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Juiced Eliminator


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Juiced Eliminator Review vom 12.08.2006

Der Sand am Meer ist auf der PSP eindeutig das Rennspielgenre. Kaum ein anderes Genre wird, bzw. wurde so dermaßen häufig oft umgesetzt wie Racer jedweder Natur, Form und Farbe. Als Zocker und eingefleischter Racerfan steht man dann oft vor dem PSP Regal im hiesigen Elektronikmarkt und fragt sich – „welchen nehme ich nur?“. Der wohl neueste Ableger dieser Reihen ist „Juiced Eliminator“ aus dem Juiced Reihe – kein von Kreativität strotzender Titel, das muss man schon zugeben. Doch ob sich ein Kauf oder zumindest ein paar nähere Blicke zu diesem Spiel lohnen oder nicht, lest ihr am Besten selber in unserem Review. Wir haben uns extra für euch in die gefährlichen und vor allem geschwindigkeitsträchtigen Weiten von Angel City begeben– Schauplatz Nummer eins für alle Freunde gepflegter Rennereignisse. Wollen wir doch einmal schauen, ob wir diesen Trip heil überstanden haben…

Schon seit geraumer Zeit flattern einige wenige, aber durchaus interessante Infoschnitzel zu Juice´s neuestem Geniestreich „Juiced Eliminator“ durch das Netz und sorgten schon im Vorfeld für die Racerhoffnung schlecht hin. Viele, interessante Modi gepaart mit einem Wettsystem und vielen, vielen Tuningmöglichkeiten sollen all das erfüllen was das Zockerherz begehrt – um nur einige der Ankündigungen zum Spiel zu erwähnen. Doch – beginnen wir am Besten ganz von Anfang an.

Eine Sache vorweg – noch bevor „Juiced Eliminator“ startet weist das Spiel darauf hin, die folgenden Stunts bitte nicht selbst durchzuführen und sich stets an die erlaubten Höchstgeschwindigkeit zu halten. Ein Lachen konnte ich mir dabei beim Besten Willen nicht verkneifen. Der große, böse Zeigefinger jetzt auch im praktischen UMD Format. Um Missverständnissen vorzubeugen – die gesamte Redaktion schließt sich dieser Mahnung natürlich voll und ganz an.

In Sachen Gameplay
Und zack – schon begrüßt uns ein sehr schönes und vor allem hochauflösendes Intro, welches den Spieler direkt und ohne Umwege in ein heißes Rennen eintauchen lässt. Schade – schon nach einigen Sekunden ist das Geschehen auch schon wieder vorbei, und wir finden uns in einem kleinen Menü wieder. Etwas verwirrend – bevor das Spiel überhaupt richtig losgeht, muss zunächst ein Rennen gegen eine gewisse Nina ausgefochten werden. Was sich die Entwickler dabei gedacht haben und was dieser Hokus Pokus eigentlich bezwecken soll, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben.

Zunächst legen wir uns ganz spieltypisch einen Spielernamen zu und legen dadurch auch direkt einen passenden Crewnamen samt Logo fest. Kurios – anschließend muss eine Wahl zwischen mehreren Handys unterschiedlicher Marken getroffen werden, um im späteren Verlauf des Spiels Kontakt zu anderen Fahrern aufnehmen zu können. Dabei präsentiert sich ein schon fast frech grinsendes Vodaphone Logo bei jedem, virtuellem Anruf auf dem Screen. Schleichwerbung lässt grüßen – in diesem Fall allerdings völlig deplaziert und schon fast irritierend.

Ein gestandener Spieler lässt sich allerdings von so etwas wohl kaum ablenken, und schon geht es auch frisch an das Werk. Flux „Karrieremodus“ angewählt, und schon kann es losgehen – nach dem Kauf einer Karre bei dem hiesigen Händler natürlich. Schon während der ersten, holprigen Schritte im Spiel fallen die massenhaften Möglichkeiten auf, welche der Spieler hier geboten bekommt – in diesem Zusammenhang fehlt allerdings leider ein aufklärendes Tutorial, welches ein wenig für Durchblick sorgt. Stattdessen stehen dem Zocker von Zeit zu Zeit die Oberhäupter anderer Crews in Form einer recht netten, kurzen Videoanimation mit Rat und Tat zur Seite und sorgen auch gerne mit dem einen oder anderen Spruch für ein Schmunzeln oder ein Lächeln.

Was braucht ein Rennfahrer, und vor allem – wo von kann er nie genug bekommen? Richtig – von Geld. Ohne Cash läuft auch in „Juiced Eliminator“ rein gar nichts. Neben „typischen“ Tuningmöglichkeiten wie zum Beispiel diversen Turboladern, Nitrosystemen, Bremsen, Reifen und co. stehen auch Aufmotzmöglichkeiten rein optischer Natur zur Verfügung und umschmeicheln das Auge – passend dazu kann der interessierte Hobbyrennfahrer auch am Lackschema in verschiedensten Varianten und Möglichkeiten herumbasteln. Dabei können wirklich tolle Ergebnisse erzielt werden – sogar Perleffektlack ist hier mit vertreten. All diese Möglichkeiten geben viel Raum und Anlass für ausgelassene Kreativität. Natürlich kann die Karre anschließend auch wieder verkauft, und ein neues Fahrzeug eingekauft werden, denn die Werkstatt bietet mehr Platz als nur für einen Wagen.

Das ist ja alles schön und gut, aber – wie komme ich an Cash? Ganz einfach – durch die Teilnahme an unterschiedlichen, so genannten Events. Diese können von einfachen Rundkursen, KO Rennen, Zeitrennen, Trickrennen (bei denen besondere Tricks mit der eigenen Karre vollführt werden müssen) und Sprintstrecken bis hin zu Wettrennen um das Fahrzeug des Gegners und das eigene reichen. Ein festes Preisgeld erwartet im Anschluss den glücklichen Gewinner. Zusätzlich hierzu – und das ist das prickelnde an der ganzen Sache – kann eine zusätzliche Wette pro Event mit einem der Teilnehmer abgeschlossen werden. Dabei wird um einen zuvor festgelegten Betrag gefahren. Der Sieger bekommt alles, der Verlierer nichts. Das klingt hart, ist aber so – denn das Geld wartetet nur darauf, ausgegeben oder neu investiert zu werden. Möglichkeiten bietet das Spiel hierzu jedenfalls mehr als genug.

Die unterschiedlichen und vor allem zahlreichen Events werden in einem so genannten Kalender hinterlegt. Jeweils vom ersten bis zum letzten Tag im Monat kann hier an allerlei teilgenommen werden. Einige freie Tage an denen nichts stattfindet, bieten sogar Anlass für ein eigens gewähltes Event nach freier Wahl. Leider wurde dieser Kalender schlampig umgesetzt: viel zu unübersichtlich mit teils geköpften, halbierten Wörtern und Sätzen kann man viele von ihnen erst dann erkennen, wenn man direkt in ihnen steckt. Insgesamt wirkt der Kalender eher wie ein großer Bug in der Grafik als wirklich gewollt.

3,2,1…und…!
Jetzt ist Schluss mit der Theorie – ab ins Gefecht! Oder sollte ich lieber sagen – ab auf die Piste? Erst hier kann sich ein Rennspiel wirklich bewähren und zeigen, was in ihm steckt. Auf den ersten Blick fällt die etwas karge und triste Grafik auf, welche insgesamt an Strecken aus Pursuit Force erinnern. Schon im Vorfeld räumte Entwickler Juice ein, dass man die grafische Präsentation auf Kosten anderer, essentieller Features für das Spiel herunterschrauben wolle. Insgesamt kann man nicht behaupten, dass das Ergebnis zu radikal oder gar schlecht ausgefallen ist, aber trotzdem – die PSP kann und will vor allem einfach mehr. Auf diese Weise entsteht die so wichtige Atmosphäre bei einem Racer nicht wirklich und baut sich nur äußerst schleppend auf – nämlich erst dann, wenn man sich damit arrangiert hat. Die einzelnen Fahrzeuge hat es in diesem Zusammenhang zum Glück nicht erwischt – sämtliche optische Tunings kommen teilweise sehr spektakulär zum Einsatz und zaubern den berühmten „Wow“ Effekt in das neidische Gesicht des Spielers. Trotzdem – insgesamt täuscht das alles einfach nicht über die enttäuschende Gesamtgrafik und die Ideenlosigkeit beim Streckendesign hinweg. Schade, hier wäre insgesamt einfach viel mehr möglich und machbar gewesen. Seichte Wettereffekte oder unschärfen bei hohen Geschwindigkeiten täuschen über das gesamtgrafische Bild auch nicht weiter hinweg.

In einem anderen Punkt hingegen beweist Entwickler Juice deutlich mehr Kreativität: die „Respekt“ Leiste ist ein wichtiger Bestandteil im Spiel und wurde sinnvoll integriert. Somit steigt zum Beispiel der Respekt gegenüber der eigenen Crew, wenn ein bestimmter Widersacher in Grund und Boden gefahren wurde erheblich – dadurch können zum Beispiel bestimmte Events frei geschaltet, oder bei unterschiedlichen Rennen einfach zugeschaut werden. Die Perspektive ist dabei ganz dem interessierten Zuschauer belassen. Alternativ können sogar angeworbene Crewmitglieder des Hauses Rennen für den Spieler übernehmen, welcher dann ebenfalls den Part des Zuschauers übernehmen darf. Alles in allem ein recht interessantes und vor allem innovatives Feature – einfach mal nichts tun und einem aufregenden Rennen zuschauen.

Anders als in anderen Genrevertretern baut „Juiced Eliminator“ auf faire Rennen auf. So kommt es zum Beispiel niemals vor, dass eine lächerliche 50PS Karre gegen einen 300PS starken, monströsen Boliden antreten muss. Ein Klassensystem, beginnend bei 8 bis 1 schützt den Spieler vor solchen unfairen Begegnungen. Dabei richtet sich alles nach der PS Anzahl des Fahrzeuges. Eine bestimmte Klasse beinhaltet eine bestimmte Anzahl an Pferdestärken. Wird diese Zahl überschritten, steigt das Fahrzeug automatisch in die nächst tiefere Klasse auf. Und um dem ganzen System einen Sinn zu verleihen, sind alle Wettkämpfe, Herausforderungen und co. mit einer Levellimitierung belegt – „nur für Fahrzeuge mit Level X“, heißt es dann so schön. Wie auch immer – leider behindert diese Limitierung oft ein ausgedehntes herumtunen am eigenen Wagen, denn nicht selten möchte man einfach in seiner Klasse als stärkster Bolide verweilen.

Was währe ein Rennspiel ohne Schadensmodell? Auch hier ließ sich Entwickler Juice nicht lange bitten und spendierte seinem PSP - Ableger ein sehr kreatives Schadensmodell, welches allerhand zu bieten hat. So kann zum Beispiel nach einem heftigen Crash das Nitro – falls vorhanden – auslaufen, der Turbo nicht mehr richtig funktionieren oder sonstiges den Geist aufgeben. Sehr schön anzuschauen – die Lackschäden wirken alles in allem recht realistisch und vermitteln eben dieses Gefühl. Nach dem Rennen wird das Auto dann aber wie von Geisterhand repariert und steht für das nächste Rennen zur Verfügung.

Das liebe Spiel mit der Steuerung – des Racers größter Feind, zumindest im schlimmsten Fall. Um es auf den Punkt zu bringen – leider gibt es hier nicht viel Gutes zu berichten. Entweder bremst man vor einer Kurve fast bis auf 0 mp/h herunter um sie unbeschadet nehmen zu können, oder man benutzt die jeweilige Bande als Leitbahn. Schade – dieses essentielle Puzzlestück hat Juice leider in die Pfanne gehauen. Mit der schwammigen Steuerung kann sich der Spieler nämlich nur äußerst mühselig arrangieren – vor allem in späteren Klassen, wenn es so richtig zur Sache gehen soll. Vereinzelte Bemühungen, irgendetwas unter diesem Punkt aus einem Gran Turismo zu adaptieren sind zwar zu erkennen, aber leider musste „Juiced Eliminator“ bei diesem Treffen eindeutig den Kürzeren ziehen und sich eher winselnd verkriechen. Passend dazu verhält es sich auch mit dem Lenkverhalten der Fahrzeuge. Am Liebsten möchte man unter das Fahrzeug springen und nachschauen, was denn ständig die Achsen am Einlenken hindern mag.

Musik, Sounds und co.
In Sachen musikalischer Untermalung konnte Juice eindeutig aus dem Vollen schöpfen. Erstaunlich, was dabei heraus gekommen ist – eine sehr gut arrangierte Jukebox spielt passende Tracks von bekannten Künstlern wie zum Beispiel das weltberühmte „Rollin´“ von Limp Bizkit in bester Qualität ab. Passend dazu gibt es Tracks aus der Richtung Metal/Punk auf die Ohren und sorgen insgesamt für Stimmung. Man könnte schon fast über die ernüchternde Grafik samt Fahrphysik hinwegschauen, wenn dies nicht die nervigen Motorengeräusche zu verhindern wüssten. Zwar sind auch hier gute Ansätze zu erkennen und man kann deutliche Unterschiede heraushören, aber irgendwie möchte der Funken einfach nicht überspringen und bleibt deshalb irgendwo im Motorblock hängen – anders sind diese eher gepeinigt klingenden Geräusche nicht wirklich zu erklären.

Liebe Entwickler,
PSP bedeutet Playstationportable. Wenn man diese Gleichung um den Faktor „portable“ beraubt, dann könnte „Juiced Eliminator“ prima auf den Rest der Gleichung passen. Im Klartext – die Ladezeiten sind einfach lächerlich lang ausgefallen und rechtfertigen in keinster Weise das eher mit Wohlwollen als Durchschnitt zu bezeichnende, grafische Aufgebot. Selbst die Menüs brauchen stellenweise eine Ewigkeit um in Fahrt zu kommen. Allerdings ist man bei dem wirklich großen und sicherlich gut gemeinten Umfang des Spiels schon fast gezwungen, diese Ladezeiten in Kauf zu nehmen – insofern man sämtliche, interessante Features des Spiels auch wirklich benutzen möchte. Alles in allem wird das Spiel aber recht schnell zu einer gewaltigen Geduldprobe – absolut ungeeignet für unterwegs. Und bevor ich es vergesse – die Standartakkulaufzeit beläuft sich aufgrund der ausgedehnten Ladepausen bei voller Kapazität auf maximal 3 Stunden.

Es wäre schön gewesen, wenn man sich insgesamt einfach mehr auf das Wesentliche des Spiels konzentriert hätte – nämlich das austragen von heißen und spannenden Rennen.

Multiplayer:
Was wäre ein Racer ohne Multiplayerpart? Sicherlich eins - unvorstellbar. "Juiced Eliminator" unterstützt Gamesharing mit bis zu fünf geschwindigkeitssüchtigen Zockern. Nach erfolgreichem beenden des Arcademodus können im Multiplayermodus weitere Fahrzeuge frei geschaltet werden. Außerdem kann ein Karrierespielstand direkt als Multiplayeraccount deklariert werden, um gleich so richtig los legen zu können. Das Sahnehäubchen: es sind sogar Crew vs. Crew Rennen möglich, bei denen jeweils zwei menschliche Spieler mit der kompletten Crew im Gepäck gegeneinander antreten können.

Fazit:
Es hätte so schön sein können – sämtliche, äußerst umfangreiche Features sind alles in allem gut gelungen und könnten „Juiced Eliminator“ lange am Leben erhalten. Vor allem die einzelnen Musikstücke verdienen großes Lob und besondere Anerkennung. Leider haben sich die Herren und Damen von Juice im Eifer des Gefechts scheinbar nicht auf das wesentliche konzentriert – die eigentlichen Rennen an sich sind sowohl in Sachen grafische Präsentation als auch Streckendesign eher öde ausgefallen. Dazu gestellt sich eine lieblose Steuerung. Die richtige Spaßbremse sind allerdings die Ladzeiten und machen das Spiel dadurch nicht nur für unterwegs fast unspielbar – auch zuhause wird das Spiel leider schnell zu einer Geduldsprobe. Alles in allem kein schlechtes Spiel, bei Leibe nicht – aber bei der Konkurrenz im eigenen Sektor gibt es viele Alternativen.

Malte Latton für playstationportable.de

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
6 von 10
Schlechte Fahrphysik, etwas trocken.
GRAFIK
6 von 10
Insgesamt öde, ohne Höhepunkte.
SOUND
9 von 10
Absolut überzeugend und beispielhaft.
FEATURES
8 von 10
Überzeugend auf ganzer Linie.
MULTIPLAYER
8 von 10
Bietet interessante Möglichkeiten
GESAMT-
WERTUNG:
79%
Mobilitätsfaktor: [2 /10]
"Praktisch nicht vorhanden."







Details
Spielname:
Juiced Eliminator

Publisher:
THQ

Developer:
Juice Games

Genre:
Racing

Release:
19.07.2006 (erschienen)

Multiplayer:
1-4

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (17)

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