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Pursuit Force


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Pursuit Force Review vom 18.07.2006

Wenn es etwas gibt dass so sicher wie Weihnachten ist, dann sind es die alljährlichen Racinggames aus verschiedenen Entwicklerschmieden. Nur noch selten entdecken Entwickler dabei gameplaytechnisches Neuland. Wieso auf Neues setzen, wenn sich alt bewährtes gut und ohne Umwege an den Zocker bringen lässt? Wie gut, dass bigBig Studios – die Hauptverantwortlichen für Pursuit Force- diese Ansichten scheinbar nicht teilten und alle interessierten Spieler in eben dieses Neuland führen möchten. Ein gewagtes Konzept, welches am Ende aufgeht - oder ein weiterer Flop am Spielzenit? Erfahrt es am Besten selber im folgenden Review. Vorhang auf für Pursuit Force!

Ein besonderes Konzept
Seit dem Auftauchen der ersten Screens zu Pursuit Force war das allgemeine Interesse an diesem Spiel in der Zockerwelt recht groß. Worum würde es gehen? Kann das Spielprinzip überhaupt funktionieren? Besonders interessant ist die Tatsache, dass Entwickler bigBig Studios ein gänzlich neues Genre mit ihrem neuesten Spiel etabliert hat. Pursuit Force vereint das eher klassische Racinggenre mit konstanter, rasanter Action auf vielen Gebieten und lenkt dabei die Aufmerksamkeit auf den Hauptakteur im Spiel – einem angehörigen der Pursuit Force, welche sich der Verbrechensbekämpfung verschrien hat. Guten Gewissens könnte man dieses Mischgenre einen Third Person Action Shooter nennen.

Der rote Faden
Eine Stadt im Ausnahmezustand – mehrere rivalisierende und gut organisierte Banden kämpfen um die Vorherrschaft und stürzen die Stadt in Anarchie. Die Polizei wird dieser wachsenden Katastrophe nicht mehr Herr. Doch – die Rettung naht. Schnell und ohne zu zögern wird die so genannte Pursuit Force – zu Deutsch in etwa „Verfolgungsmacht“ – etabliert, um den zahlreichen Gaunern und Verbrechern das Handwerk zu legen. Ungewöhnliche Umstände sorgen für ungewöhnliche Mittel und so verwundert es nicht, dass die Pursuit Force kein bisschen zimperlich mit Verbrechern aller Art umgeht und nicht davor zurückschreckt, durch schier unglaublich akrobatische Kunststücke eben diese Unholde von ihren Taten abzubringen und ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Der Spieler schlüpft dabei in die experimentelle Rolle eines angehörigen der Pursuit Force, welcher von nun an beweisen muss, dass diese Aktionen sinnvoll und durch nichts zu ersetzen sind. Unterstützung liefert der hiesige Polizeichef und ist somit für die unterschiedlichen Einsätze in Form einer Vor und Nachbesprechung wichtig.

Und los geht’s
Nach dem einlegen der UMD und einer kurzen Ladezeit werde ich schon mit einem schicken Intro begrüßt, welches einen Vorgeschmack auf das liefert, was kommen wird. Anschließend muss ein neues Profil erstellt werden, und schon bin ich dabei – direkt im Karrieremodus, dem Herzstück und Ausgangspunkt des Storymodus im Spiel. Von hier aus können Einsätze angenommen werden. Ein großer Teil der Einsätze müssen natürlich erst frei gespielt und können mit erfüllten Missionen und steigendem Rang vom einfachen Officer bis hin zum Commander angewählt werden. Einzelne Aufgaben sind dabei unterschiedlichen Verbrecherorganisationen zugeschrieben welche es zu bekämpfen gilt. Somit wähle ich meine erste Mission an und werde schon gleich mit einer sehr schicken Introsequenz zu den „Warlords“ begrüßt – einer skrupellosen, paramilitärischen und illegalen Organisation. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Lager der Bösewichter – die Capelli Family, Convitcs, Vixens, Killer66 ´s und die eben genannten Warlords. Jede Truppe verfügt über ihre eigene Introsequenz, was schon zu Beginn und im weiteren Verlauf des Spiels für viel Atmosphäre sorgt und Lust auf mehr macht.

Nach der Aktivierung meiner ersten Mission finde ich mich in einem Briefing mit dem hiesigen Einsatzleiter wieder. Neben geschriebenem Text bekomme ich diesen sogar in sehr guter Qualität vorgetragen – auf Deutsch. Ein weiterer Pluspunkt für Pursuit Force.

Zur Sache – das Gameplay
In der Regel startet eine Mission bei voller Fahrt in einem Polizeifahrzeug – entweder zu Wasser, zu Land oder manchmal sogar aus der Luft – in einigen Fällen darf sich unser Held auch zu Fuß die Haken abwetzen und sogar Straftäter verhaften anstatt sie zu töten. Natürlich mit dem typischen Sirenengeheul, was zwar anfangs für Stimmung sorgt, im weiteren Verlauf aber sehr schnell äußerst nervig wird und zu Fuß natürlich nicht vorhanden ist. Unmittelbar in einem Einsatz ist der Spieler ständig mit der Einsatzleitung verbunden, welche das weitere Vorgehen schnell schildert. Zum Beispiel muss ein verdächtiges Fahrzeug möglichst schnell eingeholt, ausgeschaltet oder übernommen werden – ein anderes mal muss ein Fahrzeug oder eine bestimmte Person vor skrupellosen Killern geschützt werden oder flüchtende Bösewichter eben daran gehindert werden. Doch die Zeit ist knapp – ist eine bestimmte, festgelegte Strecke zurückgelegt, gilt die Mission als verloren. Vollgas ist also oberste Priorität – im wahrsten Sinne des Wortes. Damit der Spieler dieses Zeitfenster in Form einer Strecken und Kilometeranzeige nicht aus den Augen verliert, wird diese freundlicher Weise auf dem Display eingeblendet. Neben der eigenen Position ist außerdem die Position des nächsten, feindlichen Fahrzeuges markiert welches es zu erreichen gilt. Natürlich muss von Zeit zu Zeit auch gegen den einen oder anderen Obermotz gekämpft werden, was oft einen finalen Showdown darstellt.

Kompromisslose und knallharte Action
Was währe unser Held in spe ohne entsprechende Ausrüstung und vor allem Fähigkeiten? Natürlich steht uns in erster Linie die treue Waffe mit dem passenden Namen „Enforcer“ – in etwa „Vollstrecker“ - zur Verfügung, mit Hilfe derer wir Bösewichter im Handumdrehen außer Gefecht setzen können. Nur all zu gerne wird aus Fahrzeugen auf ein anderes Fahrzeug geschossen und möglichst großkalibrige Waffen sind Trumpf, denn neben einzelnen Personen in einem Fahrzeug kann auch das Vehikel an sich sturmreif geschossen werden und segnet anschließend mit einer Explosion das zeitliche – das gleiche gilt übrigens auch für das eigene Leben samt Fahrzeug. Und weil steuern und zielen in der Regel schlecht klappt, hilft das Spiel mit einer automatischen Zielhilfe ein wenig nach – dieses Feature ist wirklich unerlässlich und wurde sehr sinnvoll in Pursuit Force integriert.

Um Fahrzeugen Herr zu werden, können diese auch auf mal mehr und mal weniger elegante Weise übernommen werden. In diesem Fall muss sich der Protagonist in direkte Nähe des gewünschten Vehikels begeben um anschließend mit Hilfe eines Tastendrucks aus dem eigenen Fahrzeug zu springen um auf dem Objekt der Begierde zu landen. Dabei kommt es oftmals zu Kino reifen Szenen, denn nur all zu oft ist unser Held kurz davor den Halt zu verlieren und das zeitliche zu segnen – gerade dann, wenn sich im Fahrzeug Bösewichter befinden welche darauf bedacht sind, keine Anhalter mit zu nehmen. In diesem Fall kommt es zu wüsten Schießereien und genialer Akrobatik in Reinkultur welche ihres gleichen sucht. Von Zeit zu Zeit löst sich scheinbar automatisch eine Art Matrixtrigger aus, welcher dass geschehen in Slowmotion darbietet und so manches mal für ein Staunen und Gänsehaut pur sorgt.

Der Haken mit dem Verkehr...
Verfolgungsjagden finden in der Regel auf gut befahrenen Straßen statt – inklusive massig Verkehr und unschuldiger. Genau so verhält es sich auch in Pursuit Force. Dieser Faktor behindert unseren Polizisten natürlich unbeabsichtigt bei seiner Arbeit und sorgt außerdem für einen hohen Adrenalinspiegel. Insgesamt ist der zusätzliche Verkehr aber wesentlich mehr als schmückendes Beiwerk, denn – werden zu oft zivile Fahrzeuge angerempelt oder unbeabsichtigt von der Straße gedrängelt, wird dies von der so genannten „Gerechtigkeitsleiste“ abgezogen, welche in Notsituationen eingesetzt werden kann und somit die Lebensleiste unseres Protagonisten auffüllt. Positive Verhaltensweisen wie zum Beispiel das anrempeln eines gegnerischen Fahrzeuges oder sogar das Ausschalten eines Feindes füllen die Leiste hingegen.

In Sachen Grafik
Pursuit Force präsentiert sich in Sachen Grafik solide. Stellenweise etwas pixelig, ist das Gesamtbild immer noch gut. Denn – der Blick fürs Detail geht bei dieser Art des Gameplay völlig unter und ist nicht weiter relevant. Insgesamt wurde hier recht sauber gearbeitet und bis auf wenige, unschöne Stellen geht hier alles in Ordnung. Die akrobatischen Einlagen unseres Protagonisten wurden meisterhaft in Szene gesetzt und strotzen nur so vor vielseitigen Animationsstufen, welche das unglaubliche Geschehen schon fast realistisch wirken lassen. Insgesamt wurde großen Wert auf die Animationen der einzelnen Figuren gelegt. Jediglich die Einsätze zu Fuß wirken unter diesem Aspekt etwas unterbesetzt. Trotzdem – der Gesamteindruck ist gut.

Die Steuerung – alles im Griff…oder?
Bei derart rasanter Non Stop Action ist eine sichere und vor allem präzise Steuerung von Nöten. Überwiegend hat bigBig Studios seine Hausaufgaben erledigt – die Funktionen der einzelnen Tasten wurden sinnvoll gewählt und insgesamt kann man sich sehr schnell darauf einstellen. Keine komplizierten oder nur schwer erreichbaren Kombinationen trüben hier das Gesamtbild. Insgesamt hat man sich sehr bemüht, die Steuerung im Spiel so einfach wie möglich zu gestalten, was sehr gut gelungen ist und außerdem keine Wünsche offen lässt.

Sounds, Musik und co.
Vorhandene, sehr gute Sprachausgabe, klasse Sounds, eine gute, musikalische Untermalung – Spielerherz, was willst du mehr? Pursuit Force liefert ein insgesamt betrachtet gutes bis sehr gutes Tonpaket ab, welche keine Wünsche offen lässt.

Die Fahrphysik - nicht von dieser Welt
Ein Spiel, in dem es sich zentral um das fahren von allerlei motorisierten Vehikeln dreht genau an diesem Drehpunkt so dermaßen zu verhauen grenzt schon fast an fahrlässiger Körperverletzung. Kurz gesagt – ein Zug auf Schienen wird in etwa die gleiche Fahrphysik aufweisen wie die Fahrzeuge aus Pursuit Force. Ein Kurvenverhalten ist praktisch nicht zu erkennen und wer nicht ständig auf Vollgas setzt hat schon verloren – zahlreiche Kurven im rechten Winkel Stil unterstreichen dieses Manko natürlich erheblich. Vom Gas geben und Abbremsen erst gar nicht zu sprechen, denn hier verhält es sich nicht minder unrealistisch.

Der Schwierigkeitsgrad – ein Spiel für Menschen?
Diese Frage sollte man sich stellen, denn scheinbar ist Pursuit Force eher weniger für Menschen, als viel mehr für den absoluten Hardcorezocker geeignet. Der horrende Schwierigkeitsgrad stellt sich schon in den ersten Missionen wie eine schier unüberwindbare Mauer aus Beton vor dem kleinlauten Spieler auf. Dank kaum vorhandener Rücksetzpunkte sorgt dieser Faktor für eine absolut frustrierende Spielerfahrung. Eine Lernkurve ist praktisch nicht vorhanden und somit erwartet dieses Spiel schier wahnwitzige Reaktionszeiten gepaart mit einem hundertprozentigen Timing. Schade – dieser Faktor zieht die Wertung stark herab – zu Recht.

Features und co.
Neben einem einfachen Rennen und Zeitrennenmodus gegen andere Polizisten oder Straftäter können außerdem Bilder und kleine Filme in der Galerie freigespielt werden. Zusätzlich hierzu können verschiedene Cheats nach einer erfolgreichen Mission sowie verschiedene Fahrzeuge erspielt werden. Insgesamt gibt es so einiges zu entdecken – vorausgesetzt, man erfüllt Mission um Mission – gerade dies könnte eines der größten Hindernisse sein…

Multiplayer - Fehlanzeige
Für einen Lacher sorgt das Handbuch - großzügig werden alle Verbindungsmöglichkeiten von PSP zu PSP aufgelistet - mit dem Vermerk, dass Pursuit Force keine davon unterstützt. Somit ist ein Multiplayermodus nicht vorhanden.

Fazit:
Es hätte so schön sein können – aber dank der miserablen Fahrphysik und dem extremen Schwierigkeitsgrad wurde aus Pursuit Force eher Frustration Force. Dies begünstigen außerdem die praktisch nicht vorhandenen Rücksetzpunkte und die teilweise recht langen Missionen – von den Endbossen ganz zu schweigen. Wer sich allerdings mit diesen erheblichen Mankos anfreunden kann, wird ein insgesamt gutes und schlüssiges Spiel mit einem roten Faden bekommen, welches über viele Extras verfügt und unter keinen Bugs leidet. Die teils Kino reife Inszenierung der Stunts sucht bis jetzt seines Gleichen und macht Lust auf mehr

Malte Latton für PlaystationPortable.de



GAMEPLAY
7 von 10
Intuitiv problemlos
GRAFIK
7 von 10
Solide, etwas pixelig
SOUND
7 von 10
Rund um gut gelungen
FEATURES
8 von 10
Massig freizuspielen
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden
GESAMT-
WERTUNG:
71%
Mobilitätsfaktor: [3 /10]
"Dank sehr hektischem Gameplay kaum vorhanden"







Details
Spielname:
Pursuit Force

Publisher:
Sony

Developer:
bigBig Studios

Genre:
Action Jump 'n Run

Release:
22.11.2005 (erschienen)

Multiplayer:
-

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

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