kräftige Sounds vor allem bei den vielen, unterschiedlichen Waffen, welche man schon fast allein am Ton auseinander halten kann. Die Explosionen klingen zu dem sehr knackig und wissen absolut zu überzeugen – selbes gilt außerdem für den Rest der sehr guten Soundkulisse.

Die Musik ist zwar eher dezent, aber vollkommen passend gehalten und von hoher Qualität. Gerade im Alarmmodus sorgt sie dafür, dass reichlich Stimmung aufkommt und die Dramatik der Szene unterstrichen wird. Ansonsten bekommt der Spieler typisch mysteriöse Agentenmusik auf die Ohren.

Wirklich sehr Schade ist die Tatsache, dass Metal Gear Ac!d 2 bis auf wenige Sprachfetzen gänzlich ohne Sprachausgabe kommen muss – dies wäre das Sahnehäubchen gewesen.

Die lange Suche nach den Kehrseiten...
Kojima Productions hat scheinbar dermaßen exakt und gewissenhaft gearbeitet, dass es nur wenig Negatives über das Spiel zu berichten gibt. Lediglich die dreiste Kopie einer bestimmten Mission aus dem ersten Teil ist aus irgendwelchen Gründen auch in den zweiten Teil gerutscht und wird Kenner der beiden Teile etwas ärgern.

Bugs gibt es zum Glück gar keine und man muss den Entwicklern für den absolut reibungs- und problemlosen Einsatz der Karten schon fast einen Dank aussprechen. Lediglich die Story hinterlässt manchmal einen üblen Nachgeschmack, ist sie in der Regel einfach zu langatmig und teils unglaubwürdig ausgefallen. Es wirkt ganz so, als hätte man hierbei viel erreichen, aber nur die Hälfte schaffen können.

Die Nachricht von Metal Gear Ac!d 2 ist außerdem eindeutig: Weg von Stealth, hin zur Action. Insgesamt ist konsequent verdecktes Vorgehen so gut wie kaum noch möglich und größere Konfrontationen sind schon fast vorprogrammiert. Ein Blick auf die Lebensleiste von Snake bestätigt diese Vermutung, denn satte 1000 Standartlebenspunkte benötigt wohl kaum jemand, dessen Hauptaugenmerk es ist, verdeckt vorzugehen. Trotzdem – dies mag womöglich nur Geschmackssache sein, denn das Spiel verliert dadurch mit Nichten seinen Reiz, auch wenn das Ganze nicht selten in heftige Ballerorgien verfällt – am Ende gewinnt immer der, der Köpfchen bewiesen hat.

Massig Positives
Im Prinzip ist das gesamte Spiel an sich etwas sehr positives. Vor allem der gewaltige Spielumfang, welchen man bereits im Singleplayermodus fast uneingeschränkt nutzen kann weiß komplett durch kreative Ideen und großen Handlungsspielraum in fast allen Belangen zu überzeugen. Wer bereits den ersten Teil kennt wird feststellen, dass der teils sehr zähe Spielfluss einem nun sehr weichen, geschmeidigen und schnellerem gewichen ist. Ob es die extravagante, sehr gut umgesetzte Grafik oder das fast perfekte Tonpaket als Gesamtwerk sowie das bis ins letzte Detail durchdachte Gameplay an sich ist – Metal Gear Ac!d 2 weiß zu überzeugen. Die KI der einzelnen Gegner ist insgesamt sehr gut gelungen – da wird Deckung gesucht, ausgewichen und allerlei Aktionen ausgeführt, denn die verschiedenen Gegner verfügen jeweils über ein eigenes Deck.

Gerade die vielen, neuen Features wie zum Beispiel die Möglichkeit, Karten aufzurüsten oder eine Karte vom ersten Teil zu portieren sowie der Arenamodus wurden sehr sinnvoll in das Spiel eingebaut und halten den interessierten Spieler für lange Zeit am Ball.


Fazit:
Metal Gear Ac!d 2 ist ein rundum sehr gut gelungenes Spiel mit sehr leichtem Makel, welchen man aber mit der Lupe suchen muss und der im Spiel kaum spürbar ist. Jeder kleine Baustein dieses Spiels kann man mit gutem Gewissen als Muster für kommende Spiele benutzen, wenn man einmal von der etwas eigenwilligen Story und der teils falschen Übersetzung absieht. Beim Kauf dieses Spiels kann man nichts falsch machen - der geduldige und lernwillige Spieler wird hier in einen Spielgenuss kommen, welcher im Moment einzigartig auf der PSP ist und seines gleichen sucht. Hut ab, Kojima Productions !

Malte Latton für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars



GAMEPLAY
7 von 10
Sehr komplex und benötigt Einarbeitung
GRAFIK
8 von 10
Sauber ausgearbeitet, eher Geschmackssache
SOUND
9 von 10
Realistische Klänge und passende Musik
FEATURES
9 von 10
Strotzt nur so vor Extras
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht getestet
GESAMT-
WERTUNG:
83%
Mobilitätsfaktor: [2 /10]
"Leider noch immer nicht für unterwegs geeignet"







Details
Spielname:
Metal Gear Ac!d 2

Publisher:
Konami

Developer:
Kojima Productions

Genre:
Strategie

Release:
17.05.2005 (erschienen)

Multiplayer:
2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (13)

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