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Field Commander


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Field Commander Review vom 30.08.2006

Strategie gehöret vor allem im europäischen Raum zu den beliebtesten Gernes. Rundenstrategiespiele wurden allerdings mittlerweile auf dem PC fast komplett von der übermächtigen Echtzeitkonkurrenz verdrängt. Das Genre lebt allerdings auf Handhelds weiter - Advance Wars und Fire Emblem auf dem Game Boy Advance , Age of Empires und noch mal Advance Wars auf dem Nintendo DS oder Pathway to Glory auf dem N-Gage zeigen, dass man auch auf einer Hosentaschenkonsole seine Soldaten in große Schlachten ziehen kann. Da darf natürlich auch Sony nicht fehlen: Mit Field Commander hat man das Konzept aufgenommen und für die PSP umgesetzt. Kann das Advance-Wars-Prinzip in Battle-Isle-Optik für unterhaltsame Stunden vor dem Taschenspiegel sorgen?

Frei nach dem Motto: "Warum ein eigenes Konzept ausdenken, wenn man ein Gutes kopieren kann?" Red Lynx hat diese Kopierstrategie schon auf dem N-Gage vorgemacht und mit High Seize eine gelungene Umsetzung des Themas mit Piratenthema erschaffen. Vorteil des Spiels war der Onlinemodus, den Nintendo der Advance-Wars-Reihe bisher nicht spendierte. Auch Field Commander bietet einen Onlinemultiplayer-Modus und versetzt die mobile Welt in eine globale Schlacht mit Turnusprinzip.

Es herrscht Krieg! Grund für die mörderischen Kämpfe ist, dass den Weltregierungen von gut organisierten Kriminalorganisationen der Krieg erklärt wurde. Schwarzmärkte, Waffenschmuggel, Spionage, Terrorismus & Co. gehören nun zu den großen Bedrohungen und so wurde das ATLAS-Projekt ins Leben gerufen. ATLAS steht für „Advanced Tactical Legion for Allied Security“ und der Spieler schlüpft in die Rolle eines neuen Kommandanten, der erst einmal in einem Tutorial auf Waffentauglichkeit geprüft wird. Problem an der Sache ist, dass man komplett verdeckt handeln muss. Die Weltregierungen werden das Projekt ATLAS mit allen Mitteln vor der Presse und somit der Weltöffentlichkeit leugnen, um den Ernst der Lage zu verschleiern und somit eine Panik zu verhindern.

Soviel zur Story, die gekonnt durch Videosequenzen in Sprachausgabe inszeniert wird und einen sehr guten Eindruck macht. Zwar gibt es keine Charaktere mit denen man eine wirkliche Verbindung aufbaut und somit der nackte Kampf gegen Hightech-Terroristen und den ganzen bösen Buben in der Welt in den Vordergrund rückt. Es gibt mehrere Divisionen die der Spieler steuern kann und jede hat ihre eigene düstere Hintergrundgeschichte.

Die postmoderne Schlacht wird geführt von militärischen Truppen wie Soldaten, Sonderkommandos, Panzern, Hubschraubern, Kampfbooten, U-Booten und mehr. Jede Einheit verfügt über bestimmte Spezifikationen, die taktisch geschickt eingesetzt einen Vorteil bringen können. Wie üblich unterscheidet man die Einheiten in Kategorien wie Nah- und Fernkampf, Land-, Luft- und Marineeinheiten. Das Schöne an dem Spiel ist, dass es einem nicht so vor kommt, als hätten die Entwickler einfach irgendwelche Einheiten kopiert und doppelt auf dem Schlachtfeld. Trotzdem gibt es über 30 Verschiedene im gesamten Spiel zu steuern.
Kopiert hat man hier eher bei vergleichbaren Spielen aus dem Sektor. Doch dies hat keine wirklichen Nachteile, denn auf der PSP gibt es momentan keine Konkurrenz in Sachen rundenbasierter Strategie im Militärlook. Die starken Anleihen an andere Genrevertreter haben sogar einen Vorteil, denn das Spielgleichgewicht, bzw. die Stärke der Einheiten untereinander ist gut ausbalanciert und der geneigte Genre-Zocker wird sich heimisch fühlen.
Selbst an den Spezialfähigkeiten, der Kommandanten wurden kopiert. So verfügt jeder Feldherr über zwei bestimmte Fähigkeiten, die in der Schlacht
eingesetzt werden können. Ein Energiebalken lädt sich während des Kampfes auf und kann eingesetzt werden, sobald dieser voll ist. Beispiele für Spezialfähigkeiten sind ein höherer Bewegungsradius, bessere Attribute für Einheiten und mehr.

Wer sich jedoch hier ein Command & Conquer erträumt hat, dem muss gesagt werden, dass es dies nicht ist. Das Prinzip ist rein rundenbasiert auf vordefinierten Karten. Es wird nichts aufgebaut, sondern nur eingerissen. Die Gebäude, das Gelände und die Ruinen können meist komplett zerstört oder zum eigenen Vorteil verwendet werden. Mit Fußtruppen können Hochhäuser eingenommen werden, um die Finanzen zu sichern, weitere Produktionsstätten an der Front zu erobern oder Zwischenlager zu errichten. Denn auf einem eigenen Gebäude hat man nicht nur einen Verteidigungsbonus in der Schlacht, sondern regeneriert die Einheiten, die darauf stehen, sofern die Finanzen stimmen.
Man muss das Terrain gut ausnutzen und zum Beispiel Waldgebiete für einen Hinterhalt nutzen, sich im „Fog of War" lautlos bewegen und die Front mit starken Einheiten sichern. Truppen sinnvoll transportieren, Landminen legen und sogar mit großen Interkontinentalraketen angreifen.

Das Spiel bietet einen enormen Tiefgang und trotz dieser Tatsache ist es durch das einfache Tutorial und der Tatsache, dass Genrefans sofort mit dem kopierten Spielprinzip vertraut sein werden, einfach zu erlernen. Unter anderem liegt dies an der übersichtlichen Menüführung und der einfachen Handhabung im Kampf. In den über dreißig Einzelspielermissionen gilt es entführte Wissenschaftler zu retten, Terroristen zu stoppen oder Areale zu schützen. Hier hätte man sich eventuell etwas mehr Variation wünschen können. Dennoch wird der Spieler eine ganze Weile beschäftig sein und die unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen sorgen für die nötige Herausforderung, auch bei erfahrenen Spielern.

Gameplay:
Das Gameplay des Spiels ist sehr intuitiv und man wird sofort mit den Steuerungsmöglichkeiten vertraut sein. Das Menü ist übersichtlich und gut strukturiert. Die Einheitenbewegung auf dem Feld dürfte kein Problem darstellen. Hier heißt es einfach mit dem Analogstick anwählen, ziehen und fertig. Selbst eigene Missionen aufbauen ist kein wirklich großes Problem, nur zeitintensiv.

Grafik:
Advance Wars meets Battle Isle. Während Nintendo immer auf den Knuddellook im Kriegszenario aus ist, hat man es hier mit einem eher realistisch-futuristisch angehauchten Szenario zu tun. Optisch macht das Spiel eine sehr gute Figur und so sorgt vor allem die wohltuende Übersicht für gute Spielbarkeit. Während der Zugphase schaut man seinen Einheiten über die Schultern und zur Zeit des Kampfes wird nah herangezoomt bis es zur unvermeidlichen Explosion kommt. Die 3D-Engine ist sehr detailgetreu und sorgt so für eine sehr gute Atmosphäre. Einzig und allein die Texturen hätten hier und da etwas schöner sein können und das übliche Problem der Ladezeiten macht sich leider auch bei diesem Spiel bemerkbar, besonders wenn es zum Kampf kommt.


Sound:
In Sachen Sounduntermalung hat man ganze Arbeit geleistet. Gelungene Soundeffekte, eine sehr gute Sprachausgabe und kriegerische Klänge sorgen für eine gute Gesamtstimmung. Hier gibt es nichts zu meckern.

Features und Besonderheiten:
Zahlreiche Einheiten, eine gesunde Anzahl an Missionen und zahlreiche andere Extras erwarten den Spieler. Doch wer geglaubt hätte nach dem Einzelspielermodus wäre es vorbei der irrt. Einen besonderes Augenmerk haben die Entwickler auf die Multiplayereigenschaften des Spiels gelegt.

Multiplayer:
Was wäre ein Strategiespiel ohne Schlachten gegen Freunde? (Ein Singleplayer-Spiel , Anm. der Redaktion) Diese Frage haben sich auch die Entwickler gestellt und bauten daraufhin einige Features ein. Mit nur einer PSP ist es möglich im Hotseat-Modus durch Weiterreichen des Geräts gegen zumindest einen Freund anzutreten. Sollten beide Spieler über eine Field Commander-UMD verfügen, können die Duelle auch direkt gegeneinander ausgetragen werden. Es ist auch möglich via Infrastrukturmodus gegen andere Spieler weltweit anzutreten. Dabei ist es nicht einmal nötig den ganzen Kampf über am Ball zu bleiben. Ähnlich wie beim E-Mail-Schach ist es möglich, sich die aktuelle Situation dann anzuschauen, wenn man sich einloggt. Sprich, wenn ich mal 10 Minuten, eine Stunde, einen Tag, etc. nicht da bin, kann ich dennoch mein Duell weiterspielen. Die Daten werden jederzeit zum Server übertragen und sein gegenüber kann sich diese aktuellen Züge, dann herunterladen, wann er möchte.
Doch auch diese Tatsache ist noch nicht alles was Field Commander zu bieten hat. Es ist sogar möglich eigene Missionen zu erstellen und diese auf den Server zu laden. Somit hat man quasi unbegrenzte Aufträge, die von den zahlreichen Spielern auf der Welt geteilt werden. Ein Zeitintensives aber geniales Feature.

Fazit:
Das Konzept Field Commander mag zwar nicht neu sein, dennoch hat es auf der PSP eindeutig seine Daseinsberechtigung verdient. Wer sich gerne in rundenbasierten Duellen hitzige Kämpfe liefert und schon an Spielen wie Battle Isle, High Seize oder Advance Wars gefallen gefunden hat, sollte hier zwingend zugreifen. Sowohl die Atmosphäre, Spieltiefe als auch das Spielgleichgewicht fallen sehr positiv aus. Allein die Onlineoptionen können über mehrere Wochen hinweg fesseln. Strategiefans kann hier eine eindeutige Kaufempfehlung ausgesprochen werden. Zugreifen!

Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Intuitiv und leicht erlernbar, trotzdem komplex mit viel Tiefgang.
GRAFIK
8 von 10
Recht ansehnlich, aber hier und da mit nervigen Ladezeiten.
SOUND
9 von 10
Sehr stimmungsvoll und mit guten Sprachsamples versehen.
FEATURES
8 von 10
Hier gibt es allerhand zu tun.
MULTIPLAYER
9 von 10
Sowohl im lokalen als auch im globalen Multiplayer eine Granate.
GESAMT-
WERTUNG:
85%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Unterwegs gut spielbar und selbst der Onlinemodus wurde dem Hot-Spot-Prinzip angepasst."







Details
Spielname:
Field Commander

Publisher:
Ubisoft

Developer:
SOE

Genre:
Adventure

Release:
28.07.2006 (erschienen)

Multiplayer:
ja (auch online)

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (11)

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