B-Boy
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B-Boy
Hands-On Bericht vom 29.08.2006
Demo-UMDs sind ein heiß begehrtes Gut, welche in der Regel sehr schnell vergriffen sind. „B-Boy“ machte darin keine Ausnahme und findet nun nach relativ langer Wartezeit endlich Einzug in das UMD-Laufwerk vieler interessierter Zocker.
Und schwups – UMD eingelegt und ab damit. Schon zu Beginn macht sich sehr schnell Ernüchterung breit, denn B-Boy kommt weder mit einem Intro, noch mit überhaupt irgendeinem Ansatz, geschweige denn einem Menü daher. Somit lädt die UMD fröhlich vor sich hin, bis wir uns in einem kleinen Überblick in Sachen Steuerung wieder finden. „Das schaut ja recht einfach und überschaubar aus“, denke ich mir noch. Schnell präge ich mir alles ein, und los geht es nach einer kurzen Ladezeit. Die Szenerie: Zwei B-Boys, auch „Breakdancer“ genannt wollen sich und dem Rest der Anwesenden beweisen, wer die besten Skills und Moves auf dem Kasten hat.
Als Austragungsort dient dabei in der Demo ein Park. Wer dabei beginnen darf, wird per Zufallsprinzip entschieden. Dieses Prinzip habe ich allerdings nicht wirklich begriffen, da es weder erklärt, noch näher erläutert wurde. Auf einer Art runden Scheibe bewegt sich ein Zeiger und bleibt an einer zufälligen Stelle stehen – der entsprechende B-Boy darf dann auch schon direkt loslegen. Noch etwas verwirrt von diesem Prinzip, darf zunächst mein Gegner zeigen was er drauf hat und legt auch schon direkt mit teils wahnwitzigen Moves los. Diese schauen bisweilen sogar sehr erstaunlich und gut in Szene gesetzt aus, so dass ich mir das ein oder andere Staunen nicht verkneifen konnte. Grafisch geht B-Boy völlig in Ordnung. Man hat zwar schon deutlich mehr auf der PSP in diesem Bezug auf die Augen bekommen, doch das Gebotene ist keinesfalls schlecht. Musikalisch bekommt der Zocker hierbei allerdings eher laue Kost auf die Ohren. Der einzige, dargebotene Track ist etwas schwachbrünstig, irgendwie zu leise und schon fast völlig unterbesetzt. Schade – gerade die passende Soundkulisse ist hier für die richtige Atmosphäre fast schon zwingend notwendig.
Überhaupt ist dieser Faktor nicht gerade die Stärke von „B-Boy“. Neben dem eben angesprochenen Manko fehlt in der Gesamtbetrachtung einfach eine grundlegende Soundkulisse. Zwar kommentiert ein Sprecher von Zeit zu Zeit einige Moves, allerdings wiederholen sich dessen Ansagen aber schon nach einigen Sekunden und nerven irgendwann nur noch.
Typische Scratch-Sounds aus der Hip Hop-Szene untermalen besondere Moves. Für anspruchsvolle Move-Kombinationen können Extraboni erkämpft werden, welche für einen Sieg nicht unerheblich sind. Insgesamt scheint „B-Boy“ zwar gerne mit der eben genannten Szene in Verbindung gebracht werden zu wollen, trotz allem scheitert die Demo in dieser Hinsicht allerdings mehr als kläglich in der Umsetzung.
Leider verliert sich hier meinerseits jedes Verständnis für das Spiel. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass ich nicht erst seit gestern mit Videospielen zu tun habe. Insgesamt habe ich mich ca. eine Stunde mit der Demo-UMD beschäftigt und habe die Steuerung des Spiels noch nicht einmal im Ansatz verstanden. Die kurze Erläuterung der Steuerung entzieht sich scheinbar jeder Logik. Vereinzelte Moves sind nur durch Zufall zu Stande gekommen und ich habe mich gefühlt, als hätte ich es in diesem Punkt insgesamt nur mit einer Pre-Beta-Version des Spiels zu tun. Selbst das Ende eines „B-Boy Battles“ konnte ich weder absehen, noch dessen Ausgang erahnen.
Das war aber bei weitem noch nicht alles. Insgesamt fehlt es der Demo-UMD am kompletten Ansatz. Urplötzlich findet man sich in einer Szenerie wieder und muss damit klar kommen. Es gibt wie bereits erwähnt weder Tipps noch Hinweise zu erhaschen. Der Spieler wird einfach in das kalte Wasser geworfen und muss mit dem Spiel klarkommen. Genau dieser Faktor stellt allerdings ein schier unüberwindliches Hindernis dar und lässt die Demo recht schnell in der hintersten Ecke der Schublade landen.
Prognose:
„B-Boy“ vermittelt den Eindruck, Käufer eher abzuschrecken, als anlocken zu wollen. Anders lässt sich die schon fast unverschämte Aufmachung und das nicht zu begreifende Gameplay erklären. Dass hinter diesem Spielprinzip durchaus Potential stecken könnte, beweisen die erstaunlichen Moves und die akzeptable Grafik. Die nicht verständliche Steuerung und die lustlose Aufmachung der Demo machen aber selbst diese positiven Eindrücke recht schnell kaputt. Ob die im September erscheinende Vollversion besser ist, werden wohl die wenigsten Besitzer der Demo-UMD herausfinden wollen.
Malte [ Malte Latton ] für playstationportable.de
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Details
Spielname:
B-Boy
Publisher:
Sony Computer Entertainment
Developer:
Sony Computer Entertainment
Genre:
Sonstiges
Release:
20.09.2006 (erschienen)
Multiplayer:
-
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (8)
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