PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
SONY PSP
Playstation Portable.depowered by 4players translate2english
Home News Spiele PSN UMDs Artikel Community RSS
Jetzt anmelden!   |   Login:   Nickname:    Passwort:      Passw. vergessen?   
Du bist nicht eingelogged.

Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2


  • Testbericht
  • Screenshots (15)
  • News & Videos (5)
  • User (35)
  • Spiel Kaufen
Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2 Review vom 05.08.2006

Wenn Captain Jack Sparrow, die Betonung liegt auf Captain - etwas anpackt, dann macht er es richtig. Zwar sorgt seine metrosexuelle Ader und sein tollpatschiger Gang dafür, dass man ihn nicht ganz ernst nehmen möchte, doch er ist ein waschechter Pirat und Draufgänger. 2003 war Fluch der Karibik der Popcornfilm des Spätsommers und sorgte mit Humor, Action und Kühnheit dafür, dass zahlreiche Fans den Streifen besuchten. Die Kombination aus Johnny Depp in der Rolle des konfusen Piraten und Orlando Bloom als der Schmied Will Turner gepaart mit reichlich Action, finsteren Zombiepiraten und der anschaulichen Keira Knightley als Elizabeth Swann sorgten dafür, dass sowohl die männliche Fraktion als auch das weibliche Geschlecht sich mit dem Film anfreunden konnten. Das Piratenfieber wurde erneut geweckt mit der Folge, dass beim Fasching 2004 wieder zahlreiche Junggesellen in das Freibeuterkostüm schlüpften. Am 27. Juli startete der Nachfolger von Fluch der Karibik in den Kinos. Wir haben uns den Streifen schon anschauen können und berichten natürlich live von der Piratenfront, wie gut sich das übliche Nebenprodukt, die Handheldversoftung des Themas, macht. Freudiger Freibeuterspaß oder üblicher Einheitsbrei?

Was ist geschehen, nachdem Jack Sparrow das Aztekengold geschickt genutzt hat, um seinen meuternden Widersacher Barbossa zu erledigen und sein geliebtes Schiff die Black Pearl zurück zu gewinnen? Zuviel möchten wir euch natürlich nicht vorwegnehmen, denn wir können leider kein Popcorn, einen bequemen Sessel und eine flimmernde Leinwand bieten, doch zumindest einen kleinen Einblick in Sachen Story des Nachfolgers können wir schon wagen.

In der idyllischen Hafenstadt Port Royal steht Elizabeth Swann vor dem Altar und muss zusehen, wie ihr Gatte in Spee verhaftet werden soll. Selbst sie, die Tochter des Gouverneurs wird beschuldig, einem Piraten geholfen zu haben und so sollen sie zum Tode verurteilt werden. Kann Jack sie retten? Etwa zur gleichen Zeit erfährt Captain Jack Sparrow von Stiefelriemen Bill, Wills Vater, dass Jack noch bei Davy Jones eine Rechnung zu begleichen hat. Davy Jones ist der untote, tintenfischähnliche Kapitän der Flying Dutchman und ermöglichte es Jack für 13 Jahre Kapitän der Black Pearl zu werden, doch der Preis war hoch. Entweder muss Jack nun 100 Jahre auf der Flying Dutchman als untoter Diener arbeiten oder 100 Seelen ausliefern. Ein spannendes Abenteuer beginnt, welches eine überraschende Wende am Ende beginnt. Wie gesagt, wollen wir hier nicht zuviel vorweg nehmen.

Auch die PSP - Version des Spiels wurde von der Entwicklerschmiede Amaze Entertainment geschaffen, die schon bei anderen Filmumsetzungen gezeigt haben, dass sie eigentlich von ihrem Handwerk etwas verstehen. So gesehen macht Captain Jack Sparrow in Fluch der Karibik 2 auf dem ersten Blickt, zumindest optisch eine gute Figur. Man erkennt die Züge, Gestik und den typischen halbtrunken Gang des tuntigen Piraten und meint, dass man bei einer solch gelungenen Darstellung kaum Fehler hätten passieren können. Doch leider trügt der Schein, denn die Optik mag zwar beeindrucken, doch Spieltechnisch beläuft sich Fluch der Karibik 2 eher im seichten Wasser.

Das eigentliche Spielprinzip besteht zum größten Teil aus Prügeleinlagen. Insgesamt warten drei verschiedene Gegnertypen darauf vermöbelt zu werden. Ja, richtig gehört - ganze drei Gegnertypen. Was den Spielspaß erheblich bremst ist die Tatsache, dass man diese Gegner auch nur mit bestimmen Tastenkombinationen besiegen kann. So muss man Kontrahenten mit nur einem Schwert in der Hand zunächst mit dem X-Knopf ins Straucheln bringen und dann mit dem ¡-Knopf abservieren. Sofern Jacks Gegenüber mit zwei Säbeln ausgestattet ist, dreht sich die ganze Prozedur um. Die hinterlistigsten Gegner sind jene mit großen Äxten. Hier heißt es geschickt Kontern. Üblicherweise kann Jack mit einem kurzen Druck auf den Ë-Knopf seine Gegner kurzzeitig außer Gefecht setzen. Ein kleiner Tritt unterhalb der Gürtellinie haut auch einen noch so mächtigen Piraten, Untoten oder Kannibalen in die Knie und kurzweilig mit einer piepsenden Stimme vor sich hin fluchen. Nutzt man diesen Move beim großen Axtmörder, kann man auch diesen im direkten Schwertkampf besiegen. Alternativ gibt es noch herumliegende Waffen, die mit einem Schlag einen Gegner vernichten, sei es eine leere Flasche, ein Wurfmesser oder eine Pistole. Spannende Kämpfe, Seilzug-Action, Pistolen, waaghalsige Sprünge, es hätte alles so schön werden können… Doch leider ist dem nicht so.

Wer aufgepasst hat, wird bemerkt haben, dass wir nun beschrieben haben was im kompletten Spiel geschieht und das nur in wenigen Sätzen. Ihr glaubt es ist zu monoton, ermüdend und linear? Leider müssen wir gestehen, dass dies auch zutrifft. Zwar haben die Entwickler bemerkt, dass Fluch der Karibik ein enormes Potential hat und versucht dies auch zu nutzen. Doch scheinbar wurden sie vom selbigen Fluch getroffen und musst anhand des strickten Zeitplans zu hastig arbeiten.

Das Leveldesign ist sehr linear gestaltet und das größte Problem an der Sache ist, dass es kaum was zu entdecken gibt. Man zu viel Wert auf das Optische gelegt und eine durchdachte Struktur vernachlässigt. Zwar gibt es hier und da einige primitive Schalterrätsel zu lösen, Explosionsfässer zu legen und ein paar Seiltricks zu absolvieren. Doch viel mehr ist nicht drin.

Im Direkten Kampf gibt es noch die Möglichkeit einen von drei erlernbaren Special - Moves zu nutzen. Diese waghalsigen Kampfmanöver erhält man, wenn zuvor dir Bonuslevel erfolgreich absolviert wurden. Ein Bonuslevel gestaltet sich aber leider auch nicht anders als ein großes Schlachtfest in einer fixen Arena. Also auch hier kein Neuland in Sicht.

Dennoch gibt es einen Aspekt, der das Spiel retten kann und nicht gänzlich von der Planke springen lässt. Der Multiplayermodus. Via Gamesharing ist es sogar möglich mit seinen Freunden zu spielen, obwohl nur eine UMD im PSP -Schacht rotiert. Weg von den Zweikämpfen am Schwert und rauf auf Schiff. Eine Mannschaft will befehligt werden, diese schäbigen Landratten sind alles was man hat, um die feindlichen Seeräuber zu erledigen. Wer sich noch an das Jahr 1987 erinnern kann, als Sid Meier seine Piraten unter der Flagge von MicroProse segeln ließ, wird wissen wie echte Wasserschlachten auszusehen haben.
Zumindest hat man hier ansatzweise eine ordentliche Schlacht auf die Beine gestellt, die gerade mit mehreren Spielern für Seemannsgarn sorgt. Jeder Spieler hat die Möglichkeit sich für eine Schiffsvariante zu entscheiden. Je nach Wahl verfügt das Seegefährt über unterschiedliche Attribute, wie Rumpfstärke, Geschwindigkeit, Kanonen, Wendigkeit, etc. Zudem gibt es eine spezifische Spezialfähigkeit, die man taktisch nutzen kann. Ein kurzer Temposchub, ein Doppelangriff, etc. gehören mit dazu. Während man auf den sieben Weltmeeren umherschifft, trifft man nicht nur auf Felsbrocken, Riffe und Wracks, sondern auch auf die feindlichen Piraten. Es gibt drei verschiedene Waffen, die man im Kampf einsetzen kann. Unter anderem welche die direkt das Schiffangreifen, und versenken können. Waffen die die Segel zerreißen und einen Gegner manövrierunfähig machen oder Kanonenkugeln, die hauptsächlich die Besatzung treffen und ein Entermanöver erleichtern.

Egal wie man seinen Feind vernichtet, also ob man ihn auf den Meeresboden in die Fänge von Davy Jones pustet oder ein gesamtes Schiff kapert und Brandschatzt, man erhält dafür einen Punkt. Am Schluss zählen jedoch nicht nur die Abschüsse, sondern auch die Gesamtpunkte, die man erhält. Zusätzliche Items die man auf der Tour über Wasser entdecken kann, sorgen nicht nur für bessere Attribute der Kampfschiffe, sondern auch für zusätzliche Punkte oder andere Nettigkeiten. Insgesamt ein spaßiges Prinzip, welches schon beinahe den Singleplayermodus schlägt.

Gameplay:
Jack Sparrow kann schon im nüchternen Zustand kein Fuß vor den anderen setzen, ohne dabei torkelnd umher zu schlendern. In der PSP - Fassung ist dies Gott sei Dank nicht immer der Fall. Doch ab und an bemerkt man schon, dass der werte Herr Captain nicht ganz so will, wie der Spieler hinter dem Handheld. Bei Sprungpassagen kann dies dann ärgerlich werden, wenn man an einer Stelle öfter stirbt als einem lieb ist. Ansonsten ist es auch ein wenig traurig, dass das Spielprinzip durch die limitierte Steuerungsmöglichkeiten so in die Enge getrieben wurde. Hätte man hier mehr Freiraum für die Kampfhandlungen, wäre womöglich mehr drin gewesen.

Grafik:
Optisch gesehen braucht sich das Spiel nicht vor Genrevertretern zu verstecken. Man hat den Flair des Films sehr gut eingefangen und gerade die Hauptcharaktere gelungen in Szene gesetzt. Am Leveldesign gibt es nur wenig zu meckern, denn oft wurde versucht mit Liebe zum Detail für Abwechslung zu sorgen. Einzig und allein die Anzahl der andersartigen Gegner wäre lobenswert gewesen.

Sound:
Die Filmmusik von Hans Zimmer sorgt schon im Kino für die richtige Stimmung. Auch in der Versoftung des Themas spielt somit die Klangwelt eine wichtige Rolle. Gerade wenn die Titelfanfare des Streifens ertönt sorgt dies für einen wahren Höhenflug und kann sich hören lassen. Die zusätzlichen Stücke gehören auch zu Gattung der besseren Genrevertreter. Als Tüpfelchen auf dem „i“ gibt es Sprachsamples mit den Originalstimmen aus dem Piratenfilm. Hier hat man alles richtig gemacht.

Features und Besonderheiten:
Ein sehr lineares Singleplayerspiel mit etwas zu wenig Handlungsfreiraum, drei freispielbare Specialmoves, einigen herumliegende Waffen aber einer guten, optischen Darstellung. Der Singleplayermodus hätte noch ein wenig Zeit in der Entwicklung gebraucht, dafür sorgt der Multiplayermodus via Gamesharing beinahe für mehr Freude.

Fazit:
Fluch der Karibik 2 für die Playstation Portable kommt im Vergleich zu den anderen Handheldvarianten etwas träge daher. Das Spiel ist zu linear und zu vorhersehbar. Optisch macht es zwar eine gute bis sehr gute Figur und fängt den Flair des Karibikfilms am Besten ein, dies tröstet aber nicht über andere Mängel hinweg. Wer einige Freunde mit einer PSP in der Umgebung hat, wird sich mit dem unterhaltsamen Multiplayermodus anfreunden können. Dieser ist auch mit nur einer UMD Spielbar und verdient ein kleines Lob. Richtige Sparrow - Fans können einen Blick wagen. Für alle anderen ist dieses Spiel nicht mehr als eine Light - Version der PSP - Fassung von Prince of Persia.

Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Buena Vista Games für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
6 von 10
Hier und da seine Tücken.
GRAFIK
8 von 10
Gelungene Charakterdarstellung und allgemeine Optik.
SOUND
7 von 10
Das Filmthema ist auch auf der PSP ein Genuss für die Ohren.
FEATURES
6 von 10
Hier wird leider etwas wenig geboten.
MULTIPLAYER
7 von 10
Schiffsschlachten mit nur einer UMD!
GESAMT-
WERTUNG:
67%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
" Knappe Ladezeiten und gerade der Multiplayer lädt zu einer kurzen Runde ein."







Details
Spielname:
Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2

Publisher:
Buena Vista Games

Developer:
Amaze Entertainment

Genre:
Action Jump 'n Run

Release:
10.07.2006 (erschienen)

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (15)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop